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Lieferte Frankreich Waffen an Libyen, damit die Krankenschwestern frei kamen?

Libyen hat bekanntlich die eigentlich zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern und den Arzt aus Palästina freigelassen. Der Sohn von Gaddafi, Saif al-Islam, behauptet nun, dies stünde mit der Lieferung französischer Waffen in Verbindung.

Frankreichs Präsident Sarkozy stritt bisher jede Beteiligung ab. Doch die EADS gab nun bekannt, der Vertrag über die Lieferung der Waffen - Panzerabwehrraketen - sei fertig. Frankreichs Opposition will das nun untersuchen.

Die Regierung behauptet, das Geschäft sei eine rein wirtschaftliche Angelegenheit. Die Opposition sagte dazu, es sei eine gute Leistung gewesen, die Gefangenen zu befreien, aber die Regierung müsse nun ihre Geschäfte offenlegen.


WebReporter: JustMe27
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Frankreich, Krank, Waffe, Libyen, Krankenschwester
Quelle: www.tagesschau.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.08.2007 22:32 Uhr von MRPink
 
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es ist ja nicht so als wäre ich nicht froh, dass die Gefangenen endlich frei sind aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Libyen erfolgreich die EU erpresst hat. Ich finde das ganz schwach von der französischen Regierung aber zur Zeit läuft eh das Spiel "Wer wird bester Freund Libyens" nur aus wirtschaftlichen Interessen.
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03.08.2007 23:04 Uhr von macmillan
 
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Natürlich, für Geld und Ruhm: werden alle guten Vorsätze vergessen, wie im alten Rom...
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03.08.2007 23:08 Uhr von christi244
 
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Pink: Träumst Du von warmen Eislutschern? Sag mal, glaubst Du jeden Müll, der im DF gesagt wird?

Der Deal an sich war keine rein wirtschaftliche Geschichte sondern auch gleichermaßen eine politische, die absolut nichts mit diesen bulgarischen Pennern zu tun hat. Das Ost-Kappesbauern derzeit im Westen boomen, mag ja sein, aber hier geht es um ganz andere Sachen, die nämlich mit der künftigen Begrenzung Europas zu tun haben und wo Libyen eine wichtige Rolle spielen wird. Übrigens nicht nur Libyen, sondern der gesamte Maghreb. Also alle Länder, die zwischen dem schwarzen Kontinent und Europa liegen.

Dieses Krankenhauspersonal diente beiden Seiten lediglich als auslösendes Moment oder gar nur als Vorschieber. Europa wird künftig sehr viel von Libyen bzw. dem Maghreb erwarten und derartige Dienstleistungen sind nun einmal teuer. Und sei Dir mal ganz sicher, dieser Deal fand keineswegs ohne gesamteuropäische Zustimmung statt.

Eines aber ist ganz sicher: Gaddhafi hockt jetzt irgendwo zwischen Tripoli und irgendeinem seiner Zelte in der großen Sirte, schlürft genüßlich seinen Whiskey und amüsiert sich gar königlich darüber, wie er die Europäer einmal mehr über den Tisch gezogen hat. Das allerdings ist mehr als klar.
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03.08.2007 23:15 Uhr von christi244
 
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Der beste Freund Libyens: wird Europa niemals werden. Zur Freundschaft gehört Achtung und Respekt. Keines von beiden wird Europa entgegengebracht, denn dazu ist es viel zu unzuverlässig und entscheidungsunfreudig.

Die besten Freunde der Libyer waren immer und sind nach wie vor die USA. Europa nimmt sich selber nicht mal ernst, wie also könnte es jemals von außen ernst genommen werden?
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04.08.2007 10:39 Uhr von edi83
 
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christi: alles schön und gut. aber was willst du uns damit sagen? ich verstehe den zusammenhang derines textes nicht :)
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04.08.2007 11:00 Uhr von christi244
 
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Edi: Was ich damit sagen will, ist, dass die hier gefeierte grandiose Meisterleistung Sarkozys nix weiter war als ein totaler Flop, bei der es letztlich nur einen Gewinner gibt ... dies ist mitnichten Europa! Und schon gar nicht la France. Die müssen sich mittlerweile nämlich in Libyen mit den Amis konfrontieren, da diese schon längst dort sind. Und Du solltest wissen, dass sich die USA und Frankreich schon lange einen indirekten Fight um Machtansprüche liefern.

Diesem Fight ist es u.a. auch zu verdanken, dass im Iran Khomeini installiert werden konnte, wobei la France natürlich das iranische Öl im Auge hatte und sich dachte: Eine Hand wäscht den Fuß. Dies aber ging bildschön in die Hose, denn niemand kam an das iranische Öl. Oder Irak und Saddam ... auch dort erlitten die Franzosen erhebliche Verluste durch ihre Fehleinschätzung. Und jetzt Libyen ? ...

Beobachte doch einmal einfach die derzeitige Reisetätigkeit der Europäer nach Tripoli ... die geben sich die Klinke in die Hand ... . Glaubst Du, die Libyer sind Deppen?

Evtl. wird Dir dann klar, was hier abgegangen sein könnte und noch abgehen wird. Ganz klar aber wird es werden, wenn der Maghreb zum Transitraum nach Europa aus Schwarzafrika wird ... . ;-)

Die Penner aus Bulgarien spielen keine Rolle ... Gaddhafi hat sich Kost und Logis gleich noch teuer bezahlen lassen und auch die Kompensation der Geschädigten hat die Libyer nix gekostet.
Hinzu kommen dann noch militärische Instandsetzung und Wartung für Null, kostenfreie oder zumindest sehr reduzierte Anlagenlieferung und, was sonst noch alles auf der Liste vom Big Mudhir stehen wird, künftig.

Was ist Dir unklar? Frag ruhig! So gut ich kann, beantworte ich Dir gerne Deine Fragen.

Eines aber solltest Du grundlegend unbeachtet lassen, nämlich das blödsinnige Gequatsche von Humanität, es spielt nicht die geringste Rolle.
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04.08.2007 17:25 Uhr von edi83
 
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das is klar: bei ländern geht es immer nur um macht und geld. das ist klar. danke für die antort )
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05.08.2007 08:17 Uhr von opppa
 
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Wir können noch froh sein, daß Ghadafi nicht von den Amis die Atombombe verlangt hat!
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05.08.2007 09:33 Uhr von christi244
 
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Oppa: Von den USA hat er gar nichts verlangt ... er gab widerstandslos und ohne was die Ölfelder zurück in die Hände der USA. Der Punkt ist, die USA respektiert er, Europa hingegen in keinem Punkt. Und hier sollte einmal der Blick auf die Gründe gelegt werden.

Kann sich eigentlich noch jemand daran erinnern, dass Saddam damals sagte in punkto Atom usw., die USA würden dort Technologie ausspionieren? Das ist nämlich jetzt eine der Sachen ... die USA sind in Libyen und EADS samt Subs bauen das Kraftwerk nach absolut neuestem Stand der Technik ... oder glaubt jemand ernsthaft, Big Mudhir würde Know How-Copying verhindern?

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