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Berlin: Ausschreibung - Deutsche Post verliert Auftrag für 12,6 Millionen Euro

Die Berliner Behörden haben die Zustellung ihrer Post neu ausgeschrieben. Der Zuschlag ging nicht an die Deutsche Post, sondern an die PIN Group. Das Auftragsvolumen beträgt jährlich rund 12,6 Millionen Euro.

PIN-Vorstandschef Thiel sagte gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Der Berliner Senat hat sich für uns und gegen die Deutsche Post entschieden, weil PIN die Leistung mindestens ebenso gut, aber wirtschaftlicher als die Post erbringt."

Der Auftrag wurde für ein Jahr mit einer möglichen Verlängerungsoption von weiteren zwei Jahren vergeben. Die PIN Group und TNT Post gelten als größte Konkurrenten der Deutschen Post in der Briefzustellung.


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WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Euro, Berlin, Million, Post, Auftrag, Deutsche Post, Ausschreibung
Quelle: www.rp-online.de

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13.08.2007 21:34 Uhr von Streetlegend
 
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Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Eine herbe Klatsche für die Deutsche Post. So viel ich jedoch weiß, hatte vor der neuerlichen Ausschreibung auch die PIN Group den Auftrag. Erstaunlich finde ich jedoch das hohe Auftragsvolumen im Zeitalter von E-Mails. 12,6 Millionen Euro für "Briefmarken"; Papier, Toner, Umschläge kommen dazu - naja sind ja nur Steuergelder. *kopfschüttel*
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13.08.2007 23:35 Uhr von plnet
 
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die leute bei PIN Group in ihren schicken grünen Autos arbeiten für einen Hungerlohn, die bekommen weniger als die Postmitarbeiter...

Aber zum Glück sind wir ja bald soweit, das nur noch rentable Gebiete von PIN & Co. angefahren werden, wenn es die Deutsche Post nicht mehr gibt...
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13.08.2007 23:56 Uhr von rheih
 
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PIN: PIN arbeitet mit sehr niedrigen Gehälter, kein Wunder, dass die die Ausschreibung gewonnen haben....

"Zeitalter von E-Mails" = Was Du schwarz auf weiß besitzt, dass kannst Du getrost nach Hause tragen....
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14.08.2007 00:55 Uhr von dany4you
 
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seht clever und auf der anderen seite kostet es milliarden, wenn die pin.mitarbeiter mit alg2 nen zuschuss holen müssen...geil gespart...*kopfschüttel*

"PIN-AG – Postkonkurrenz durch Hungerlöhne

Die PIN AG ist mit rund 900 Beschäftigten nach der Deutschen Post AG der zweitgrößte Briefzusteller in Deutschland. Die Axel Springer AG und die Verlagsgruppe Holtzbrinck haben gemeinsam die Aktienmehrheit. Die PIN AG bietet ein Porto von 0,48 Euro für Briefsendungen an, liegt damit nur 7 Cent unter dem Porto der Post AG für Standardbriefe. Das Land Berlin erhofft sich durch die Beauftragung der PIN AG, die den Zustellern Niedriglöhne zahlt, Einsparungen erzielen zu können. Gleichzeitig aber muss das Land Berlin Zusteller der Pin AG mit Arbeitslosengeld II unterstützen, weil deren Löhne unter dem Existenzminimum liegen. Die PIN-AG entleiht meist zuerst Arbeitnehmer/innen über die Bering International (in der Regel erst 1 Jahr und dann zweimal ½ Jahr befristet), übernimmt diese dann nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) wieder befristet (in derRegel drei Befristungen verteilt über zwei Jahre). Es sind die ersten Fälle bekannt, bei denen die PIN-AG auf Arbeitnehmer/innen zugegangen ist und eine Weiterbeschäftigung an eine dritte Runde (zurück zur Bering) koppelt."

"Arm trotz Arbeit – Ausbeutung durch Hungerlöhne.
„Wie viel Geld braucht der Mensch zu einem anständigen Leben? Einerseits haben wir in Deutschland ein komfortables Durchschnittseinkommen von fast 30.000 Euro brutto im Jahr, andererseits müssen immer mehr Menschen für 4, 5, 6 Euro die Stunde arbeiten. Das Land führt eine hitzige Debatte um Billigjobs und Mindestlöhne. Ist der gesetzliche Mindestlohn nun ein Garant gegen unwürdige Löhne oder Arbeitsplatz- Vernichtungsinstrument? Wenn es mal so einfach wäre. Unsere Kollegen Jan Bergrath und Reinhard Laska haben sich als Beispiel einmal den großen Bereich der Postzustellung angesehen - einst der Hort einer gesicherten Existenz. Heute machen dort private Firmen der Post Konkurrenz, mit Preisen, die nur durch gnadenlos niedrige Löhne möglich werden. Löhne, die zum Teil unter Hartz IV-Niveau liegen…"

cu

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14.08.2007 09:54 Uhr von luthienne
 
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Es wurde ja eigentlich schon alles wichtige gesagt- brauch ich ja gar nich mehr meinen Senf dazugeben ;)
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14.08.2007 11:42 Uhr von kuste2
 
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Das Unverschämte ist das Postmitarbeiter ihre eigenen Konkurenten auch noch bezahlen.
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14.08.2007 11:53 Uhr von SenkiRenegade
 
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30K im Jahr? Ich bin jetzt 24 und habe noch nie mehr als 20.000 (Brutto) verdient.

Ich hoffe ich werde irgendwann mal ein Durchschnittsgehalt haben.

*seufz*

bitte laß den Mindestlohn wirklichkeit werden (ist unterm Durchschnitt, aber mehr als ich meistens verdient hab).
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14.08.2007 12:53 Uhr von lucky strike
 
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alles wurde gesagt :(: wollte eigentlich auch einbringen, dass diese pin-sklavenhalter nur billiger sind, weil die mitarbeiter noch an der armutsgrenze liegen.
aber das ist mal wieder typisch politiker- und behördendenken hauptsache wir sparen auf dem papier 100.000. das man dann später 10.000.000 zusätzlich in zusätzliche sozialhilfe stecken muss ist egal.

konkurrenz belebt den markt, aber ohne kontroller mutiert die freie marktwirtschaft zu ner modernen sklavenwirtschaft
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14.08.2007 13:19 Uhr von opppa
 
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lucky strike: Ob die Konkurrenz der Post anständig zahlt, weiß ich nicht. Ich bin aber sicher, daß der Markt das mittelfristig ganz von alleine regeln wird.

Wenn aber jemand versucht, dem gelben Riesen den aufrechten Gang beizubringen, kann ich nur lachen! Die werden auch langfristig noch eine Beamtenstaat im Staat bleiben!
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14.08.2007 14:13 Uhr von lucky strike
 
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@oppa: diese konkurrenzunternehmen zahlen tatsächlich so wenig, dass kein normaler mensch davon leben kann. ok laut politiker reichen ja 345€ pro Monat (davon kann ein durchschnittsbürger vielleicht 1,5 Wochen leben) aber die realität sieht anders aus.
dass die deutsche post noch billiger werden kann, ist klar (man muss nur bissel bürokratie etc einsparen den vorständen ein paar millionen weniger im jahr zahlen).

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