20.08.07 14:46 Uhr
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Boston/USA: Enkelin kritisiert Ausweisung ihres 91-jährigen Großvaters (Update)

Die Enkelin von V. Zajanckauskas (91) kritisierte am Sonntag den Beschluss des Immigrationsgerichts, wonach dieser nach 51 Jahren die USA verlassen muss, weil er bei der Einbürgerung seine Nazi-Vergangenheit verschwieg. Man will nun Berufung einlegen.

Gegen Vladas Zajanckauskas liegen Anschuldigungen vor, wonach er den Nazis bei der Auflösung des Warschauer Ghettos geholfen habe und somit auch half, Juden in den Tod zu treiben. Seine Enkelin behauptet, diese Anschuldigungen wären allesamt falsch.

Weiter sagt sie, dass Zajanckauskas dafür bestraft wird, dass er ein Überlebender des Holocausts ist. Ihr Großvater würde bis zum letzten Atemzug darauf bestehen, dass er nie in Warschau war bzw. nie dorthin geschickt wurde.


WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Update, Boston, Enkel, Ausweis
Quelle: www.boston.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.08.2007 15:09 Uhr von ciaoextra
 
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Hintergundinfos: Näheres zu der Immigrationspolitik:
"Seitdem die USA 1979 eine spezielle Gerichtsabteilung zur Verfolgung von eingewanderten Nazi-Verbrechern eingerichtet haben, mussten 105 Menschen ihre US-Staatsbürgerschaft zurückgeben und teilweise auch das Land verlassen. 175 Menschen durften gar nicht erst einreisen." Quelle: http://www.focus.de/...

Zu der Person Vladas Zajanckauskas:
Zajanckauskas "admitted that Trawniki men sent to Warsaw stood in the cordon to prevent Jews from escaping, guarded the transit square where captured Jews awaited transportation to labor and concentration camps, conducted house-to-house searches for hidden Jews, skirmished with resistance fighters, and took part in the shooting of some captured Jews." Quelle: http://www.boston.com/...

Übersetzung Focus:
"Zajanckauskas gab vor Gericht zu, dabei geholfen zu haben, Juden an einer Flucht aus dem Ghetto zu hindern. Auch habe er sie zu Zügen geleitet und die Häuser nach Versteckten durchsucht. Mitglieder der Einheit, für die der 92-Jährige mit verantwortlich war, begingen nach Angaben der US-Justiz „furchtbare Verbrechen“, darunter Morde und Vergewaltigungen. Im 1940 von den Nazis eingerichteten Warschauer Ghetto lebten zweitweise über 450 000 Juden. Etwa 100 000 starben an Hunger und Krankheiten, mehr als 300 000 wurden in Konzentrationslager deportiert." Quelle: http://www.focus.de/...
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20.08.2007 15:14 Uhr von Davor
 
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bin ich hellsichtig? ich sehe KOmmentare kommen wie

"laßt doch den armen alten Opi seinen Lebensabend in Frieden begehen"

"er konnte nicht anders"

"laßt doch die Geschichte endlich ruhen"

"auch andere Länder haben Dreck am Stecken"

etc
etc
etc

mal schauen

auch wenn es irgendwie ermüdend ist jedesmal...

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