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Krematoriums-Mitarbeiter machten Zahngold von Leichen zu Geld: Freispruch

Eine Gesetzeslücke bescherte drei früheren Mitarbeitern eines Krematoriums in Hof einen nicht erwarteten Freispruch. Sie hatten das Zahngold der Toten aus der Asche gesucht und damit 50.000 Euro verdient.

Zwar wurde ihnen sofort gekündigt, der Amtsrichter fand aber nichts juristisch Verwertbares gegen sie. "Es ist nicht alles strafbar, was unanständig und anstößig ist", kommentierte er das Verhalten der Angeklagten.

Weil eine Leiche keine Sache ist, liege kein Diebstahl vor. Störung der Totenruhe scheide deshalb aus, weil Zahngold rein rechtlich gesehen kein Teil der Leiche sei, begründete der Richter.


WebReporter: Pferdefluesterer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Geld, Mitarbeiter, Leiche, Freispruch, Krematorium
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.09.2007 22:19 Uhr von stellung69
 
+1 | -0
 
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Dann könnte man: also alles was zusätzlich in einem Sarg liegt ebenfalls rausnehmen, denn das ist rein rechtlich gesehen auch kein Teil der Leiche (?)
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03.09.2007 23:13 Uhr von Janina 2000
 
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Dieser Richter: sollte gekündigt und aus dem Staatsdienst entfernt werden.
(Er könnte dann durch Ronald Schill ersetzt werden.)

Wenn man ernsthaft will, kann man das Gesetz nämlich auch so auslegen, dass ein Diebstahl und eine Tat wegen Störung der Totenruhe dabei heraus kommt. Mann muss nur wollen !

Obendrein könnte man die Täter sogar noch wegen Betrug und Hehlerei anklagen, da sie Ware, die ihnen nicht gehörte, weiterverkauft haben, um sich persönlich zu bereichern.
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04.09.2007 08:16 Uhr von Kachido
 
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Gibt es nicht eine natürliche Erbreihenfolge? Demnach müsste der Besitz des Toten den Erben zufallen. Oder?
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04.09.2007 08:18 Uhr von falkz20
 
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@godeon: eine "sache" ist niemals rechtsfähig! nur natürliche oder jursistische personen sind rechtsfähig.

da aber die erben/familienangehörigen den auftrag zur einäscherung geben, sind sie so auch eigetümer an der asche. und somit meines erachtens auch am zahngold.
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04.09.2007 08:30 Uhr von vst
 
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der meinung bin ich auch: meine kinder sind erben. sie haben auf alles anrecht was mir gehört. auch meine zähne.

auch wenn ich kein gold im mund habe :-)
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04.09.2007 08:50 Uhr von Klaus Helfrich
 
+1 | -0
 
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Schlechtes Vorbild: Zitat aus der Quelle:
"Während des Prozesses wurde bekannt, dass auch die Stadt Hof Hüftgelenke und andere Metallgegenstände von verbrannten Leichen verwertete. "Rein objektiv ist dies auch nichts anderes als das, was die Angeklagten getan haben", sagte der Richter."
Zitat Ende

Wenn noch nicht einmal der Dienstherr der Beschuldigten korrekt handelt, wie soll man es von den Tätern erwarten?

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