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Potsdam: Für einen Uferpark sollen Villenbesitzer notfalls enteignet werden

Am Griebnitzsee in Potsdam soll, so der Ratsbeschluss der Stadt Potsdam, ein öffentlicher, begehbarer Uferpark entstehen. Dies stößt aber auf Widerstand der anliegenden Villenbesitzer, die befürchten, dass der Wert ihrer Grundstücke gemindert wird.

Ein Villenbesitzer meint zu den Plänen der Stadt, dass dies ein "typischer Klassenkampf zwischen den alten Kommunisten und den neuen Reichen" ist. Die Stadt Potsdam macht hingegen klar, dass dieses Gebiet 1990 als Erholungsgebiet deklariert wurde.

Die Villenbesitzer haben nun Klage vor dem Verwaltungsgericht Potsdam eingereicht. Sollten sie dort allerdings Recht bekommen und es gibt keine anderwärtige Einigung, so will die Stadt Potsdam, laut Oberbürgermeister Jakobs, die Besitzer enteignen.


WebReporter: Nessy
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Potsdam
Quelle: www.welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2007 12:29 Uhr von Nessy
 
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Da sollte die Stadt Potsdam mal sehr vorsichtig sein! Die Anwohner sind alles Reiche Leute die sich gute Anwälte leisten können. Das könnte sehr teuer werden. Allerdings: Zahlen tun wir Steuerzahler das ja!
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08.11.2007 13:02 Uhr von usambara
 
+14 | -1
 
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besser gesagt: die Villenbesitzer dürfen den Uferzugang nicht mehr
abzäunen.
Sie verlieren nicht ihr "Häuschen"!
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08.11.2007 13:12 Uhr von Raptor667
 
+4 | -0
 
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hmmm auf der einen Seite kann ich ja die Villenbesitzer verstehen. Wer hat es schon gerne wenn fremde Leute durch den Garten stiefeln...
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08.11.2007 13:38 Uhr von roteGraefin
 
+3 | -2
 
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Junge Junge die Raubritter leben noch *grins*: Was sich die Villenbesitzer an Argumenten erlauben, haben sich meine Vorfahren jahrhundertelang erlaubt.

Die Macht hat sich nicht geändert nur die Leute die meinen die Macht in der Hand zu haben.

Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder Jahrhunderte dauert, bis wir kapieren, das uns die Erde gegeben wurde um ihrem Erhalt zu dienen und nicht uns an überkommene Vorstellungen und Privilegien zu klammern.
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08.11.2007 14:43 Uhr von DerEssener
 
+6 | -3
 
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Da kommt er wieder durch der Neid der Besitzlosen. ;)
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08.11.2007 14:54 Uhr von Summersunset
 
+1 | -0
 
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Wozu brauchen wir noch Gerichte?! " Sollten sie dort [Verwaltungsgericht] allerdings Recht bekommen (...) so will die Stadt Potsdam, laut Oberbürgermeister Jakobs, die Besitzer enteignen."

Na, da freut man sich doch. Wenn man gegenüber der Stadt in einem Gerichtsprozess gewinnt, heißt es zack, Enteignung. Das kann doch nicht angehen. Ob es jetzt Villenbesitzer oder Reihenhausbesitzer sind, spielt dabei doch keine Rolle. Wenn man sich ein Grundstück kauft, würde ich auch nicht wollen, dass auf einmal jeder Mensch drauf darf und sein Hund sein Geschäft sozusagen in meinem Garten erledigt.

Eine Enteignung wäre in meinen Augen ziemlich lächerlich, vor allem weil ein Uferpark in meinen Augen nun nichts wirklich wichtiges ist. Es wird in Potsdam doch hoffentlich genügen Parks geben. ;)
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08.11.2007 15:20 Uhr von Mi-Ka
 
+1 | -0
 
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So einfach ist das nicht: Den Weg gibt es schon.
Beim Kauf der Villen war auch klar, dass der See ein Naherholungsgebiet ist.
Was das Problem aber ist und es scheint, als ob das die Villenbesitzer ausnutzen wollen, dass diese Grundstücke schon zweimal enteignet wurden. Zuerst von den Nazis und dann von den Kommunisten für den Grenzstreifen.
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08.11.2007 16:35 Uhr von JK922
 
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KONSTANZ: In KONSTANZ hat man einfach ca 3m Sand vos Ufer gekippt und planiert, fertig war der Gehweg. :)

Sauber an die Stadt Konstanz, hat mir als Touri sehr gefallen.
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08.11.2007 16:48 Uhr von roteGraefin
 
+2 | -0
 
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Stimmt: Die Villenbesitzer haben alles und sonst nichts.
Das ist wie mit dem Spiegel und dem Fenster.
Durchs Fenster sehe ich andere Leute. Bei einem Spiegel sehe ich nur mich selbst. Soviel macht ein bischen Silber aus.
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08.11.2007 17:39 Uhr von exekutive
 
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was sagten noch gleich die scherben? wir brauchen keine hausbesitzer denn die häuser gehören uns


;)
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08.11.2007 18:00 Uhr von Muta
 
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wok - kein Vergleich: In China werden die Leute (größtenteils arme Bauern) aus der Umgebung des Staudamms gänzlich vertrieben. Sprich: Komplettabreißung des ganzen Ortes, oft nur mit wenig Entschädigung, für ein umstrittenes Industrieobjekt (auch in Deutschland wird übrigens bei Großprojekten leider so leichtfertig in ärmeren Gegenden mit Enteignungen für Großprojekte umgegangen).

In diesem Fall der Villenbesitzer hingegen müssen sie lediglich ein kleines Stückchen am Rande ihres Grundstückes abgeben, damit auch andere Menschen den Griebnitzsee (der den Villenbesitzern ja auch garnicht gehört) nutzen können.
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08.11.2007 18:08 Uhr von zenluftikus
 
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Erstaunlich Enteignung finden viele Menschen ganz toll, solange es nicht einen selbst betrifft.
Besonders wenn es die "Bonzen" betrifft klatscht alles Befall - nur abwarten irgendwann trifft es alle...
Wenn die Villenbesitzer etwas eingezäunt haben was ihnen nicht gehört, dann weg mit dem Zaun. Wenn sie für den Grund bezahlt haben (wahrscheinlich nicht wenig) ist eine Enteignung ne Frechheit.
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08.11.2007 19:02 Uhr von Muta
 
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Wobei natürlich der Grundfehler ist, dass man ihnen überhaupt erst erlaubt hat das Grundstück bis zum Ufer zu ziehen (das geschah im Verlauf der Rückübergabe der Grundstücke nach der Vereinigung, früher war das die DDR-Grenze).

Als Kompromiss hat man aber den Villenbesitzern sowohl angeboten den Weg weiter ans Ufer zu verlegen, als auch dass sie im Gegenzug Bootshäuser auf dem See bauen dürfen. Von daher kommen sie insgesamt nicht gerade schlecht weg bei der Sache.

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