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Freiburg: Mörder von Mirjam wurde zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt

Im April diesen Jahres wurde in Auggen (Baden-Württemberg) ein 13 Jahre altes Mädchen getötet (sn berichtete). Der Täter lauerte dem Kind auf, zerrte es vom Fahrrad und brachte es um, dabei ging er äußerst brutal vor. Ein sexueller Akt wurde nicht vollzogen.

Der Mörder ging der Polizei im Rahmen eines Speicheltests ins Netz. Die Polizei fand später auf seinem PC etwa 260 kinderpornografische Fotos.

Das Landgericht in Freiburg sah den Bauarbeiter (31 Jahre) als komplett schuldfähig an und verurteilte ihn zu einem lebenslänglichen Gefängnisaufenthalt.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mörder, Freiburg, Haftstrafe, lebenslänglich, Mirja
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2007 18:45 Uhr von Borgir
 
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der: kommt doch sowieso wieder früher raus und wird sich dann ein nächstes opfer suchen....bitter, dass so jemand nicht wirklich lebenslänglich kriegt.
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09.11.2007 20:56 Uhr von The_Nothing
 
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Borgir: Gesetz ist nun einmal Gesetz, und das ist auch das Gericht dran gebunden, du kannst nicht einem Gericht die Schuld an milden Urteilen geben, sondern denjenigen, die für die Gesetzgebung verantwortlich sind.

Man sollte als neue Höchststrafe lebenslang ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung einführen.
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09.11.2007 21:00 Uhr von ciaoextra
 
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The Nothing: "Man sollte als neue Höchststrafe lebenslang ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung einführen."

Diese Strafe gibt es in den Niederlande. Lebenslang ist lebenslang dort. Da kommt der Häftling nur noch mit den Füßen vor ausm Knast.
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09.11.2007 22:23 Uhr von The_Nothing
 
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@ciaoextra: So soll es sein, aber die Niederlande haben glaube ich sowieso viel angemessenere Strafen, wenn ich nicht irre?
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09.11.2007 22:45 Uhr von ciaoextra
 
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The_Nothing: "Angemessener" würde ich nicht direkt sagen, aber der Strafvollzug ist wesentlich konsequenter - automatische haftverschonung nach 2/3 der Haft wegen guter Führung (wie in der BRD), gibt es dort z.B. nicht.

Gnadengesuche werden ausschließlich durch die Königin abgelehnt oder bewilligt - in den letzten 30 Jahren hat sie 2 Gnadengesuche bewilligt. Beide Häftlinge waren so sterbenskrank, dass sie ihre Freiheit keine 4 Monate genießen konnten.

Außerdem gibt es in den Niederlanden "tbs" - eine Strafform, die man in Deutschland gar nicht kennt. "tbs" bedeutet "Terbeschikkingstelling". Diese Strafform kann jeder Richter erteilen, wenn dass Strafmaß für spezielle Delikte (Stalking, Bedrohung, Gewaltverbrechen usw) mindestens 4 Jahre beträgt und der Täter geistig gestört ist oder dies zum Tatzeitpunkt war.

Der Häftling wird untersucht und der Richter entscheidet dann über tbs mit oder ohne zwangsaufnahme. tbs ohne zwangsaufnahme bedeutet, man bleibt solange im knast, bis der richter entscheidet (das wrd 2x/jahr geprüft), ob man noch gefährlich ist - das kann durchaus auch lebenslange Haft bedeuten.

tbs mit zwangseinweisung ist noch schlimmer - man kommt in die Geschlossene bis man geheilt ist. Erst danach muss man die Haftstrafe antreten (die in dem fall wiederum bis unendlich dauern kann). solche häftlinge kriegen den terminus "Long stay". derzeit befindet sich ein Häftling seit 1960 in diesen sog. Long stay - er hält damit den Rekord. Derzeit befinden sich 200 Häftlinge im Longstay.

tbs ist also eine extrem verschärfte form der hier bekannten sicherungsverwahrung. Es gibt 12 Anstalten, wo solche Leute unterkommen - sie sind absolut getrennt von der normalen Justiz und der Bevölkerung. Häftlinge die aus der tbs entlassen werden, werden weitere 9 Jahre observiert und haben strenge Auflagen bez. Reisen, Ausgehen, Alkohol, Drogen usw. und landen meist direkt beim ersten Verstoß wieder im Knast. Außerdem wird ein tbs-er 2x Jahr untersucht und bei ersten Anzeichen eines Rückfalls (wie auch immer) wieder inhaftiert.
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10.11.2007 00:09 Uhr von schlupfloch
 
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bei dem strafsystem muss ich sagen: das gefällt mir. das erste mal dass ich die holländer um was beneide.

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