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21.09.07 10:34 Uhr
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Contergan: Hersteller denkt über weitere Hilfe für die Betroffenen nach

Am 1. Oktober 1957 wurde das Arzneimittel Contergan von der Firma Grünenthal auf den Markt gebracht und 1961 wieder vom Markt genommen, weil es bei Embryonen, deren Mütter das Medikament eingenommen hatten, zu schweren Missbildungen führte.

Nun denkt der Contergan Hersteller Grünenthal, der bereits 100 Millionen DM in einen Fond eingezahlt hatte, was zur Einstellung des Strafverfahrens 1970 geführt hatte, über neue Hilfe für die Opfer nach.

"Ich denke darüber nach, wie, gegenüber wem, wann, mit welchen Konsequenzen und auf welche Weise eine Entschuldigung möglich ist", meint Sebastian Wirtz, der Geschäftsführende Gesellschafter der Firma Grünenthal.


WebReporter: Nessy
Rubrik:   Wirtschaft / Firmennews
Schlagworte: Hilfe, Hersteller
Quelle: www.welt.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Für die Betroffenen wäre eine weitere Hilfe sicher nicht schlecht. In finanzieller Form versteht sich. Das würde den Konzern zwar nicht von der Schuld befreien, aber es hilft!
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen ist doch affig   
 
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21.09.2007 10:53 Uhr von mr.science
wieso soll der jetzige Geschäftsführer, der wahrscheinlich noch nicht mal sprechen konnte, als Contergan auf dem Markt war, heute dafür bezahlen?
Kommentar ansehen @mr.science   
 
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21.09.2007 17:12 Uhr von Nessy
Weil es für eine solche Firma sicher keine bessere Werbung gibt ;-) Man tut was gutes und hat die Presse auf seiner Seite!
Kommentar ansehen @ mr.science - Er besitzt im Gegensatz zu Dir ...   
 
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21.09.2007 21:04 Uhr von Haris Pilton
... anscheinend die Courage, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen anstatt einfach auf Deiner Welle zu schwimmen und zu sagen:

"Ach scheiss drauf, scheiss auf die betroffenen Menschen. Geht mich ja nichts an. War vor meiner Zeit."
Kommentar ansehen Keiner von den Mördern wurde verurteilt   
 
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21.09.2007 21:12 Uhr von reziprok
Obwohl schon 1.600 Hinweise auf Missbildungen bei Neugeborenen bei der Firma Grünenthal eingingen, wurde das Medikament erst vom deutschen Markt genommen, als die Zeitung „Welt am Sonntag“ einen Artikel über mögliche Gesundheitsschäden durch Contergan berichtete. Um drohende Schadenersatzansprüche zu vermeiden, wurde auf politische Intervention der damaligen Parteivorsitzenden Willy Brandt (SPD) und Walter Scheel (FDP) einer der Verteidiger im Contergan-Prozess zum Justizminister in Nordrhein-Westfalen ernannt. Mit dieser Hilfe im Rücken erreichte die Firma Grünenthal, dass die Eltern der noch lebenden Kindern einem Vergleich zustimmten. Nach Schätzungen von Experten führte das von der Firma Grünenthal verkaufte Medikament Contergan zum Tod von ca. 2000 Kindern.

In den USA wurde Contergan die Zulassung mit dem Hinweis auf mögliche Nebenwirkungen bei schwangeren Frauen verweigert. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte sich nicht auf die Angaben der Firma Grünenthal verlassen. Sie hatte eine eigene Testreihe des Medikamentes Contergan durchführen lassen. Das Ergebnis war so niederschmetternd, dass Grünenthal erst gar nicht auf weitere Testreihen bestand.


http://de.wikipedia.org/...


das ist der eigentliche Skandal, dass sich die Politik auch noch vor diese Mörder gestellt hat.
Kommentar ansehen Das ist nun mal   
 
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21.09.2007 22:25 Uhr von jsbach
passiert. Mit Geld kann man die Sache nicht aus der Welt schaffen, evtl. lindern. Da kann keiner mehr was rückgängig machen. Schicksal.
Kommentar ansehen jsbach   
 
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21.09.2007 22:38 Uhr von ciaoextra
Der Dreck wird immer noch produziert (Name natürlich nicht Contergan) und nach Afrika und Brasilien verkauft. Dort gab es vor wenigen Jahren große Aufregung, weil plötzlich viele Frauen behinderte Kinder zur Welt brachten. Die Tabletten wurden bewusst in Gebiete verkauft (bzw. werden sie immer noch), wo der Analphabethismus extrem hoch ist. Kaum jemand konnte den Beipackzettel lesen. Was hat Grünenthal gemacht? Auf jeder Packung steht nun ein Piktogram: ein schwangere Frau mit einem Kreuz über dem Bauch. Und was meinten nun die Frauen, die dass nahmen? Genau - dass man von dem Dreck nicht schwanger wird... soviel zu "das war einmal"...

Übrigens; meine Cousine musste auf eigene Kinder verzichten, weil ihre Mutter (meine Tante) 2x Contergan eingenommen hatte, während sie mit meiner Cousine schwanger war. Meine Cousine kam gesund zur Welt, kann aber Dutzende Gendefekte an ihre eigene Kinder weitergeben (wegen diesen Dreckspillen).

Meine Tante hat nie eine Entschädigung bekommen - ihr Kind war ja gesund. Meine Cousine wartet bis heute (sie ist 39) auf einer Entschädigung. Bislang hat sie 6 Therapiesitzungen vergütet bekommen, weil sie wegen Grünenthal auf eigene Kinder verzichten muss.

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