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Verdi fordert Mindestlohn für Callcenter

Die Callcenter verlagern sich zunehmend in strukturschwache Gebiete, um neben dem Geschäft auch die Fördergelder zu bekommen. Zwar erwirtschaften die Callcenter immer höhere Gewinne, die Löhne bleiben jedoch konstant.

Bis auf wenige Callcenter, die Vorbildcharakter haben und Löhne um sieben Euro bezahlen, ist die Masse der 110 Callcenter in Mecklenburg-Vorpommern nicht bereit, höhere Löhne zu zahlen. Im klassischem Outbound-Geschäft (Werbe-Anrufe) liegt der Lohn bei etwa 4,10 Euro.

Verdi meint, dass der Mindestlohn in dieser Branche auch im Interesse der Arbeitgeber sei. Zwar gäbe es in den meisten Betrieben inzwischen einen Betriebsrat, jedoch sei eine Fluktuation der Belegschaft bei ca. 100 Prozent im Jahr.


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WebReporter: NOIdS
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mindestlohn, ver.di, Callcenter
Quelle: www.heise.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2007 12:22 Uhr von artefaktum
 
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Diesen Abzockern gehört gehörig auf die Finger geklopft.

Hinzu kommt, dass die meisten auch noch illegal arbeiten: Man darf in Deutschland niemanden zu Werbezwecken anrufen, wenn derjenige nicht ausdrücklich(!) dieser bestimmten(!) Firma die Erlaubnis dazu erteilt hat.

Die Strafen, die teilweise erhoben werden (häufig mehrere 10.000 Euro) werden bezahlt und dennoch weitergearbeitet, eben weil die Gewinne so hoch sind, dass sich die Strafen locker bezahlen lassen.

So viel auch mal zum Thema, höhere Löhne seien aus wirtschaftlichen Gründen vom Arbeitgeber nicht bezahlbar, er könne sonst nicht kostendeckend wirtschaften.

Dieses Todschlagargument nehmen ja auch gerne Politiker in den Mund. Reine Abzocke auf Kosten anderer, mehr ist das nicht (seriöse Call-Center – die es auch gibt – nehme ich ausdrücklich aus).
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03.11.2007 13:25 Uhr von delerium72
 
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Ich war auch mal "Callboy" und nein, nie wieder. Hatte zwar über 7 Euro die Stunde, aber für den Job ist das auch noch zu wenig!!!
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03.11.2007 18:36 Uhr von torix
 
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Muhahaha 4,10€: Dafür würd ich mir vielleicht gerade mal überlegen mich morgens nochmal umzudrehen :D:D:D Aber niemals dafür Arbeiten. Den Bossen dort gehört mal das Hirn zurecht gerückt!!!!

Go Verdi go... lol
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03.11.2007 21:50 Uhr von ciaoextra
 
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artefaktum: "Callcenter" bedeutet nicht automatisch, dass es sich um irgendwelche Abzockervereine handelt, die etwas illegal per Telefon verkaufen wollen.

Die meisten Firmen, die eine Supporthotline anbieten für ihre Kunden übergeben dies an Callcentern.

Wo meinst Du, wo die Neckermann-Tante sitzt, die Deine Bestellung aufnimmt? Die Frau hat Neckermann mit Sicherheit nie von innen gesehen und steht auch nicht auf deren Dienstliste. Wenn Du die Hotline von AOL anrufst, kann es sein, dass Du die gleich Neckermann-Tante wieder an der Strippe hast, weil sie auch die AOL-Hotline bedient.
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04.11.2007 03:02 Uhr von Gunny007
 
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scheißedrecke: und dann kommst du an eine technische hotline und hast es mit einer polin zu tun die nicht mal die deutsche sprache richtig beherrscht.
gestern war mal wieder ein bericht über callcenter in indien im tv. die werden sogar geschult mit einem regionalen (texanischen) akzent zu sprechen. anscheinend verstehen die aber ihr handwerk. zur zeit stelle ich fest daß diese lästigen telefonverkäufer sich nicht mal mehr richtig melden können. da hört man sie noch privat quatschen, dann kommen sie bei ihrem vorgefertigtem text ins stottern, aber was will man für 4,- € auch schon erwarten. entweder gleich auflegen, oder wenn sie mich gestört haben, zur sau machen bis sie selber auflegen.
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04.11.2007 10:15 Uhr von artefaktum
 
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ciaoextra: Ich habe ja auch seriöse Callcenter ausdrücklich ausgenommen. Im sog. Inboundbereich (den du hier ja auch schilderst) kann es diesen Strafttatbestand ja auch gar nicht geben.

Die höchsten Gewinnmargen werden aber im Outbound (d.h. der Callcentermitarbeiter ruft Menschen zu Werbezwecken an) gemacht.

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