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Schweiz: Sackmesser demnächst "Made in China"?

In der Schweiz sind viele Sachen anders. Was für uns ein Taschenmesser ist, nennen die Schweizer ein Sackmesser - in Anlehnung an den Aufbewahrungsort. Das wohl bekannteste Sackmesser der Welt ist das Schweizer Armeemesser.

Die Beschaffung des "Soldatenmessers 61", so die offizielle Bezeichnung, musste nun aufgrund von WTO-Bestimmungen weltweit ausgeschrieben werden. Den Zuschlag bekam nicht der qualitativ beste Anbieter, sondern der billigste, nämlich einer aus China.

Nun reichte ein Jurist eine "Sackmesser-Petition" beim Parlament ein und empfahl die Ausschreibung umzuändern. Juristisch gesehen würde ein Messer mit arretierbarer Klinge dann zu den Stichwaffen gehören und müsste laut WTO nicht ausgeschrieben werden.


WebReporter: Faibel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: China, Schweiz
Quelle: www.taz.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2007 12:22 Uhr von gunny007
 
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nein nein nein: jetzt wird die schweiz auch schon von china infilltriert. eine schande wenn das scheizer wahrzeichen jetzt in china hergestellt werden soll.
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01.08.2007 12:29 Uhr von El Salvas
 
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Was hat die WTO: Da mit zu sabbeln ?
Das hat die WTO doch nicht zu interessieren, ob die Schweizer Armee ihre Messer daheim oder in China kauft.
Die sind doch net ganz sauber.
Was soll man denn machen, wenn man Qualität statt quantität will ?

*auf den Hinterkopf schlag, weil ich´s noch nicht check*
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01.08.2007 12:32 Uhr von Jimyp
 
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Dann kann man das gute alte MacGyver Messer also in Zukunft vergessen!
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01.08.2007 12:42 Uhr von kingkollo
 
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@el salvas: nunja...wenn einer was damit zu tun hat dann halt die "Welthandelsorginasation". ;)
Aber wie die sich erdreisten so Bsetimmungen zu verfassen ist eine wirklich interessante Frage!
Habe spontan auf Go..e folgendes gefunden:

http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/...

Ein wirklich seltsamer Verein diese WTO. Mit noch seltsameren Entscheidungen.

Aber wir werden halt nie Millionen auf dem Konto haben und einer Lobby beiwohnen. Deswegen werden wir das auch nie verstehen. ^^
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01.08.2007 13:04 Uhr von pastapizza
 
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die Welt geht flöten: wenn jetzt sogar die schweizer Taschenmesser....
In Zukunft wird dann so ein Ding wohl nur noch 30 Minuten halten, und nicht mehr 30 Jahre, wie mein Taschenmesser, welches ich als Kind bekommen habe
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01.08.2007 13:13 Uhr von Faibel
 
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@el salvas: was hat g8/heiligendamm mit einem taschenmesser zu tun?
(ok, du wirst verhaftet wenn du mit nem taschenmesser gegen einen torndo vorgehst - aber das ist ne ander sache)

das beispiel hier zeigt hier doch recht deutlich wie weit es mit der globalisierung fortgeschritten ist. hier ist es nur ein einfaches taschenmesser, woanders geht es um lebenswichtige medikamente oder um patente auf lebensformen bzw. lebensmittel.

alles wird reguliert, mit sicherheit nicht zum vorteil aller, da es sich die führenden wirtschaftsnationen (g8) rausgenommen haben die spielregeln selbst zu gestalten.

bekannterweise hat in der politik die wirtschaft ein starkes, wenn auch indirektes mitspracherecht. man muss sich nur die verpflechtung der abgeordneten mit der wirtschaft vor augen halten.

deswegen war ja auch der protest in heilgendamm so wichtig.

leider verstehen viele nicht, was globalisierung, so wie sie zur zeit durchgezogen wird, wirklich bedeutet und belächeln nur "die linken spinner" die in heiligendamm demonstriert haben.

sie werden solange lächeln, bis sie ein original schweizer armeemesser aus china bekommen - oder einfach verrecken, weil sie sich nicht mehr die (teure) medizin leisten können, die ihre krankheiten heilen könnte.

wobei wir, als g8 mitglied, noch auf der insel der glückseligen wohnen.

egal, mac gyver wäre in heiligendamm dabei gewesen - und als gewaltbereiter autonomer verhaftet worden.
dann hätte er alle verhafteten mit einer büroklammer aus den käfigen befreit. ;-)

lg
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01.08.2007 13:55 Uhr von pastapizza
 
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@ eibi4eie: ist aber leider trotzdem die Wahrheit
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01.08.2007 14:05 Uhr von Faibel
 
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@eibi4eie: die news stimmt!

hab noch andere quellen dafür, z.b.
http://www.tagesspiegel.de/...
oder
http://www.espace.ch/...

fand aber den artikel in der taz putziger. ;-9

lg
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01.08.2007 14:16 Uhr von hady
 
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Wenn das so ist werd ich ab sofort besonders gut auf meine drei echten Schweizer Taschenmesser aufpassen... sowas verliert man ja gerne mal.
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01.08.2007 14:46 Uhr von stalker_ch
 
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toll-.-: Das ist Schweizer Kultur und soll in China hergestellt werden? Super...
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01.08.2007 15:43 Uhr von atheismo
 
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Ich bin wahrlich kein Freund von Bill Gates, aber seinen Ausspruch "Making the Chinese pay for Software" finde ich langsam richtig gut!

Wie kann es sein, dass sich die ganze Welt ihre Innovationen klauen lässt, und die Chinesen bauen das alles - ohne den geringsten Skrupel oder Selbstzweifel - einfach billiger (und damit zumeist auch gefährlicher!) nach.

Man sollte die gesamte Nation zur "Sonder-NICHT-Handelszone" deklarieren.

Auf die Sch..., die die herstellen, sollten wir alle zusammen verzichten!!
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01.08.2007 16:10 Uhr von bigtwin
 
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original chinesisches schweizer armeemesser: wird es dann wohl heißen....
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01.08.2007 17:52 Uhr von El Salvas
 
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ACHTUNG FAKE NEWS: Die Wahrheit auf der Taz ist genau das gegenteil davon.
Das sind geschichten die sich die Redakteure der TAZ selber ausdenken, Teilweise um zu schauen wer diese ENTEN als echt in Umlauf bringt.

D´ough .

Ich hätt mir die Quelle auch anschauen sollen.

BTW die "Wahrheit" in der Taz is ne lustige sache.
Da kann ich nur das Wetter empfehlen, im dem es niemals um Wetter geht.

zB:"das wetter: die krücke von kai

Erst fand Kai es total doof, dass der weiße Hai ihm einen Fuß abgebissen und den...

Erst fand Kai es total doof, dass der weiße Hai ihm einen Fuß abgebissen und den dann sogar aufgefressen hatte. Doch nach einiger Zeit bemerkte er, dass die Weiber total scharf wurden, wenn sie Kaiens Krücke sahen. Es handelte, so analysierte Kai, sich dabei um eine Mischung aus Mitleid, Mutterinstinkt und Sensationssucht - und wenn Kai dann auch noch die gruselige Geschichte vom weißen Hai erzählte, dann schmolzen die Frauen unter Kaiens Händen wie Butter in der Mittagssonne. Er konnte sie alle haben! Außerdem merkte Kai nach einiger Zeit, dass er Leute mit seiner Krücke hauen konnte, und dass die dann nicht wagten, zurückzuhauen, weil er ja behindert war. Das machte Spaß, und Kai war dem Hai zutiefst dankbar."
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01.08.2007 18:06 Uhr von Faibel
 
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@el salvas: keine ente

hier noch ne paar links dazu

http://www.sueddeutsche.de/...
oder
http://www.blick.ch/...

hatte bewusst die taz als quelle genommen, da die taz den vorgang "blumiger" beschreibt.

sicherlich hast du recht, das "die wahrheit" satire ist - in diesem fall handelt es sich aber um realsatire.

lg
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01.08.2007 18:16 Uhr von Faibel
 
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el salvas: selbst auf der hp des herstellers gibt es infos dazu.
http://www.victorinox.ch/...

das schafft selbst die taz nicht, soetwas zu faken. ;-)
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01.08.2007 20:20 Uhr von El Salvas
 
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@Faibel: Stimmt da hast recht: Dann bleib ich dabei, dass die WTO nicht ganz sauber is.

Was mich wundert ist, dass die Schweizer sich sowas gefallen lassen. Was kann denn passieren wenn die Messer von Victorinox gekauft werden ? Es gibt ja schliesslich auch Leute die mehr auf Qualität stehen als auf Schund aus China ? Bzw ist es neuerdings verboten, die eigene Wirtschaft zu fördern ?
Hat hier jemand Ahnung davon, also was die Folgen angeht ?

http://www.youtube.com/...
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02.08.2007 10:08 Uhr von Bergwinkel
 
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@ hady: hab´ gerade eins beim pilze suchen gefunden. war hoffentlich nicht deins?
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02.08.2007 13:54 Uhr von Jochen60
 
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lol: Um es mal so zu sagen

... Die Spinnen die Schweitzer ...

;-)
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02.08.2007 14:44 Uhr von ArrowTiger
 
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China und WTO: Mag sein, daß es für solche Beschaffungen laut WTO weltweite Ausschreibungen geben muss. Was aber absolut perfide an der Sache ist: China ist in der WTO ohne deren Mindestanforderungen einhalten zu müssen! Anderen Ländern mit ensprechender (Lohn- und Arbeitsplatz-)Struktur wird hingegen eine WTO-Mitgliedschaft verweigert. Das ist m.E. stark wettbewerbsverzerrend. (Der Grund hierfür ist mir jedoch unbekannt. Vielleicht, um sich den chinesischen Markt nicht zu verderben...)

Als "Schweiz" würde ich in diesem Fall mit Austritt aus der WTO drohen, falls das chinesische Angebot minderer Qualität dennoch angenommen werden muss. Wer bittet entscheidet denn über die Herkunft der Ware? Der Hersteller? *rotflol*
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02.08.2007 14:52 Uhr von ArrowTiger
 
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@atheismo: -- "Wie kann es sein, dass sich die ganze Welt ihre Innovationen klauen lässt, und die Chinesen bauen das alles - ohne den geringsten Skrupel oder Selbstzweifel - einfach billiger (und damit zumeist auch gefährlicher!) nach."

Na ja, das ist kein neues Phänomen, sondern geschieht wohl in jedem wirtschaftlich auftrebendem Land. Japan hatte das früher auch so gemacht. Heute stehen sie technisch weit vorne.

Übrigens waren wir Deutschen nach dem Krieg auch die "Kopierer" im großen Maßsstab. So haben wir u.a. unser Wirtschaftswunder geschafft. :-)
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02.08.2007 19:15 Uhr von mibaum
 
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Sackmesser von Victorinox: Leute, das Armeemesser wird nun Zukünftig in China hergestellt, das gute alte Mc Giver Messer ;-) wird immer noch von Victorinox hergestellt, als Schweizer muss ich des wohl wissen *g*

Also nun mal keine Panikmache von wegen das nun als von China kommen wird, wo kämen wir dann hin mit der 1A Qualität...!

Im Dialekt sagen die Schweizer nur Sackmesser, obs ein Armeemesser oder ein rotes Victorinox "McGiver" Messer ist, ist egal bzw. nicht relevant.

Das Silberne Offiziermesser ist doch nun schon in die Jahre gekommen und wird neu Produziert, dass das nun in China ist und nicht mehr in der Schweiz bei Victorinox ist leider bedauerlich!

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