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Getreidevorräte gehen zur Neige - EU diskutiert, ob man Getreide einlagern soll

Die Vorräte an Getreide gehen langsam zur Neige, die Preise für Lebensmittel steigen. Die EU will deshalb in nächster Zeit überlegen, ob man nicht Notvorräte an Getreide anlegen soll, ähnlich wie man es mit Treibstoffen macht.

Die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel sagte dazu: "Wir müssen eine komplett neue Situation in unsere Überlegungen einbeziehen." Wir müssen uns auf Situationen mit entsprechenden Mitteln vorbereiten, gab Fischer Boel weiter zu bedenken.

Durch die hohen Getreidepreise können auch andere Lebensmittel im Preis steigen, da dort viel Getreide verfüttert wird. Geflügel könnte um zehn Prozent teurer werden, Schweinefleisch um 30 Prozent und Rindfleisch um sieben Prozent.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EU, Getreide
Quelle: www.welt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2007 17:15 Uhr von Bullitmaster
 
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Gute Idee: Sicherlich keine schlechte Idee weitere Reserven anzulegen. Wer weiß was da in Zukunft noch auf uns zukommt und da sind ein paar Reserven im Rücken doch immer ganz hilfreich, außerdem macht man sich somit nicht vom EU-Ausland abhängig.
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18.09.2007 17:50 Uhr von Warnstreik
 
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Erntezeit: Da haben wir ja mächtig Schwein dass gerade Erntezeit ist !!!!
Nur mal so für alle Stadtkinder die sich durch solch eine News in Panik verfallen lassen.

Aber ist ja mal schön dass man wieder einen Grund gefunden hat um die Preise zu erhöhen. Einfach nur lächerlich. Und das in Zeiten wo deutsche Bauern von der EU subventioniert werden damit diese auf ihren Äckern KEIN Getreide anbauen.
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18.09.2007 18:08 Uhr von POMMES_1989
 
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Äcker dürfen nicht bestellt werden: ich habe vorhin gelesen, das die Bauern 10% ihrer Felder nicht bestellen (was drauf anbauen) dürfen, es wird überlegt dieses Regelung, welche einst einem zu niedriegem Getreidepreis entgegenwirken sollte, aufgehoben wird um die Lager wieder zu füllen.

Naja ich denke es wäre besser sich Ordentliche Vorräte anzulegen, man weiß nie was die nächste Ernte bringt, oder was passieren könnte damit sie nicht essbar wird.
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18.09.2007 18:24 Uhr von grabenkämpfer
 
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Getreidevorräte gehen zur Neige ? Wie wärs wenn das Getreide für das verwendet wird ,für das es wächst.
Zur Ernährung des Volkes.
Aber nein diese grünen Besserwisser machen jetzt aus Getreide , erneuerbaren Brennstoff.
Dieser wird natürlich auch noch vom Staat subvensioniert und wird hochgelobt.
Hoch der Umweltminister !!!!!!
Eine Schande Grundstoffe für die Ernährung so zu vergeuden.
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18.09.2007 20:19 Uhr von alorie
 
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Marktwirtschaft: Bis vor zwei Jahren war Getreide als Brennstoff noch preiswerter als Heizöl. Verglichen nach Brennwert.

Das Lebensmittel jetzt teurer werden ist nur eine Logik des Marktes!

Warum soll Getreide als Lebensmittel billigst verramscht werden (Industrie und Discountern sei
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19.09.2007 06:38 Uhr von _BigFun_
 
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@ kahe: kann es sein, dass du zuviel Gas geschnüffelt hast ? :)

Ansich war diese Entwicklung doch zu erwarten, erst werden die kleinen Bauern durch beschissene Marktpreise, durch Fördergelder für Brachland und durch Ausweisung von Biosphären in den Ruin getrieben - oder zum Aufhören gebracht, und dann gibt es das Geheule, dass nicht mehr genug Produziert wird - es ist zum Kotzen, wie kurzsichtig die Politik in Bereichen ist, die ihr nicht von der Industrie vorgekaut werden.
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19.09.2007 09:47 Uhr von w011grei
 
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das wasser geht zur neige: Das wasser wird langsamm knapp, die bundesregierung überlegt ob sich evtl. ein einlageren größeren mengen lohnt ;)
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19.09.2007 09:48 Uhr von LinksGleichRechts
 
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Warum wohl? Diese kompletten Vollidioten da oben haben mal wieder nicht weit genug gedacht. Dank ihrer forcierung des Biosprits bauen immer mehr Landwirte nur noch für Biosprit an, da sie daran viel mehr verdienen. NATÜRLICH werden dann Lebensmittel knapp und teurer. Wo haben diese Trottel Wirtschaft studiert??? Lasst mich raten, gar nicht... Ich habs auch nicht studiert und trotzdem wusste ich von Anfang an dass das passiert...

Wie kann man eigentlich nur so dumm sein? Und vor allem wieso regieren solche Volltrottel Länder oder gar Gemeinschaften von Ländern??
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19.09.2007 11:50 Uhr von vorGebrauchSchütteln
 
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Ineffiziente Verarbeitung ist Schuld: dass es eine Knappheit gibt. Zur Biokraftstoff-Herstellung reicht völlig das Heu und nicht das Getreide selbst. Die Stängel machen eh den größten Anteil der Masse der Getreidepflanze aus.

Leider Verkaufen die Bauern direkt an die Biokraftstofferzeuger, dadurch wird die ganze Pflanze geliefert, obwohl der Stängel und die Blätter reichen würden.

Geschäftsidee:
Von den Bauern das Getreide kaufen zu einem höheren Preis, als die Biokraftstoff-Industrie zahlt und dann die Zwei Produkte Getreide und Stängel einzeln verkaufen.
Was haltet ihr davon?
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19.09.2007 15:17 Uhr von alorie
 
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Verarbeitung nix Ineffizient: Warum schreien plötzlich alle auf?

Die letzten zwanzig Jahre hats niemenden gejuckt das die Preise im Keller waren und dadurch Zehntausende Arbeitsplätze vernichtet wurden! (jeder achte Arbeitsplatz hängt direkt oder Indirekt an der Landwirtschaft!)

Ganzpflanze ernten und dann nach Korn und Stengel (kommt von stehen, nicht von Stange) bzw Restpflanze trennen geschieht bereits auf dem Feld! Mähdrusch genannt.

Sobald Ihr mir vernünftigen Preis fürs Stroh (zB für BTL-Gewinnung oder was auch immer) bezahlt, läßt sich drüber reden! Solang ich aber verschenken/verramschen soll, bekommen es die Bodenbakterien!!! Die wollen auch was zu futtern.

Bei weiteren Fragen: PN oder melden :-)
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19.09.2007 16:26 Uhr von opppa
 
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Bevor die Preise fallen, muß eben die Überproduktion eingelagert werden!

Hauptsache der Verbraucher bezahlt die Zeche!
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31.10.2007 00:49 Uhr von Uni_Bern
 
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Grundüberlegungen zum Getreidebau: - Getreideerträge sind sehr abhängig vom Stickstoffdüngerniveau. Stickstoff wird aus Erdöl und dem zu 78% natürlich in der Luft vorhandenen Stickstoff gewonnen. Falls der Erdölpreis steigt wird der Dünger als Produktionsmittel teurer und weniger eingesetzt.
- Grosse Ackerflächen gehen aus verschiedensten Gründen verloren. Die Wälder sind oft geschützt das Ackerland wird bis jetzt als weniger schützenswert oft umgezont und überbaut oder verbraucht.
- Durch die grosse Anzahl Hofaufgaben in den westlichen Ländern wird das Agrarsystem uniformer und somit weniger flexibel, gleichförmiger. Das Kapital ersetzt immer stärker den Menschen, das Know How kommt über die technischen Hilfsmittel und die Pflanzenschutzmittel auf die Betriebe. Diese neue moderne Landwirtschaft fährt ein weniger ausdifferenziertes Portfolio an Produkten. Die Risikoverteilung mit manchmal auch negativen Ausschlägen ist somit eine ganz natürliche Auswirkung.
- Da die Margen der Produzenten oft klein sind und der Kapitalbedarf gross ist, entsteht eine enorme Abhängigkeit zu den Kapitalgeber. Bei kleinen Margen sind Risikozuschläge für tiefe Renditen und hohe Einzelrisiken ein zusätzlicher Kostentreiber und somit Margenkiller. Viel Geld fliesst so von den Höfen zu den Kapitalgeber und den Technik- und Hilfstoffanbieter.
->Ich glaube an die freien Märkte und sehe dabei gleichwohl oftmals Marktversagen. Dies ruft nach Markteingriffen, die je nach Gemütslage recht absurde Regulierungen in der Kette von Steuerungsinstrumenten hervorbringen können. Pflichtlager zu verlangen bedeutet wohl einige Milliarden Euro in die Hand zu nehmen und danach den Markereignissen immer gerade im Zyklus hintennachzurennen. Wenn die Preise wieder genügend über die Erzeugerpreise steigen, werden den Produzenten die Anreize gegeben um zu investieren und einen funktionierenden Getreidebau aufzubauen. Falls die Preise weiterhin, wie seit Jahren an Weltmarktüberschüsse angelehnt werden, wird der Anbau die Nachfrage in gewissen Situationen nicht mehr decken können.

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