Doch nicht so viele Tote durch Passivrauchen?
Die Zahl der Toten durch Passivrauchen ist womöglich nicht so hoch, wie bislang angenommen. Das teilte Romano Grieshaber, Professor an der Universität Jena und Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), mit.
Beim Symposium "Tabakrauch am Arbeitsplatz" in Mannheim erklärte er, dass zwei Drittel der 3.300 Todesfälle durch Passivrauchen älter als 85 Jahre waren. Grieshaber bezog sich auf Untersuchungen, die besagen, dass das Passivrauchen gefährlicher sei als Dieselruß.
Die Messmethoden, nach denen Dieselruß harmloser sei als Tabakrauch, seien falsch. Ein erhöhtes Gesundheitsrisiko im Gastronomiebereich sei hierzulande nicht erkennbar. Die Auswertungen der Statistiken und die Datenerhebung sollten überprüft werden.