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IT-Sicherheitsberater wegen Aufbaus eines Bot-Netzes angeklagt

Im US-Bundesstaat Kalifornien ist zum ersten Mal ein Betreiber eines Bot-Netzes angeklagt worden. Der 26 Jahre alte John S., Mitarbeiter von 3G Communications, ein Unternehmen für Netzwerk- und VoIP-Sicherheit, soll etwa 250.000 Windows-Computer infiziert und mehrere Angriffe vollzogen haben.

Unter dem Alias "acidstorm" hat er PayPal-Daten geklaut und zum Teil weiterverkauft. Zusätzlich erhielt er für die Installation von Adware auf 150.000 PCs von einer niederländischen Internet-Werbefirma 19.000 US-Dollar.

Dem geständigen Täter drohen bis zu 60 Jahre Haft und ein Bußgeld von 1,75 Millionen US-Dollar.


WebReporter: Lesematte
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Sicherheit, IT, Aufbau
Quelle: www.heise.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.11.2007 12:16 Uhr von kingmax
 
+2 | -5
 
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ab in den knast mit dem sack: der wird dann lange keinen komputer mehr sehen bzw anfassen und wenn er in 60jahren aus dem loch kommt, wird es wohl die neue generation von super pc nicht mehr verstehen...
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12.11.2007 12:56 Uhr von Lucky Strike
 
+4 | -3
 
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schöne strafe: find ich gut.
er hätte lieber jemanden in deutschland umbringen sollen, hätte nur maximal 15 jahre gegeben :D
manchmal hat ein übertriebenes amerikanisches strafmaß auch was gutes
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12.11.2007 13:35 Uhr von Izo84
 
+2 | -2
 
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OMG 60 Jahre: Keine Frage der man muss bestraft werden, aber 60 Jahre sind eindeutig zu viel.
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12.11.2007 14:35 Uhr von Mages
 
+4 | -1
 
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Recht so! Der hat ja wohl ganz schön extrem eine Vertrauensstellung ausgenutzt. Viele sind dadurch geschädigt worden. Er bekommt ja noch nicht mal einen Tag Knast pro Geschädigten.
@Izo84 => dreh den Spieß doch einfach mal um. Soll jeder der durch ihn zu Schaden gekommen ist mal mitteilen wieviel Zeit und Geld er dadurch verloren hat und diesen Schaden soll er voll ersetzen. Zeit durch Knast und Geld direkt. Ich glaub da nimmt er lieber das Urteil der Richter an.
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12.11.2007 14:44 Uhr von hydraulik
 
+3 | -6
 
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meine meinung: cheater und hacker gehören an den eiern aufgehängt.

es sei denn man hackt was sinnvolles. sowas wie microsoft oder die dicken staatsserver (vorratsdatenspeicherung) ^^
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12.11.2007 15:12 Uhr von mrorange83
 
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@zuckerhut: DAS ist Bullshit.
Wo kämen wir hin, wenn wir im virtuellen Raum die gleichen Maßstäbe ansetzen würde wie in der Realität?

Hast du dir darüber mal Gedanken gemacht?
Das Internet funktioniert grundsätzlich vollkommen anders als die Realität. Da ist "fast" alles möglich, während die Realität nun doch schon stark begrenzt ist. Und das es im Internet näherungsweise auch keine Ressourcenknappheit bzw. gibt ist dein Diebstahl-Vergleich vollkommener Blödsinn.

Versuch mal in der Realität eine CD per Knopfdruck an 1000 Orten auf der Welt gleichzeitig zu verteilen und das in unter 2 Stunden. Unmöglich? Doch möglich! Und dabei hast du noch nicht mal Material benötigt um die CD herzustellen.

Reales Recht dem Internet aufzuzwingen ist total daneben und zeugt von Ahnungslosigkeit.Unsinnige Gesetze machen das Internet heute schon kaputt und hindern uns daran die Möglichkeiten ungehindert zu nutzen.
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12.11.2007 17:14 Uhr von Scryed
 
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@ hydraulik: Wie alt bist du ? Also Cheaten ist nix schlimmes und auch legal also gesetzlich nicht zu belangen. http://de.wikipedia.org/... Les es dir mal durch und noch was Microsoft oder den lieben Vaterstaat hacken ? Was geht bei dir ab ? du benutz bestimmt auch Windows also (Ich möchte nicht hören "Ja, aber Windows ist scheisse und so..." Dann kauf dir ne Mac oder Linux. Das Urteil ist schon etwas hart, man solte ihm eine 20 Jahre haft und Geldstrafe von 1M. geben. Am besten noch mit seiner Mami sprechen, die sacht ihm dann schon 60 Jahre PC verbot ! =)
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12.11.2007 17:18 Uhr von Stalker_CH
 
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wo manche Mörder mit 30 Jahre rechnen bekommt der vllt 60.. kranke welt..
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12.11.2007 22:08 Uhr von atzelich
 
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Kein Unbekannter: acidstorm ist in der "Hackerszene" kein Unbekannter, aber das er ein IT- Sicherheitsberater war, ist der größte Witz.
Tja stille Wasser sind tief, in dem Sinne vielleicht eher die Ratte wütet im eigenen Nest.
Wer hätte das gedacht!!
Was mich eigentlich mehr wundert, das er nur für die Blogs angeklagt wird und nicht für seine Warezsite (und deren Inhalt).
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13.11.2007 21:26 Uhr von MBGucky
 
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@mrorange83 & @atzelich: @mrorange83:

Ich denke mal, was zuckerhut meint ist, daß man für "richtige" Straftaten im Internet ebenso bestraft werden muss. Das soll NICHT heissen, daß man einen Mord begeht, wenn man mit einer virtuellen Waffe auf einen virtuellen Menschen schiesst, sondern daß man Diebstahl begeht wenn man über das Internet auf Rechner anderer Leute zugreift, sich dessen Kontodaten (oder in diesem Fall Paypal-Daten) beschafft und diese Daten ausnutzt. Auch das Versenden von Spam-Emails (unerwünschte Werbung) ist bereits strafbar. Wenn mich nicht alles täuscht, greifen die Richter da sogar härter durch als bei Briefkastenwerbung (Bei der ich mir nichtmal sicher bin, ob die überhaupt strafbar ist).

@atzelich:

Ich kenne leider weder die Blogs noch die Warezsite.
Allerdings handelt es sich bei Warez meines Wissens um Programme, die vom Betreiber der Warezsite selbst oder zumindest für die Veröffentlichung auf der Warezsite programmiert wurden. Und da es sich bei Software nunmal nicht um Waffen, Betäubungsmittel o.Ä. handelt gibt es meines Wissens kein Gesetz, was den Handel mit seiner selbst erstellten Software verbietet.

Das ist so ähnlich wie mit den Radarwarnern. Die darf man verkaufen, aber nicht zum Einsatz bereithalten oder gar verwenden.


Zu dem Vergleich mit dem Mord:
Ist jemand, der EINEN Menschen umbringt denn wirklich schlimmer als jemand, der 10.000 Menschen einen Finger abschneidet? Gut, acidstorm hat das wohl nicht getan, aber er hat so vielen Menschen geschadet daß es sicherlich eine sehr hohe Strafe rechtfertigt. (Ob das jetzt unbedingt 60 Jahre sein müssen lasse ich offen. Die hohen Geldbeträge bei Strafen kennen wir ja schon ^^ )
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13.11.2007 22:07 Uhr von atzelich
 
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@MBGucky: Mit Blogs sind nicht die Blogs im Internet gemeint, wo du dein Tagebuch von mir aus reinschreiben kannst.
Es gibt auch eine andere Art von Blog. nämlich wenn du sagen wir 500 gehackte Computer hast und diese als z. B.Spamverteiler anbietest, wird das ein Blog in der Fachsprache der Hacker genannt.
Auch die Warezsites hast du etwas missverstanden. Geh mal auf astalavista.com, gib dort im Suchfeld von mir aus Windoof xp ein, dann suchst du dir nur noch einen Anbieter aus und prompt bist du auf einer WAREZSITE. Hat irgendwie vielleicht schon mit selbstgeschriebenen Progs zutun, nur halt mit etwas abgeänderten vorgefertigten, wenn mans so nennen kann.
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13.11.2007 22:40 Uhr von MBGucky
 
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ok (und schon fast ein bischen OT): so sehr kenn ich mich in der "dunklen Ecke" des Internets nun wirklich nicht aus. Ich hätte das, was Du als Blog bezeichnest, jetzt halt einfach ein Bot-Netz genannt. Wenn ich Dich richtig verstehe, ist ein Blog also ein Bot-Netz, welches anderen zur Mitnutzung zur Verfügung gestellt wird.

Was die Warezsites angeht war ich davon überzeugt, diese würden nur Keygens oder z.B. Programme zur Veränderung eines anderen Programmes (z.B. zu dessen Freischaltung) anbieten.

Jedoch muss die Seite trotzdem nicht unbedingt dann verboten sein, wenn sie Urheberrechtlich geschützte Programme anbietet, die z.B. durch einen Code gesichert werden und sie zusätzlich ein Programm zum Erzeugen dieses Codes mit anbieten.

Viele Hersteller erlauben ja sogar ausdrücklich die Weitergabe der Software (natürlich nur OHNE Seriennummer). Somit gestaltet sich eine Klage gegen den Seitenbetreiber schwierig.

Sicher, wenn Software zum Download angeboten wird, bei der das nicht der Fall ist, macht sich der Betreiber der Site strafbar.

Aber auch das nur theoretisch, denn praktisch ist das gar nicht so einfach nachzuweisen. Der Domain-Registrar kann zum Beispiel NICHT belangt werden. Schliesslich handelt es sich dabei ja nur um eine Weiterleitung und nicht um das Angebot selbst. Und die Server auf denen die Warez liegen sind halt die von irgendwelchen Webspace-Anbietern.
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13.11.2007 23:03 Uhr von atzelich
 
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@MBGucky: Jaja kennt sich nicht mit der dunklen "Seite" des Internets aus.
Hätt ichs eher gewusst, hätt ich nicht so um den heissen Brei schreiben gebraucht.
Das war mal wieder ein Tritt in den Hintern.
Jetzt mal Spass beiseite.
Seine Seite lag auf einem russischen Server (haben Sie inzwischen gekillt). Naja und da war Software in allen möglichen Sprachen frei ladbar. Unter anderen auch Windoof XP und das mieseste von allen Vista (in gehakter Version). Ich glaube kaum, das Microdoof das gewollt hätte.
Bitte fragt mich jetzt nicht, wie man Vista hakt oder wie man Microdoof ausschaltet-->Schlicht, ich weiss es nicht. Ich habe seit Jahren Linux auf meinen Geschäftscomps. laufen und nur für wenige Progis, wo es unbedingt nötig ist Windoof drauf.
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14.11.2007 20:32 Uhr von bombel
 
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@mrorange83: Internetkriminalität verstopft unsere Mail-Server, legt Computer lahm, auf denen GEARBEITET wird und löscht teilweise komplette Lebenswerke!

Je nach Außmaß gehören solche Leute MINDESTENS genauso hart bestraft wie für "reelle" Straftaten.

Oder soll eine illegalle Überweisung von Milliarden von Euro als "virtuelle Straftat" mit 40 Tagessätzen abgetan werden?
Oder ist das "was anderes"?

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