21.09.07 10:02 Uhr
 1.225
 

USA: Rassenunruhen in Jena - Zehntausende demonstrierten gegen Rassismus

Laut CNN demonstrierten am Donnerstag 15.000 bis 20.000 Bürger in Jena (Louisiana), einer Stadt mit 3.000 Einwohnern, gegen Rassismus in der Justiz. Nach Ansicht von Bürgerrechtlern wurden Schwarze nach einer Schlägerei zu streng verurteilt.

Grund für die Protestkundgebung war ein Streit zwischen weißen und schwarzen Schülern vor einem Jahr gewesen. Damals hatten Schwarze auf einem Schulhof eine inoffizielle Demarkationslinie überschritten und sich unter einem Baum für Weiße gesetzt.

Am darauffolgenden Tag hingen Schlingen, als Zeichen für Lynchjustiz, an dem Baum. Der Direktor der Schule sah das als "Dummejungenstreich" an und verweigerte eine Bestrafung der dafür verantwortlichen weißen Schüler. Daraufhin kam es zu der Prügelei.


WebReporter: Faibel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Rassismus, Jena, Rasse
Quelle: www.sueddeutsche.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nordkorea Konflikt: Trump setzt auf Putins Hilfe
Bitcoin beschert Hessen Millionengewinn
CSU-Parteitag: Doppelspitze mit Seehofer und Söder gewählt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
21.09.2007 09:57 Uhr von Faibel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hier reicht der Platz für alle Infos leider nicht.
Mehr dazu findet Ihr in der Quelle.
Hätte nicht gedacht, das die Südstaaten im 21 Jahrhundert immer noch so rückständig sind.
Kommentar ansehen
21.09.2007 10:09 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wann: gehen bei uns denn die Ossis endlich mal auf die Staße?

Das hätte doch mal was!
Kommentar ansehen
21.09.2007 10:10 Uhr von yogi55
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Naiv: An Faibel, Du bist wohl recht naiv. Das wird es geben solange es Menschen gibt.Wer was anderes glaubt, träume ruhig weiter.
Kommentar ansehen
21.09.2007 10:22 Uhr von Faibel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@yogi: das die dummheit bei den menschen nicht ausstirbt ist mir schon klar, dafür braucht man nicht über den großen teich blicken. man braucht dafür nicht mal aus dem haus gehen - es reicht schon hier bei sn mal reinzuschauen. das es aber in den südstaaten noch grenzlininen auf den schulhöfen gibt, die schwarze und weiße trennen, dass hätte ich nicht gedacht!
Kommentar ansehen
21.09.2007 10:26 Uhr von One of three
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Typisch Lest mal den Artikel des Spiegel hier:

http://www.spiegel.de/...

Da wird besser dargestellt, was abgelaufen ist - auch die Situation der Weissen und Schwarzen in Jena wird dort viel besser dargestellt.
Vor allem wird dort nicht unterschlagen, das mindestens einer der "Jena-Six" bereits mehrfach vorbestraft ist ....

Meiner Meinung nach haben Weisse wie Schwarze dort Fehler gemacht - alles in allem aber kein Grund für so einen Aufstand ...
Kommentar ansehen
21.09.2007 10:57 Uhr von bopper
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Überschrift: Bei "Zehntausende" hätte ich jetzt erwartet, dass es nicht nur "15. - 20.000" waren. Das klingt irgendwie nach wesentlich mehr, auch wenn es bei 20.000 sachlich gerade so richtig wäre.
Kommentar ansehen
21.09.2007 11:05 Uhr von Faibel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Typisch Lest mal den Artikel der taz hier:
http://www.taz.de/...

Da wird besser dargestellt, was abgelaufen ist - auch die Situation der Weissen und Schwarzen in Jena wird dort viel besser dargestellt.

;-)))

Kommentar ansehen
21.09.2007 11:27 Uhr von One of three
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Faibel: Interessant wie konträr mediale Berichterstattung sein kann, oder?

Für meinen Geschmack ist der taz-Artikel zu sehr von der "Meinung" der Schreiberin gefärbt - da wirkt der Spiegel weitaus seriöser.
Schließlich will ich nicht wissen, was irgendeine Tippse davon hält sondern was an Fakten zu berichten ist.
Vielleicht machen es die Spiegel-Schreiberlinge aber auch nur geschickter.
Kommentar ansehen
21.09.2007 11:36 Uhr von HolyLord99
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Faibel: Als ich 1996 in Tennessee war, waren in der Pause die Schwarzen in der Turnhalle und die Weissen in der Cafeteria. Da gab es höchstens 2-3 Ausnahmen.

Es gab an der ganzen Schule ein Pärchen, das "gemischt" war, wo der Junge schwarz und das Mädchen weiss war.
Kommentar ansehen
21.09.2007 11:40 Uhr von Shug0
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wegen Mordversuch verurteilt: Hab in den Nachrichten geh?rt, dass die Schwarzen wegen Mordversuches langj?hrige Gef?ngnisstrafen erhalten haben. Und das nach einer Pr?gelei?
Man h?rt doch oft, dass in Amerikak viele schwarze verpr?gelt werden, wurde schonmal ein Wei?er wegen Mordversuchs angeklagt?
Und allein die Todesstrafen Statistik zeigt, wie die Justiz dort funktioniert. Hab keine genauen Zahlen im Kopf, aber meien es w?re bei um die 60-70% Schwarze, die zu Tode verurteilt werden. (Und es gibt viel mehr Wei?e)
Kommentar ansehen
21.09.2007 12:09 Uhr von Mr.E Nigma
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@shug0: was gibt es ?
Viel mehr weiße Bürger oder viel mehr weiße Mörder ?

Das ist ja ein kleiner aber feiner Unterschied!
Kommentar ansehen
21.09.2007 12:56 Uhr von lêss
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ mr e nigma: ich denke es ist offensichtlich ersichtlich, dass er hier bürger meint...

@one of three
also ich habe mir beide Artikel durchgelesen und finde, das der TAZ Artikel vlt etwas emotional geprägt ist, aber dadurch trotzdem nicht weniger richtig. Er ist meiner Meinung nach vollständiger und bietet mehr Informationen, die auf die ungerechte behandlung der Schwarzen hinweisen. Entweder sind diese Informationen die dort zusätzlich gegeben sind erfunden, oder man kann durch ihre Zusätzliche Nennung nicht von unseriöser Berichterstattung reden.
Kommentar ansehen
21.09.2007 21:32 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Gedeon: Um dies zu begreifen, musst Du wissen, was in den USA los ist. Es ist eine Tatsache, dass sowie Du schwarz bist, leichter und schwerer verknackt wirst als wenn Du weiß bist.

Lies Dich mal bei http://www.bet.com durch. Dort findest Du viele Berichte hinsichtlicher derartiger Geschehnisse. Selbst im Norden ist es heute noch möglich, dass Dir als Schwarzem der Führerschein verweigert wird und im Gegensatz dazu Weiße ihn problemlos erhalten, selbst dann, wenn sie sch... gefahren sind.

Die Schwarzen haben in den USA überhaupt keine andere Möglichkeit, als sich auf diese Weise durchzusetzen. Das N-Wort mag zwar mittlerweile ein Straftatsbestand sein, allerdings die Diskriminierungspraxis ist nicht nur auf Worte beschränkt.
Kommentar ansehen
22.09.2007 00:40 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Gedeon: Die Schwarzen in den USA müssen erstmal klar kriegen, was sie wollen und zumindest unter sich Einigkeit üben. Davon sind sie nämlich Lichtjahre entfernt.

Solange sie auch untereinander gegen sich selbst sind, wobei nur Farbnuancen entscheiden, so lange wird das nichts mit einer Änderung der Verhältnisse drüben.

Wogegen diese Leute, speziell in Lousiana eigentlich auf die Strasse gehen, sind nicht die Kids an sich, sondern es ist der ungeheure Unterschied, der speziell im US-Süden heute noch gemacht wird zwischen Schwarz und Weiß. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt und in der Tat könnte es dramatisch werden und dann spielt es keine Rolle, ob das auslösende Moment nun selber involviert war oder nicht, dann geht es nur darum: Weiß greift Schwarz an.

Lies Dich einmal etwas kontinuierlich bei http://www.bet.com durch, dann erst kannst Du etwas erahnen, worum es eigentlich geht. Das N-word wurde zwar unter Strafe gestellt, aber das heißt nicht, dass damit die Diskriminierungen enden.

Dann, denk einmal an "Katrina", während die Schwarzen kaum Hilfe bekamen, stehen die rein weißen Stadtteile heute wieder so, wie vor Katrina. Hinter den Hotels auf der Canal Street von New Orleans, was ein rein schwarzes Wohngebiet war, auch hier wurden die Schwarzen ausgesiedelt, weil man diesen zum Stadtkern gehörenden Bereich touristisch "angenehm", d.h. weiß hochziehen möchte.

New Orleans war vor Katrina eine Stadt mit 78 % farbiger Bevölkerung. Seit Katrina hat sich dieser Prozentsatz fast genau umgekehrt.

Ich denke einmal, so zu urteilen, wie Du urteilst, ist in diesem Fall reine "Schwarz/Weiß"-Malerei von Leuten, die in einer weißen Welt leben (ich schließe mich da ein!) und sich keine bis kaum Vorstellungen davon machen können, wie es ist, als Schwarzer in einer weißen Welt zu leben.
Kommentar ansehen
22.09.2007 00:46 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Holy: Stimmt, je weiter Du in den Süden der USA gehst, desto weniger Mischpaarungen wirst Du finden, je weiter Du richtig Norden gehst, desto mehr ändert sich das Bild.

Es ist ein sehr langsamer Prozess bis hin zur Gleichheit, und die Schwarzen sind über Bildung auf dem Weg.

Allerdings, es ist dem Gros der schwarzen Bevölkerung schon finanziell nur unter großen Schwierigkeiten möglich, ihren Kids ein weißes Schulangebot auf höherem schwarzen Niveau zu verschaffen. Eines ist klar, noch heute muss ein Schwarzer in den USA 4x besser sein als ein Weißer, um es zu schaffen.
Kommentar ansehen
22.09.2007 01:06 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Faibel: Nicht nur Grenzlinien auf den Schulhöfen. Das zieht sich durch bis in die Wohngebiete. Egal, wie viel Geld ein Schwarzer haben mag, wie kultiviert er ist, besonders im Süden der USA wird es ihm kaum gelingen, ein Haus in einem weißen Gebiet kaufen zu können. Und selbst im Norden ist dies auch ein Problem.

Niemand würde ihm den Kauf verweigern, weil dies Strafe nach sich ziehen würde, aber die Konditionen werden so hoch angesetzt, dass sich der Kauf nicht mehr lohnt.
Kommentar ansehen
22.09.2007 10:38 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mal grundsätzlich aber und: unabhängig von den USA wüsste ich nur zu gerne, wie die schwarze Welt in D ihre Situation betrachtet, ob sie Parallelen zwischen D und den USA sieht in Sachen Bildung und Karriere.

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Frau missbrauchte 13-jährigen Nachbarsjungen, muss aber nicht ins Gefängnis
Bericht: "Ich möchte einfach leben", erzählt ein Obdachloser
Nordkorea Konflikt: Trump setzt auf Putins Hilfe


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?