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Augsburg: Falschparker werden per Abmahnung aufgefordert, 475 Euro zu zahlen

Augsburger Parksünder, die ihren Pkw auf einem Kundenparkplatz einer Agentur abstellen, werden mit 475 Euro zur Kasse gebeten. Betroffene haben sich organisiert und zum Widerstand aufgerufen. Die Kosten entstehen durch eine beauftragte Detektei.

Ausschlaggebend war das "Parkerlebnis" vieler Fahrer, die ihre Wagen auf dem privaten Kundenparkplatz einer Versicherungsagentur abstellten. Ihnen flatterte eine Abmahnung nebst Zahlungsaufforderung von 475 Euro ins Haus, weil sie kein Kunde waren.

Der Inhaber der Agentur, der eine Unterlassungserklärung einfordert, stellte ein Hinweisschild an sein Schaufenster, dass der Parkplatz auch außerhalb der Geschäftszeiten überwacht wird.


WebReporter: malindi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Augsburg, Abmahnung, Falschparker
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.08.2007 12:05 Uhr von landlord
 
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Richtig so: er bezahlt für die Stellplätze als Service für seine Kunden.
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27.08.2007 12:16 Uhr von Timmer
 
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Richtig so aber: es wäre effizienter, erstmal die Parkenden mit einem Brief zu bitten, dies zu unterlassen und das sie bei einem erneuten Vorfall zur Kasse gebeten werden^^
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27.08.2007 12:16 Uhr von elenath
 
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"Kosten entstehen durch eine beauftragte Detektei": Als deren Inhaber übrigens der Abmahnende eingetragen ist.

(Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/...)

Meines Erachtens ist zwar der Versuch "Falschparker" vom eigenen Parkplatz fernzuhalten gerechtfertigt, die Art und Weise zumindest moralisch und evtl rechtlich verwerflich. Die Gerichte werden sich wohl darum kümmern müssen.
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27.08.2007 12:23 Uhr von vst
 
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im prinzip richtig: es ist sein stellplatz.
er bezahlt.
seine kunden dürfen ihn nutzen.
wenn ein anderer draufsteht hat sein kunde keinen.

aber:
dass die detektei seine ist,
er auch solche abmahnt die scheinbar nur drehen,
er das gebahren jetzt verkaufen will,
zeigt mir, dass er mit seiner versicherungsagentur nicht genügend verdient und er eine andere möglichkeit der abzockerei sucht.
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27.08.2007 12:37 Uhr von CasparG
 
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"prinzip" richtig...

im prinzip gibt es in deutschen städten zu wenig
kostenlosen kurzparkraum. und überall, wo ein gut knapp ist und seit jahren bewußt von
"prinzipien"treuen, autofeindlichen stadtverwaltungen noch zusätzlich verknappt wurde, kann man seinen reibach machen.

skandalös finde ich die praxis, daß offenbar leute, die noch nicht mal zeit hatten, sich über die situation zu orientieren, sprich aussteigen, schild lesen und wieder wegfahren, abgezockt wurden.
da müßte auch ein gericht erkennen, daß es eher
um unseriöses geschäftgebaren, als um schutz
des eigenen parkraumes geht. und wie soll eine detektei 2 stunden aufwand haben, wenn leute nur 5 minuten da waren und die detektei eh universelle
überwachungsmaßnahmen installiert hat, die man nicht auf einen fahrer draufschlagen kann ?

dieses neue "geschäftsmodell" sollte jedenfalls nicht gerichtsfest sein...
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27.08.2007 12:53 Uhr von MannisstderBlond
 
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Absolut korekt! Der Schritt der Betroffenen sich zusammen zu schließen um gegen den Abmahnwahnsinn vorzugehen ist genau richtig.
Es stimmt zwar, das es sich hier um einen Privatparkplatz handelt, dies rechtfertigt aber nicht übertriebene Maßnahmen zum >Geldscheffeln< des Besitzers.
Er hätte seinen Parkplatz gegen parkende auch durch eine Schranke sichern können, so wie es Millionen von anderen Parkraumbesitzern auch machen.
Des Weiteren freuen sich auch die Polizei und die Abschleppunternehmen über ein paar Euro in der Kasse wenn sie zu offensichtlichen Falschparkern gerufen werden.
Ich frage mich ob der Inhaber der Versicherungsagentur überhaupt Kunden haben möchte bzw. ob die 475 Euro beim Abschluss einer Versicherung gegen Abmahn-Abzocke angerechnet werden.

mfg
MidB
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27.08.2007 12:56 Uhr von rgrisu
 
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Jetzt mal ehrlich!! Das ist Abzocke ohne gleichen.
Das es sein Parkplatz ist steht ausser Frage! Aber das ist doch wohl eher "Augsburger Puppenkiste", oder??
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27.08.2007 13:01 Uhr von Schwertträger
 
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Auch ausserhalb der Geschäftszeiten überwacht? Das macht ja nur Sinn, wenn sich jemand nach Ladenschluss auf den Platz stellt und dann am nächsten Tag nach Öffnung immer noch dort steht.

Davon dürfte es aber doch wohl nicht so viele geben.

Ist die Kamera wenigstens deutlich zu sehen?
Ansonsten ist ein evtl. zu kleines Schild im Schaufenster auch ein bißchen wenig, um auch den Kunden mitzuteilen, dass sie gefilmt und die Filme gespeichert und ausgewertet werden.

Ich würde vielleicht sogar als Kunde per Abmahnung die Löschung meiner Sequenz verlangen, denn ich möchte nicht, dass jedes Nasebohren von mir auf Band festgehalten wird.
Dieser ganze Überwachungswahn geht mir auf den Geist.
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27.08.2007 13:03 Uhr von GrosserLeser
 
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Abschreckung: Die Kosten sind etwas hoch, aber die Leute sollten nicht so frech sein und trotzdem parken.
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27.08.2007 13:13 Uhr von Troll-Collect
 
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typisch deutsch: erst dickfällig Privatgrundstücke zustellen und dann aufheulen, wenn die Rechnung kommt.
Hat die jemand gezwungen sich auf fremde Grundstücke zu stellen?
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27.08.2007 13:26 Uhr von LullabyOverdose
 
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Kundenfreundlich: Wenn man halt keine Kunden hat, dann macht man sich halt welche indem man die Falschparker ausnimmt. Das hört sich fast wie Betrug/Diebstahl an. Ich hoffe die betroffenen Personen siegen in diesem Rechtsstreit.
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27.08.2007 13:32 Uhr von kmk2001
 
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Versicherung hat es wohl nötig: ich würde allein bei dem Versicherungsmakler sämtliche Verträge kündigen. Solidarisch sollte andere ebenfalls auf die Situation aufmerksam gemacht werden. Vielleicht wird der Druck von außen so groß, als dass die Versicherungsgesellschaft dann auch reagiert und den Makler abmahnt.

Eine Gesellschaft die solche Machenschaften duldet, kann es nicht wert sein dort versichert zu sein.

Andere Gesellschaften stellen sich zumindest in NRW darauf ein und stellen Parkplätze kostenlos zur Verfügung. Entsprechende Schaufenster mit Plakaten etc. werben entsprechend.

Schade dass nur die negativen Schlagzeilen in die Presse kommen.
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27.08.2007 14:27 Uhr von opppa
 
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kmk2001: Wenn Du der Kunde bist, der eine Stunde lang rumkurvt um einen Parkplatz zu finden, bloß weil jemand den Parkplatz, der für Dich als Kunde reserviert hat, einfach mal unberechtigt in Anspruch nimmt, kündigsdt Du ihm also die Verträge!

Ich sehe es immer wieder, daß sich einige "liebe, nett und freundliche*"( sh. unten) Leute einfach die Freiheit nehmen, Straßen oder Einfahrten zu blockieren oder fremde Privatparkplätze widerrechtlich für sich in Anspruch zu nehmen, weil sie "je nur mal eben" irgendwas erledigen müssen.

Wenn ein Autofahrer absichtlich fremdes Recht so dreist mißachtet, dann finde ich die 475,-- Euro noch viel zu billig.

Und jetzt kommt mir nicht und sagt, daß das ja ein Paketfahrer war, der sowieso Sonderrchte für sich brutalstmöglich in Anspruch nimmt; egal ob da andere warten müssen oder nicht.

* = (Arschlö....)
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27.08.2007 14:51 Uhr von Kingbee
 
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Gaaaaanz einfach zu lösen: anrufen und Vertreter bestellen. Sagen, man wolle eine Renten-Lebensversicherung abschliessen (gibt die höchste Provision) so um die 100-250tausend. Man sei männlich, gesund und 37 Jahre alt.

So schnell könnt ihr gar nicht gucken, ist einer von den Ganoven da.

Dann alles laaaangsam erklären lassen, nichts zu trinken anbieten, aber selber Kafee oder Tee trinken und mit falschen Daten (man ist zufällig bei der angegebenen Adresse zu Gast) unterschreiben.

Da freut sich sein Chef (der auch eine dicke sog.
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27.08.2007 14:55 Uhr von Schwertträger
 
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@opppa: Beide Seiten: Deswegen sage ich ja, dass man das Ganze - wie immer - mit Augenmaß behandeln sollte.
Die LEute, die das dauernd machen und noch dazu lange dort stehen, haben die 475 EUR sicher verdient.

Aber bei den anderen, die wirklich nur 10 Minuten dort stehen, oder gar die Parkplätze nach Geschäftsschluss nutzen, wenn der Versicherungsmensch gar nicht da ist, ist das übertrieben.

Ich wohne dirt nicht und kenne die örtlichen Gegebenheiten nicht. Sicher ist es auch nicht hinnehmbar, wenn sich die Zehnminutenparker dauernd abwechseln und in Summe dann auch kein Platz frei ist, aber ist das dort wirklich so?

Leute, die Einfahrten und ähnliches dichtparken, finde ich auch nicht toll. Wenn ich an so einer Stelle halten (Nicht parken muss) frage ich den Eigentümer oder den Angestellten dort, ob das für fünf Minuten okay ist, und dann geht das.

Wie immer ist das eine Frage des Miteinanders.
Und ja, Du hast Recht, es gibt viele, die das mit dem Miteinander nicht begreifen.
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27.08.2007 15:17 Uhr von konfetti24
 
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Bestens! Das geschieht denne recht. Das ist ein Parkplatz für diesen Laden und nicht für andere. Schließlich bezahlt der auch dafür.

Hahahaha das freut mich jetzt aber - endlich mal eine lustige News!
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27.08.2007 15:28 Uhr von opppa
 
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Schwertträger: Ich wohne am Ende einer Sackgasse und habe häufig das Vergnügen, wenn ich nach Hause fahren will, am Anfang der Straße hinter einem Paketwagen zu stehen, der "mal eben" ein Paket wegbringen muß.

Ich parke dann immer so dahinter, daß der aus der Straße auch nicht raus kann und sage ihm dann, ich wolle "mal eben" essen und danach könne der auch raus!

Was meist Du, was die flitzen!
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27.08.2007 16:59 Uhr von brycer
 
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Die Knackpunkte an der ganzen Sache sind doch
1) die unverschämte Höhe des Betrages.
Wenn der Versicherungsfuzzi dann auch noch gleichzeitig der Inhaber der ´angeblich´ beauftragten Detektei ist, dann ist da schon mal was faul.

2) dass der Platz auch außerhalb der Geschäftszeiten überwacht wird.
Was hat der Typ denn dann für ein Interesse daran seine Parkplatz frei zu halten? Da kommt wohl auch die Geldgier durch.

Übrigens habe ich auch meinen Stellplatz fürs Auto auf einem Privatgelände und zahle Miete dafür. Schild mit der üblichen Floskel "unberechtigt parkende Fahrzeuge... steht da, hilft aber nichts, da man, wenn man so einen von sich aus abschleppen lässt erst einmal die Abschleppkosten selber tragen muss um sie dann von dem ´Falschparker´ wieder einzufordern.
Da steht aber in den Sternen ob man das Geld jemals wiedersieht.
Zuparken ist auch nicht, da ich mich in diesem Moment der Nötigung schuldig mache, auch wenn der da unberechtigt steht.
Bis jetzt hab ich zwar noch jeden in den umliegenden Wohnhäusern gefunden und ihn verdammt schwach angeredet ("Bei der Volkshochschule gibt es Kurse wo man das Lesen von Hinweisschildern lernen kann" - "Sie wissen nicht was das Schild da oben zu bedeuten hat?" - ...)
Auch bei diversen Lieferfahrzeugen hab ich mir die Freiheit genommen und bei der betreffenden Firma ein Telefongespräch mit dem Personalchef geführt.
Anscheinend hat sich das rumgesprochen da inzwischen mein Stellplatz nur noch sehr selten benutzt wird. ;-)
Übrigens nützt es herzlich wenig auf privaten Grund deswegen die Polizei zu rufen. Die kümmert das herzlich wenig solange da keine Straftat verübt wird.

zum Schluss noch: Da sich das jetzt wohl in Augsburg rumsprechen wird ist das mit Sicherheit keine gute Werbung für diesen Versicherungsmakler oder seine Versicherung.
Ich würde als betroffener auch eventuelle Versicherungen bei der Gesellschaft kündigen. Denn wer mir mit solch einer Masche versucht das Geld aus der Tasche zu ziehen, der braucht nicht auch noch auf anderer Seite an mir verdienen.
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27.08.2007 17:02 Uhr von andreascanisius
 
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@Timmer: "es wäre effizienter, erstmal die Parkenden mit einem Brief zu bitten, dies zu unterlassen und das sie bei einem erneuten Vorfall zur Kasse gebeten werden^^"

Bist Du Dir sicher das es wirklich effizienter wäre? Das glaube ich nicht. So bekommt sofort jeder mit was Sache ist. Es sind ja sicher nicht immer dieselben die da parken.
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27.08.2007 17:46 Uhr von borgir
 
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wenn er für die: stellplätze bezahlt ist das doch völlig in ordnung...ich zahle auch für meinem parkplatz und ständig wird er blockiert von irgendwelchen autos...da könnt ich mich echt aufregen.
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27.08.2007 17:52 Uhr von opppa
 
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brycer: "Da steht aber in den Sternen ob man das Geld jemals wiedersieht. "

Da hat der Eigentümer des Parkplatzes es sich etwas einfacher gemacht und einen Rechts(ver..äh)anwalt beauftragt, der dann auch noch die Unverschämtheit besitzt, für seine Bemühungen eine Rechnung zu schreiben!

Wenn der unberechtigte Parkplatzbesetzer das dritte Mal die 475,00 Euro bezahlt hat, wird er genau wissen, wo er jedenfalls nicht parken darf!
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29.08.2007 11:52 Uhr von mephisto92
 
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also: ich kann nur soviel sagen. eine klage von seiten des parkplatzinhabers ist aussichtslos. Grund ist ganz einfach um den halter zu ermitteln genogt ein anruf auf der Polizei. Die höhe der Abmahnung wird kein Gericht wegen fehlender Verhältnissmäsigkeit akzeptieren.

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