05.10.07 08:22 Uhr
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Bahn-Streik: Gericht erlaubt der GDL Streiks im Nahverkehr

Das Chemnitzer Arbeitsgericht hat nach einem rund elfstündigen Prozess entschieden, dass die Lokführergewerkschaft GDL im Nahverkehr streiken darf. Untersagt wurde jedoch eine Arbeitsniederlegung im Fern- und Güterverkehr.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass durch diesen Streik die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibe. Weiterhin stellte das Chemnitzer Arbeitsgericht das Streikrecht heraus.

Kein Verständnis zeigte die GDL für das Streikverbot im Fern- und Güterverkehr. Seitens der Bahn AG wurde schon vorab mit einem Ersatzfahrplan auf den am heutigen Freitag stattfindenen Streik reagiert (SN berichtete).


WebReporter: AMIO
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Gericht, Bahn, Streik, Nahverkehr
Quelle: www.focus.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.10.2007 08:55 Uhr von madasa
 
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Komplett verbieten Man sollte die Streiks komplett verbieten, bis der Herr Schell endlich mal wieder normal agiert. Nicht dass ich den Bahn-Vorstand in Schutz nehmen will, aber der Schell ist auf einem persönlichen Kreuzzug und das finde ich nicht gut. Ich bin froh, dass ich nicht auf die Bahn angewiesen bin, um zur Arbeit zu kommen.
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05.10.2007 09:14 Uhr von s_r_a_s_a_d_u
 
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Hat wie alles zwei Seiten: Ich kann die Lokführer verstehen, sie kämpfen für angemessene Entlohnung. Das schlimme ist das die falschen unter diesem Streik leiden müssen. Es gibt viele Leute die Angst haben am WE nicht pünklich nach Haus zu kommen, eben weil es für sie die einzige Möglichkeit ist mit der Bahn zu fahren.
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05.10.2007 09:21 Uhr von fhd
 
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75 Minuten später bin ich auch mal im Büro eingetrudelt.

Aber naja, war mal ein bisschen abwechslung mit Bus/Staßenbahn und co.

Ich finde es immernoch bizarr, dass ein Streik "legal" sein kann/muss.
Verstehe ich da was falsch? ArbeitsKAMPF!
Nicht "trotziger gerichtlich genehmigter und wochenlang angekündigter Arbeitsausfall zwischen 8 und 12 Uhr in einem der Firma nicht schadendem Maße"

Als ob das was bringt. Da kann ich mich auch einfach weigern, in der Mittagspause grünes Gemüse zu essen.
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05.10.2007 09:29 Uhr von vst
 
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ich war pünktlich: trotz s-bahn
:-)
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05.10.2007 09:53 Uhr von hartz4biszurrente
 
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Untersagt wurde jedoch eine Arbeitsniederlegung im Fern- und Güterverkehr.

Was haben die Vorsitzenden dafür bekommen oder was wurde ihnen versprochen ?
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05.10.2007 10:10 Uhr von M:H:S
 
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wirklich lächerliches urteil: ich hoffe die gdl beweist rückgrat und streikt jetzt absofort unangekündigt und vor allem im fern und nahverkehr. was bildet sich der richter eigentlich ein?
die lokführer wollen nicht mehr, als annähernd den selben lohn wie die kollegen, die noch verbeamtet sind.
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05.10.2007 10:17 Uhr von M:H:S
 
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meinte fern und güterverkehr. ein kurzfristiger streik im nahverkehr bringt der bahn eher noch gewinne,
weil die meisten einnahmen durch dauerkarten gemacht werden.
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05.10.2007 10:29 Uhr von Matt.E.Zin
 
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@Falke22: "Wenn ich der Richter gewesen wäre hätte ich den Streik komplett verboten oder eine Stunde im Güterverkehr streiken lassen.

Die sollen arbeiten und nicht streiken"

Ja, genau ! So funktioniert Recht - Entscheidungen nach Meinungen ;-)

Hallo ! Es gibt Gesetzte, die einen Streik im Arbeitskampf ausdrücklich erlauben.
Unbequem, aber durchaus wichtig. Gute Arbeitsbedingungen sind immernoch eine wichtige Säule eines nachhaltig erfolgreichen Unternehmens. Und gottseidank bleibt es in Deutschland nicht allein den Geschäftsführern überlassen, wie diese Arbeitsbedingungen aussehen, sondern haben auch die Mitarbeiter ein gesetzlich verbrieftes Mitspracherecht.
Übrigens müssen organisierte Mitarbeiter nicht zwangsläufig betriebswirtschaftlich kontraproduktiv sein. Von ihnen können hervorragende Denkanstöße und Lösungen von strukturellen Problemen kommen.
Wieviele Unternehmen dümpeln ineffizient vor sich hin, weil keiner der Mitarbeiter sich traut, etwas zu sagen.

Wie ich schon in einem anderen Thread schrieb, soll Mehdorn & Co doch mal überzeugend klarstellen, warum Lokführer ihrer Meinung nach gut bzw. zumindest genug verdienen.

Immer dieses "ist nicht bezahlbar" ist so abgedroschen und unglaubwürdig und geht auch letzendlich am Kern der Sache (gefühlt ungerechte Löhne) vorbei.
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05.10.2007 10:43 Uhr von hartz4biszurrente
 
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QFalke22: du solltest dich auch wenigstens ab und an in der reality world rumtreiben dann lernst du was dem Mainstream vorenthalten bleibt *gg*

und um sich was neues einfallen zu lassen sollte man wohl erstmal den Müll beseitigen damit dann dafür auch Platz ist - obwohl- vieleicht hast du ja Recht wenn du der Meinung bist das man vor einem leeren Teller satt wird- zudem sollte man dafür auch bezahlt werden wenn einem schon das arbeiten untersagt wurde.
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05.10.2007 10:47 Uhr von sandmann12
 
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Mus man dafür wirklich verständniss haben das die für mehr Lohn Streiken wo sie doch eh schon genug verdienen? Ich habe eine Familie mit 3 kindern und stehe jeden morgen um 4.00 uhr auf um auf Arbeit zu kommen und bin abends vor 19.00 uhr nicht wieder zu hause und das alles für 5.70 € die stunde. Vileicht sollte ich auch mal Streiken für mehr Lohn ab ich glaube da kann ich mir wohl eher die Kündigung holen.

D.D.
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05.10.2007 10:55 Uhr von MysteryJack
 
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Streik: Ich find es ehrlich gesagt eine Schweinerei von allen 3 Parteien.

Von der GDL: Sie lassen sich auf keinen Kompromis ein.

Von der Bahn: Obwohl nur über einen bestimmten Zeitraum gestreikt wird, was auch schon frühzeigig angekündigt wurde, ändern sie den ganzen Tagesfahrplan.

Vom Gericht: Warnstreiks dürfen nach Gesetzlicher grundlage gemacht werden, Es ist eine Schweinerei das sich das Gericht da überhaupt eimischt, demnächst werden alle Tarifstreitigkeiten vor dem Gericht abgehalten, da irgend so ne Flitzpiepe von Richter Streiks für ilegal erklärt.

Anbei ich bin langjähriger bahnkunde und besitze ein Abo und bin auf der Seite der lokführer, da sie mit abstand die schlecht bezahltesten inerhalb der EU sind.
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05.10.2007 11:41 Uhr von hartz4biszurrente
 
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wer sich für: 5,70Euretten bei dem derzeitigen Preisniveau 16h aus seiner Höhle locken lässt sollte mal einen Gentest machen lassen wenn er denn Zeit hat *ggg*
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05.10.2007 12:04 Uhr von s_r_a_s_a_d_u
 
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Spritpreise: werden jetzt auch noch erhöht. Ist echt Klasse wie die Situation auch noch ausgenutzt wird.
Wie gesagt: Leiden tun immer die Kleinen!
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05.10.2007 12:16 Uhr von CHR.BEST
 
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Gut geschmiert ist halb gewonnen, dachte sich vermutlich die Bahn.

Was ich nie verstehe und was mir auch niemand schlüssig erklären kann: Wenn dieser Personenkreis für unsere Republik so dermaßen wichtig ist, daß er lt. Gericht nicht streiken darf, wieso verdient er dann so verdammt wenig?

Und nur weil es immer noch Leute gibt, die bereit sind sich für einen Appel und ein Ei zum Wohle eines dagobertischen Unternehmers ausnutzen zu lassen kann man das noch lange nicht von anderen verlangen.

Wenn hier die Bahn mit diesen juristischen Tricks tatsächlich durchkommen sollte ist das deutsche Streikrecht keinen Pfifferling mehr wert und zukünftige Streiks könnten womöglich ganz anders ablaufen ...
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05.10.2007 22:21 Uhr von jsbach
 
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Trotz allem Für: und Wider... ich glaube da spielen auch persönliche Animositäten mit. Ich habe schon woanders geschrieben, dass 30 Prozent schon ganz happig ist. Sollen sie sich doch auf eine stufenweise Erhöhung einigen, bevor dem Volk wieder eingebleut wird: die haben 30 Prozent mehr bekommen und wir nur drei Prozent....
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06.10.2007 01:14 Uhr von Troll-Collect
 
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@Misanthrop über mir: dann frag mal in fast allen europäischen Ländern nach, in denen die Lokführer bis zum dreifachen verdienen.
Im übrigen hat die Personalpolitik der Bahn inzwischen zur Folge, dass ein gravierender Mangel an Lokführer besteht.

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