Rom: Freskomalerei als ungewöhnliches Beispiel der "verfluchten Erinnerung"
In Rom wird zur Zeit das Fragment einer Freskomalerei aus der Ära von Papst Alexander VI. ausgestellt, das als außergewöhnliches Beispiel der sogenannten "verfluchten Erinnerung" eingestuft wird: Bildteile wurden damals absichtlich zerstört.
Auf dem Fresko berühren drei Hände das Jesuskind: Zwei davon stammen von der Jungfrau Maria, die für das Bild das Antlitz von Giulia Farnese - einer der Frauen des Papstes - erhielt, die dritte stammte von Alexander VI., der vor dem Kind kniete.
Das vollständige Fresko war einst im Schlafzimmer des Papstes, der 1503 starb, zu sehen und wurde wohl im 17. Jahrhundert zerstört, um die Erinnerung an Alexander VI. und seinen ausschweifenden Lebensstil zu tilgen.