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USA: Mörder vorzeitig aus Haft entlassen - US-Soldat begnadigt

Ein verurteilter Soldat des amerikanischen Militärs, der wegen Mordes an einem Iraker Zivilisten zu acht Jahren Freiheitsentzug bestraft wurde und sich zur Tat bekannte, wurde am Freitag nun vorzeitig begnadigt und auf freien Fuß gesetzt.

Sieben weitere verurteilte US-Soldaten hatten letztes Jahr einen Familienvater (52) von elf Kindern aus seinem Haus geholt und einfach erschossen. Um das Ausmaß ihrer Tat zu verschleiern, meldeten sie offiziell den Tod eines Bombenattentäters.

Die US-Marine-Infanterie erklärte, der Soldat kam frei, weil er eine Unterredung mit dem Vorgesetzten führte. Ausschlaggebend für seine Begnadigung wäre sein kompletter Militärstatus inklusive seiner Beteiligung an der Tötung des zivilen Wehrlosen.


WebReporter: malindi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Haft, Soldat, Mörder, Entlassung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2007 16:30 Uhr von Monty Cantsin
 
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Das war ja eine lange Haft: 1 1/2 von 8 Jahren hat der arme Kerl wegen Mordes absitzen müssen. Ohne Mediendruck wäre er 2006 vermutlich nicht mal verurteilt worden und mit dem Schuldeingeständnis im Prozess hat er sich diese frühe Haftentlassung erkauft.
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11.08.2007 16:34 Uhr von Bibip
 
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Typisch USA In Deutschland haben sie auch morden und vergewaltigen dürfen. Das höchste was passierte war eine Versetzung in die USA.
Bibip
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11.08.2007 19:28 Uhr von fallobst
 
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die army machts den irakern leicht sie zu hassen und da wundern die sich doch allen ernstes, dass sie keiner richtig mag. und seit wann sind rang und erfolge ausschlaggebend für die schuld oder unschuld eines menschen? irgendwas läuft da gewaltig schief...
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11.08.2007 19:46 Uhr von Royal G
 
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machen: sie da überhaupt was anderes? saddam hatte ja angeblich massen vernichtungswaffen und jetzt interessiert sich die welt dafür nicht mehr...

als er damit begonnen hatte die kurden zu vergiften hat sich kein arsch gejuckt.. aber jetzt war er der böse


wundert euch nicht wenn es mehrere anschläge geben wird..
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11.08.2007 20:21 Uhr von christi244
 
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Was wollt Ihr eigentlich? Längere Haftstrafen bei Ersttätern gibt es hier auch nicht. Als Ersttäter kriegst Du schon mal per se 50 % Rabatt. Kommt dann noch gutebe Führung hinzu, wird es noch weniger.

Es gibt da einen Fall aus Düsseldorf, als vor Jahren eine Frau ihren Benz absichtlich in ein Lokal steuerte, um bestimmte Bekannte zu "treffen". Dabei kamen insgesamt 12 Menschen zu schwerem Schaden. Diese Dame bekam 3 Jahre und war auch nach 1 Jahr und 3 Monaten wieder in der freien Wildbahn.
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11.08.2007 20:58 Uhr von opppa
 
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christi244: Ich vermute eher, daß unser Freund Johnny Walker Bush den Fall genauestens persönlich untersucht hat und zu der Überzeugung gekommen ist, daß der Getötete (der lässt sich nun mal nicht mehr wegdiskutieren) Anführer der Taliban war!

Die Beförderung des Soldaten wird noch vorbereitet!

.-(((
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11.08.2007 21:28 Uhr von christi244
 
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Nee Oppa: stünden nicht bald die Wahlen an, könntest Du Recht haben.

Das einzige, wie das laufen könnte, wäre, dass er irgendwie in ein "Schutzprogramm" gepackt wird, also einen anderen Namen, eine andere Legende, eine andere Sozialversicherungsnummer bekäme und an einen anderen Ort in USA versetzt wird. Diese Idee kam mir spontan beim Lesen des Artikels. Allerdings funktioniert das auch nicht mehr wirklich, denn sein Bild ging um die Welt.

Was ich eher vermute, während die anderen sich wohl offensichtlich als "nicht schuldig" bekannt hatten, er aber als "schuldig" und somit kooperierte, lieferte er Informationen hinsichtlich der restlichen Truppe. Und dies brachte ihm wohl letztlich den Bonus ein, hinzukommend eventuell, dass er vielleicht nicht geschossen hat.

In den USA ist das so, dass der erste, der in einer Strafsache kooperiert, an der mehrere beteiligt sind, entsprechend strafmäßig gewürdigt wird. Den Rest beißen dann die Hunde.

Wie es sich jetzt darstellt - basierend auf der Süddeutschen - denke ich, dass er zwar frei ist, aber dennoch erledigt, denn erstmal wird wohl die unehrenhafte Entlassung aus dem Militärdienst folgen, verbunden mit einer Degradierung. Dann hat er gesessen, d.h. in den USA geht sein Report durch das Land und somit wird ihm die Job-Suche nicht gerade erleichtert. Von wegen "second" chance, das läuft in den USA schon lange nicht mehr. Hast Du erstmal einen Strafreport an der Backe dannn war es das. Wie bei uns.

Um ehrlich zu sein, ich hätte jetzt gerne eine Originalquelle aus den USA und nun nicht gerade eine deutsche Zeitung zu derartigen Themen.
Allein schon die Formulierung in der SD "potentieller Attentäter" ist mir zu sandig, weil potentiell könnte einmal grundsätzlich jeder Mensch ein Attentäter sein. Dieses "potentiell" sagt nämlich gar nichts aus.

Außerdem vermisse ich Angaben hinsichtlich der Strafmaße für die andern GIs. Diese Angaben wären nämlich in einer soliden Berichterstattung wichtig, um sich ein Bild machen zu können. Da die anderen Urteile feststehen, sollte auch bekannt sein, was die anderen bekommen haben. Von daher schätze ich die Meldung in der Süddeutschen eher als subtile Meinungsmache ein und nichts weiter.
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11.08.2007 23:12 Uhr von christi244
 
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Monty: Was Du schreibst ist Müll. Dieser Mediendruck, wie Du es nennst, war nur möglich durch Insiderinformationen aus der Truppe, d.h. US-Army intern. Also bleib cool.

Zudem liess sich diese Geschichte bestens verkaufen, da ja "offiziell" zwei Lager entstanden waren, nämlich einerseits die USA an sich und zweitens das europäische Lager.

Was soll dann der Satz: Durch sein Schuldanerkenntnis hat er sich ... erkauft! Hä?

Es gilt in jeglicher Form internationalen Strafrechts, dass Angeklagte bei Schuldeingeständnis ein geringeres Strafmass zu erwarten haben unter Würdigung ihrer Beteiligung an einer Sache.
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11.08.2007 23:13 Uhr von christi244
 
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Bibip: Deutsche Soldaten - manche - haben sich auf ihren Feldzügen auch nicht gerade anders verhalten. Das ist Soldateska und in jeglichen Kriegen an der Tagesordnung.
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12.08.2007 00:16 Uhr von edi83
 
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glaubt ihr eigentlich: dass dieser fall erstmalig ist? so etwas ist mit jedem soldaten passiert, der in den knast kam. vor den medien zeigt man gerechtigkeit und wenn die sache wieder ruhiger ist, dann kommen sie wieder frei.

denkt ihr, die amis machen sich etwas um die iraker? "Um das Ausmaß ihrer Tat zu verschleiern, meldeten sie offiziell den Tod eines Bombenattentäters" <- und das ist dann der standartsatz, genauso, wie es die israelis immer machen. mal ne bombe schmeisen und dann sagen: das war ein hamas-anführer. und bei den amis ist es der selbstmordattentäter.

jegliche reue und mindernde strafen sind in solch einem fall nicht angebracht, weil es hier um einen familienvater von 11 kindern geht. wer versorgt jetzt die kinder? was glaubt ihr, was die kinder werden, wenn sie erwachsen sind? ich denke mal... mitglied in einer terorristisschen vereinigung. danke usa
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12.08.2007 07:47 Uhr von christi244
 
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Edi: Tu nicht so, als ob es in Deinem Herkunftsland auch im Falle von "Mord" keine staatsanwaltlichen Deals gäbe. Diese Deals sind internationaler Rechtsstandard.
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12.08.2007 10:06 Uhr von Blade2006
 
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Und da wundern sich die Amerikaner, dass sie im Irak so unbeliebt sind.
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12.08.2007 11:51 Uhr von edi83
 
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@christi: in deutschland meinst du? ja ich denke schon. aber in deutschland gibt es, soweit ich weiß, keine soldaten, die mal so gnz aus lust und dollerei jemanden über den haufen schießen.
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12.08.2007 19:31 Uhr von christi244
 
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Nein Edi: erstens reden wir hier über Soldaten in einem Kriegsgbiet. Kein Soldat ballert irgendwo aus Jux und Dollerei herum. Passieren derartige Geschichten, so hat dies meist Gründe emotionaler Art, nämlich entweder Angst oder Wut. Ich gehe in diesem Fall von beiden Gründen aus, was absolut nichts rechtfertigt.

So, und einmal abgesehen vom Ort des Geschehens, so ist dieser nicht von Belang, da eine Tötung eine Tötung ist und auch bleibt. Der Täter gesteht oder nicht. Handelt es sich hierbei um eine Gruppe von Tätern, muss ermittelt werden, wessen Handeln zum Tod des Opfers geführt hat. Dann wird analysiert, wie weit der restlichen Gruppe Beihilfe zuzuordnen ist oder gar Mittäterschaft. Sollte dies nur schwer möglich sein, da z.B. die Gruppe schweigt, so versucht man beispielsweise dieses Schweigen durch Angebote zu brechen, die entweder Strafmilderung beinhalten oder aber sogar Strafaussetzung. Dieser GI hatte sich bereits schuldig bekannt und es scheint, dass die Gründe zu einer Verurteilung von acht Jahren ausreichten. Da aber offensichtlich über die realen Abläufe dieser Tat kaum Informationen vorlagen, um auch die restlichen Täter einer Verurteilung zuzuführen, hat man ihm, der sich von Anfang an schuldig bekannte, offensichtlich ein Angebot gemacht. Den anderen GIs sicherlich auch. Und diese Deals laufen dann so lange, bis einer der Beteiligten den Mund aufmacht. Danach ist es vorbei.

Um aber jetzt genaueres sagen zu können, bzw. um sich ein etwas stimmigers Bild machen zu können, wäre es zwingend erforderlich, auch etwas über die anderen Urteile zu erfahren. Von daher Edi, ist es Quatsch, zu behaupten, diese Fälle würden nicht ordentlich abgeurteilt. Sie werden, wenn die Möglichkeit dazu besteht.
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12.08.2007 22:34 Uhr von edi83
 
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ach komm: jetzt mach hier bitte nicht einen auf jurist oder bessermensch. was in der theorie ist, muss noch lange nicht auch in der praxis sein. den in der praxis ist es nun mal so, dass die israelis bombadieren und dann einfach einen von der hamas drunter stellen, der eigentlich garnicht existiert. und genauso ist es auch bei den amis...
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12.08.2007 22:50 Uhr von christi244
 
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Edi: ich mach keinen auf Jurist ... ich bin nämlich keiner ... ;-)

Ich glaube, Du verwechselst hier politische Spielchen - die erwähnten Geschichten von Dir sind richtig - mit dem Verhalten von Menschen in Angst und Wut.

Als politische Spielchen machen z.B. Sachen wie das WTC Sinn, aber das Abknallen eines zivilen Irakers macht absolut keinen Sinn und gibt auch nichts her, besonders in Anbetracht der um die Welt gegangenen Bilder hinsichtlich Lynn England und ihrer Kameraden im Irak.

Ebenso kannst Du Israel und Hamas nicht in Relation dazu setzen, denn auch diese Spielchen machen Sinn. Diese Spielchen rentieren sich nur, wenn damit ein relevanter Profit in irgendeiner Form erzielt bzw. ins Auge gefaßt werden kann.

Und ... in diese Spiele ist mit Sicherheit kein einfacher Soldat involviert, ich meine mit der Durchführung der selben.

So, wie Afghanistan, Irak und mittlerweile auch Nahost laufen, war es nicht angedacht ursprünglich.
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13.08.2007 08:24 Uhr von veggie
 
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"Ausschlaggebend für seine Begnadigung wäre sein kompletter Militärstatus inklusive seiner Beteiligung an der Tötung des zivilen Wehrlosen."

Dieser Satz ergibt keinen Sinn. Was ist ein "kompletter Militärstatus"? Und "inklusive seiner Beteiligung" klingt so, wie es hier geschrieben ist, als wäre die Beteiligung ein Grund für die Begnadigung.

Zitat aus der Quelle:

"Die Entscheidung sei unter anderem mit Rücksicht auf Penningtons militärische Erfahrung, seinen militärischen Rang und den Grad seiner Beteiligung an dem Verbrechen gefallen."
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13.08.2007 13:07 Uhr von Teddybaer77
 
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Mich würde mal interessieren wer noch glaubt, dass lebenslänglich in den USA was anderes ist als in Deutschland.
In beiden Ländern ist Lebenslänglich erstmal Lebenslänglich. Im Klartext heißt das, dass der verurteilte den ganzen Rest seines lebens einsitzt. Jetzt kann er aber, auch in beiden Ländern vorzeitig begnadigt werden, wenn von ihm keine Gefahr mehr ausgeht. Ob von ihm noch eine gefahr ausgeht, muss in einem revisionsverfahren gekärt werden, von dem das erste in deutschland normalerweise nach 15 Jahren eingeleitet werden kann und in den USA glaube ich nach 25 Jahren.
Diese Zeit kann allerdings vom Gericht hochgesetzt werden, wie zB. bei den inhaftierten RAF-Terroristen.
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13.08.2007 14:08 Uhr von calypso36
 
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@falke22: Nach einem Drittel der Strafe geht in Deutschland niemand aus dem Knast.

Das höchste der Gefühle ist Halbstrafe. Die wird aber prinzipiell nur bei Jugendlichen angewandt und auch nur dann, wenn es triftige Gründe gibt.
Oberste Bedingung ist eine makellose Sozialprognose. Dazu kommen dann ehrliche Reue usw.

Auch nach zwei Dritteln der Strafe gehen nur Ersttäter raus und in aller Regel nur dann, wenn sie keine Gewaltverbrechen verübt haben.

Stellt einer ein Entlassungsgesuch, ohne einen festen Wohnsitz, eine Arbeitsstelle und ein gefestigtes soziales Umfeld zu haben, kann er es knicken. Das Fehlen einer dieser Bedingungen ist bereits ein K.O.-Kriterium.

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