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Das Urteil zum Porno-Jugendschutz: Nutzeralter muss geprüft werden

Die am gestrigen Donnerstag abgehaltene Verhandlung zwischen zwei AVS-Anbietern um die Technik einer Jugendschutzprüfung für Onlineangebote wurde vom BGH entschieden.

Der Rechtsstreit zwischen Coolspot und Resisto IT scheint vorläufig beendet: Der BGH gab Coolspot Recht. Das bedeutet, dass in Deutschland bei Online-Angeboten, die den Jugendschutz tangieren, eine aufwändige Altersprüfung der Nutzer vorzunehmen ist.

Mittels Postidentverfahren ist die eindeutige Identität des Nutzers festzustellen, nur dann sind Sperrsysteme, wie von Coolspot angeboten, zulässig.


WebReporter: arielonline
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Jugend, Porno, Nutzer, Jugendschutz
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.10.2007 11:56 Uhr von arielonline
 
+1 | -0
 
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Ob solche restriktiven Massnahmen den Jugendschutz verbessern, sei dahingestellt - es gibt keine Untersuchung, wie Pornographie auf Jugendliche Einfluss nimmt. Für die betroffenen Webmaster allerdings, die sowieso keine Geschäfte mit Jugendlichen tätigen möchten, gilt nunmehr das was für jeden Kaufmann ganz normal ist: Die gegebenen rechtlichen Umstände analysieren und sich seine Nischen suchen. Das Jammern soolte nun ein Ende haben, es herrscht nun wohl Rechtssicherheit...
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19.10.2007 12:03 Uhr von arielonline
 
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Die Pressemitteilung des BGH: unter http://www.bundesgerichtshof.de/ ist die Pressemitteilung zu diesem Urteil nachzulesen.
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19.10.2007 12:14 Uhr von pINT
 
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Dann möchte ich aber bitte auch: ein Postidentverfahren im Fernsehen bei Actionfilmen und Verdummungsdokusoaps. Kann ja nich sein dass immer nur das Internet als Sündenbock her halten muss...
Ach ja, und die Eltern haben natürlich wie immer gar nichts mit Jugendschutz zu tun. Erziehung braucht man nicht, nur Postidentverfahren.
Zum Glück bin ich 23. (Und kein Illuminati^^)
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19.10.2007 12:16 Uhr von Carry-
 
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hmm: da wundert es mich, dass es überhaupt noch deutsche anbieter gibt.
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19.10.2007 12:40 Uhr von supermeier
 
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@Carry: Wohl nicht mehr lange.
Wenn sie den Markt nicht kampflos aufgeben wollen, bleibt nur die Möglichkeit ihr Webangebot mit allen dazugehörenden Arbeitsplätzen ins Ausland zu verlagern.

@News
Das Post-Ident Verfahren ist genau so unsicher wie die bisher gehandhabten, wenn nicht von Seiten der Eltern eine gewisse Kontrolle/Sorgfalt geübt wird.
So wie zu meiner Zeit diverse Sachen beim Stöbern in elterlichen Schlafzimmern gefunden wurde, so werden heute eben Zugangsdaten für Adultchecksysteme gefunden.
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19.10.2007 12:49 Uhr von christian_slater
 
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ohh mann: also ich habe schon mit 10-12 jahren pornografisches material gesehen, ob zeitung (sogar im laden auf der ersten klassenfahrt gekauft, lol oder?!), super 8 video, dass der kumpel irgendwo zu hause gefunden hatte :D
und geschadet hat es mir mit sicherheit nicht. So ein blödsinn, man kann auch einfach nur total verkrampft sein und so richtig prüde. Das ist doch das normalste der welt, der geschlechtsverkehr, ich kann mir echt nicht vorstellen das man dadurch irgendeinen schaden bekommen kann, dann müssten die kinder schon vorher vorbelastet gewesen sein oder irgendeinen knacks haben.
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19.10.2007 12:58 Uhr von usambara
 
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Verlagerung der Gefahr für Jugendliche weg vom PC hin zum Bahnhofsviertel mit realer Gewalt.
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19.10.2007 15:35 Uhr von antinichtraucher
 
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so siehts aus
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19.10.2007 17:11 Uhr von Hawkeye1976
 
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Sinnloses Urteil: Warum? Weil deutsche Anbieter zwar diesen Restriktionen unterliegen, wohingegen ausländische Anbieter dieses Problem nicht haben. Die deutschen Gerichte denken wohl immer noch, das Internet hätte Ländergrenzen.
Wenn der Filius nicht mehr so einfach auf eine deutsche Erotikseite kommt, weicht er eben auf eines der pornographischen Pendants von Youtube aus:
"You may only enter this Website if you are at least 18 years of age, or at least the age of majority in the jurisdiction where you reside or from which you access this Website. If you do not meet these requirements, then you do not have permission to use the Website." Danach folgen zwei Buttons, "Enter" und "Leave" .... das ist der ganze "Jugendschutz" derartiger Seiten.

Da gibt es nur eine Nische für deutsche Unternehmer:
Die Firma in Deutschland auflösen und im Ausland neu eröffnen.

Solche Urteile gehen an der Realität des Web und auch an den Realitäten der Jugend von heute vorbei. Viele Jugendliche haben heute schon mit 13/14 ihre ersten sexuellen Erfahrungen und ab 16 wird ihnen ja auch offiziell ein Sexualleben vom Gesetz zugestanden. Zu einem normalen Sexualleben gehört aber auch der freie Zugang zu Erotika und Pornographie. Fakt ist nunmal, dass sich Jugendliche derartiges Material ohnehin beschaffen können (zu meiner Jugendzeit kursierten diverse "Happy Weekend"-Ausgaben), wenn sie es wollen und dies auch tun. Ich behaupte einmal, dass hier die deutsche Gesetzgebung schlicht die Lebensrealitäten zugunsten antiquierter Moralvorstellungen übergeht.
Gesetze sollen für die Menschen da sein, nicht die Menschen für die Gesetze.
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19.10.2007 21:34 Uhr von The_free_man
 
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LOL. Ich verlier hier bald den Glauben: GUT dass dieses Urteil nur für deutsche Seiten gilt.

So ein IRRSINN. Wenn die das auf Seiten im Ausland ausweiten (in form von Zensur für uns) zettel ich hier persönlich ne Revolution an.

Absolut lächerlich.
So ein unverhältnismäßiges Urteil kann wirklich nur von uralten Richtern die nen Computer selbst nichtmal anschalten können verhängt werden.

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