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Atomkraftwerk Brunsbüttel erneut heruntergefahren

Bereits zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen musste das Atomkraftwerk Brunsbüttel heruntergefahren werden. Auslöser waren unerwartete Werte in den Ölkreisläufen eines Transformators. Laut Betreiber Vattenfall sei dies aber nicht meldepflichtig.

Das Öl in diesem Transformator war erst 2007 gewechselt worden, nachdem ein ähnlicher Transformator im schwedischen AKW Ringhals in Brand geraten war. Die genaue Ursache für die schlechten Öl-Werte ist laut Atomaufsichtsbehörde noch unklar.

Das AKW in Brunsbüttel weist laut einem Gutachten aus dem Jahr 2006 noch circa 650 Sicherheitsmängel auf. Bei 165 dieser Mängel handelt es sich um als "prekär" bewertete Punkte, die sich beispielsweise in der Leittechnik befinden.


WebReporter: pippin
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Atomkraftwerk, Atomkraft, Brunsbüttel
Quelle: www.n-tv.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.07.2007 13:41 Uhr von pippin
 
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Mir persönlich ist schleierhaft, wie man ernsthaft die Laufzeitverlängerung für einen derart störanfälligen Reaktor fordern kann.
Was nutzt es, den CO2-Ausstoß zu verringern, wenn ein GAU "mal eben" ganze Landstriche plattmacht. Das ist zwar ein Worst-Case-Szenario, aber ausschließen kann man es offensichtlich nicht mehr.
Da nehme ich doch lieber ein paar Tonnen CO2 in Kauf.
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18.07.2007 15:30 Uhr von rheih
 
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Abschalten! Was ist jetzt wichtiger?

Das die Betreiber weiter Geld verdienen oder dass die Gesundheit der Bevölkerung geschützt wird???
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18.07.2007 15:42 Uhr von Master_Neo
 
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Wenn das nicht meldepflichtig ist selbst wenn dadurch anderswo schon der Trafo gebrannt hat. Wann wird etwas denn Meldepflichtig? Müssen wir immer erst darauf warten, dass Millionen sterben ehe reagiert wird?
Dazu nehme ich mal an, dass solche Probleme schon seit Jahren ständig vorkommen und momentan nur auf Grund der Presseaufmerksamkeit überhaupt genannt werden.

Da Stimme ich dem Autor zu: lieber CO2, gegen dass wir 50 Jahre Kämpfen, als die nächsten 70 Jahre Sperrzonen!
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18.07.2007 16:54 Uhr von HEINZMEMBER
 
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Der dritte Absatz: steht da so als wär sowas normal.

Ist es aber nicht. Und wenn auf irgend nem Wisch steht das wäre ok so, dann sollen sich die Urheber dringend auf Geisteskrankheiten untersuchen lassen.

Aber draussen hängen Plakate die den Superklimaschützer Nuklearkraftwerk anpreisen. Wärend unter unseren Ärschen tonnenweise radioaktives Gift gammelt von dem keiner weiss wann es hochkommen oder ausgespült wird um uns und alles um uns herum zu verseuchen. Entsorgung? Unmköglich. Vorrausgesetzt die Kraftwerke selbst explodieren nicht vorher.
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18.07.2007 23:37 Uhr von Morpheus1822
 
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Darf ich daran erinnern, dass die Uran-Vorkommen in ungefähr 50 Jahren bei aktuellen Verbrauch leer sind....

Das zu dem Thema zukunftsträchtige Energie. Und damit sich bei der Forschung mal was nennenswert vorbewegt, sollten die Energieunternehmen auch mal was investieren, dass ist ja eigentlich nicht Aufgabe des Staates, sondern der Industrie. Aber die stecken die Rekordgewinne ja anscheinend in die eigene Tasche...
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19.07.2007 08:21 Uhr von pippin
 
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@zuckerhut: Sicherlich ist ein kompletter Umstieg auf regenerative Energien nicht von heute auf morgen machbar. Aber wenn die Industrie "ein wenig" mehr Forschung auf dem Gebiet anstellen würde, wäre das schon ein sehr guter Schritt.
Natürlich müsste auch auf der Verbraucherseite an Einsparpotentialen gearbeitet werden.
Zusammengenommen sollte das zu einem wesentlich effektiveren Energiehaushalt führen.

Bleibt allerdings die Frage, ob die geldgeilen Manager sowas wollen. Offensichtlich ja nicht, denn das aktuelle Beispiel zeigt doch, dass den Atomfreaks Sicherheit doch völlig am Allerwertesten vorbeigeht. Hauptsache sie können mit einem längst abgeschriebenen Reaktor noch jede Menge Geld einsacken.

DAS sind die Heuschrecken in unserem Land.
Solange die Energieerzeuger nicht schlüssig belegen, wie ihre Preise zustandekommen, sind das für mich Ausbeuter.
Eigentlich müssen die sich doch gar keine Sorgen um ihr Image in der Gesellschaft machen, denn außerhalb der Atomlobby haben sie doch eh keine Freunde und somit kein Image zu verlieren.

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