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Büste von Hitler-Attentäter Stauffenberg im Deutschen Bundestag verschwunden

Die Büste von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 als Widerstandskämpfer hingerichtet wurde, ist im Bundestag verloren gegangen. Die Büste ist ein Abguss des Bildhauers Frank Mehnert alias Viktor Frank, der 1943 in Russland fiel.

Nach dem Krieg wurde dem Bundestag ein Büstenabguss durch Klaus Mehnert (Franks Bruder) übergeben, was er in seinen Memoiren dokumentierte. Auf den Verlust machte Thomas Karlauf, Autor der Biografie über Stefan George, durch eine Anfrage aufmerksam.

Karlauf erkundigte sich beim Bundestag nach der Büste im Rahmen seiner Biografie-Recherchen und wurde vom Kurator der Kunstsammlung, Andreas Kaernbach, hingewiesen, dass ihm keine Unterlagen über den Besitz der Büste vorliegen.


WebReporter: hrungnir1
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Deutsch, Bundestag, Adolf Hitler, Attentäter, Büste
Quelle: www.spiegel.de

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.07.2007 21:36 Uhr von hrungnir1
 
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Im Grunde genommen eine Riesenschlamperei, sollte die Büste wirklich dem Bundestag übergeben worden sein. Zum Glück existiert noch ein 2. Abguss.
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17.07.2007 21:48 Uhr von Jimyp
 
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Tom Cruise hat sie!
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17.07.2007 21:50 Uhr von ciaoextra
 
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Peinlich: egal wessen Büste das ist - so etwas dfarf einfach nicht verschwinden. Das gehört dem Volk und folgedessen haben die Pinsel da in Berlin darauf aufzupassen.
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17.07.2007 22:04 Uhr von Pinok
 
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was ist eine brüste?
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17.07.2007 22:11 Uhr von JCR
 
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Ein Dieb im Bundestag?? Na, da kommen ja einige in Frage ;-)
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17.07.2007 22:45 Uhr von Homechecker
 
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@pinok: öhm keine ahnung oder der newsschreiber sich verschrieben hat und es geändert wurde


oder einfach nur das du Büste mit B(r)üste verwechselst
Büste: http://de.wikipedia.org/...
Brüste:http://de.wikipedia.org/...
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17.07.2007 23:17 Uhr von WarezHunter
 
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Und nun? Warum steht so ne Statue eigentlich noch darum???

Des war vor 60 Jahren und nun gehört dieses Thema nicht mehr in irgendwelche Schlagzeilen (auch wenn es Verräter warn)

Was wäre eigentlich passiert wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten??
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17.07.2007 23:42 Uhr von T.P.
 
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Dort verschwindet auch Steuergeld da ist so ne Büste das kleinere Übel.
Zu dumm das der Bundestag nicht verschwindet...während einer Tagung. Wäre interessant zu sehen ob sich deswegen jemand aufregen würde.....schätze eher nicht !
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18.07.2007 07:52 Uhr von pirata
 
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Ne Büste von nem Nazi hat: im Bundestag nichts zu suchen. Hoffentlich kippte sie ne Putze auf den Müll.
Kann man endlich mal aufhören, Stauffenberg als Antifaschisten zu beweihräuchern? Der glaubte noch an den Endsieg, als Millionen von Juden durch den Schornstein gingen. Ekliger Kerl. Die Engländer wussten, warum sie ihm nicht trauten.
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18.07.2007 08:45 Uhr von d-fiant
 
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euch ist schon klar dass es keine Hitler-Büste war sondern eine des Attentäters, also bestimmt keines überzeugten Nazis?
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18.07.2007 08:47 Uhr von Kloppinho
 
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so unrecht hat pirata nicht: ich kann die gloriefizierung von Stauffenberg und co auch nicht ganz nachvollziehen, denn meiner Meinung nach waren sie dem Regime treu und überzeugt von dem was sie getan haben so lange es vorwärts ging, aber als die Niederlage sich immer deutlicher abzeichnete wollte man sich mit dem Attentat dem Eid entziehen und den Kopf damit aus der Schlinge, es gibt Leute die nennen sie Helden, aber auch welche die noch 1944/45 im Kriegsgraben lagen denken da wohl anders drüber, für diese Leute dürfte es wohl Verrat sein
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18.07.2007 08:51 Uhr von lonezealot
 
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@pirata: Top. Besser kann man das in der Kürze nicht sagen.

Aber sonst gab es eben keinen den man als Widerstandskämpfer derart vorzeigen kann.
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18.07.2007 09:44 Uhr von guaranajones
 
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@pirata: yep. so siehts aus.
aber wieder ein geschicktes beispiel gelungener medienmanipulation. :D

-g-
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18.07.2007 09:44 Uhr von Mi-Ka
 
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pirata & lonezealot: Das ist es doch gerade.
Er war kein Linker kein Jude oder sonst einer, der per se gegen das Regime hätte sein müssen.
Er hat anfangs mitgemacht und soweit ich weiss, streitet das niemand ab, aber er hat dann gesehen, wohin das führt und hat daraus seine Konsequenzen gezogen.
Die Verschwörer, die daran beteiligt waren, waren alles Soldaten, Konservative aber wie schon geschrieben ist es auch, was es ausgemacht hat.
Ob es die sich deutlich abzeichnende Niederlage war, die sie dazu gebracht hat?
Vermutlich auch (weil sie hier das Monströse Hitlers gesehen haben).
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18.07.2007 11:03 Uhr von lonezealot
 
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@Mi-Ka: "Er hat anfangs mitgemacht und soweit ich weiss, streitet das niemand ab, aber er hat dann gesehen, wohin das führt und hat daraus seine Konsequenzen gezogen."

Richtig, aber erst als der Krieg schon Gange war und jedem klar war das er nur verloren werden kann.

"Vermutlich auch (weil sie hier das Monströse Hitlers gesehen haben)."

Innenpolitisch wurde die Idee des Nationalsozialismus grossteils bejaht. Der Rassegedanke wurde von ihnen als gutund gesund angesehen, nur hielten sie die Durchsetzung für zu "überspitzt und übersteigert", das sagt Berthold von Stauffenberg, der Bruder von Claus.

Würde man das heute heute so ausdrücken, gäbe es nicht allzuviel Widerstand.

Ansonsten, stimme ich Dir natürlich auch zu.
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18.07.2007 11:16 Uhr von One of three
 
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Ja ja Wer denkt eigentlich ernsthaft, dass Stauffenberg ein Unrechtregime stürzen wollte?

Ihm und seiner Gruppe ging es weder um die KZ´s noch um die Beseitigung des Nationalsozialismus. Man wollte einzig und allein die Führung des Landes übernehmen, um die totale Niederlage abzuwenden.
Die Beseitigung der Führungsriege (nach Hitler dann Himmler usw) fusste nicht auf begangenem Unrecht, sondern auf Eliminierung eines politischen Gegners.
Des Weiteren darf man nicht übersehen, das Stauffenberg und seine Gruppe alleine vom "Stand" her in keinster Weise eine Demokratie anstrebten, wie es so mancher heute gerne glaubt ...

Das Problem mit Stauffenberg heute ist, das es keinen ähnlich populären Attentäter gab.
So muß dieser nun für das gute Gewissen des Nachkriegsdeutschen herhalten - und wurde dementsprechend aufgebaut.

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18.07.2007 11:42 Uhr von exekutive
 
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zum glück: denn es wäre ein widerspruch bzw. arg scheinheilig wenn ausgerechnet die stauffenbergbüste im bundestag steht...

dann schon lieber in einem museum für die bürger zu gänglich...

jaja.. der 20 juli.. wenigstens haben wir einen tag im jahr, welcher dem widerstand gilt
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18.07.2007 12:21 Uhr von lonezealot
 
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@One of three: "Des Weiteren darf man nicht übersehen, das Stauffenberg und seine Gruppe alleine vom "Stand" her in keinster Weise eine Demokratie anstrebten, wie es so mancher heute gerne glaubt ..."

Eindeutig richtig, die Stauffenbergs waren alter deutscher Militäradel.

"Das Problem mit Stauffenberg heute ist, das es keinen ähnlich populären Attentäter gab."

Es gab da immer wieder Versuche aber die waren dilletantisch.

"So muß dieser nun für das gute Gewissen des Nachkriegsdeutschen herhalten - und wurde dementsprechend aufgebaut."

Sehr richtig, aber in der Schule wird er den Kindern als Held verkauft.

Nemen wir das Gute, er wollte zumindest die Bestie Hitler töten.
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18.07.2007 12:38 Uhr von J.-Niels
 
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Ich wußte es doch die gewählten Vertreter unserer Regierung klauen alles was nicht niet und nagelfest ist.

Darum sehen die Jacken unsere KANZLERIN immer so ausgebeult aus.
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18.07.2007 13:19 Uhr von One of three
 
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@ lonezealot: "Nemen wir das Gute, er wollte zumindest die Bestie Hitler töten."

Naja, es wäre dann der Initiator verschwunden. Leider trifft es überhaupt nicht zu, das damit alle Probleme beseitigt gewesen wären. Der NS-Wahn war mittlerweile von den meisten relevanten Führungspersonen derart verinnerlicht, das man sehr viele Führungspersonen hätte beseitigen müssen. Damit wäre das deutsche Reich allerdings politisch und juristisch lahmgelegt - was Stauffenberg & Co. nicht anstrebten. Denen ging es um den Schutz des Reiches vor der totalen Niederlage - Teilfrieden im Westen und gemeinsam gegen die Bolschewisten. Die Gruppe war der Meinung, ein neuer Kanzler wäre dafür ausreichend...

Betrachtet man die Dinge mal etwas genauer, so kommt man zu dem Schluß dass selbst Hitlers Tod kaum etwas geändert hätte. Alleine die Strukturen unter Himmler und Goebbels (Propaganda!) waren viel zu mächtig, um die Stauffenberg-Gruppe erfolgreich sein zu lassen.
Es hätte einen "Hitler-Ersatz" gegeben - im Sinne der Nationalsozialisten. Das Propaganda-Genie Goebbels hätte zudem eine Steilvorlage erhalten, um das deutsche Volk noch inniger (ging es überhaupt noch inniger?) an die Nationalsozialisten zu schweißen und Himmler hätte noch weit mehr Gegner oder Unbequeme liquidieren können.
So schlimm es auch ist/war - die absolute totale Niederlage war wohl die einzige Möglichkeit, den Nationalsozialismus zu beenden.
Stauffenberg hätte nichts verändert - im Gegenteil, es spricht manches dafür, dass es noch schlimmer geworden wäre.
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18.07.2007 13:27 Uhr von lonezealot
 
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@One of three: Kurz gesagt, ich befürchte du hast recht.
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18.07.2007 13:36 Uhr von One of three
 
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@ lonezealot: Egal - bei der heutigen deutschen Hitlerfixierung (Er allein war alles Schuld und überhaupt) ist es vielleicht angebracht, Stauffenberg wohltuend in Erinnerung zu halten ...
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18.07.2007 16:03 Uhr von Kampfpudel
 
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Heute würde man Leute wie von Stauffenberg Terroristen nennen. Damals war´s natürlich für eine gute Sache... *lol*

@lonezealot

"Aber sonst gab es eben keinen den man als Widerstandskämpfer derart vorzeigen kann."

Gab es, nur daß Kommunisten in der kapitalistischen Welt eine eher begrenzte Akzeptanz genießen und anscheinend nicht vorgesehen sind, in die Annalen der Geschichte einzugehen. Daher müssen eben ein paar Adlige als Weltenretter herhalten, schließlich bedeutet Adel nobilitas, also "Berühmtheit" und es lassen sich noch einige andere ehrenhafte Begriffe aus dem Lateinischen ableiten...

http://www.planet-wissen.de/...
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18.07.2007 16:23 Uhr von lonezealot
 
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@Kampfpudel: Wenn man mal sieht welche minimalen Sicherheitsvorkehrungen hatte, dann fragt man sich warum es keine Leute gab die diese Schwachstellen ausgenutzt haben.

Hitler fährt im offenen Wagen durch die Menge, eine Einladung für jeden nur halbwegs guten Scharfschützen, und es gab gut.

Bei Heydrich war der Hinterhalt gut geplant und gelegt, natürlich mussten dafür mussten die Männer über 15 Jahren im Dorf Lidice "büssen".

Aber gut, es ost müssig darüber zu spekulieren, trotzdem interessant.
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18.07.2007 22:22 Uhr von who_cares
 
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Bei der Bundeswehr verschwinden doch auch Sachen…: … oder wie war das?
Ist also anscheinend nichts ungewöhnliches, dass Staatsorganen Sachen abhanden kommen…

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