19.09.07 08:25 Uhr
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Reaktion auf OECD-Bildungsbericht - "Bildungs-Herbst" in der Politik

Der Bildungsbericht der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung) setzt die deutsche Bildungspolitik unter Zugzwang: Obwohl sich Deutschland leicht verbessert habe, sei es im Staatenvergleich weiter zurückgefallen.

Vor allem der eigene akademische Nachwuchs werde in den nächsten Jahren Mangelware werden, während die Zahl von Ungelernten und Schulabbrechern zu hoch sei. Zudem wurden in dem Bericht die Finanzierungslücken im deutschen Bildungssystem kritisiert.

Berlins Bildungssenator Zöllner und Bildungsministerin Schavan kündigten einen "Bildungs-Herbst" für dieses Jahr an, in dem Bund und Länder Lösungsansätze zur sozialen Chancengleichheit und Attraktivitätssteigerung eines Studiums entwickeln müssten.


WebReporter: buffmaus
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Bildung, Herbst, Reaktion, OECD
Quelle: www.faz.net

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2007 23:01 Uhr von buffmaus
 
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Ein sehr interessanter Artikel, hoffentlich wird der Herbst so fruchtbar wie geplant. Konnte leider nur einen Bruchteil der Infos unterbringen, würde aber dem interessierten Leser die Quelle ans Herz legen, in der auch die Reaktionen der Parteien dargestellt werden. Auch die Zahlen, die der Vergleich mit anderen Nationen bringt, sind ebenso interessant wie erschreckend.
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19.09.2007 09:32 Uhr von El Salvas
 
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Wen wunderts ? Durch die aktuelle Bildungspoltik, die die Chancen bzw die Qualität unserer Bildung ist seit Pisa immer weiter nach unten geschraubt worden anstatt endlich mal die Probleme des Bildungssystems anzugehen.

Wenn ich seh dass die Skandinavischen Länder prozentual doppelt so viel für Bildung ausgeben als in Deutschland.

Ein kleines Beispiel: Reaktionen in Bayern nach der Pisa Studie ? Einführung des G-8 aber die Menge des Stoffes ist der Selbe geblieben wie im G-9 Sprich der stoff eines Jahres wurde auf die anderen verteilt.
Die anzahl der Lehrer wurde gesenkt.
und das obwohl die Pisa studie darauf hingewiesen hat, dass zu viele Stunden entfallen und der Druck auf die schüler schon vorher zu hoch war. Dazu kommt dass die Hochschulreife von nur 30% eines Jahrgangs erreicht wird. (in Finnland sind es 50%) durch die einführung des G-8 wurde die Quote sogar unter 30% gedrückt.

Ist das nicht toll ?
Kontraproduktiver gehts kaum noch.

Dann gibts in Deutschland noch das Problem, dass die Kinder zu früh selektiert werden.
Nach der 4. Klasse mit 10 oder 11 Jahren weis doch kaum ein Kind um was es geht. *kopfschüttel*
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19.09.2007 10:02 Uhr von bigpapa
 
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Das hat auch ganz andere Gründe: als ich von über 35 Jahren in der Schule war war unsere Klasse die beste der Schule. Dann kamen 2 Ausländerkinder in unsere Klasse, sprachen kein Wort deutsch, und der Lehrer (ja der war motiviert) kümmerte sich besonders um die. Resultat : Trotz grösster Mühe des Lehrers, der einige Male sagte "wie sich ich es ihr erklären sie versteht mich nicht", sank der Schnitt der GESAMTEN Klasse. Der Lehrer musste ja "alle auf den gleichen Level bringen". Wir andern haben die meiste Zeit dann nur unsinn gemacht, Karten gespielt und so weiter.

Das ist der eine Grund.

Der andere ist das Leute die denken können, und vorsichtig sind, nicht das REIN FINANZIELLE Risiko eines Studiums angehen.
Thema : Studiengebühren, Bafög-Kredit, eigene Bude, High-Tech-Lernmittel (Laptop, I-Net-Anschluß etc.). Der Sohn eines Freundes sagte zu mir : "Wovon soll ich Studieren, mein Vater bekommt Hartz 4, und ich hab keine Lust ein frisch gebackener Dipl.-Ing. zu sein, mit einen 5.stelligen Schuldenbetrag". Der einzige Vorteil den er hat ist, er brauchte wegen einer Lehrstelle nicht lange zu suchen mit sein Zeugnissen.

Daran hackt es. Denn es ist wie mit allen Dingen. Wieso etwas teuer selbstherstellen wenn man es aus China ähm Indien :) importieren kann.

Gruß

BIGPAPA
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19.09.2007 19:31 Uhr von Slippy01
 
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Stimmt. Wen wunderts? Im alten "Bildungsbericht" schon schlecht abgeschnitten und was macht man dann? Studiengebühren einführen! Hilft bestimmt mehr junge Leute zum studieren zu motivieren...

Im Bericht wird ja auch geschrieben, dass der Unterschied beim Gehalt zwischen Akademiker und anderen immer stärker steigt.
Das kann ich aber nicht bestätigen. Vor einen halben Jahr gab es ne Studie die genau das Gegenteil ausgesagt hatte. Nämlich das der Einkommensvorteil immer weiter sinkt. Und auch deshalb weniger Leute studieren.
Warum auch? Zu den alt-bekannten "Kosten" wie Semesterbeitrag, zwangsweise eigene Wohnung (andere Stadt), Bücher, kein Einommen während des Studiums. Kommen ja nun die Studiengebühren und sinkender Einkommensvorteil.



Beim Abitur liegt es vielleicht auch daran, dass man als Realschüler genauso gut verdienen kann wie einer mit Abi.

Sehe hauptsächlich das Einkommen als Grund, denn immer mehr schauen als erstes darauf. Außerdem verstärken die ständigen Preiserhöhung dies.
Im Ausland verdient man auch deutlich besser als Akademiker (= Großer Anreiz zu studieren)

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