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Studie: Schüler glauben Helmut Kohl war Politiker in der DDR und anderes Kuriose

Nach einer Studie der Freien Universität Berlin, die 300 Seiten umfasst, haben Berliner Schüler ein sehr schlechtes Allgemeinwissen über die ehemalige DDR. Es wurden insgesamt 2.400 Schüler von Gesamtschulen aber auch aus Gymnasien befragt.

Die Aussagen der Schüler aus den neunten bis elften Klassen ist erschreckend. Die Forscher bekamen Aussagen zu hören wie, dass die Alliierten 1945 die Mauer bauten, die Stasi ein normaler Geheimdienst und Kohl ein Politiker der DDR war. Die Wirtschaft war gut und man sorgte sich um die Umwelt.

Professor Klaus Schroeder schockierte aber eine Aussage am meisten: "Die DDR war keine Diktatur. Die Menschen mussten sich nur wie überall anpassen." Es gab aber Unterschiede zwischen Ost und West. Schüler aus dem östlichen Teil Berlins verteidigten die DDR mehr als Jugendliche aus dem Westen.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Politik, Studie, Schüler, Politiker, DDR, Helmut Kohl
Quelle: www.welt.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2007 14:14 Uhr von PortaWestfalica
 
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Sehr interessanter Bericht. Ich kann nur jeden empfehlen die Quelle zu studieren. Alle Informationen habe ich in meine News nicht Reinbekommen.
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09.11.2007 15:36 Uhr von fail
 
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Das liegt daran das man selbst aufm Gymnasium nach der 10. Klasse nicht weiter als 2.WW gemacht hat. RAF,Mauerfall etc.? Fehlanzeige..und jetzt in der 11 fängt man wieder bei Rom an..

Oder habt ihr es anders erlebt?
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09.11.2007 15:48 Uhr von Jimyp
 
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Die haben halt einfach kein Interesse mehr für solche Dinge, sondern machen lieber Party.
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09.11.2007 15:50 Uhr von fail
 
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@jimyp: Du kannst nicht alle Schüler über einen Kamm ziehen! Ich mach sehr sehr gerne Party und das heftig, aber ich interessiere mich für aktuelle Gesichte (ab 1900) sehr viel. Obwohl ich da echt in der Minderheit bin, wenn ich meine Freunde frage..
lg
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09.11.2007 15:59 Uhr von Jimyp
 
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@fail: Ja klar, einige Wenige gibt es, aber einem sehr großen Teil der Schüler geht Geschichte absolut am Arsch vorbei und dann kommen solche Sachen dabei raus.
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09.11.2007 16:08 Uhr von Yes-Well
 
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Die Schulen sind daran schuld! Nicht die Schüler! Wie fail schon sagte, wir sind in der Schule auch nur bis zum 2wk gekommen.

Über die DDR und RAF wurde nie gesprochen. Ich wußte zwar das da mit der RAF was war, hab das aber nie mit DE in verbindung gerbacht. woher soll ein Schüler sowas wissen wenn die Schule es nie sagt?

Klar Geschichte ist meistens ein Sch§$%& Fach, und kaum einer lernt da etwas freiwillig, aber die Schüler dafür verantwortlich zu machen ist der falsche weg.

Geschichte muß mehr mit Politik zusammengebracht werden. Im moment lernt man doch nur unnötigen Quatsch. Römer Ägypter usw.Wir wäre es wirklich da mal zu zeigen, was alles negatives passiert ist. Revolutionen in Frankreich/Spanien ect. DDR, 1/2 WK . Über dne ersten weiß ja auch kaum einer was und warum der zustande gekommen ist. Aber hauptsache man weiß das die Römer das erste Kanalsystem gebaut haben -.-
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09.11.2007 16:09 Uhr von Airstream
 
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Traurig: Dabei ist Geschichte echt Interessant, ich hab mir z.B. schon oft die Dokuserie "100 jahre" angeschaut, oder bin ein nächtelanger Phönix Junky, aber auch schon zu meinen Schulzeiten war ich stark an Geschichte interessiert, sollte man auch sein!
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09.11.2007 16:13 Uhr von Carry-
 
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kein wunder: wir haben auf dem gymnasium 3 jahre hintereinander das 3. reich behandelt. wenn man das einmal vernünftig macht, hat man auch genug zeit für die geschichte danach!
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09.11.2007 16:24 Uhr von WyverexAuctor
 
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... die hatten doch recht.
Bzw. hätten es unsere Politiker gerne so, dass man sich hier auch so anpassen muss, wie in der DDR ;>
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09.11.2007 16:27 Uhr von old-school74
 
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Denke ein großteil der Schüler bzw. Jugendlichen hat heute eine sehr schlechte allgemein Bildung, weil denen einfach alles (nicht nur Geschichte etc. ) am Arsch vorbei geht... Spreche aus Erfahrung, da ich ne 14jährige Tochter habe. Die wissen zwar was auf VIVA und MTV angesagt ist und welcher Pseudorapper welches Lied singt, aber wie z.B. die Hauptstadt von Norwegen ist etc. haben sie keinen Plan mehr....
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09.11.2007 17:13 Uhr von inging
 
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jeder Staat schreibt seine Geschichte selbst: bzw. deren Politiker, sie wollen, dass die Bürger das so wiedergeben, eine eigene Meinung ist da nicht gefragt. Die DDR hat das so getan und die BRD nicht viel anders. Dies sind subjektive Meinungen.
Meint Professor Klaus Schroeder, dass wir jetzt in einer wirklichen Demokratie leben??!! In der DDR hat man uns verklickert, wir hätten ein Mitspracherecht und jetzt versucht man uns das wieder klar zu machen. Ich glaube darüber können wir lang streiten.
Im übrigen liegt es oft an den Lehrern, die wenn sie den Unterricht interessant und abwechslungsreich gestalten, das Interesse an der Geschichte wecken können.
Allgemeinwissen kann auch anschaulich und manchmal ganz neben bei vermittelt werden, wenn wir nicht vergessen mit unseren Kindern zu reden, wir lernen von Ihnen und sie von uns.
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09.11.2007 17:25 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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Ich bin jetzt schon ein paar Jährchen raus aus der Schule.

Geschichte war auch nie so wirklich mein lieblingsfach. Das Kolumbus 1492 Amerika entdeckt, und Luther 1517 seine Thesen angenagelt hat, das bekomm ich grad noch so zusammen. Zahlen merken war noch nie so wirklich mein Ding. Zumindest bei den Geschehnissen vor 1900.

Interessant waren viele Themen trotzdem, für mich jedenfalls. Aber dank der ollen Jahreszahlen bin ich trotzdem nie über ne 4 raus gekommen ;-)

Was allerdings die DDR angeht, da hab ich vermutlich auch deshalb besonderes Interesse gezeigt, weil ich 1980 in Dresden geboren bin, und damit doch noch ein paar Jährchen miterlebt hab. Die Mode damals war schrecklich. *g*

Aber Helmut Kohl DDR-Kanzler? Die StaSi der nette Geheimdienst von nebenan? Naaajaa...

Aber zumindest am Gymnasium, eines in Sindelfingen (Bei Stuttgart), haben wir die Geschichte der DDR in der Oberstufe recht umfassend durch genommen. Aber gerade in Berlin solle man ja meinen, würden die Leute viel über die 40 Jahre wissen. Denn näher war keiner an der Mauer.

Aber wisst ihr was. Letzten Endes sind doch sowieso die Computerspiele, vor allem die Shooter, an allem schuld. An Schulmassakern, dem Klimawandel, dass sich die USA überall einmischen, und dass unsere Jugend verblödet. Oder war das das Fernsehen? Rock´n´Roll?? Ach was weiß ich....
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09.11.2007 17:30 Uhr von hubbahubbahopp
 
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Tja was soll man sagen die Hauptprobleme unserer Zeit sind neben Terrorismus und Ressourcenknappheit leider auch Dummheit, Gleichgültigkeit, Wertezerfall, .....................
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09.11.2007 17:35 Uhr von hboeger
 
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09.11.2007 17:36 Uhr von bollerikson
 
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die schulen sind schuld bzw die bekloppten lehrpläne man behandelt ewig den NS und alles nach 45 wird nur kurz behnadelt oder gar nicht so sachen wie koreakrieg und vietnamkrieg da haben die leute alle keinen plan von
bin im geschichts LK und mache britischens empire was nu 100 jahre her is aber viele im Kurs wissen nich was so passierte als ihre Eltern jung waren das echt idiotisch
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09.11.2007 18:57 Uhr von hartz4biszurrente
 
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weshalb sollte der alte Spruch: "keine birne ist so hohl wie die von kohl"
in den Unterricht mit einfließen ?
Die Gören müssen lernen wie man korrrrrekt einen Hartz 4 Antrag stellt und die nötigen Kästchen erkennt wo ein Häckchen gesetzt werden muß. Darüber hinaus sollte vermittelt werden wie man ein Navigationsgerät benutzt damit man schnellstmöglich den Weg zum Arbeitsamt findet um sich den Termin für den nächsten Bewerbungskurs abzuholen oder sich für den 1 Euro Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen.

Spaß beiseite, der Spruch aus dem Text :
"Schüler aus dem östlichen Teil Berlins verteidigten die DDR mehr als Jugendliche aus dem Westen."

sagt doch alles über die Qualität der Studie aus.
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09.11.2007 19:15 Uhr von suesse-yvi
 
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Geteilte Meinung: Also ich finde das man schon die Schüler dafür mitverantwortlich machen kann und die Schulen genauso.
Jedoch ist es wieder von Schule zu Schule unterschiedlich. Ich z.B. habe viel in Geschichte über die Weltkriege und die DDR etc gelernt. Ich wusste auch in der Schule schon was die RAF war und welche Rolle sie spielten.naja aber im endeffekt kann man nicht davon ausgehen in der schule alles beigebracht zu bekommen - und das weiss man auch wenn man noch in der 9 Klasse sitzt. Man kann sich ja auch einfach mal seelbst weiterbilden und was für sein allgemeinwissen tun.

Für viele ist Zeitung lesen warscheinlich nicht existend oder sie denken zeitung heisst bravo und co ^^

Es liegt halt einfach nicht nur an den schulen und lehrern sondern immernoch ein wenig an einem selbst was man aus seiner bildung macht.
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09.11.2007 21:45 Uhr von DOMM
 
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verpeilt: sind die SChüler, dass die DDR keine Diktatur war, das ist ja in etwa so schlimm, wie saddam Hussein wollte seinem Volk nur das Beste. oder er wurde mit 95% gewählt (kein Wunder)
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09.11.2007 23:16 Uhr von Saloucious
 
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Geschichtsunterricht: Ging bei uns Klasse 10 bis ende der 80er Jahre. Hatten DDR und RAF alles mit drin und das sehr ausführlich..aber naja, Sachsen ist ebend nicht Berlin.....und jedes Land darf (noch) seinen Plan selbst gestalten.

Naja...beim allgemeinwissentest im vorstellungsgespräch iwann mal werden die probleme bekommen......
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09.11.2007 23:44 Uhr von (O-O)
 
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Ich bin in der 11: und muss sagen... DDR und RAF und co würde ich nicht kennen hätte ich nicht privates Interesse dran...
In der Schule wurden die Weltkriege bis ins letzte Detail belabert, aber was danach kam... Fehlanzeige...
Und mal ehrlich.. Welcher normale Schüler lernt schon freiwillig Dinge die er nicht braucht, wenn es viel mehr Dinge gibt die man noch lernen sollte um gute Noten zu bekommen (Ach, und das man für sich und nicht für die Lehrer lernt ist Schwachsinn)
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10.11.2007 00:09 Uhr von tuetensuppe89
 
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ja, man lernt auch nach WW2: ich machs grad in geschi und daher muss ichs wissen.

Bis einschließlich Stufe 10: bis WW2
Bis Stufe 13: alles nochma von vorn, aber detallierter und auch noch DDR und kalter Krieg.

ist auch richtig so.

Das problem in Deutschland ist einfach nicht, dass wir nur dumme Kinder haben, sondern die Schere zwischen Abiturienten und Hauptschulabsolventen so tierisch weit auseinander klafft. unsere Abiturienten brauchen sich im europäischen vergliehc nicht zu schämen. Aber eben diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, ein Abitur zu machen (ob nun mental nicht fähg oder finanziell, was auch immer) ziehn das Bild der deutschen Bildung so weit runter.

=> Das Abi lassen wie´s is, aber an Haupt- und Realschulen verbessern.
Und nich son Zirkus veranstalten, wie die Hessische Landesregierung.... von wegen es fallen keine Unterrichtsstunden an Hessischen Schulen aus.... ich hatte von Sommer bis Herbstferien KEIN Englisch unterricht. Und ich will/muss mich in englisch schriftlich prüfen lassen... da kommt laune auf.
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10.11.2007 00:29 Uhr von 4lbert
 
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was habt ihr? "die Stasi ein normaler Geheimdienst"
"Die Wirtschaft war gut"
"Die DDR war keine Diktatur"
---
wie schlecht es doch früher war..heute ists besser!
....es gibt bananen!
und ein gutes schulsystem haben wir ja anscheinend bis heute auch noch auf die reihe bekommen, wie man hier nun liest..man kann sich also zurücklehnen!
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10.11.2007 00:42 Uhr von Username
 
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Immer die ganze Zeit das 3. Reich. Im Geschichts-LK. Ich hab mich so geärgert... wie oft kann man denn etwas lernen? Meiner Meinung nach höchstens einmal.

Aber was solls, ich weiß zwar das Kohl aus dem Westen kommt, aber frag mich mal einer nach Politikern in der ehemaligen DDR, da hab ich kein´ Plan.
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10.11.2007 01:34 Uhr von snm
 
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Kein Wunder: Ich weiß nicht wie es in der Schule aussieht, aber in den Medien wird doch die DDR auch als netter Nachbarstaat verklärt. Das kann man Heute ja gerade wieder feststellen. Warum brauchen wir eigentlich ein Denkmal. Warum hat man nicht Teile der Grenzanlagen, oder in Berlin der Mauer, stehen gelassen?

Die DDR als totalitären Staat kann ich in den Medien nicht wahrnehmen. Dokus über die Verbrechen der Stasi? Nein, aber SAT1 (o.a.) bringt Ostalgieshows.
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10.11.2007 01:39 Uhr von terrordave
 
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wo ist das problem? was erwartet man, wenn man bis zum abi gerade mal bei hitler ankommt? wie die anderen schon gesagt haben - es liegt an der schule. ich erlebs täglich.

fragt doch mal irgendjemanden ob er einen gescheiten satz auf spanisch rausbekommt. oder kann hier einer mal kurz ne mathematische formel sagen? wo liegt singapur?

es wird einem nicht nachhaltig beigebracht!

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