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"Tim im Kongo" nun in drei Ländern verboten

Nachdem der Kongolese Bienvenu Mbutu Mondondo in Brüssel eine Klage wegen rassistischer Darstellungen im "Tim und Struppi"-Comic "Tim im Kongo" eingereicht hatte (SN berichtete), ist der Comic in Großbritannien, den USA und Südafrika verboten worden.

Der Band wurde in besagten Ländern aus den meisten Buchläden entfernt, da Kongolesen wie Affen oder Untermenschen dargestellt werden und der Inhalt beleidigend wirken könnte. In Südafrika ist der Comic wegen der einstigen Rassentrennung unerwünscht.

"Tim im Kongo" entstand 1929. Autor Hergé (namentlich Georges Remi) wurde des öfteren Rassismus vorgeworfen.


WebReporter: terrordave
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Land, Kongo
Quelle: www.afrikanet.info

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41 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.08.2007 09:54 Uhr von terrordave
 
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So viel Aufhebens um ein Comic. Ich bin versucht die News in "Kurioses" zu packen. Man muss schon zwischen realem und nicht vorhandenen Rassismus unterscheiden können. 1929 war eben noch einiges anders, Hergé war "ein Kind seiner Zeit" und hat vermutlich niemals den Kongo besucht. Martin Luther hat gegen Juden gehetzt, werden jetzt die Lutherbibeln verboten? Interessierten empfehle ich noch die Quelle.
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14.08.2007 10:16 Uhr von vst
 
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ach ja: die menschheit ist doch zu blöd.

tim darf nicht in den kongo, lucky luke raucht nicht mehr....

obelix darf wahrscheinlich bald keine römer mehr verprügeln.
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14.08.2007 10:22 Uhr von wellenhuber
 
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Ich komme: aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Noch mehr solcher verrückten Nachrichten und ich habe einen Stiernacken, wie ein Wrestler. Selbst in den USA und in Großbrittanien ist es verboten? Ja sind die denn bekloppt?. Ich schließe mich der Meinung des Autors an. Oh je oh je.
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14.08.2007 10:25 Uhr von -xcx-
 
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ey. es war das JAHR 1929! die leute peilen es nicht.
ich find rassistisch das bei tom&jerry, katzen so eindimensional und faul dargestellt.
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14.08.2007 10:31 Uhr von J.Sobieski
 
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Aha Nun sehr gut im Koran werden alle Nichtmuslime als Affen und Untermenschen bezeichnet. Ich will doch hoffen das dieses "Buch" auch schleunigst verboten wird !
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14.08.2007 10:32 Uhr von Sir Piter
 
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Warum nur "Tim & Struppi"? Wenn sie schon mit Kanonen auf Spatzen schießen, dann sollten sie auch das lustige Taschenbuch von Walt Disney mal unter die Lupe nehmen. Ich erinnere mich in meiner Kindheit gab es eine Geschichte in diesem Taschenbuch. Da wurde Donald Duck nach Afrika geschickt. Und sämtliche Einwohner dort wurden mit ultra-dicken Lippen und platten Nasen dargestellt. Außerdem sprachen diese Figuren einfältig in verstümmelten Sätzen, als ob sie zu dumm dazu seien.
Auch wenn ich in meiner Kindheit Comics gelesen habe, so bin ich doch kein Rassist geworden. Man kann es auch übertreiben. Der real existierende Rassismus auf der ganzen Welt ist da viel schlimmer. Da fällt doch kein Comic aus dem Jahre 1929 mehr auf. Und dann haben ausgerechnet diese drei Länder dieses Comic verboten. Jene, die in der Vergangenheit ja besonders mit Rassismus aufgefallen waren. Was für eine Heuchelei! Was die an farbigen Menschen verbrochen haben und noch heute tun. Aber so kann man von sich am besten ablenken. Der Mensch vergißt ja so schnell.
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14.08.2007 10:45 Uhr von guaranajones
 
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political correctness und seine wirren blüten. :D

schöner scheiss.
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14.08.2007 11:19 Uhr von yay3
 
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tjo o.O: Ich glaub bald werden Geschichtsbücher zensiert, wenn man will dass Menschen vom Rassismus abkommen kann man doch nicht damit anfangen das dagewesene einfach verschwinden lassen! Wenn ein 9-Jähriger das mit seinem Vater liest er ihm erklärt was da steht, warum es da steht und wie es heute ist ist tausendmal mehr erreicht als mit so einem stupiden Verbot.
Grüsse
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14.08.2007 11:20 Uhr von Tizoc
 
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Tim und die Sowjets als nächstes? Man sollte nicht abstreiten das dieses Comic heutzutage rassistisch ist. Als es entstand war der Kongo Kolonie und Hergè verarbeitet hier Zeitgeschichte die er selber miterlebt hat. Wird jetzt demnächst auch der bei mir in der Überschirft genannte Titel verboten weil die Kommunisten als hintertrieben und menschenverachtend dargestellt werden. Folgt dann Micky Maus weil man doch Enten, Mäuse usw. nicht einfach in Klamotten stecken darf?
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14.08.2007 11:36 Uhr von Maverick Zero
 
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Wenn schon, dann aber richtig Wenn wegen so etwas geklagt werden kann, dann klage ich demnächst gegen diverse Hollywoodproduzenten, in deren Filmen Deutsche ständig als Nazis auftreten.
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14.08.2007 12:06 Uhr von STARDUST_II
 
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Das sind 3 Länder Zuviel!!!
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14.08.2007 13:05 Uhr von Legionaer
 
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Bestseller dank Rassismus-Vorwurf: http://www.20min.ch/...

Zitat aus oben verlinkten Artikel:

"Aufgrund diesen Inhalts war das Buch als einziges der «Tintin»-Abenteuer bis 2006 nicht auf Englisch erhältlich.

Nun ist «Tintin in the Congo» erstmals erhältlich - was einem Briten so sauer aufgestossen ist, dass er sich an die «Comission für Racial Equality» gewandt hat. Doch kaum brandmarkt die das Comic als rassistisch, steigt die Nachfrage: Prompt landet «Tintin in the Congo» in den Verkaufs-Top Ten des Internethändlers «Amazon». Die über 70 Jahre alte Episode steht derzeit auf dem achten Platz.

«Dieses Buch enthält hässliche rassistische Vorurteile in Bildern und Worten, in denen die `wilden Eingeborenen´ wie Affen aussehen und wie Schwachköpfe reden», sagte ein Sprecher der «Comission für Racial Equality». Dass diese Aussage den Verkauf jetzt anheizen wird, ist den Komissionsmitgliedern jedoch klar. «Es ist eine delikate Balance, aber da wir eine Beschwerde vorliegen hatten, hatten wir keine Wahl.» Beim Aktionshaus «Ebay» steht die nächste zum Verkauf stehende Ausgabe mehr als dreieinhalb Tage vor Auktionsende bereits bei 100 Franken."



Also ich kenne viele Bände von Tintin auch den besagten und im Kongo war ich beruflich auch schon mehrmals. Wenn hier z. B. als Argument angeführt wird, die "würden wie Schwachköpfe" reden, so liegt das in meinen Augen wohl daran, dass Hergé den tätsächlich real existierenden französischen Dialekt den die meisten Kongolesen sprechen überzeichnet karikiert hat. Daran sehe ich nichts Verwerfliches.

Das wäre genauso, wenn in 70 Jahren ein Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund eine Klage gegen ein Comic der heutigen Zeit einreichen würde, in dem z. B. der Comic-Zeichner einen Türken gezeichnet hat, in dessen Sprechblase steht "Alda, isch mach Disch Krankenhaus".

Und dann nicht vergessen auch gleich den Urvater der Comics verbieten, nämlich Wilhelm Busch, dass ist auch nicht erste Sahne wie er in den Geschichten "Die Rache des Elefanten", "Die Mohrenträne" und "Fips der Affe" die Farbigen darstellt.
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14.08.2007 13:08 Uhr von vst
 
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legionaer: bei wilhelm busch würde ich nicht nur die darstellung der schwarzen "kritisieren".

seine darstellung des juden ist nicht von schlechten eltern.

aber deshalb verbieten?
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14.08.2007 13:12 Uhr von vst
 
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die fromme helene: Und der Jud mit krummer Ferse,
Krummer Nas und krummer Hos´
Schlängelt sich zur hohen Börse
Tiefverderbt und seelenlos.
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14.08.2007 14:24 Uhr von El Indifferente
 
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Kunst sollte unzensierbar sein: Ich finde diese Comics sind sowohl eine Art Kunst als auch ein Stück Zeitgeschichte.
Fast alle Künstler haben doch irgendwelche "Makel". Wagner war und ist, auch wegen seiner rassistischen Ansichten, bestimmt nicht unumstritten aber ihn deshalb verbieten? Caesar schreibt nicht sehr nett über andere Rassen, trotzdem muss ihn jeder in Latein übersetzen. Der Bananentanz von Josephine Baker ist doch nun wirklich aus heutiger Sicht total diffamierend für jeden Afrikaner, kann aber weiter im Fernsehen gezeigt werden. In England kann man sogar Bilder von Hitler verkaufen, weil ist ja Kunst.
Total übertrieben die Reaktion.
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14.08.2007 20:02 Uhr von Ozora
 
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ich bin: entsetzt , was bildet sich dieser Kongo-Typ eigentlich ein? Tim und Struppi ist kult , was kommt als nächstes? keine Farbigen und Russen bei Startrek?
der Typ soll sich mal FullMetalJacket reinziehn, dann ham wir hier die nächste News :)
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14.08.2007 20:32 Uhr von _Midnight Man
 
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@ozora: nee... NUR noch farbige...

nun im ernst, die diskussion um Hergé läuft ja nun schon ewig. respektive um seine einstellung.
auch wenn ich die alles andere als gut heisse, T&S ist definiv kult.
und wie schon angemerkt, das dürfte ein derber shcuss in den ofen werden. weil jetzt kommt auch noch das verblödedste rassistenschwein darauf T&S zu lesen, weil, der comic ist ja gegen schwarze!
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14.08.2007 23:16 Uhr von jsbach
 
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Da kann ich nur noch antworten: *kopfschüttel*. In welchem Jahrhundert leben wir den denn? Sowas von intollerant das knapp 80 Jahre zurückliegt!
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15.08.2007 00:47 Uhr von gregor deisen
 
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Zeitgeist: Ein Dokument welches vor so langer Zeit entstanden ist, benutzt nunmal die für die damalige Zeit übliche Ausdrucksweise.
Wir haben uns alle (hoffentlich) weiterentwickelt, und sollten soetwas als ein Stück Geschichte ansehen.
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15.08.2007 09:20 Uhr von Docendo discimus
 
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Wird Zeit, das solche Comics endlich vom Markt genommen werden. In den 70ern war es vielleicht noch "in" sich auf Kosten von Minderheiten lustig zu machen. Die Zeiten sind Gottseidank vorbei und dann können auch die Kinder-indoktrinierenden Machwerke endlich verschwinden. Wenn ich das schon höre: "Tim und Strubby"... *würg*
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15.08.2007 09:34 Uhr von HEINZMEMBER
 
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Meiner Meinung nach: dokumentieren diese Werke ein Stück Zeitgeschichte. Der Autor hat die Schwarzen darin nicht so dargestellt weil er selbst eine besonders rassistische Einstellung hatte sondern er hat die Wahrnehmung der "Wilden" die zu dieser Zeit gängig war festgehalten. 1929 war in dieser Hinsicht noch vieles ganz, ganz anders. Solche Werke zu verbieten verhindert lediglich die Auseinandersetzung mit der kulturellen Vergangenheit unserer Gesellschaft und bereitet damit letztendlich den Boden für das Vergessen und das Wiederholen von Fehlern.
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15.08.2007 10:17 Uhr von The_free_man
 
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So ein Theater So war das halt damals in Comics, die aus dieser Zeit stammen.

Wie schon erwähnt kann ich mich ebenfalls bestens an lustige Taschenbücher mit Donald Duck & Co erinnern, in denen Mohren übertrieben klein, mit riesigen Lippen und großen Füßen dargestellt wurden.

Ich wusste damals aber schon als Kind, dass das in Wirklichkeit nicht so ist und fand das auch nicht sonderlich komisch, in einem Buch wo Enten reden können.

Ach und:
"Beim Aktionshaus «Ebay» steht die nächste zum Verkauf stehende Ausgabe mehr als dreieinhalb Tage vor Auktionsende bereits bei 100 Franken."

Also, hier gibts die Ausgabe für 30 Euro Festpreis:
http://www.comicmarktplatz.de/...
Größeres Titelbild:
http://www.comicmarktplatz.de/...
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15.08.2007 10:18 Uhr von Cenor_de
 
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Zeitgeschichte? Tintin wird in aller erster Linie von Kindern gelesen und transportiert die übelsten rassistischen Vorurteile. Auch Carlsen hat (obwohl sie ohnenhin nie richtig chronologisch veröffentlicht haben) Tim im Kongo jahrzehntelang nicht herausgebracht. Aus gutem Grund, wie ich denke.
Auch den Gutmensch als Herrenmensch ist rassistisch und deutlich gefährlicher als z.B. offene rasiistische Hetze.
Ich bin generell dagegen Bücher zu verbieten. Eine gut kommentierte Ausgabe von "Mein Kampf" z.B. fehlt im Sortiment. ABER die rassistischen Machwerke von Hergé gehören nicht unkommentiert in Kinderhände.

UND natürlich gilt das auch für die Lutherbibel ;)
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15.08.2007 10:49 Uhr von HEINZMEMBER
 
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@Cenor: Ich habe auch nicht behauptet, dass diese Bücher weiter bedenkenlos den lieben Kindern mit ins Bett gegeben werden sollen. Ich denke die gehören heute auch nicht mehr so wirklich zur Tim&Struppi-Klientel. Eher Sammler, Liebhaber etc.
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15.08.2007 11:11 Uhr von Cenor_de
 
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@HEINZMEMBER: Wie gesagt ich bin generell dagegen Dinge zu verbieten, bin aber dafür den ungefilterten Zugang zu beschränken. z.B. durch Altersfreigaben oder kommentierte Ausgaben.

Ich besitze alle Carlsen-Erstausgaben, aber meine Tochter bekommt die nicht zu lesen. Haifischsee und Sonnentempel hab ich sie sehen lassen.

Ich glaube auch nicht, daß jemand zum Rassisten wird, weil er Tintin liesst. Ich glaube aber, daß die "political correctness" eine Errungenschaft des späten 20. Jahrhunderts ist, wie die Emanzipation der Frau, und lebe auch damit, daß einige manchmal über´s Ziel hinausschiessen.

Und solange Zoologische Gärten in aller Welt noch ausgestopfte "Neger" in ihrem Fundus lagern, sehe ich keinen Anlass die Sensibilität gegenüber den Folgen europäischen Kolonialismus in Afrika, aufzugeben.

Frankreich, Holland, Belgien, Portugal und England (in forderster Front) haben dort geschlachtet, verschleppt (Auf der Westroute im Atlantik gibt es ganze Riffe aus hunderttausenden Menschenknochen) und kulturell entwurzelt, daß es, wenn ein Belgier solch ein Comic zeichnet, schon vergleichbar ist mit einem Judencomic aus Deustchland, andere Völker haben halt nicht das selbe Unrechtsbewusstsein, was die deutschen nach 1945 entwickelt haben.

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