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Libyen kritisiert Bulgarien scharf wegen Begnadigung von Krankenschwestern

Wegen der angeblichen Infizierung von 400 libyschen Kindern mit HIV wurden fünf bulgarische Krankenschwestern und ein Arzt zunächst zum Tode verurteilt, dann zu lebenslanger Haft und letztendlich wurden sie begnadigt.

Die durch die bulgarische Regierung vorgenommene Begnadigung (SN berichtete) wurde jetzt durch die libysche Regierung scharf kritisiert. Libyen wirft Bulgarien "Verrat" vor. Es seien Absprachen und internationales Recht verletzt worden.

"Die Häftlinge sollten gleich bei ihrer Ankunft in eine Strafanstalt überstellt werden und nicht illegal befreit werden", sagte der libysche Außenminister und fordert die Mitglieder der Arabischen Liga auf, ihre Beziehung zu Bulgarien zu überdenken.


WebReporter: venomous writer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krank, Libyen, Bulgarien, Krankenschwester, Begnadigung
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.07.2007 22:12 Uhr von venomous writer
 
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Also aus meiner persönlichen Sicht ist dies eine absolut lachhafte Reaktion Libyens. Sie haben doch durch ihre, aus meiner Sicht illegalen, Aktion die Krankenschwestern jahrelang festzuhalten genug Kapital geschlagen. Muss die libysche Regierung jetzt auch noch vorheucheln, sie wäre bestürzt? Ich sehe nach wie vor keine großen Unterschiede zu dem Unrechtssystem der 80er Jahre.
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29.07.2007 09:30 Uhr von J.Sobieski
 
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Zeit zum handeln gekommen Zitat :" Ich sehe nach wie vor keine großen Unterschiede zu dem Unrechtssystem der 80er Jahre."
Und genau deshalb sollte die Antwort da drauf genau so wie in den guten alten 80gern aussehen ! Da war man nicht so zimperlich !
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29.07.2007 09:54 Uhr von wixbubi
 
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Ach: da kann man doch noch n Schritt weiter zurückgehen...
So wie ´45... ne Fat Man und gut is...............
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29.07.2007 14:00 Uhr von ElChefo
 
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@wixbubi: Um auf deinem Niveau zu bleiben: Bitte, wirf dich doch vorn Laster.
----
Besser gesprochen: Denk bitte erst nach, bevor du so einen Müll hier schreibst.
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29.07.2007 16:33 Uhr von christi244
 
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Nun ich kann den Libyern nur zustimmen ... halte diese Kritik aber für reines bla bla. Immerhin musste es kommen, um nicht den Geschädigten gegenüber das Gesicht zu verlieren.

Allerdings ... eines ist auch klar, die nächsten Fälle werden dann nicht mehr als Morgengabe veräußert. Der sich im Lande befindlichen Ost-Staff sei dringend angeraten, ihr Verhalten zu ändern ... ich könnte mir so auch vorstellen, dass demnächst Schwarzgeld oder Schwarzbrennerei oder Prostitution anders geahndet werden als bisher.

Ich gehe mal davon aus, dass dieser Fortgang der Geschichte auch Gaddhafi von Anfang an sehr klar war ... zumal bulgarische Gefängnisse wohl auch kein Paradies auf Erden darstellen.
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29.07.2007 16:46 Uhr von christi244
 
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Venoumus: Wenn man Situationen nicht beurteilen kann, sollte man keine "wissend erscheinenden" Kommentare schreiben.

Abgesehen davon ist es in der Tat so, dass hier internationales Recht verletzt wurde, denn Bulgarien ist rechtlich gar nicht befugt, eine Begnadigung auszusprechen. Das einzige, was es - je nach politischer Abkommen - konnte, war, diese nicht zu inhaftieren. Es fragt sich nämlich, ob ein in Libyen abgeurteiltes Vergehen nun tatsächlich auf Bulgarien übertragen werden kann oder ob nicht. Dies allerdings ist eine Frage der Vertragslage zwischen beiden Staaten. Von daher, ein abgeurteilter Libyer in Bulgarien hätte in Libyen sehr wahrscheinlich auch nicht mit Konsequenzen zu rechnen. Aber, ein libyscher Richter käme auch nie auf die Idee, diesen zu begnadigen, weil er es schlicht und ergreifend nicht könnte.

Wie aber bereits erwähnt, die sich im Lande befindliche Ost-Staff möge sich nach diesem Debakel in Libyen zusammenreißen, denn die nächsten Fälle enden mit Sicherheit nicht mit Auslieferung.
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29.07.2007 18:11 Uhr von wixbubi
 
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ElChefo: Such nach Sarkasmus bevor du schreibst,
ich bin selber nur auf das dümmliche Niveau meiner Vorposter runtergegangen
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30.07.2007 08:20 Uhr von opppa
 
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christi244: Die Bulgaren haben nun mal einen Fehler gemacht!

Sie hätten einfach den Prozess unter eigener Regie neu aufrollen können. Dabei wäre dann wohl ein Freispruch für die Krankenschwestern rausgekommen. Und die Libyer hätten dieses Urteil wohl oder übel akzeptieren müssen.

Die zwei oder drei Prozesstage hätten die Krankenschwestern dann doch auch noch überlebt!

Ich stimme mit den Libyern überein, daß sich auch eine andere Regierung gelegentlich an Abmachungen halten sollte!
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30.07.2007 14:20 Uhr von Elvy
 
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Opppa: Ein erneutes Aufrollen dieser Geschichte wäre für beide Seiten nicht besonders amüsant geworden und ich glaube, beide Seiten sind auf Schadensbegrenzung aus. Stell Dir einmal vor die Bulgaren müssten über diese Entleihverträge auf harte Devisen verzichten, die dieses Personal einbringt. Libyen ist nicht der einzige Dienstherr für diese Art Arbeitsvermittlung. Und stell Die weiterhin vor, es würde bekannt werden, dass dieses Personal in Medikamentenschwindel und Prostitution verstrickt ist und Schwarzgelderpressung.

Dann die andere Seite, nämlich die libysche Seite fände es sicherlich nicht sehr gut, wenn all diese Dinge international ans Tageslicht kämen, dass dies überhaupt in deratig großem Stil machbar ist.

Aber ein Freispruch wäre niemals dabei herausgekommen. In diesem Fall konnte sich die libysche Regierung keine Schnitzer leisten und würde es auch nicht. Ich bin mir sehr sicher, diese Sache wurde bis auf den Punkt untersucht, denn, es sind Ausländer im Spiel. Sonst hätte die Verhaftungsliste ganz anders ausgesehen.
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30.07.2007 20:00 Uhr von christi244
 
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Grüß Dich Oppa: Eine Untersuchung durch Nichtkenner der Situation im Lande hätte so gut wie gar nichts gebracht. Oppa, Du hast keine Ahnung, wie stark diese Hospital-Mafia dort unten ist.

Elvy hat es sehr gut umrissen. So sehe ich es auch. Diese Kritik war nichts weiter als eine reine "Muss"-Kritik und Gaddhafi liebt die Theatralik, von daher auch der Aufruf an die anderen arabischen Nationen. Ernsthafte Gedanken hätte ich mir gemacht ;-), wenn er nun aufgrunddessen hergegangen wäre und alle Bulgaren im Hospital-Betrieb nach Hause geschickt hätte. Aber so ... ?

Und die Bulgaren ... was meinst Du, was die noch abkassieren über die Vermittler-Agencies in Sofia?
Von den Tschechinnen weiß ich, sie bekamen in ihren Heimatländern auf ein USD-Konto monatlich 300 überwiesen + freie Kost, Unterkunft und Verpflegung + LBD 300. Den staatlichen Behörden bringen sie monatlich gut und gern das Dreifache in USD/Mann/Monat für eine Krankenschwester. Klar, dass Ärzte noch höher vergütet werden and die Agencies, je nach Fachrichtung. Jetzt rechne einmal ein mittleres Krankenhaus, von denen es einige gibt, mit einer Besatzung von 80 Leuten.

Glaubst Du ernsthaft, dass die Libyer eine derartige Untersuchung zuliessen seitens der Bulgaren? Die Straftaten wurden in Libyen begangen, folglich gilt libysches Hoheitsrecht und nicht bulgarisches. Sowas geht nur mit gegenseitigen staatlichen Abkommen. Hinzukäme die Befangenheit ... oder glaubst Du, die hätten ernsthaft gegen ihre eigenen Landsleute ermittelt? Das wäre jetzt genauso, wenn wir hier im Lande bei Ermittlungen gegen Polen, die Kaz-Brothers durch deren Polizeibehörden ermitteln ließen. Wie würde Dir das gefallen? ;-)

Nee Oppa, beiden Parteien war es von Anfang an klar, dass diese Krankenschwestern sofort nach Ausreise auf freiem Fuß bleiben würden. Von daher, wozu die Aufregung. Für Gaddhafi, der ohnedies sehr ausländerfreundlich ist, wäre es schwierig geworden, eine Erklärung dahingehend abzugeben, weshalb nach dieser Begnadigung in Sofia nicht zumindest Proteste folgten. In dem Maße kann auch er nicht gegen seine Libyer sein, schon gar nicht, da Kinder involviert sind.

Diese News in sich ist mal wieder eine typische West-News ... jede News über Paris Hilton ist im Vergleich wesentlich wichtiger als diese, selbst dann, wenn Paris nur ne Kippe ausdrückt.
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30.07.2007 20:14 Uhr von christi244
 
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Elvy: Jepp, Schwarzgeld, Prostitution, Unterschlagung und Gefährdung des Allgemeinwohles.

Ich glaube auch, dass sich jetzt die Lage wieder beruhigt hat, denn von massenhaften bulgarischen Ausreisen aus Libyen habe ich bis dato nichts vernommen ... ;-). Von daher bestätigt sich wohl unsere Sichtweise einmal mehr!

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