03.09.07 15:23 Uhr
 785
 

Bayern: Sexueller Missbrauch durch Pfarrer - Bischof soll Verantwortung tragen

Die Verhaftung eines 39-jährigen Ortsgeistlichen aus der Pfarrei Riekofen (Landkreis Regensburg), zieht schon jetzt Kreise und findet große Medienbeachtung. Der Grund war der vermutlich jahrelange sexuelle Missbrauch eines jungen Ministranten.

Eine Sprecherin vom Bundesverband "Wir sind Kirche" hat nun den amtierenden Regensburger Bischof Müller aufgefordert, dass dieser die persönliche Verantwortung für den Fall übernimmt. Er solle die gemachten Fehler des Ordinariats eingestehen.

Er habe sich über die Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz hinweggesetzt und trotz Wissen um die Vorstrafen des jetzt verhafteten Priesters diesem wieder ein Pfarrei anvertraut. Das Bistum habe aber auf die Prognose eines Gutachtens vertraut.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bayern, Bayer, Missbrauch, Bischof, Pfarrer, Verantwortung
Quelle: www.oberpfalznetz.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Po Grapscher nach Tat verprügelt
Bonn: Hochzeitsgäste geben Freudenschüsse in der Innenstadt ab
"Bild" erstattet Anzeige gegen Münchner Polizei

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
03.09.2007 14:43 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Da ich selbst zum Bistum Regensburg zähle, sind mir Querelen um die
Person und Amtsführung des Bischofs bekannt. Nachdem der Vorfall schon bundesweite Medienbeachtung erhalten hat, wird sich diese Angelegenheit nicht mehr vertuschen lassen. Die klerikalen Konsequenzen?
Kommentar ansehen
03.09.2007 19:39 Uhr von Us-Diego
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@dibbelabbes: Ja, an die Folge von South Park hab ich auch spontan gedacht ^^
Kommentar ansehen
03.09.2007 19:42 Uhr von Noseman
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"Wir sind Kirche": haben teilweise recht- mit einer konsequenten Anwendung der "Richtlinien zum sexuellen Mißbrauch", den die Deutsche Bischofskonferenz erlassen hatte, wäre die Wiederholungstat nicht passiert.

Dass das geschah, ist dem Bischof anzulasten.

Wie aber überhaupt bei der RKK in Deutschland mit dem Thema umgegangen wird, das ist ein Problem, daran würde auch ein neuer Bischof nix ändern.

Die aufgestellten "Richtlinien" sind wenig hilfreich. mir wäre ja lieber, deir ganze RKK würde gleich ganz verschwinden, aber wenigstens könnte sie doch mal ihre eigenen Richtlinien überprüfen, damit künftig wenigstens etwas weniger Mißbrauchsfälle seitens der katholischen Priester geschehen. Jedes einzelne Kind zählt!
Kommentar ansehen
03.09.2007 20:19 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nose: Was geschieht denn jetzt mit dem Pfarrer. Der kommt doch meines Wissens gar nicht vor ein weltliches Gericht, sondern lediglich vor ein Kirchentribunal.

Letztlich bedeutet das aber, dass er irgendwann wieder eine Gemeinde bekommt und predigen kann. Oder?
Kommentar ansehen
03.09.2007 20:35 Uhr von Noseman
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nein, diesmal nicht: Der ist Wiederholungstäter. Somit muss er jetzt seine weltliche Bewährungsstrafe vermutlich abbrummen.

Dise Wiederholungstat wäre verhinderbar gewesen -wenn man ihn eben, wie es in den Richtlinien heisst, nicht mehr da einsetzt, wo er auf Kinder trifft.

Bei einem ersten Verdacht bei einem Ersttäter aber wäre es genauso, wie Du schilderst- solange nicht zweifelsfrei (von weltlicher Seite aus) bewiesen ist, dass der Priester etwas verbrochen hat, wird der weltlichen Seite, sprich der Staatsanwaltschaft, gar nicht erst berichtet, wenn der Kirche intern Erkenntnisse vorliegen.

"In erwiesenen Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger wird dem Verdächtigten - falls nicht bereits eine Anzeige vorliegt oder Verjährung eingetreten ist - zur Selbstanzeige geraten und - je nach Sachlage - die Staatsanwaltschaft informiert"

Wenn der Typ sowieso überführt ist, dann soll er sich
mal selbst stellen. Fallsnicht, wird "eventuell" mal endlich, nach -zig kircheninternen Nachprüfungen (inklusive Beeinflussung der Opfer) die Staatsanwaltschaft informiert.

http://www.katholik.com/...

(unter Punkt 7)
Kommentar ansehen
03.09.2007 21:04 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nose: Vielen Dank für die Information.

Wie verhält sich das Handling bei erwiesener Täterschaft und zwar als Ersttäter, für den Fall, dass er keine Selbstanzeige erstattet?

Ich hörte, in diesen Fällen müsse er in eine Klosterbruderschaft eintreten. Kann das sein? .
Kommentar ansehen
03.09.2007 21:14 Uhr von Noseman
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Soweit ich in den Richtlinien lese, ist kein spezieller Umgang mit Tätern von "erwiesenen Fällen sexuellen Missbrauchs" vorgesehen, außer dass sie halt

"Nach Verbüßung seiner Strafe werden dem Täter keine Aufgaben mehr übertragen, die ihn in Verbindung mit Kindern und Jugendlichen bringen."

Muss also kein Kloster sein, kann alles mögliche an Tätigkeitsbereichen bedeuten. Wassweissich, Bibliotheklar in einem Kirchenarchiv, Sekretär vom Bischof.

Denkbar wäre da sicher vieles.
Kommentar ansehen
03.09.2007 21:17 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nose: Danke jedenfalls für den Versuch einer Erklärung.
Kommentar ansehen
03.09.2007 21:20 Uhr von Noseman
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Aber in dem konkreten Fall hier: ist genau das ja nicht einmal geschehen.

Der durfte nach einer Therapie einfach wieder weiter das weite Feld "Seelsorge" ausüben.

Daran ist die Kirchenleitung (Ordinariat, speziell der Bischof) schuld , wie die kircheninterne Initiative "Kirche von unten" bemängelt.

Mir geht das nur eben nicht weit genug. Auch konsequentes Handeln anhand der "Richtlinien" schützt nicht genug vor
Ersttätern (einen GANZ sicheren Schutz kann es ja niemals geben), wichtiger als die Krittik an den lokal verantwortlichen Versagern wäre eine Verschärfung der "Leitlinien".

Oder besser gleich eine Abschaffung der RKK, das sag ich mal als meine subjektive Meinung dazu, aber wengi wäre besser als nix. Daher meine obigen Vorschläge.
Kommentar ansehen
09.09.2007 10:34 Uhr von Hugo Tobler
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mit Ausnahme von dibbelabbes gute Kommentare! Es ist eher selten, dass bei so einem Thema viele vernünftige Kommentare abgegeben werden. Wenn ich in diesem Forum meinen Kommentar abgebe, dann erst nachdem ich alle anderen Kommentare auch gelesen habe.
Wie gesagt ausser dibbelabbes!
Lieber dibbelabbes, hier noch einmal Ihr Kommentar:
>>im großen und ganzen darf das pack doch machen was es will.
die verdammten kircheninstitutionen haben einfach zu viel macht.
erinnert mich immer an eine folge south park, in der erklärt wird, dass es die bibel nicht explizit verbietet, dass geistliche sex mit kleinen jungen haben dürfen, ergo ist es ihnen erlaubt.

Meine Meinung: "Das Pack", Sie meinen wohl die Geistlichkeit damit, darf eben nicht machen was es will. Und der Grossteil aller Geistlichen erfüllen eine sinnvolle und wertvolle Aufgabe.
"Die verdammten Kircheninstitutionen haben einfach zu viel Macht"! Warum sorgen Sie denn nicht dafür, dass Kirche und Staat getrennt wird. Das deutsche Volk hat bis heute diese Trennung nicht wirklich geschaft.
Wer die Folge "South Park" als relevant für irgend eine theologische Aussage ernst nimmt. hat es nicht verdient ernst genommen zu werden. In der Bibel ist die Sexualität NUR verheirateten Ehepaaren vorbehalten und dann muss nicht explizit da stehen, dass man keinen Sex mit Kindern habe soll. Der verbietet sich von selbst. Das sieht auch die katholische Kirche so.
Liebe Grüsse auch
Ihr
Hugo Tobler
Kommentar ansehen
10.09.2007 21:45 Uhr von Nessy
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der: muss zurücktreten! Was soll den das? Zwar sollte man jedem eine zweite Chance geben, aber das geht ja wohl zuweit!

Refresh |<-- <-   1-11/11   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Internetseite gegen Schleuserlügen geht an den Start
Po Grapscher nach Tat verprügelt
Bonn: Hochzeitsgäste geben Freudenschüsse in der Innenstadt ab


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?