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Bahnstreik: Regierung soll sich bereits eingeschaltet haben

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat in Köln verlauten lassen, dass sich die Bundesregierung in Sachen Bahnstreik bereits "hinter den Kulissen" eingeschaltet habe.

Die Regierung versuche, die beiden Verhandlungspartner GDL und Bahn wieder an einen Tisch zu bringen. Dabei werde allerdings auf die Tarifautonomie geachtet.

Während die GDL den am Samstagmorgen zu Ende gegangenen Streik im Güterverkehr als Erfolg wertete, stieß dieser bei Tiefensee auf Kritik. Grund dafür sei der hohe volkswirtschaftliche Schaden durch den Streik, so der Verkehrsminister.


WebReporter: borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Regie
Quelle: www.idowa.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2007 18:08 Uhr von hartz4biszurrente
 
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bin nen bischen doof: kann mir mal einer erklären wo da volkswirtschaftlicher Schaden entsteht? Die fetten Gewinne der Konzerne werden doch eh nur "verschoben" oder ist das jetzt schon wieder schlau ?
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10.11.2007 18:14 Uhr von roteGraefin
 
+3 | -12
 
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Dieser Gruppenegoismus: ist ganz einfach zum Kotzen.
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10.11.2007 18:15 Uhr von Jimyp
 
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@hartz4biszurrente: Schaden entsteht in jeden Betrieb, die direkt oder indirekt von Transporten der Bahn abhängig sind und das sind eine ganze Menge.
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10.11.2007 18:48 Uhr von exekutive
 
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angeblich entsteht: durch jeden streiktag schäden in 2 stelligen millionen betrag..
(im güter verkehr sogar noch höher)


da frag ich mich immer, warum bekommen die lokführer dann nicht ihre läppischen 30% lohnerhöhung, wenn die wirtschaft täglich durch den schienenverkehr millionen verdienen/umsetzten Oo

und an struck erkennt man ja auch, wie sie in wahrheit zu der tarifautonomie stehen
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10.11.2007 20:33 Uhr von Theojin
 
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Sollen sie doch: weiterstreiken, bis zum bitteren Ende.
Wenn sich sogar schon die Lobbyisten unter den Politikern klar gegen den Streik der GDL aussprechen, sieht man doch, das man auf dem richtigen Weg ist.
Wenn jeder Tag soviel Geld kostet, warum bezahlt man dann den Lokführern nicht einfach ihre Lohnerhöhung.

Oder geht es der Bahn und den angeschlossenen Unternehmen durch den Streik so schlecht, das man dort kein annehmbares Zugeständnis machen kann.
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10.11.2007 20:52 Uhr von cookies
 
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Leute entsprechend ihrer Verantwortunf bezahlen: Man sollte die Leute entsprechend ihrer Verantwortunf bezahlen und ide Verantwortung ist bei der Personenbeförderung enorm. Aber auch die sicherheit im Güterverkehr ist nicht zu verachten.

Ich höre die Stimmen noch im Ohr, wenn es ein Unglück aus menschlichem Versagen gab.
Hierzu ist es notwendig, die Lokführer gut auszubilden, zu fördern und entsprechend zu entlohnen.

Gegen diesen Streik habe ich gar nichts, wobei ich finde, dass auch mal der Fernverkehr bestreikt werden darf. Wieso sollen nur die Arbeitnehmer-Pendler in der Region bestraft werden? Nicht nachvollziehbar!

Ganz entsetzlich finde ich die Schelte auf die Streikenden (siehe "Gruppenegoismis"). Wir leben noch in einer Demokratie, wobei man hier in D als einzelner verloren hat. Es gibt Länder, da steht man auf, wenn die Regelungen ungerecht sind. Hier ist es verpönt.

Unserem Land würde mehr Zivilcourage gut zu Gesicht stehen.

In Paris streiken die Metros und RER regelmäßig, man ist zwar genervt, aber die meisten stehen doch drüber!
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10.11.2007 22:03 Uhr von spatenklopper
 
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@ exekutive: weil wenn man einen Schaden veinem Tag einnimmt.on 2 Mio. am Tag hat, diese noch lange nicht als Gewinn an einem Tag einnimmt.

Kleines Beispiel der Autohändler der dir ein neues Auto für 15000€ verkauft, hat keine 15000€ an dir verdient.

Es gibt einen Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn.
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10.11.2007 22:10 Uhr von spatenklopper
 
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es sollte heißen: wenn man an eimen Tag einen schaden von 2 Mio. hat, ....
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10.11.2007 23:05 Uhr von exekutive
 
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@ spatenklopper: (:

"Es gibt einen Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn."

das ist mir bewusst (habe ja auch etxra noch umsatz dazu geschrieben..)

letztendlich ist es aber egal ob es sich hier stellenweise um umsatz handelt, denn irgendjemand wird dieses geld am ende in seiner tasche haben.. tja und der normale arbeiter wird bei den unzähligen umsätzen/geldflüssen trotzdem letztendlich nur das minimalste vom gewinn/kuchen abbekommen

liebe grüße
exe
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11.11.2007 02:47 Uhr von TryAgain
 
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-4 punkte für jimmyp´s kommentar? sagt mal was soll das?

es ist fakt dass viele betriebe durch den lieferverzug schaden erleiden. also irgendwie ist das neue bewertungssystem sinnfrei solange man seine bewertung nicht begründen muss.

@exekutive
wieso die nicht einfach 30% mehr bekommen? weil dann andere berufsgruppen gleichziehen werden und auch streiken. ist wie bei lösegeldforderungen bzw. freipressungen von inhaftierten. gibt man nach öffnet man willkürlichen streiks tür und tor.
und auch der umsatz splittet sich über sehr viele zwischenstationen. der staat greift was ab, die logistik, die zwischenhändler, pauschalbeträge usw.. kleines beispiel: die haifischantenne eines großen automobilkonzerns kostet in der herstellung wenige cent, bis das ding beim endverbraucher bzw in der assemblierung ankommt hat sich der preis um einige tausend prozent vervielfacht. und das ist nicht alleine der roherlös den der konzern erwirtschaftet.

@cookies
die verantwortungsfrage ist zweischneidig. bei der ganzen automatisierung, die wohl durch die fehler der vergangenheit eingeführt wurden, hat der mensch nicht mehr viel zu kontrollieren. er muss schilder beachten und alle 20 sekunden einen knopf drücken, sonst stoppt der zug. sicher befördern sie personen aber was ist die verantwortung im vergleich zu busfahrern? bei der bahn gibt es keine andere bahn die von rechts kommt und der man die vorfahrt nehmen kann wenn man nicht aufpasst.

@theojin
dein rückschluss auf die richtigkeit des streiks ist herrlich. nur weil die politik dem ganzen ein nahes ende bereiten will und alle an einen tisch bringt heisst es nicht dass die gdl recht hat. die wirtschaft soll im aufschwung bleiben (sofern man der propaganda glauben kann) und da sind solche streiks denkbar unpassend. es werden auch viele güter transportiert die dem konsumenten direkt zur verfügung stehen sollen, keine güter = kein umsatz = kein erlös.
wie in der anderen news gesagt, angekündigte streiks und die daraus resultierenden versorgungsprobleme z.b in der stahlindustrie führt zu produktionsausfällen, wobei die arbeitgeber aber volle löhne zahlen müssen. so kommt man ganz schnell auf so hohe schadenssummen.

ihr seht doch wie schnell ein streik von autoren in USA dazu führt dass ganze serienproduktionen stillstehen. die lieben gdl´er sollen ihren vertrag bekommen, aber auch daran denken welchen schaden sie anrichten. 30% sind utopisch und das wird die bahn keinesfalls zahlen, wenn ich mich recht erinnere hat die ig-metall 4? bekommen, und die metallverarbeitende industrie hat imho einen weit höheren stellenwert in der wirtschaft als die bahn, selbst mit ihrem ausgebautem logistiknetz.

an die befürworter kann ich eigentlich nur eins sagen: sollte die gdl erfolgreich eine derart große erhöhung erzwingen können wird sich so mancher fragen ob sein gehalt auch angemessen ist.. die chance lässt sich nicht jeder entgehen.
mir ist bewusst dass die unternehmen mehr geld an die mitarbeiter ausgeben sollten dass die kaufkraft steigt und die verweigerungsquote sinkt.. aber gebt ihr gerne mehr geld aus als nötig nur weil ihr dem verkäufer etwas gutes tun wollt? und zwar nicht nur einmalig sondern in jeder branche? wohl kaum.
wenn die logistik mehr geld kostet, schlägt sich das automatisch auf die preise nieder, solche kosten werden IMMER an den endverbraucher weitergetragen. wenn mich eine pallette auf einmal 60 statt 40 euro fracht netto kostet dann zahl ich das nicht von meiner marge, es erhöht sich der EK-wert der ware.
solltet ihr vielleicht auch mal bedenken... bei aller nächstenliebe den lokführern gegenüber, das ist bzw wird wohl ein paradebeispiel in sachen druck auf die bevölkerung = mehr geld für die eigene tasche..
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11.11.2007 07:42 Uhr von stellung69
 
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GDL verbieten! Und dann neue Verhandlungen aufnehmen mit realistischeren (?) Forderungen, fertig.......
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11.11.2007 09:56 Uhr von artefaktum
 
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@stellung69: "GDL verbieten"

Ich empfehle dir mal einen Blick in unser Grundgesetz.
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11.11.2007 12:02 Uhr von weissepferde
 
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Hat sich schon mal ein Politiker überlegt was er sagen würde, wenn es hieße: Mehr als eine Partei ist schädlich für das Volk und könnte es spalten?
Warum sollten also mehrere Gewerkschaften innerhalb eines Betriebes die Beschäftigten spalten. Schließlich haben die Piloten auch einen eigenen Tarifvertrag.
Vielleicht liegt es aber auch einfach da dran, dass die GDL keine "Hausgewerkschaft" der DB ist??
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11.11.2007 12:02 Uhr von weissepferde
 
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Hat sich schon mal ein Politiker überlegt was er sagen würde, wenn es hieße: Mehr als eine Partei ist schädlich für das Volk und könnte es spalten?
Warum sollten also mehrere Gewerkschaften innerhalb eines Betriebes die Beschäftigten spalten. Schließlich haben die Piloten auch einen eigenen Tarifvertrag.
Vielleicht liegt es aber auch einfach da dran, dass die GDL keine "Hausgewerkschaft" der DB ist??
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12.11.2007 14:34 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Wieso tragen Lokführer "angeblich" Verantwortung ? vor allem wenn sie nur S-Bahn fahren (hier wurde zuerst gestreikt). Ich denke Strassenbahn- und Bus-Fahrer haben die gleiche Verantwortung.
Ein Lokführer kann ja "auf Sicht" gar nicht reagieren, weil der Bremsweg sehr gross ist. Responder (so was haben wir in Stuttgart) stellen die weichen automatisch und können auch den Zug stoppen, wenn die Leitzentrale Hindernisse auf den Bahngleisen kennt.
Gut - der Mann muss darauf achten um 8:15 in nnächsten Bahnhof zu sein - verfahren kann er sich da nicht.

Aber hat diese verantwortung nicht auch jeder Strassenbahn / Busfahrer oder gar LKW-Fahrer ??

Vielleicht klärt mich einer auf!
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12.11.2007 16:16 Uhr von bigpapa
 
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GDL handelt richtig: Streik ist ein legales Mittel um seine Forderung nach GERECHTER Entlohnung durchzusetzen.

Ich möchte jedenfalls nicht für ca 1500 Euro netto im Schichtbetrieb arbeiten und dabei noch mit ein Bein im Knast stehen. Allein die Veranwortung die der Lokführer hat. Ein Vergleich wäre ein Pilot (und die haben immer CO-Piloten die eingreifen können wenn der Pilot mist baut bzw. Probleme hat). Und Trotzdem bekommen die wessendlich höhere Entlohnung.

Die Bahn scheffelt fett Gewinne und will einfach seine Leute nicht richtig bezahlen.

Aber machen wir mal ein bischen Mathematik. 1 Streiktag kostet angeblich 30-50 Mio Euro. Ich denke mal ganz cool das ich für diese 50 Mio Euro die Forderung der Lokführer erfüllen kann.

Die Angst der Bahn liegt wo ganz anders. Bekommen die Lokführer ihren eigenen Tarifvertrag dann merkt die Transnet das man nur hart genug kämpfen muss und nächste Runde hat die Bahn die auch am Hals.

Aber Grundsätzlich gesehn sind alle Lohnerhöhungen komplett für den *****. Ich hab ca 3 % bekommen und bevor die ersten paar Kröten auf den Konto waren hat der Aldi um ca 10 % die Preise erhöht. Von Energiekosten + Sprit will ich gar nit reden.

Ich hab noch NIE eine Lohnerhöhung erlebt die mir mehr Kaufkraft beschert hat.

Gruß

BIGPAPA
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12.11.2007 16:30 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@bigpapa Du sagst Du würdest nicht für 1500 Euro im Schichtbetrieb arbeiten wollen - so weit OK.

Warum aber unterschreibt dann jemand einen Arbeitsvertrag mit Schichtarbeit und erklärt sich bereit für 1500 Euro netto zu arbeiten?
Also ich unterschreibe keinen Vertrag, bei dem ich weiss ich brauche eigentlich 30% mehr Gehalt und bin mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden.

Und dieser Vergleich mit einem Piloten:
Was bitte schön tut denn ein S-Bahnfahrer eigentlich so tolles? - und genau !!die!! haben gestreikt.
Sein Zug kann sich nicht verfahren, seine Weichen werden gesteuert und sein Zug wird automatisch gestoppt.
Sein Gleiskörper ist von Autos frei.

Was macht der mehr - was nicht jeder LKW-Fahrer tut?
meiner Ansicht nach tut jeder LKW-Fahrer oder Strassenbahnfahrer mehr.
Und was will denn der Fahrer eingreifen - wo denn eingreifen??

Beleidige doch bitte keine Piloten.
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13.11.2007 11:45 Uhr von bigpapa
 
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@ThomasHambrecht: Weil die Leute den vor ewigen Jahren unterschrieben haben.
Ausbildungsstellen für Lokführer sind ja auch sooo reichlich auf den Markt.

Diese Leute haben im Prinzip eigendlich keine Wahl. Ein Autoschlosser der mit sein Chef/Gehalt unzufrieden ist der sucht sich ne neue Stelle. Dort bekommt er dann mehr Geld.

Bei den Lokführern ist das so. Die werden Ausgebildet und dann die Tatsache das sie in einen Beruf sind der eigendlich nur ein Arbeitgeber hat dort festgenagelt. Das Gehalt wird nur schleichend angepasst weils der Firma so schlecht geht.

Ich hab mal ein Vorschlag gemacht hier in ein andern Bereich.

Mann nehme den Fahrpreis einer Strecke von Köln nach Frankfurt vor 20 Jahren und dann von heute. Dann berechne man das Gehalt des Lokführers damals und gebe ihn heute das selbe Gehalt wie damals nur um das Verhältnis der Preissteigerung des Fahrpreises angepasst.

Wer sich mal da die arbeit macht das zu rechnen wird da bin ich sicher ganz gewaltig staunen.

Und diese Steigerung ist eine Steigerung die JEDER Bahnbenutzer zahlen muss.

Gruß

BIGPAPA

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