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Sachsen-Anhalt: "Rechtsextreme raus" - Aktion der Gastwirte und Hotelbesitzer

In einem Interview mit dem Radiosender "MDR 1 Radio-Sachsen-Anhalt", erklärte der Dehoga-Chef Wolfgang Schildhauer am gestrigen Samstag, dass sich etwa 1.000 Hoteliers und Gastwirte verbündet und eine Aktion gegen Rechts begonnen haben.

So will man unter anderem in Zukunft Politikern der NPD keine Tagungsräume mehr zur Verfügung stellen und ihnen auch keine Hotelzimmer mehr vermieten. Die beim Hotel- und Gaststättenverband angeschlossenen Betriebe sollen nun darüber informiert werden, welche Gäste abgelehnt werden sollen.

"Da haben wir wie die politische Lobby eine Aufklärungsarbeit zu leisten", so Schildhauer über die Verbreitung der betreffenden Informationen an die Dehoga-Mitglieder. Mit der Aktion "Rechtsextreme raus", will man ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen und diese als unerwünschte Gäste ablehnen.


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WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Recht, Hotel, Sachsen, Aktion, Sachsen-Anhalt
Quelle: de.news.yahoo.com

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2007 16:07 Uhr von Andana
 
+19 | -5
 
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Respekt! Das ist, wie ich finde, mal eine coole Aktion. Friedlicher Wiederstand sozusagen.. klasse!
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11.11.2007 16:09 Uhr von snm
 
+9 | -4
 
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Gute Aktion: hoffentlich halten sich alle dran.
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11.11.2007 16:12 Uhr von Lonni
 
+9 | -7
 
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Ob man so: langfristig politische Missstände in Deutschland lösen kann, ist wohl eher fraglich. Solange die Politiker der etablierten Parteien an Realitätsverlust leiden und in Zeiten der Massenentlassungen sich einmal mehr die Taschen füllen, braucht man sich doch über den Wahlausgang nicht mehr wundern
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11.11.2007 16:48 Uhr von pINT
 
+5 | -8
 
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Als ob das was bringen würde gibt doch sicher noch genug wirtschaften und hotels, in denen sie sich aufhalten können/dürfen.
und davon abgesehen: könnten die braunen die hotel/gaststättenbesitzer nicht anzeigen, weil sie sie nicht bedienen? gabs da mal nicht sowas? oder falsches land?

ich finde, es ist auf jeden fall ein falscher ansatz.
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11.11.2007 17:14 Uhr von ciaoextra
 
+10 | -7
 
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Nachtrag: Wie so ein Ablehnung aussieht, kann man folgender Seite entnehmen: http://hpd-online.de/...
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11.11.2007 18:07 Uhr von reziprok
 
+14 | -20
 
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Geschichte wiederholt sich: Früher hiess es noch: Kauft nicht bei Juden und verkauft denen auch nix. Und heutzutage wird in einem demokratischen rechtsstaat, der augeblicklich angeblich für die Freiheit kämpft, beschlossen, die Gruppe der Rechtsextremen aus der Gesellschaft auszustoßen.
Heute sind es die Rechtsextremen, morgen die Linksextremen udn übermorgen vielleicht jeder, der nicht komplett dem gutmenschlich, politisch-korrekten Menschenbild entspricht.
Merkt ihr nicht wohin solche Verhaltensweisen führen? Versammlungsfreiheit ist ein elementares Recht in unserem Staate. Wie sollen sich Menschen denn treffen und versammeln, wenn man ihnen erstens die Lokalitäten versperrt und ihnen zweitens auch keine Übernachtungsmöglchkeit bietet? Wer weiss, wen sich der Gaststättenverband als nächstes als Opfer aussucht? Ich jedenfalls möchte nicht, dass ein vollkommen unlegitimierter Verband die Grundrechte unserer Demokratie versucht zu untergraben.

Wehret den Anfängen.
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11.11.2007 18:10 Uhr von werwolf0815
 
+4 | -9
 
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damit erreicht man nix....
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11.11.2007 18:15 Uhr von Montezuma81
 
+6 | -9
 
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@ ciaoextra: Dein Link zeugt meiner Meinung nach nicht von Zivilcourage, sondern erinnert mich eher an "Fishing for Compliments", oder warum muss man wegen einem solchen Vorfall die Presse benachrichtigen?
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11.11.2007 19:22 Uhr von jsbach
 
+6 | -2
 
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So wie in Bayern der Gastwirt: allen Landtagsabgeordneten Hausverbot für seine Gaststätte angekündigt hat, so find ich diese Idee der Dehoga voll in Ordnung.
Haben doch genug finanzkräftige Sponsoren, vielleicht bekommen sie von denen ein Hotel oder `ne Halle vermacht.
Meinungsfreiheit ja, aber nicht mit diesen Ansichten der braunen Socken.
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11.11.2007 19:52 Uhr von Moefo
 
+8 | -15
 
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schwach: total schwach die aktion........
dan gehen die npd mitglieder eben in ein anderes hotel-.-
warum die patei eigentlich so schlecht geredet wird.....

UND ihr braucht mir jetzt KEINE schlechte bewertung reindrücken.....Ist nur meine meinung!!
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11.11.2007 20:35 Uhr von snm
 
+9 | -5
 
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Solche Leute brauchen wir: Den Link den ciaoextra gebracht hat, finde ich gut. Das was der Hotelier Herr J. H. Lohmeyer macht, empfinde ich als Zivilcourage. Es gibt viel zu viel Menschen, die durch Rechtsextreme eingeschüchtert sind, oder jetzt von der Bundesregierung (http://www.vorratsdatenspeicherung.de/...).
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11.11.2007 21:58 Uhr von Bibip
 
+4 | -7
 
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mir passen zwar die Schreihälse auch nicht auch deren bedingungslose Ablehnung aller Nichtdeutscher, geht mir heftig auf den Keks, Doch ob diese Aktion rechtens ist und ob sich die Gastwirte nicht strafbar machen?
M.W. darf der Gastwirt niemanden ablehnen der zahlen kann.
Grüße
Bibip
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11.11.2007 22:16 Uhr von xORED
 
+7 | -9
 
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Ein Hurra auf die Selektion: Ich finde das freie Schreiben in der Presse vom Herrn Lohmeyer beleidigent und plakativ. Ich bin kein Wähler der NPD oder der DVU oder anderer rechter Parteien - aber was sich der Hotielier dort geleistet hat ist für mich keine Zivilcourage - sondern Beleidigung.
Es wird ein Hotel gebucht - und schon erscheint ein Schreiben in der Presse in dem man indirekt des Massenmordes angeklagt wird - auch mit dem Vorwurf bei einem "ausländischen" Anbieter zu buchen. ? Ironie / Dummheit / Provokation ? Für mich unverständlich.

Ein Hausverbot im Vorraus halte ich dedenklich. Dürfen dort Parteimitglieder der PDS oder Linken unterkommen ( Nachfolgepartei der SED - alles Mauerschützen ) , oder CDU ( Golfkriegstreiber ) oder SPD ( Rüstungslieferungen in Krisengebiete ) absteigen ?

Werbung mit Selektion - nein danke - egal welche politische Meinung.
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12.11.2007 05:07 Uhr von zw3rch
 
+4 | -3
 
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methoden: Sich der methoden der Rechtsextremisten (ihr seid hier unerwünscht) bedienen ist m.E. nach der falsche Ansatz.
Außerdem ist es doch recht schwer Rechtsextremisten einwandfrei zu erkennen. Lonsdale, Fred Perry und Springerstiefel sind lange keine einwandfreien Zeichen. Auch manche Punks oder Skinheads (die ja unpolitisch sind, wie wir alle wissen) sehen "typisch rechts" aus.
Naja und Tagungen der NPD blockieren... in diesen modernen Zeiten finden sich da doch andere Methoden.
Diese Leute haben einen Hass auf die Gesellschaft, ein solches Verhalten würde diese Gefühle doch nur mehr beflügeln. Zeigt den Rechtsextremisten, dass man Probleme friedlich lösen kann und gebt ihnen Perspektiven.
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12.11.2007 10:38 Uhr von Bibip
 
+3 | -3
 
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...demnächst wird es heißen: in unserem Hotel dürfen keine Deutschen rein. Wir nehmen nur Juden.
Oder: hier dürfen keine Deutschen rein, wir nehmen nur Afrikaner.
Oder: hier dürfen nur Linkshänder rein...
usw.
Jeder möge seine eigene Auswahl treffen.
@ xORED
Du hast vollkommen Recht. Hier hat ein Geschäftsmann seine Werbung massiv überzogen. Denn: was macht er, wenn LaPenn (schreibt man den so?) zu ihm kommt? wirft er ihn auch raus? Oder macht er eine Selektion nach eigenen Gnaden? Oder: der Perser (kann mir den Namen nicht merken) kommt auf Staatsbesuch. Er will in seinem Hotel übernachten. Was nun? Der ist doch ein offizieller Gegner von Israel und leugnet gar den Holocaust!
Wat nu?
Grüße
Bibip
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12.11.2007 12:02 Uhr von vst
 
+4 | -3
 
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das hat in meinen augen nichts: mit diskriminierung und untergrabung der demokratie zu tun, das ist reine notwehr.
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12.11.2007 12:36 Uhr von Aurinko
 
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@die Meckerer: Also Leute, entschuldigt mal, aber Ihr könnt auch nur meckern und alles schlecht machen! Wo sind denn Eure Vorschläge wie man besser gegen die NPD und Konsorten vorgehen kann?
Ich habe letztlich noch gelesen: Kritik ist nur dann eine Leistung, wenn sie mit einem Optimierungsvorschlag verbunden ist. Also: wo sind Eure Vorschläge?

Ich finde diese Aktion sehr gut: irgendwo muss man schließlich anfangen.
Klar, kommen diese Leute dann eben in anderen Hotels unter. Trotzdem steht ihnen eben so nicht mehr JEDE Tür offen. Und wer weiß, ob nicht in absehbarer Zeit noch mehr
Hotels nachziehen? Seid doch froh, dass überhaupt jemand etwas tut. Das überhaupt jemand seine Meinung
öffentlich kundtut.
Und von Diskrimierung kann hier keine Rede sein. Vor allem hinken Eure Vergleiche gewaltig. Es ist doch ein gewaltiger unterschied, ob man Menschen einer bestimmten Religion oder Rasse ausgrenzt oder eben Menschen die einer Organisation angehören, die selbst für absolute Ausgrenzung aller nichtdeutschen Menschen sind und dies wohl auch mit Gewalt durchsetzten würden.

Und selbst wenn: manchmal muss man Feuer eben mit Feuer bekämpfen. Gut zureden hilft hier leider nicht mehr.
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12.11.2007 12:41 Uhr von zw3rch
 
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@ vst: der kommentar hätte auch von der Gegenseite kommen können.

Und es handelt sich hierbei sehr wohl um eine Form der Diskriminierung und das eben sind genau die falschen Methoden. Es ist egal in welche Richtung sich diese Art von Gewalt richtet, sie wird auf jeden Fall keinen positiven Effekt davon tragen.
Denken wir mal ein bisschen weiter: Die ausgeschlossenen Rechtsextremisten werden durch den Ausschluss so wütend, dass sie anfangen gegen diese Gaststätten etc. mit Brandbomben oder ähnlichem vorgehen. Was dann? Hat man damit dann soviel erreicht? Oder wird es dann wieder eine Stufe höher gehen in dem man jeden der ne Glatze und Springerstiefel hat mit Schlägertrupps verprügelt?

Versucht mit solchen Leuten zu reden und wenn sie gewalttätig werden, steckt sie in den Knast. Und andersrum genauso (wobei Knast dann durch Abschiebung ersetzt werden sollte). Aber diese "mit euch spielen wir nicht" Idee, führt nie zu einem guten Ergebnis.
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12.11.2007 14:08 Uhr von Bibip
 
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Hallo Aurinko: hier machst Du einen Überlegungsfehler.
Der Gastwirt hat eine Diskriminierung gemacht, die eigentlich in D verboten ist. Dass die NPD in seinen Augen evtl. was schlechtes ist, hat mit der Gesetzgebung nichts zu tun. Die NPD ist vorerst immer noch eine zugelassene Partei. Die zu diskriminieren entspricht dem Gleichen wie die Vorverurteilung und Hinrichtung eines Verdächtigen vor dem Prozess.
Dazu kommt die Öffentlichmachung seiner Ablehnung. Was hat er damit bezweckt? Nichts anderes als schnöden Mammon! Er wollte Werbung machen: "seht her was ich für ein toller Hecht bin!" Wenn jeder Gastwirt eine eigentlich nichtberechtigte Ablehnung öffentlich machen würde, wären jeden Tag alle Zeitungen 10-seitig voll.
Ich wundere mich sehr über das Demokratieverständnis hier im Forum und in der Bevölkerung allgemein. Im Prinzip stehen wir immer noch auf der Stufe des Dritten Reiches. "Nur wer meiner Meinung ist hat Recht, darf leben bleiben!"
Wo habt Ihr nur den Begriff Demokratie gelernt?
Bibip
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12.11.2007 15:10 Uhr von Doug90
 
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@ HerosMünchen: Glaube ich nicht, ein Türsteher hat mal in eine Disco einen "Ausländer" wegen seiner Herkunft nicht reingelassen, dies war eine Straftat. Oder zählt der Türsteher nicht dazu, weil er kein "Hausrecht" hat?
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12.11.2007 16:40 Uhr von Nihilist1982
 
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*schulterzuck*: Ich denke mal das NPDler nicht gerne in einem Hotel sind, wo sie Angst haben müssen das man ihnen ins Essen spuckt! ^^

Auf Teufel komm raus würd ich mir sicher nich irgendwo einbuchen wollen.
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12.11.2007 16:59 Uhr von ShorTine
 
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Antidiskriminierungsgesetz? (noch) kein Text
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12.11.2007 17:31 Uhr von ciaoextra
 
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Ohne Worte: http://www.youtube.com/... *GGG*
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12.11.2007 17:41 Uhr von FranknFurther
 
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so wie ich neulich im radio gehört habe: npd wollte sich ein zimmer in einem hotel übers internet mieten um anonym zu bleiben,ein angestellter hats trz herausgefunden und den chef informiert der der npd dann einen netten Brief schreib:er und seine angestellten sähen sich nicht im stande sie zu bedienen sollten die npd es dennoch vorziehen in dieses hotel zu kommen werde jeglicher umsatz den dass hotel durch die npd macht sofort an die städtische synagoge weitergeleitet^^
genial!
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12.11.2007 20:30 Uhr von the_ami_gandhi
 
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@ reziprok: Es ist aber, zumindest in meinen Augen, ein Unterschied ob ich, als amerikanisches (!) Unternehmen leute nicht beherbergen will, die gegen Ausländer sind, den Holocaust leugnen oder ähnliches.

P.S. Ich bin zwar nicht linksextrem o.ä. aber befinde mich seit 2 jahren beruflich im Ausland. Ich möchte mir nicht vorstellen wie es wäre wenn ich mir hier sorgen wegen solchem pack machen müsste.

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