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20.07.07 18:26 Uhr
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Studie der Uni Köln erbringt Nachweis: Es gibt kein Unterschichtenfernsehen

In der Vergangenheit wurde deutschen Privatsendern immer wieder vorgeworfen, sie wollten mit ihrem Programm das Volk verdummen. Das Unwort vom "Unterschichtenfernsehen" war geboren und hält sich bis heute.

Nun haben ein Medienwissenschaftler und ein Soziologe von der Universität in Köln in einer Studie die Grundannahmen dieser Theorie wissenschaftlich untersucht. Ergebnis: Ein Zusammenhang zwischen präferierten Sendern und Bildungsstand gibt es nicht.

"Alle sehen alles, damit alle mit allen über alles reden können", erklärte der Kölner Medienwissenschaftler Dr. Jörg Hagenah. Die Studie analysierte Zahlen aus den offiziellen Reichweitenanalysen für den Zeitraum zwischen 1998 und 2004.


WebReporter: claeuschen
Rubrik:   Entertainment / TV & Radio
Schlagworte: Studie, Köln, Uni, Nachweis, Unterschicht
Quelle: www.koeln-nachrichten.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Und ich bleibe doch dabei: Das Programm von Privatsendern wie RTL ist schon eine besonders krasse Form von Volksverdummung. Dumm nur, dass auch die gebührenfinanzierten Sender wie "Das Erste" ("Das Letzte!" passt irgendwie besser) mit so lustigen Seifen wie "Marienhof" nach unten hin mächtig Konkurrenz machen. Vielleicht stimmt ja folgende Aussage: Fernsehen macht (insgesamt betrachtet) blöd! Oder gar: Das Publikum des ZDF ist genauso doof wie das von RTL, nur halt etwas älter.
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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Dann bringe ich mal ein paar Nachweise,   
 
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20.07.2007 19:09 Uhr von markus100
daß es doch Unterschichtenfernsehen gibt:

Richterin Barbara Salesch, Richter Alexander Hold, talk talk talk, 9live Gesamtprogramm, RTL 2 Nachrichten

Sowas sehen sich die Asis doch den ganzen Tag an...
Kommentar ansehen Zufall ...   
 
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20.07.2007 19:10 Uhr von Chorkrin
.. das ausgerechnet Köln auch Sitz einiger der grössten deutschen TV-Sender ist? ... hmmm...
Kommentar ansehen studie??   
 
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20.07.2007 19:24 Uhr von borgir
unfassbar sowas studie zu nennen.....diese sendungen sind und bleiben unterschichten-fernsehen....vor allem.....wer von den leuten, die arbeiten gehen, können die sendungen denn sehen wenn sie mittags laufen.....damit will ich nicht sagen, dass arbeitslose menschen assis sind oder so, war selbst mal lange genug arbeitslos. aber wer sonst kann die sendungen denn sehen??
Kommentar ansehen @chorkrin   
 
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20.07.2007 19:33 Uhr von claeuschen
Zufall, wohl kaum!
Das ist Ansiedlungspolitik und damit Wirtschaftsförderung. Für Köln ist die Medienindustrie ein wichtiger Arbeitgeber.

Überhaupt: Die Unterschicht sitzt in ganz Deutschland.

Zu den Argumenten: Die Studie hat nicht untersucht, ob es ein Unterschichtenfernsehen gibt (wäre auch schwierig, weil es müsste definiert werden). Sie hat lediglich den Vorwurf untersucht, die privaten Sender diese Schicht besonders ansprechen. Das ist wohl nicht der Fall.

PS: Ich muss einräumen, dass die Überschrift hier etwas missverständlich formuliert ist. Mir fiel nicht Besseres ein, vielleicht habt Ihr ja ne Idee.
Kommentar ansehen Nicht was man sieht ist wichtig   
 
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20.07.2007 19:44 Uhr von Monty Cantsin
Wichtig ist ob man die nötige Distanz hat, ob man erkennt welche Ziele der Sender verfolgt. Ich kann auch die BILD-Zeitung lesen um zu erfahren worüber am Stammtisch gesprochen wird. Aber wenn ich die Inhalte nicht hinterfrage (oder am besten ignoriere), lasse ich mich beeinflussen. Und dann könnte man mich zu recht als "Unterschichtenkonsument " bezeichnen. Oder anders gesagt ich wäre ein Konsument einer Unterschichtenzeitung.
Kommentar ansehen ist auch alles unfug   
 
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20.07.2007 20:17 Uhr von S8472
Der Begriff wurde doch nur eingeführt, damit sich einige klüger fühlen können und wieder einen neuen begriff haben andere zu beleidigen.
Ich habe früher auch gern mal Barbara Salesch geguckt und zähle mich nun überhaupt nicht zur Unterschicht bzw zu den "arbeitslosen Assis".
Auch meine Lieblingsserie "Star Trek" hat keinen Lehrgehalt, trotzdem gucke ich sie gern.
Als wäre TV nur gut, wenn es wissenschaftliche Dokumentationen sendet. Klar sind die Leute, die man in den Talkshow sieht meist sozial weiter unten angesiedelt, aber das waren damals die Gladiatoren und Sklaven in den römischen Arenen auch. Und auch das war ein Spaß für die ganze Familie. Nur weil man heute hinter verschlossenen Türen Fernsehen guckt und man nicht mehr sehen kann, was der Nachbar guckt, tun die meisten so, als würden nur sie das Bildungstechnisch wertvollste Pogramm sehen, am besten ARTE im O-ton. Wer´s glaubt wird seelig.

MFG kai
Kommentar ansehen also   
 
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20.07.2007 21:24 Uhr von gohanf
man sollte noch beachten, dass diese Studie nur das Programm bis 2004 berücksichtigt.
Seit 2004 hat sich das Fernsehen doch stark verändert (zum Negativen meiner Meinung nach)
Kommentar ansehen Wayne?!   
 
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20.07.2007 23:24 Uhr von Mademan
Im TV kommt zu 95% Scheisse, der Rest sind hin und wieder ein paar gute Filme und Dokus. (und Joy of Painting + Alpha Centauri!)
Kommentar ansehen gibt es denn dann ein "Oberschichtenfernsehen"?   
 
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20.07.2007 23:57 Uhr von summersunset
Ok, auch ich lasse gerne mal RTL II Exklusiv im Hintergrundlaufen und höre mit einem Ohr ein wenig zu.

Aber auf der anderen Seite möchte ich abstreiten, dass die Bildungsferneschichten (hat ja nichts mit dem Geld zu tun) Programme wie 3Sat, Phoenix, Arte o.ä. regelmäßig ansehen. Wenn sie sich nämliche regelmäßig diese Programme zugemüte führen würden, wären sie ja nicht ganz so bildungsfern. ;-)
Kommentar ansehen Tv bildet   
 
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21.07.2007 01:43 Uhr von christopherxy
Ich merke es selbst, bei mir läuft 24h Dmax oder n24 und Konsorten, bei meiner LG Talkshows und anderer Mist. Sprechen wir am Abend dann zum Beispiel mit Bekannten fehlen ihr wichtige Informationen. Gerade dieses Defizit treibt sie dazu vermehrt Dokusender etc. zu anzusehen. Wer nicht wahr haben will das man von Dokus lernt und von Talk Shows verdummt gehört wohl selbst zur geistigen Unterschicht.
Kommentar ansehen Studie?   
 
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21.07.2007 05:52 Uhr von JimmyB9
Diese Studie wurde bestimmt von Sat1 in Auftrag gegeben.Und befragt wurden wohl Bild-Leser.
Kommentar ansehen @S8472   
 
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21.07.2007 07:38 Uhr von gl4di4t0r
Also erstmal finde ich dass es keine Unterschichtensender gibt, nur Unterschichtensendungen. Die Sendungen am Mittag bis Nachmittag besitzen keinen großen intellektuellen Inhalt.
Anders bei Science Fiction, die fast immer aktuelle Probleme behandelt und sehr oft sehr stark Philosophisch ist. (Für weiter Infos zu SciFi: http://de.wikipedia.org/...)
Kommentar ansehen Studie... NACHWEIS?! es GIBT?!(Faktennennung?)   
 
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21.07.2007 12:57 Uhr von erw
Allgemein ist eine Studie nie ein Nachweis.

"Nun haben ein Medienwissenschaftler und ein Soziologe von der Universität in Köln in einer Studie die Grundannahmen dieser Theorie wissenschaftlich untersucht. Ergebnis: Ein Zusammenhang zwischen präferierten Sendern und Bildungsstand gibt es nicht."

GIBT - ES - NICHT?! Was ist das für eine Wiedergabe einer wissenschaftlichen Studie mit korrelativem Hintergrund?

Das ist wie BILD oder Politik. Studien waren, sind und bleiben immer anfechtbar. Das ist die Grundmaxime(!) aller Wissenschaft.
Kommentar ansehen erbringt Nachweis   
 
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21.07.2007 16:54 Uhr von Enny

Das ändert ja nix daran das Sat1 und Co schlechtes Programm machen das für einen intelligenten Menschen nicht ertragbar ist.
Schon das gesamte Nachmittagsprogramm kann einem intelligenten Menschen innerhalb nur weniger Minuten schwerste Schäden zufügen.
Kommentar ansehen @markus100: Du hast die Studie nicht verstanden   
 
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14.07.2010 10:23 Uhr von Schwertträger
Es ging darum, dass es keinen einzelnen Sender gibt, der sich auf Unterschichtfernsehen spezialisiert hätte. Außerdem ergab die Studie, dass alle alles sehen.

Das heisst: Deine Barbara Salesch wird auch von Akademikern, Künstlern, Philosophen und anderen, eher nicht der Unterschicht zugeordneten Personen gesehen.

Meine Ex-Freundin, Ärztin, hat z.B. das Nachmittagsfernsehen zur Entspannung geschaut, wenn sie zu der Zeit frei hatte. Eine Hausfrau und Ex-Oberschullehrerin schaut es beim Bügeln an. Usw.


Ich widerspreche Dir nicht, dass die besagten Inhalte recht anspruchslos sind, und ich widerspreche Dir auch nicht, dass die Reaktion verschiedener Bildungsschichten und Veranlagungen auf ein und denselben Sendungsinhalt höchst unterschiedlich ausfallen werden, aber angeschaut werden diese Inhalte halt von allen möglichen Leuten, womit die kein rein Unterschichtenfernsehen darstellen.

Ich hoffe, ich habe das so dargestellt, dass man mir folgen konnte.

(Ich selber habe übrigens nach wie vor keinen Fernseher).
Kommentar ansehen Wer hat die Studie finanziert??   
 
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14.07.2010 12:01 Uhr von Sleeptalker
Wenn Pharmazeutische Unternehmen für unnötige Medikamente Studien aufgeben, Fast Food Ketten Geld für Studien in der Lebensmittelbrance ausgeben um jeweils ihre Interessen durchzusetzen, dann kann es doch gut sein das RTL, Pro7, usw der Uni eine nicht unerhebliche Spende an die Uni gezahlt haben um ihr Image wieder aufzupollieren. Sozusagen wissenschaftliches Empfehlen von Fernsehschrott anders kann ich es mir nicht erklären
Kommentar ansehen Wieso eigentlich "Talkshow"   
 
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14.07.2010 14:49 Uhr von Schwertträger
>Klar sind die Leute, die man in den Talkshow sieht meist sozial weiter unten angesiedelt, <


Eigentlich nicht.
Eine Talkshow ist für mich so etwas wie "III nach neun".

Das, was da nachmittags abläuft, ist keine Takshow, sondern eine Freakshow. Getalkt wird doch da überhaupt nicht. Der Moderator ruft lediglich per Stichwortprovokation Gefühlsreaktionen ab.
Deswegen finde ich den Begriff "Talkshow" da etwas irreführend.

Echte Talkshows werden, denke ich, beileibe nicht nur von bildungsfernen Schichten angeschaut.

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