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Bauer behandelte rumänische Erntehelfer wie Sklaven - Nun steht er vor Gericht

Ein Landwirt aus Bayern hatte für sein Erdbeerfeld rumänische Erntehelfer eingestellt. Doch statt diese gerecht zu bezahlen, ließ er sie schwer arbeiten und sie mussten in Containern hausen. Bezahlt wurden sie sehr schlecht. Nun steht er vor Gericht.

Er behauptet jedoch, dass es keinen Arbeitsvertrag gegeben habe, sondern die Arbeiter durch einen Gesellschaftsvertrag selbständig gewesen seien. Er habe sie vermittelt bekommen. Der Vermittler sei jedoch nicht zu erreichen, so der Angeklagte weiter.

Den angeblichen Vertrag mit diesem will der Angeklagte der Staatsanwaltschaft übergeben haben, die auch in einem anderen Fall gegen ihn ermittelt. Das muss er nun beweisen. Dazu gab ihm der Richter bis Ende Juli Zeit.


WebReporter: JustMe27
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Bauer, Sklave, Ernte
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.07.2007 11:29 Uhr von JustMe27
 
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Na, der will sich doch nur rausreden. Wenn die Unterlagen tatsächlich bei der Staatsanwaltschaft sind, so müssten sie doch dem Richter nach einem Anruf zugänglich sein.
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25.07.2007 12:40 Uhr von Mistbratze
 
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typisch: Das sind die raffgierigen Bauern. Kassieren EU Agrarsubventionen in Milliardenhöhe und dann bezahlen sie nicht einmal ihre Lohnsklaven.
Einfach schäbig so ein verhalten.
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25.07.2007 13:49 Uhr von Ozora
 
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und hinzu: kommt das die rumheulen, weil die 1Euro-Jobber über die ARGE immer so gerne krank feiern, faul sind und nichts können. Bei solchen Bedingungen kann man ja nix andres machn als den Typen verklagen. Ich hoffe dieser Sklaventreiber kriegt eine hohe Haftstrafe und seine Felder sollen verrotten und vergammeln.
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25.07.2007 13:54 Uhr von Heinzen
 
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So sind sie die Großjunker. Da die Leibeigenschaft abgeschafft wurde und Kinderarbeit verboten ist, müssen halt Rumänen als Sklaven herhalten. Die Polen sind ja zu teuer geworden.
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25.07.2007 13:59 Uhr von Mistbratze
 
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@Heinzen: Nein, die Polen gehen nach Großbritannien.
Denn dort gibt es einen nicht gerade geringen staatlichen Mindestlohn.
Irgendwann werden das auch die Rumänen begreifen und dann sind wieder die "faulen deutschen Arbeitslosen" schuld. Weil diese sich nicht für eine Scheibe Brot und ein hartgekochtes Ei als Knechte zur Verfügung stellen.
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25.07.2007 14:02 Uhr von Heinzen
 
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@Mistbratze: Ich hab auch nicht anderes geschrieben...
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25.07.2007 14:16 Uhr von madmaze
 
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Polen zu teuer? Anscheind wisst ihr nicht von was ihr redet!
Der Mindestlohn für Erntehelfer ist gleich, egal ob Pole, Rumäne oder Deutscher.
Die Polen wandern ab weil in anderen Ländern beispielsweise keine sinnlosen Sozialabgaben für Erntehelfer bezahlt werden müssen, auf die sie später nicht mal Anspruch haben.
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25.07.2007 14:26 Uhr von sluebbers
 
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@mistbratze: du hast vergessen hinzuzufügen dass die feinen herren landwirte sich ohne unterlass beklagen dass das ja eigentlich gar nicht rentabel ist und man gar nichts verdient und alles vor die hunde geht - aber der neue benz, tja der muss halt sein und sitzt irgendwie immer drin...
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25.07.2007 14:33 Uhr von Heinzen
 
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@madmaze: Die Polen kriegen in Großbritannien einendreifach höheren Lohn als in Deutschland, deswegen kommen sie nicht mehr hier her. Lerne erst einmal die Fakten kennen, bevor Du rumspinnst.
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25.07.2007 14:43 Uhr von madmaze
 
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@Heinzen: also der normale Lohn in Deutschland sind 5,28Euro. Das wird auch gezahlt.
In Grossbritannien also das dreifache?
Halt ich für ein Gerücht.
Kann sein das der Lohn dort höher ist, aber zusätlich fällt die Rentenversicherung bei denen weg, auf die die Erntehelfer keinen Anspruch haben, und das ist ein Fakt und kein rumgespinne.
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25.07.2007 15:03 Uhr von sluebbers
 
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@müntesfeid: "In den 60er Jahren hat mich meine Mutter noch mit der Kanne zu unserem Bauern um die Ecke geschickt,da war es zwar etwas teurer ,aber die Milch war noch Milch."


jo, und in den 90ern bin ich direkt zum bauern, zwei liter frische vollmilch 2 mark. wie ging denn das? es ist nicht so dass ich keine landwirte kenne. ich kenne auch welche die tatsächlich finanzielle probleme haben. aber für die mehrzahl gilt, dass dort auf extrem hohem niveau gelitten wird.
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25.07.2007 15:09 Uhr von RigoBaerchen
 
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tja den bericht habe ich vor einiger zeit mal im tv verfolgt. einer von den rumänen sagte, das sie soagr in ihrem land mehr geld verdient hatten als jetzt in deutschland bei dem bauern. sie hatten in den containern unregelmäßig wasser und strom zur verfügung und die hygienischen bedingungen waren auch unter aller sau.
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25.07.2007 15:15 Uhr von Cursty1
 
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3-fach teuer: selbst wenn der Lohn 3x so hoch sein sollte wie hier, der Lebensunterhalt aber auch. da kostet z.B. eine Schachtel Zigaretten 8,50 Euroich bin fast aus den Socken gefallen, so teuer ist es da!!!
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25.07.2007 15:38 Uhr von Mistbratze
 
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@Müntesfeind: Zitat:
"Wenn es den deutschen Bauern so gut gehen würde,dann müssten sie nicht subventioniert werden
Irgenwo läuft doch was falsch,meinste nicht? ;)"

Das Problem ist eher weil die Bauern ohne Ende subventioniert werden, sind diese kaum in der Lage vernünftig zu wirtschaften. Mag sein das bei ALDI der Liter Milch 30 cent kostet. Die massive Differenz zum Aufwand bekommet er ja von der EU zugeschossen.
Fahrt mal durch die Dörfer und schaut euch mal die Häuser und PKW von den "armen Bauern" an.
Die haben gut von der deutschen Industrie gelernt. Rumjammern, lamentieren, barmen und nebenbei fette Gewinne bzw. Subventionen einkassieren.
Die Verbraucher werden für dumm verkauft und in diesen Fall mussten es die rumänischen Erntehelfer ausbaden.
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25.07.2007 16:02 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Und was haben die Rumänen jetzt davon? Schön dass jetzt Anzeige gestellt wurde und pipapo aber bis diese Menschen ihr Geld sehen wird es Dank deutschem Rechtssystem jetzt Jahre brauchen bis mal vielleicht evtl. die ersten Euros fließen, wenn überhaupt.

Bei so einer Sachlage bei der, der eine etwas behauptet was nicht sofort wiederlegt werden kann und erst geprüft werden muss, können Verfahren in die Jahrzehnte gehen.

Der ehemalige Polizist hat eben gewusst wie man es richtig macht. Er hat es mit Polen sicherlich nicht anders gehandhabt.

Aber die Rumänen tun mir schon leid, weil sie bestimmt jetzt nicht ausgezahlt wurden, wegen der Stilllegung des Betriebs, davon gehe ich aus. Für diese Menschen gleicht das einer Katastrophe.
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25.07.2007 16:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Wenn Landwirtschaft in Deutschland nicht bezahlbar ist, gehört es eben ausgelagert.

Sinn der EU ist es mitunter, dass jedes Land das macht was es als bestes kann und die Ware frei konvertierbar ist.
Wenn die Bauern in Deutschland glauben drauflegen zu müssen, trink ich auch gerne Milch aus Rumänien.
Niemand zwingt einen Bauern Bauer zu sein.
Wenn der Bauer seinen Besitz verkauft ist er nämlich in der Regel reich.
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25.07.2007 16:26 Uhr von JustMe27
 
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@ThomasHambrecht: "Wenn der Bauer seinen Besitz verkauft ist er nämlich in der Regel reich"

kannst Du umändern in:

"Wenn ein Bauer das große Glück haben sollte, jemanden zu finden, der ihm seinen Besitz abkaufen will und mit Land irgendwo in der Pampa etwas anfangen kann, könnte er, wenn er noch viel mehr Glück hat, unter Umständen zu den wohlhabenderen Menschen gezählt werden".

Mein Schwiegervater in Spe besitzt etwa 15 Hektar, was für einen Kleinbauern ein normaler Schnitt ist. Ein Verkauf würde inklusive Hof etwa 1,5 Millionen bringen. ABER: Er hat 4 Kinder, und jedes würde dann ausgezahlt werden wollen. Da bliebe zwar, abzüglich der Erbschaftssteuer, ein netter Betrag über, aber "Reich" ist etwas anderes. Und vielen kleinen Bauern geht es genauso. Sonst würden nämlich viel mehr verkaufen...
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25.07.2007 16:48 Uhr von madmaze
 
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@ ThomasHambrecht: Genau,
unkontrollierte Milch aus Rumänien, Eier aus Tschechien von Hühnern in Käfighaltung, dein Fleisch kommt lebend in einem Massenviehtransport in einen deutschen Schlachthof oder doch lieber schon tod in einem kasachischen Kühllaster.
Aber dann heulen über die schlechten Haltungsmethoden in einem russischen Schweinemastbetrieb, die armen Tiere.
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25.07.2007 22:55 Uhr von chris13585
 
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noch zu raffgierige Bayern: ich komme zwar aus dem süden unseres landes, habe aber geraume zeit in meckpom als leitende funktion in einer großen Fleisch- und Wurstfirma gearbeitet. Da kann ich nur sagen, das der Bericht auch aus dieser Firma stammen könnte. Unsere Fremdfirma die sich der günstigen Polenconnection betätigte steckte die Leute auch nur in kleine Baracken was da heisst: 20 Leute auf engstem Raum mit nur einem Bad. Ach ja, das ganze waren wirklich nur Baracken und es waren mehr als die 20 in der Firma tätig. Aber auch den Einheimischen ging es nicht wirklich besser. Drecksarbeit für wirklich misserablen Lohn. Aber auch in unserem schönen Frankfurt gibt es gewisse große Fleischkonzerne die so der Produktionsleiter wörtlich: Lieber Neger die schwere körperliche Arbeit machen lassen, die haben ja nen stärkeren Knochen- und Muskelbau als so ein Asiate
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26.07.2007 04:52 Uhr von Demy
 
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@JustMe27: seit wann hat hier in Deutschland irgendein "potentieller" Erbe VOR dem ableben des Erblassers auch nur den Hauch eines anspruches auf irgendwas?
Mit Verlaub, wenn der Hof deinem Schwiegervater gehört, dann kann er mit dem eventuellen Verkaufserlös tun und lassen was er will.
Er MUSS niemanden auszahlen.
Er kann die eventuellen 1,5 Mio € nehmen und versaufen, das nächste Osterfeuer mit anzünden.
Solange jemand lebt gibt es keine Erben, somit auch keinen Anspruch.

Ich frage mich echt woher so ein Anspruchsgedanke herkommt?
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26.07.2007 10:24 Uhr von JustMe27
 
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@denny: Du kennst die andern 3 Kinder nicht... Ausserdem würde der Vater das selbst so wollen. Aber darum gehts ja nicht, sondern nur darum, aufzuzeigen, das Bauern nicht so reich sind, wie viele zu glauben scheinen.

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