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Uni-Klinik-Hamburg: Angebliche Ärztin behandelte über Jahre Patienten

Einer ehemaligen Medizinstudentin gelang es, im Universitätsklinikum Hamburg als Ärztin zu arbeiten, ohne dass sie über eine entsprechende Qualifikation verfügte. Der Schwindel kam aufgrund einer Nachfrage der Ärztekammer Hamburg ans Tageslicht.

Im März 2003 nahm sie ihre Tätigkeit als Ärztin im Praktikum auf und ab September 2004 war sie als Assistenzärztin tätig. Gefälschte Zeugnisse lagen dem Arbeitsverhältnis zugrunde. Nun zeigte die Frau sich selbst an und wurde vom Dienst freigestellt.

Während ihrer Tätigkeit als Ärztin genoss sie bei Vorgesetzten und Mitarbeitern großes Ansehen. Auszeichnungen erhielt sie für wissenschaftliche Arbeiten. Patienten sollen dem Bericht zufolge nicht zu Schaden gekommen sein.


WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Hamburg, Arzt, Klinik, Patient, Uni
Quelle: www.n-tv.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.08.2007 21:47 Uhr von Streetlegend
 
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Ich staune, dass im Klinikum Hamburg niemand Fachwissen bei der Dame vermisst haben will. Andererseits ist es ein offenes Geheimnis, dass man mit einem ordentlichen Kopierer ordentlich was anstellen kann; hier anscheinend im Falle der "Original"-Zeugnisse. *kopfschüttel*
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29.08.2007 04:19 Uhr von StYxXx
 
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Tja Anscheinend war sie besser als so mancher Arzt mit gutem Zeugnis. Stellt sich die Frage, ob das Zeugnis wirklich soviel Wert ist. Ingesamt scheinen irgendwelche Papiere wichtiger als wirkliches Können zu sein (in allen Bereichen und in Deutschland irgendwie besonders stark). Wobei ich bei Medizin eine gewisse Vorsicht noch verstehen kann.
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29.08.2007 05:44 Uhr von snepco
 
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wow: Ich finde solche Meldungen ja immer wieder faszinierend. Das es so einfach ist in einem Beruf zuarbeiten, den man eigentlich gar nicht hat. Ich wüsste gern mal wie viel Menschen in Deutschland einer Tätigkeit nachgehen, die sie eigentlich nicht nachgehen dürften, aufgrund gefälschter Zeugnisse.
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29.08.2007 08:20 Uhr von rolf.w
 
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@snepco: "Das es so einfach ist in einem Beruf zuarbeiten, den man eigentlich gar nicht hat"

Das ist sehr viel einfacher als Du denkst. Dies haben mitlerweile auch viele Arbeitgeber erkannt und stellen lieber Personal ein, welches angelernt wird, anstatt Fachkräfte.

Tatsächlich braucht man nicht alles, was man in der Lehre beigebracht bekommt. Im Gegenteil, wer aus der Lehre eine neue Stelle antritt wird ersteinmal "eingewiesen", was er denn zu tun hat. (Nicht immer, aber sehr oft)

Auch hier bei der "Fake-Ärztin", es gibt keine Angaben über ihr Tätigkeitsfeld. Wenn sie sich aber in der Anatomie gut auskennt hat sie die halbe Miete schon drin. Sie musste eigentlich nur wissen, an wen sie die Patienten weiterleiten muss um durch Untersuchungen wie Ultraschall, Röntgen, etc. eine Diagnose zu bekommen. Und wenn sie dann auch noch nett und freundlich ist, sich keine Patienten beschweren, was soll ihr denn da noch passieren?
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29.08.2007 09:50 Uhr von showstarter
 
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Papier ist also alles, was zählt? Schade, dass man von solchen Hochstaplern immer wieder im medizinischen Bereich hört, wo es ja wirklich um Leben gehen kann. Das liegt wohl an dem großen Ärztemangel, und dass diese ohne große Einstellungstests ihren Posten erhalten. Grundkenntnisse wird sie auf Grund ihres Studiums gehabt haben, die reichten offensichtlich ja auch aus. Aber wenn etwas Außerplanmäßiges passiert wäre, hätte sie sicher nicht so reagieren können, wie ein vollständig ausgebildeter Arzt. Das hätte dann vielleicht Menschenleben gekostet.
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29.08.2007 09:55 Uhr von big-e305
 
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denke nicht: dass die keine ahnung gehabt hat...kann ja sein das sie schon richtig gut ist in dem was sie macht...aber halt nicht die "theoretische" Quali hat.

Probieren geht über studieren meiner meinung nach...und nur weil auf dem papier steht "bin Arzt" ;) muss es nicht gleich heissen das der/diejenige nie einen fehler macht oder dich nach dem unfall wieder zusammenflicken kann.

so iss es auch in der IT Branche. hacker werden auch oft als Anwendungsentwickler eingesetzt um so zu programmieren das das system sicher ist. die haben meistens auch keinen abschluss und werden sehr gut bezahlt.

wen juckts...

was meint ihr wieviele ärzte auf der welt pfuscher sind...trotz guten abschluss etc.
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29.08.2007 10:27 Uhr von bigtwin
 
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studiert: hat sie ja immerhin. Vielleicht hatte sie nur Prüfungsangst und hat sich deshalb durchgemogelt. Wenn sie Auszeichnungen für wissenschaftliche Arbeiten bekommen hat, wird sie wohl auch was verstehen von ihrem Fach. Ich denke, es wäre schade, wenn sie sich diesen Weg jetzt vollständig verbaut hätte. Prüfungen kann man ja vielleicht auch nachholen lassen - mit einer angemessenen Geldstrafe.
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29.08.2007 14:19 Uhr von Pumpskin
 
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Wieso nichts Anzeige gegen die Klinik? Es sollte eher gegen die Uniklinik ermittelt werden, da es doch deren "Schuld" ist, dass die Frau eingestellt wurde. Wenn man als normale Person eine Universitätsklinik einfach so austricksen kann, sollte sich der Vorstand, oder wer bei sowas auch immer das Sagen hat, Gedanken machen, was die Sicherheit angeht.
Es hätte ja auch sein können, dass ( Achtung, ich übertreibe! ) ein Terrorist o.ä. sich einen Job dort beschaffen wollte, um geeignete Plätze für zB eine Bombe zu finden.
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03.09.2007 00:54 Uhr von StYxXx
 
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Laut einer anderen Quelle: In einer Zeitung hab ich gelesen, dass die Frau eine Zwischenprüfung nicht bestanden hatte. Diese hat sie dann wohl (wie auch immer das gehen soll) gefälscht und weiter studiert, wobei sie weitere Prüfungen oder Tests wohl auch bestanden hat.
Ob sie dann voll fertig studiert hat oder dort im Rahmen eines Praxissemesters während dems Studium gearbeitet hat war nicht klar formuliert.
Theoretisch könnte es aber sein, dass sie ganz normal ihr Studium abgschlossen hat, das aber nachträglich wieder für ungültig erklärt wurde. Aber irgendwie passt das nicht mit der Nachfrage der Ärztekammer (warum gab es diese überhaupt?).
Zwischenprüfungen sind aber auch so eine Sache...letztendlich wird man in vielen Studiengängen das gleiche nochmals später bei Hauptprüfungen gefragt, was den Sinn da in Frage stellt. Oder Orientierungsprüfungen vor den Zwischenprüfungen.

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