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Nachträgliche Sicherungsverwahrung auch bald für Jugendliche?

Geht es nach einem Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, soll es künftig möglich sein, auch für jugendliche Straftäter eine nachträgliche Sicherungsverwahrung zu verhängen.

Welche jungen Straftäter dafür in Betracht kommen, soll aber vorher von Sachverständigen genau geprüft werden. "Dabei kommen nur Täter in Betracht, deren Opfer schwere körperliche oder seelische Schäden erlitten haben", sagte die Ministerin.

Voraussetzung für die nachträgliche Sicherheitsverwahrung ist, dass ein Jugendlicher zu einer mindestens siebenjährigen Jugendstrafe für eine Straftat verurteilt wurde. Einige Landesminister fordern aber, diese Mindeststrafe auf fünf Jahre herunter zu setzen.


WebReporter: Tira2
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jugend, Jugendliche, Nacht, Sicherungsverwahrung
Quelle: www.n-tv.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.07.2007 13:28 Uhr von Tira2
 
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Also, ich persönlich halte von Sicherungsverwahrung überhaupt nichts, schon gar nicht für Jugendliche, die mal eine Verfehlung begangen haben. Damit wird dem Jugendlichen auch jede Motivation genommen, sich zu ändern. Niemand hat das Recht, einem Menschen auf Dauer die Freiheit zu entziehen. Wenn man so argumentiert, müsste man alle Leute präventiv wegsperren!
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18.07.2007 15:05 Uhr von Jimyp
 
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@Tira2: "Niemand hat das Recht, einem Menschen auf Dauer die Freiheit zu entziehen. Wenn man so argumentiert, müsste man alle Leute präventiv wegsperren!"

Wieso müsste man alle Leute präventiv wegsperren? Es geht hier um Schwerverbrecher. Das Jugendstrafrecht ist in Deutschland viel zu lasch und der nächste Schritt müsste die Herabsetzung der Strafmündigkeit auf 10 Jahre sein.
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18.07.2007 15:09 Uhr von terrordave
 
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@autor: nix präventiv, hier geht es um nachträgliche sicherungsverwahrung. hast du die news nicht selbst geschrieben? und außerdem: der staat hat das recht einem menschen auf dauer die freiheit zu entziehen! gerade erst hab ich was gesehen wo einer aus dem knast ist (saß 20 jahre wegen mordes) und dann hat er gleich den nächsten umgebracht.

sicherungsverwahung muss auch für notorische jugendliche kriminelle gelten können
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18.07.2007 15:11 Uhr von carry-
 
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@tira2: hier geht es nicht um verfehlungen, sondern um schwerverbrechen! ein guter schritt in die richtige richtung, aber bei weitem noch nicht genug.
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18.07.2007 15:12 Uhr von se2011
 
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@Jimyp: Schon mal was von Resozialisierung gehört?
Ich gebe dem Autor Recht. Jeder Mensch sollte die Chance haben sich zu bessern anstatt lebenslang auf den Tod zu warten.
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18.07.2007 15:43 Uhr von Jimyp
 
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@se2011: Diese Sicherheitsverwahrung soll ja nicht bei jeden angewendet werden sondern ausschließlich bei besonders schwerer Fällen. Und wer mehrere Menschen umgebracht hat, so wie aktuell der Fall aus Mecklenburg, der hat keine Chance mehr verdient!
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18.07.2007 15:59 Uhr von Jimyp
 
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18.07.2007 16:06 Uhr von wellenhuber
 
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Sicherungsverwahrung: für Jugendliche geht an der Realität vorbei, widerspricht jeglichen Erfahrungswerten. Einem Jugendlichen eine Haftstrafe von 7 Jahren aufzubrummen ist schon ein Hammer. Was muß der denn da vorsätzlich getan haben? Dann noch Verwahrung? Ein Mensch verändert sich im Alter von ca 15 bis 25 Jahre entscheident. Man würde ihm die Möglichkeit auf eine positive Veränderung durch ein solches Gesetz einfach entziehen. Völliger Blödsinn. Allein die Idee macht mich richtig sauer.
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18.07.2007 16:17 Uhr von Tyfoon
 
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@ Jimyp: Deinem Standpunkt schließe ich mich einfach mal wortlos an. Es muß endlich etwas geschehen!
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18.07.2007 16:25 Uhr von Jimyp
 
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@Tira2: Egal was jetzt genau das Motiv war, die haben dieses Ehepaar einfach nur niedergemeltzelt.

"(1) "Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit (...)
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich."

Vor allem Punkt 2! Wer anderen dieses Recht nimmt, hat meiner Meinung nach selbst kein Recht mehr darauf.

Es geht hier nicht um ne einfache Körperverletzung oder Diebstahl, sondern um einen bestialischen Mord.
Hier wird niemand auf Verdacht weggesperrt, denn die Tat wurde schon begangen!
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18.07.2007 16:55 Uhr von Jimyp
 
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@Tira2: Siehe Beitrag von Gedeon!
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18.07.2007 22:01 Uhr von Jimyp
 
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@Tira2: Dadurch wird die restliche Gesellschaft vor denen geschützt und darum geht es bei der Sicherheitsverwahrung. Straftäter, die nach ihrer abgesessenen Strafe weiterhin gefährlich sind, müssen auch weiterhin in Haft bleiben. Es geht hier nicht um Statistiken, sondern um Menschenleben!
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19.07.2007 10:31 Uhr von toffa
 
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Tira: "Dieses Gesetz ist sinnlos, weil nicht Vorbestrafte hemmungslos weiter morden können."

Alleine dieser Satz zeigt, dass du relativ wenig Ahnung hast ... wie kann man WEITER morden, wenn man vorher noch nicht gemordet hat?

Jemand, der der Allgemeinheit demonstriert, dass er seine (in allen Menschen vorhandenen) Aggressionen nicht unter Kontrolle halten kann, der muss dann eben so lange in Haft bleiben, bis man sich sicher ist, dass er kein Risiko mehr darstellt ... dieses ewige Beweinen der Täter geht mir eh auf den Senkel, man kann jemanden nicht aus der Haft entlassen, wen er einen Mord begeht, in der Haft sämtliche Therapieangebote ausschlägt und man nach psychologischer Begutachtung der Meinung ist, dass er weiter ne erhebliche Gefahr ist


"Für solche Fälle ist doch eine NACHTRÄGLICHE Sicherungsverwahrung völlig wirkungslos, davon werden doch die Opfer nicht wieder lebendig...???"

Dann können wir jede Art von Strafe abschaffen, denn an der Tat ÄNDERN tut kein Strafgesetz der Welt etwas, das ist aber auch gar nicht der Sinn von Strafe


Dein "Argument", dass jeder Mensch gefährlich ist, ist zwar richtig, aber vollkommen fehl am Platze, weil sich Strafrecht nunmal nur mit STRAFTÄTERN befasst

"Niemand hat das Recht, einem Menschen auf Dauer die Freiheit zu entziehen"

Doch, hat man im Notfall schon. Aber kein Mensch hat das Recht, jemanden zu ermorden, danach weiterhin gefährlich zu bleiben und dennoch in Freiheit zu kommen. DAS wäre ein Verbrechen des Staates an der Allgemeinheit

"Damit wird dem Jugendlichen auch jede Motivation genommen, sich zu ändern"

Blödsinn, die Sicherungsverwahrung würde ja nur angeordnet werden, wenn er sich nicht ändert, eben wenn er gefährlich BLEIBT. Du verdrehst hier Ursache und Wirkung
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19.07.2007 10:59 Uhr von toffa
 
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Nachtrag: Ganz abgesehen davon, dass nach diesem Gesetzesentwurf die Vorraussetzung für diese Sicherungsverwahrung eine Jugendstrafe von mind. 7 Jahren (!!!) ist ... und der Anteil so hoher Jugendstrafen an allen Urteilen gegen Jugendliche liegt irgendwo im niedrigen Promillebereich, wir reden hier also nicht über Ladendiebe, Leute, die mal nen Mitschüler verdroschen haben, Schwarzfahrer oder nen Erpresser aufm Schulhof, sogar wohl nicht einmal über einen jugendlichen Vergewaltiger (da kriegt man als Erwachsener ja kaum 7 Jahre oder mehr ...), sondern praktisch ausschließlich über jugendliche Mörder
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19.07.2007 11:42 Uhr von Jimyp
 
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@Tira2: "laufen immerhin in Deutschland rund 80 potentielle Mörder herum - und was machst du bitte mit denen...?? Warum dürfen die ihre Gewalt frei ausüben...??? Wer schützt deren Opfer...???"

Darum geht es hier absolut nicht! Wir sind nicht im Minority Report! Noch mal....es geht um Verbrecher, die zu gefährlich sind, um sie nach ihrer Haftstrafe auf freien Fuß zu lassen!
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19.07.2007 11:47 Uhr von toffa
 
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Tira: "Die paar könnte man also auch so gaz gut beobachten und quasi auf "Bewährung" freilassen."

In der Regel werden Jugendstrafen ja auch recht früh zur Bewährung ausgesetzt aber eine Entlassung von hochgefährlichen jugendlichen Mördern scheitert meines Erachtens daran, dass zum einen eine 24/7 - Überwachung nie oder zumindest kaum lückenlos möglich ist und zum anderen, dass es eines ungeheuren personellen Aufwands bedarf. Und die Konsequenzen eines Versagens dieses Überwachungsnetzes wären mir ehrlich gesagt zu schlimm.

Es gibt ein breitgefächertes Spektrum an Maßnahmen, die man gegen einen straffällig gewordenen Jugendlichen ergreifen kann, und die Jugendstrafe ist ja ohnehin nur ultima ratio, aber ich denke, man sollte der Strafjustiz die notwendigen Mittel an die Hand geben um zB im Vollzug dem Jugendlichen, der etwa Therapieangebote ablehnt, sich feindselig verhält ... sozusagen die Pistole auf die Brust setzen zu können, so dass der Typ eben nicht sagen kann, "ich sitz die Zeit hier ab, die können mich mal, in ein paar Jahren bin ich hier eh wieder raus, was soll ich mich ändern?"
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19.07.2007 14:13 Uhr von toffa
 
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Aguirre, Zorn Gottes: "Und der Staat ist mit solchen Gesetzen auf dem besten Weg, unseren Kindern das Recht auf Entwicklung in Freiheit "kaputtzumachen"!"


Oh Mann ... wenn ich so richtig drüber nachdenke, dann komm ich irgendwie zu der Ansicht, das jemand, der einen Menschen ermordet, evtl selbst schuld daran sein könnte, dass er nicht mehr in Ruhe und Freiheit leben kann ... aber ist schon klar, an einem Mord ist jeder schuld, nur nicht der arme Mörder ...

"Jugendliche sind in erster Linie Kinder"

Da fehlt aber was: jugendliche Mörder sind in erster Linie Kinder bzw. Jugendliche und in zweiter Linie Mörder ... und dafür müssen sie zur Verantwortung gezogen werden, und wenn sie nach Verbüßung ihrer Strafe immer noch eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen, dann müssen sie eben in die Sicherungsverwahrung

"Dieser Staat ist auf dem besten Weg in die Diktatur."

Und als Krönung für deinen undurchdachten, widersinnigen post holst du auch noch die Totalitarismuskeule aus dem Keller ... solche User hab ich am liebsten ...
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19.07.2007 19:25 Uhr von grabenkämpfer
 
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Sicherungsverwahrung für Jugendliche: sollte so schnell wie möglich eingeführt werden.
Das muss für alle Schwerverbrechen ohne Ausnahne erfolgen
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19.07.2007 19:38 Uhr von wellenhuber
 
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grabenkämpfer: traust Du Dir zu, von Fall zu Fall zu entscheiden? Glaubst Du, Du könntest mit dieser Last fertigwerden? Ich denke, nein. Du kannst sowas nicht einfach in den Raum hauen, alle Schwerverbrecher wegsperren und so. Jeder hat ein Schicksal, das ihn geformt und gemacht hat. Du kommst einfach nicht drumherum, dir jeden Fall einzeln anzuschauen, zu bewerten und erst danach zu urteilen. Das ist so.
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19.07.2007 20:02 Uhr von wellenhuber
 
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Ich muß: Dir recht geben. Das stimmt. All zu oft wird genauso geurteilt, wie Du es beschrieben hast. Und gerade bei Wiederholungstätern kotzt mich das besonders an. Und trotzdem: lass mal die Härtefälle beiseite. Die meisten sind tatsächlich noch (auch wenn Dich das jetzt wieder nervt) Kinder. Und die haben zumindest die Chance, die Chance sich zu verändern. Hast Du Dich und Deine Weltanschauung nicht auch in diesem Alter verändert, vielleicht sogar mehrfach? Gehört doch zur Entwicklung dazu. Man kann doch versuchen, dieses in die richtige Richtung zu lenken. Aber ich bin wirklich nicht "blauäugig".

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