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Conterganhersteller Grünenthal: Kein weiteres Geld für Geschädigte

Das Pharmaunternehmen Grünenthal hat klar gestellt, dass keine weiteren Zahlungen an Contergangeschädigte erfolgen werden. Mit der Zahlung von 110 Millionen Mark Anfang der siebziger Jahre ist das Unternehmen seiner Verantwortung nachgekommen.

Grünenthal verweist auf das "Hilfswerk für behinderte Menschen", das jetzt für die Contergan-Opfer zuständig ist. Das Aachener Unternehmen reagiert damit auf den Film "Contergan", der für Schlagzeilen gesorgt hatte (sn berichtete).

Weitgehend unbekannt ist, dass das von Grünenthal in die Conterganstiftung eingezahlte Geld bereits 1997 verbraucht war. Die contergangeschädigten Menschen erhalten eine Rente von höchstens 545 Euro von der Stiftung, die jetzt von den Steuerzahlern finanziert wird.


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WebReporter: Nessy
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geld, Die Grünen, Geschädigt
Quelle: www.welt.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2007 14:54 Uhr von Nessy
 
+0 | -0
 
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Sicher ist es Grünenthal Leid immer wieder darauf angesprochen zu werden, aber ich finde mit einer Zahlung von 55 Millionen Euro ist es nicht getan! Also das zehnfache der Summe sollte es schon sein!
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09.11.2007 16:41 Uhr von cyrus2k1
 
+5 | -1
 
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Eine lächerliche Summe: für den Schaden und das Leid den dieses Unternehmen angerichtet hat.
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09.11.2007 17:00 Uhr von torschtl
 
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fortschritt ist immer mit opfern verboten: es sit keinem geholfen, wenn das unternehmen 500 Mio. € an Entschädigung zahlen muss und dann zusperren und somit tausende Mitarbeiter entlassen.

Natürlich ist es schlimm, was damals passiert ist, aber man kann nicht bis in alle Ewigkeiten büßen.
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09.11.2007 17:54 Uhr von gatita
 
+4 | -0
 
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wenn man mal weitere artikel liest: dann kommt einem fast schon das grauen, wie früher die behinderte behandelt wurden! :(
http://www.welt.de/...

und da dachte ich eigentlich, das die menschen in deutschland (und auch anderswo in der welt) dazugelernt haben, nachdem man wusste was im 2wk alles passiert ist! da wurden über 100 000 behinderte von den nazis getötet!!

da ist man heute schon viel toleranter geworden.... aber es fehlt trotzdem noch ein großes stück!!
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09.11.2007 20:48 Uhr von cookies
 
+2 | -0
 
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keine amerikanischen Verhältnisse...leider: An sich bin ich ja froh, dass man hier nicht alles aus einer Firma herausklagen kann wie in den USA. Zum damaligen Zeitpunkt wäre da auch nicht viel drin gesesen.
Wenn ich aber sehe, wofür Grünenthal heute Geld aus gibt und wieviel Gewinn die privaten Eigentümer machen, wird es mir schlecht.
Hätte man einen höheren Beitrag von Beginn an zum Verzinsen angelegt, müsste man heute auch keinen Verlust von Arbeitsplätzen befürchten.

Bei "Hart aber fair" wurde am Mittwoch gezeigt, wie man in GB mit den Geschädigten umging. Daran hätte Grünenthal sich eine Scheibe abschneiden können.

Immerhin muss man bedenken, dass sich nur ein Teil der Geschädigten aus eigener Kraft einen Beruf zur Selbstversorgung aneignen konnte. Mit kurzen Stummelarmen ist man eben enorm in der ausübung eingeschränkt. Die einigen Musterbeispiele , die Erfolge auf der ganzen Linie haben, freuen mich zwar, sind aber sicher eine Ausnahme und basieren auf einem entsprechenden fördernden Familienhintergrund.


Ich finde immer noch, dass es sich um einen der größten Skandale Deutschlands handelt.
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10.11.2007 21:05 Uhr von jsbach
 
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Da wenn ich mir die Zahlen: von Merck & Co. aus meiner heutigen News anschaue.
4.85 Milliarden (!!) Dollar für ihr Schmerzmittel Vioxx.
Gut, da sind Leute dabei gestorben aber das in Geld messen ist schon sehr schwierig.
Die Versicherungen die es dafür gibt, sollten mal in D von derzeit (glaube ich) 100 Mio. Euro nach oben gesetzt werden.
Und so einen Erwachsener der damals durch das Schlafmittel geschädigt wurde, hat ein Leben lang mit der Behinderung zu kämpfen.
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11.11.2007 19:56 Uhr von E-Woman
 
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ich will das jetzt nicht: bewerten oder einschätzen, ob die Zahlungen zu gering , bzw. wie die Geschädigten versorgt sind, aber

wenn jemand einen Verkehrsunfall verursacht, und der Schaden wird durch die Versicherung abgegolten, kann der Geschädigte nicht nach Jahren kommen und sagen, er will nochmals Geld.

Sicher - hier geht es um was ganz anderes, aber endlosen Nachforderungen - das kann auch nicht sein.
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03.12.2007 18:10 Uhr von Conta
 
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Ich bin Contergan: Wer es denn anders wenn Herr Grünenthal, selber ein
Contergan-Kind hätte.

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