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Experten befürchten, dass der Ölpreis auf über 100 Dollar pro Barrel steigt

In London trafen sich diese Woche Fachleute aus aller Welt. Es wurde über die Entwicklung des Ölmarkts gesprochen. Das Ergebnis dieses Zusammentreffens ist für viele ein Schock: Die Experten sind sich einig, dass der Ölpreis bei 100 Dollar je Barrel nicht stehen bleiben wird.

Grund sind mehrere Faktoren, unter anderem dass die Reserven weitaus niedriger sind als angegeben. Der Verbrauch in China, Japan und den USA steigt weiter an, nur Europa hat einen relativ stabilen Verbrauch. Neue Felder sind schwer zu entdecken und trotz neuer Technologien schwer zu fördern.

Derzeit werden 85 Mio. Barrel pro Tag gefördert. Bisher ging man davon aus, bis 2030 diese Menge auf 116 bis 118 Mio. Barrel pro Tag steigern zu können. Der Chef des französischen Ölkonzerns Total, Christophe de Margerie, sagte nun: "Wir können froh sein, wenn wir 100 Millionen Barrel schaffen."


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WebReporter: yes-well
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Dollar, 100, Experte, Ölpreis, Barrel
Quelle: onwirtschaft.t-online.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.11.2007 08:59 Uhr von yes-well
 
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Tja so sieht es aus. 92,50$ kostet zur Zeit ein Barrel. Wird der Preis auf über 100$ steigen werden wir bald wieder wie in den 70er eine Ölpreiskrise bekommen. Ich sehe aber auch keine Lösung die jetzt schnell helfen könnte. Alle Motorsportarten kurzzeitig aussetzen? Und mit der Bahn fahren ist ja leider wegen Streik im Moment auch keine Lösung. Obwohl viele mit der Bahn Ihren Arbeitsplatz ohne großes Umsteigen erreichen könnten.
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02.11.2007 10:11 Uhr von Borgir
 
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diese so genannten: fachleute sollen einfach mal die fresse halten. wem haben wir denn diesen ölpreis zu verdanken....spekulanten und den usa....das sind die gründe
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02.11.2007 11:08 Uhr von 16669
 
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das muss man kein experte sein, um einen anstieg auf über 100 dollar zu prophezeien.

angebot und nachfrage bestimmen nun mal den preis.

wir sind selber schuld. wir wollen doch immer nur den billigschrott aus asien und dadurch boomt dort die wirtschaft. folglich erweitern die ihre kapazitäten und benötigen dadurch auch mehr öl.
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02.11.2007 11:37 Uhr von no_trespassing
 
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Nachfrageproblem: Wenn die Nachfrage deutlich größer ist, als das Angebot, kann das Kartell sein Monopol voll ausspielen.

Die Verbraucher haben es in der Hand.

- Strecken unter 3 Kilometer sollte jeder mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen. Die meisten sind sich doch schon für Fahrten bis 500 Meter zum nächsten Supermarkt zu bequem.

- Energiesparende Bauweise: Dank der Öllobby haben 95% in diesem Land noch nichts von sogenannten Passivhäusern gehört. Und wieviele, die sich heute über horrende Ölpreise beschweren, haben mal auf einer Baumesse sich über hocheffiziente Wärmedämmungsmöglichkeiten und Altbausanierung informiert?

- Förderung: Von den Ökosteuern sollte man lieber die heimischen Energieträger fördern. Damit ist nicht Kohle gemeint, sondern z.B. SunDiesel. Mit den Landwirtschaftsflächen in Ostdeutschland könnte man auf dem Agrarsektor zwischen 500.000 und 1.000.000 Arbeitsplätze schaffen.
Was passiert? Man diskutiert über ein bescheuertes Tempolimit, daß kaum etwas einbringt, aber wenn ein sächsisches Vorzeigeunternehmen aufgrund von Bürokratie ankündigt, daß die erste Großanlage für Biokraftstoff in den USA gebaut wird und somit Know-How wieder ins Ausland abwandert (http://www.autokiste.de/...), dann zeigt das die Unfähigkeit der besch... Politiker hier im Land. Man sollte lieber alles daran setzen, so zügig wie möglich hier die Infrastrukturen für zahlreiche solcher Anlagen hier in Deutschland schaffen. Die Öllobby fürchtet sowas natürlich. Deshalb kehrt man solche Erfindungen lieber unter den Tisch.

- Eine Bahnprivatisierung stoppen. Der öffentliche Nahverkehr muß flächendeckend schon deshalb erhalten bleiben, damit viele Leute darauf umsteigen, wenn es sich lohnt. Eine shareholder-orientierte Bahn AG erhöht die Fahrpreise noch mehr und schränkt die Leistung gleichzeitig noch mehr ein. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Stattdessen sollte man ländliche Gegenden lieber besser an bestehende Bahnhöfe anbinden.

- Neue logistische Konzepte erdenken: Es werden immer noch viel zu viele Leerfahrten von Speditionen vorgenommen. Wer Sperrgut zu transportieren hat, sollte ins Internet schauen, wo was angeboten wird. Hier müßte man Anbieter und Nachfrager noch besser zusammenbringen. Außer bei kijiji und noch so ein paar Seiten findet man einfach zu wenig, um Transportmöglichkeiten aufzustöbern.

- Ein Umdenken bei Atomenergie: Mit Windrädern ist der immense Stromverbrauch nicht zu decken. Das nutzt der Ölindustrie besonders. Wir brauchen jedes einzelne Atomkraftwerk. Die deutschen Meiler sind die sichersten der Welt. Wenn man aus ideologischer Verblendung das nicht wahrhaben will, dann hat aber auch wirklich keiner, der daran festhält das Recht, sich über horrende Spritpreise zu beschweren.
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02.11.2007 11:39 Uhr von blaueled
 
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Steueranteil: Das teuerste an unserem Öl ist immer noch der Steueranteil.

Außerdem wird die Fördermenge bewußt gering gehalten, um den Preis zu erhöhen.
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02.11.2007 11:44 Uhr von no_trespassing
 
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Besichtigung: In den nächsten Tagen (9.-11. November) kann man übrigens quer durch ganz Deutschland sogenannte Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser besichtigen:

http://www.passivhausprojekte.de/...

Sogar Schulen und Kindergärten sind zu Rundgängen freigegeben.
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02.11.2007 12:01 Uhr von no_trespassing
 
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@blaueled: >>Das teuerste an unserem Öl ist immer noch der Steueranteil.

Der Staat muß aber auch nicht zugunsten der OPEC-Staaten auf den Anteil zu verzichten. Der Konsument hat es in der Hand.

>>Außerdem wird die Fördermenge bewußt gering gehalten, um den Preis zu erhöhen.

Man kann leider die OPEC nicht zwingen, die Quote zu erhöhen. Also muß die Strategie sein, mit dem Bestand viel länger auszukommen. Dann regelt sich das von selbst und die Fördermenge wird wieder erhöht.
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02.11.2007 12:23 Uhr von Jimyp
 
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@16669: Angebot und Nachfrage bestimmt im Falle des Öls nicht komplett den Preis, da steckt viel Spekulation dahinter.
Es gibt noch so viel Öl in der Erde, dass reicht noch sehr sehr lange!
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02.11.2007 12:25 Uhr von no_trespassing
 
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@Miesfresse: >>und wo lässt du den Atommüll ? Dir fehlt offensichtlich ne Synapse wie auch denn anderen Raffgierigen Spinnern .

Einlagern in Salzbergwerke, wie man es schon immer gemacht hat. Wenn jemandem ne Synapse fehlt, dann dir. Du glaubst doch nicht allen Ernstes, daß ein Industrieland wie Deutschland auf Atomstrom verzichten kann?! Jedenfalls nicht bei gleichbleibenden Preisen. Der Verbraucher wird für den Atomstopp-Schwachsinn bestraft. Und ja, die anderen sind nicht so blöd wie wir.
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02.11.2007 14:25 Uhr von korem72
 
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an sich stimme ich mit no_trespassing überein, ausser vielleicht in dem letzten Punkt. Da ist noch jede Menge mehr zu bedenken, ausser nur der entstehende Müll
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03.11.2007 10:56 Uhr von snm
 
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@no_trespassing: Dein erster Kommentar spricht mir, bis auf den letzten Absatz aus der Seele. Atomenergie ist eine extrem risikobehaftete Energie auf die wir, nicht nur wegen des Mülls, verzichten sollten. Ich bekomme auch in dem Zusammenhang selten plausible Antworten auf die Frage wo wir das Uran für die Kernenergie hernehmen wollen. Das ist genauso endlich wie Erdöl. Neue Kraftwerke kosten Unsummen (allein die Versicherungen für solche Anlagen) und die werden auch die Verbrauchen bezahlen. Das wird in Zukunft nicht billiger als Erdöl. Die Liste der Störfälle in diesem Jahr zeigt auch das unsere Kernkraftwerke keinesfalls sicher sind.

Neben deinen Aufzählungen gibt es noch einige weitere Themenbereiche die zu einem ausgewogenen Energiemix beitrragen könnten, der uns unabhängiger macht. Nutzung von GeoThermie, Ausbau der Offshoretechnik, massive Förderung von kleinen, dezentralen, Blockheizkarftwerken u.m.
Selbst die großen Energieunternehmen haben Techniken in der Hinterhand (Gezeitenkraftwerke), die sie aber nur weiterentwickeln und einsetzen, wenn sie dazu gezwungen werden. Als Kartell ist es für sie günstiger mit teurem Erdöl oder abgeschriebenen Kernkraftwerken zu arbeiten.

Leider sind unsere Politiker nicht unabhängig. Sie sitzen in den Aufsichtsräten des Energiekartells und haben kein Interesse etwas für die Zukunft Deutschlands zu tun. Viele wollen sich lieber jetzt die Taschen voll stopfen und andere sind Machtgeil, die schauen lieber nach kurzfristigen Wählerstimmen als das sie etwas für die Zukunft der nächsten Generationen leisten.

Und das Volk? Ist genauso blöd und lässt sich von zweizeiligen Anzeigen des Axel-Springer Verlags blenden. Frei nach dem Motto, wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass.

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