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USA: Oberster Gerichtshof setzt Hinrichtung mit Giftspritze in Virginia aus

Das höchste US-Gericht hat zum wiederholten Male eine Hinrichtung mit der Giftspritze ausgesetzt. Die Entscheidung fiel vier Stunden vor dem anstehenden Termin in Virginia (US-Bundesstaat).

Der Todeskandidat hatte das Oberste Gericht der USA angerufen, weil er die Meinung vertritt, dass die Exekution mit der Giftspritze nicht mit geltenden Gesetzen in Einklang steht.

Er führte aus, dass diese Methode starke Schmerzen auslösen würde. Sie sei eine brutale und außergewöhnliche Strafe, die nicht mit der Verfassung vereinbar sei.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Gericht, Hinrichtung, Gerichtshof, Giftspritze, Virginia
Quelle: n-tv.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.10.2007 17:19 Uhr von Modeberator
 
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Ich hab allen Ernstes "Giftspritze in Vagina" gelesen.

Welche Hinrichtungsart wird denn dort sonst praktiziert?
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18.10.2007 23:41 Uhr von Acryllic
 
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@Modeberator: Ich bin mir nicht vollkommen sicher, aber ich glaube in jedem amerikanischen Bundesstaat gibt es folgende Hinrichtungsarten "zur Auswahl"
Injektion, Elerktokution, Vergasen, Erhängen, Erschießen.

Es gab vor ein paar Jahren tatsächlich mal einen Fall, in dem ein Verurteilter das Vergasen gewählt hat, obwohl dies eine der schrecklichsten Hinrichtunsarten ist, da der Todeskampf sogar STUNDEN dauern kann.

Der Verurteilte in diesem Fall hat vollkommen recht, die Injektion ist brutal und wahnsinnig schmerzhaft.
Zum einen, weil die Bewusstseinshemmendenmittel versagen können (jeder hier hat sicherlich zumindest schonmal von Bekannten gehört, dass sie die ganze Operation über bei Bewusstsein waren [auch wenn sie wegene des Schmerzmittels nichts gespürt haben) und man dann die Lähmung der Atemmuskulatur und die schrecklich-schmerzhafte Wirkung des Kaliumchlorids spürt, das kein Schmerzmittel gegeben wird.

Das ist der zweite Punkt. Es wird kein Schmerzmittel verabreicht, sondern nur ein Bewusstsein-hemmendes Mittel.
Ich habe von einem Anästhesiten gehört, dass er Patienten während einer Operation schrecklich Leiden lassen könnte, indem er einfach kein Schmerzmittel verabreichen würde. Sie könnten sich wegen der Bewusstsein-hemmenden Mittel später an nichts mehr erinnern.
Bevor hier jemand auf falsche Gedanken kommt: das würde kein vernünftiger Arzt tun, keine Angst. Mir wurde es nur gesagt, um die Bedeutung von schmerzmitteln zu unterstreichen.

Aber genau das ist in diesem Fall gewünscht.
Der Verurteilte SOLL ja möglichst viel Leiden.
Sonst wäre es ja keine Rach..ähh..Gerechtigkeit.
Würden keine Muskelrelaxanzen verabreicht, müssten die Zeugen der Hinrichtung ja zusehen, wie sich der Körper des Verurteilten vor Schmerz windet.

So sieht es aus, als ob er einfach friedlich einschlafen würde. Das dem nicht so ist, wird der Todesstrafenkandidat später niemandem mehr sagen können.

Nichtmal Tiere werden so grausam eingeschläfert. Die Mittel, die bei der Hinrichtung von Menchen verwendet werden, wurden für die Einschläferung von Tieren verboten, weil sie nicht human genug sind.
Das sollte enem zu denken geben.

Auch der so genannte "Heiße Stuhl" könnte einen Menschen wesentlich schneller töten, wenn er stark genug eingestellt wäre.
Es muss keine 2-5 Minuten dauern.
Aber dann gäbe es ja nichts für die Zeugen zu sehen...

Die Todesstrafe wurde 1976 in den USA für Verfassungswiedrig erklärt und Bundesweit abgeschafft. Wieso konnte sie überhaupt wieder eingeführt werden?!?

Momentan gibt es leider nicht viel Hoffnung, dass sie wieder (und diesmal endgültig) in den USA abgeschafft wird, da
1. nach dem 11. September 60% der Bevölkerung für die Todesstrafe war und
2. der allseits-beliebte Präsident Bush dafür gesorgt hat, dass 2 Todesstrafenbefürworter als Richter des Oberstengerichtshofs eingesetzt wurden.

Deswegen wird auch die Aussetzung der Todesstrafe in Virginia nur von kurzer Dauer sein. Dann kann wieder munter weiter hingerichtet werden, zum wohl des Volkes.

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