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Japan: Verteidigungsminister verteidigt US-amerikanische Atombombenabwürfe

Mit einer Rede an der Universität von Chiba hat der japanische Verteidigungsminister Fumio Kyuma einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Kyuma sagte, dass die Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki das Ende des Krieges schneller brachten. Es habe schon vor den Abwürfen festgestanden, dass Japan kapitulieren werde.

Weiter sagte er, dass die schnelle Kapitulation, die durch die Atombombenabwürfe ausgelöst wurde, verhinderte habe, dass es zu einem Einmarsch der Sowjetunion in Japan gekommen wäre.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Japan, Verteidigung, Verteidigungsminister, Atombombe
Quelle: de.news.yahoo.com

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30.06.2007 19:45 Uhr von Bill Morisson
 
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Damit hat sich der gute Mann wohl bei ca. 98% aller Japaner zu Recht unbeliebt gemacht.

Angriffe mit Atombomben sind NIE auch nur im entferntesten gerechtfertigt!
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30.06.2007 19:52 Uhr von JCR
 
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er erzählt Unsinn. Und sollte das eigentlich auch bemerken.
Die japanischen Streitkräfte waren keineswegs in der Lage, eine Invasion noch lange zu verzögern und Verhandlungen wären in dieser Situation sicher eine bessere Alternative gewesen als der nukleare Erstschlag.

Menschenrecht- und Unrecht sind feststehende Begriffe und auch für Amerikaner und Japaner nicht verschieden.

Herr Kyuma möge dann doch bitte einmal zu den noch lebenden Opfern der Angriffe gehen und ihnen verkünden, dass das schon seiner Ansicht nach so richtig ist.
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30.06.2007 20:44 Uhr von ciaoextra
 
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Ob der gute Mann: Jemals einen Überlebenden (oder dessen Nachfahren) getroffen hat? Ich wage es zu bezweifeln, denn dann hätte er einsehen müssen, dass Atombomben nie und nimmer eine Lösung sein können. Es gibt noch Überlebende satt und genug; mit denen sollte er mal reden gehen oder mit deren bis ins Erbgut geschädigte Kinder, Enkel und Urenkel.
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30.06.2007 20:56 Uhr von ElChefo
 
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...auch wenn ich den abwürfen eigentlich ablehnend gegenüberstehe und sie als menschenverachtendes kriegsverbrechen ansehe, muss man doch anmerken, das es stimmt, das die vernichtung der beiden städte den krieg verkürzt haben. und die invasion der sowjets auf die japanischen inseln im vorfeld verhindert haben.
stellt euch vor, tokyo als pazifisches berlin. wieviel schlimmer hätte es im kalten krieg werden können?
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30.06.2007 21:15 Uhr von fire2002de
 
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Angriffe mit Atombomben sind NIE auch nur im entferntesten gerechtfertigt!

seh ich auch so !
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30.06.2007 22:06 Uhr von FirstBorg
 
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vergangenheit ist vergangen: Warum sollte man die heutigen Generationen für die Taten ihrer Eltern oder sogar Großeltern hassen? "Wir" können ja nichts dafür was unsere Vorfahren gemacht haben. Von daher finde ich es in dem Sinne schon Vorbildlich das die USA und Japan inzwischen dicke Freunde sind anstatt sich immernoch auf primitivster Ebene zu hassen.
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01.07.2007 01:13 Uhr von Curse
 
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@ JCR

Schwachsinn. Es standen knapp 30 japanische Divisionen bereit, die Bevölkerung hat sich ja z.B. auf Saipan auch entweder durch Suizid oder durch aktive Verteidigung hervor getan...

Die USA rechneten mit bis zu 350.000 Toten auf beiden Seiten, das war nicht diskutabel. Alleine Okinawa brachte Japan ca. 110.000 Tote und das interessierte dort niemanden.

@ Bill Morisson

Wenn man 3 Mrd Menschen töten muss, um 3,5 Mrd zu retten, ist das legitim. Das ist eben das Kosten/Nutzen-Verhältnis.

@ Terrorstorm

Warum? Japan war expansionistisch, hat Krieg mit nahezu allen Ländern in Asien angefangen und am Ende den Preis gezahlt. Die Japaner sind nicht dumm, warum sollten sie nachtragend sein.

@ Müntesfeind

Halb richtig. Die ABombe auf Hiroshima war die 2., vorher fand eine Testexplosion statt.
Man hat nach der ersten Atombombe Japan Verhandlungen angeboten, die aber von der Militärregierung nicht akzeptiert wurden.

Selbst nach dem 2. Abwurf auf Nagasaki war die Militärführung nicht bereit, bedingungslos zu kapitulieren. Erst als verbreitet wurde, dass das 3. Ziel Tokyo sein wird, hat Kaiser Hirohito ein Machtwort gesprochen und den Krieg zur Beendigung geführt.

@ Ciaoextra

Vielleicht hat er mit den amerikanischen Hinterbliebenen geredet oder mit denen diverser asiatischer Völker, welche von Japan zu perversen Tests missbraucht wurden.
Immer bedenken: Japan hat den Krieg angefangen, nicht nur mit den USA, sondern mit halb Asien.

@ fire2002de

Das ist die Meinung aus dem Jahre 2007. 1945, nach vier Jahren brutalst möglichem Krieg, sahen die Leute das anders. Vor allem die amerikanische Führung wollte einfach nur noch ein schnelles Ende des Krieges - Japan hätte schon nach dem Fall von Iwo Jima, spätestens aber nach Okinawa aufgeben müssen. Gelegenheiten und Angebote der USA sowie anderer Länder gab es genug.

@ Chorkin

Kleine Korrektur: Die UdSSR hat von den USA div. Schiffe für ihre Pazifikflotte bekommen, darunter auch Landungsboote. Es gab ja auch div. Geländegewinne der UdSSR gegen Japan nach dem Kriegseintritt.

@ Urinstein

Richtig, die USA wussten ja bereits 1932 (als Japan den Krieg im Pazifik anfing), dass sie 1943 die Atombombe anfangen werden zu entwickeln. Natürlich, deine Argumentation klingt sehr logisch.

Und aus "Neugier" hat man das nicht getan. Man wollte Japan zeigen, dass man in der Lage war, es in kurzer Zeit vollständig zu vernichten. Die jahrelangen Massenbombardements haben dies ja nicht erreicht.

Und wozu Clusterbomben und Phosphorwaffen testen? Diese Dinge sind seit dem Vietnamkrieg erprobt und werden, bevor sie gekauft werden, ausgiebig getestet. Dazu braucht man keinen Krieg gegen kaum wehrfähige Gegner.
Und wann haben die USA "Mininukes" getestet?



Oh, die Vereinigten Staaten respektieren keine Menschenleben? Deswegen sind sie das größte Einwandererland? Natürlich sind die Methoden der USA nicht die Besten, aber der Wille zu helfen dahinter drückt sicher keine Verachtung aus. Alleine mit welchem Respekt US Bürger/Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg auch mit Ex-Feinden wie Deutschen und Japanern umgegangen sind.
Nicht die Regierungen, sondern die einfachen Leute, die sicher keine globalen Ziele hatten.

Und zur Indianersache... ich glaube nicht, dass irgendein Amerikaner heute stolz darauf ist. Aber es war eine andere Zeit und man wusste noch lange nicht so viel, wie man heute weiß. Es war eben ein hin und her, nur das die USA (bzw. auch div. andere Staaten die gegen die Indianer gekämpft haben) organisiert waren und die Indianer nicht.

-> Alles in allem drückt dein Post, Urinstein, ziemlich viel Unwissen aus. Aber so ist das eben, wenn man sich nur oberflächlich informiert, Dinge aus zweiter Hand ungeprüft übernimmt und jemanden braucht, den man für sein Versagen verantwortlich machen kann. Da bieten sich die USA als Weltmacht natürlich an.
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01.07.2007 02:16 Uhr von Nobunaga
 
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@Curse etc. Trotzdem rechtfertigt nichts den Einsatz von Atomwaffen, gerade wenn man die Schäden durch Strahlung berücksichtigt. Atomwaffen schädigen nämlich auch massiv der natürlichen Lebensgrundlage des Menschen. Nicht umsonst wird vom gefählichen Vernichtungspotential der USA, Russlands und anderer Staaten gesprochen.

Die ganze Nukleartechnologie wird erst unzureichend beherrscht, was zu unzulässigen Gefahren führt, besonders, wenn man mit amerikanischer Mentalität alles erstmal "ausprobieren" muss (siehe auch "Grüne" Gentechnik).

Es gibt nun mal in einem Krieg unter den Beteiligten keine Unschuldigen; auch wenn die Amerikaner im 2. WK die "gute" Seite darstellten, so haben sie doch auch Untaten begangen, wenn auch proportional weniger als die meisten anderen kriegführenden Parteien.
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01.07.2007 09:15 Uhr von borgir
 
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aha: es stand schon vorher fest, dass japan kapitulieren muss, aber die abwürfe waren ok, weil sie das kriegsende brachten....so ein unsinn, hört der manns ich eigentlich selbst zu?
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01.07.2007 10:25 Uhr von Fabian030
 
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Den würd ich vom Amt entbinden: Demnächst kommt sicher noch der israelische Verteidigungsminister auf die Idee die deutschen KZ aus dem zweiten WK zu verteidigen.
Wäre ungefähr das Gleiche ... ^^
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01.07.2007 10:54 Uhr von Curse
 
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@ Nobunaga

Die Strahlungsfolgen waren unbekannt, das kann man schlecht geltend machen. Es war ja nicht das Ziel, tausende Japaner zu verstrahlen - wozu auch.

@ Müntesfeind

Natürlich ging die japanische bedingungslose Kapitulation direkt auf Hirohito zurück. Tojo und seine Kumpanen wollten bis zum Ende kämpfen, da ging es nicht um zivile Verluste, solche Faktoren gab es im damaligen Japan nicht.
Die Atombomben kannst du unter punkt 13 erkennen.

Der Primärgrund war trotzdem nicht zu sehen, was die tolle Bombe denn so alles kann - das wusste man nämlich danach immer noch nicht so genau. Es ging darum, eine US Invasion möglichst zu umgehen - und da Generäle wie MacArthur genau auf diese drängten, warf man die Atombomben ab. Die Verluste der japanischen Bevölkerung spielten dabei keine Rolle, es ging nur darum, alliierte Opfer zu vermeiden (imho das normale Denken in solchen Kriegen).

Ziele waren deshalb ja auch militärischer Art, auch wenn der Abwurf auf Nagasaki durch div. Faktoren einfach nur richtig mies war (Ausweichziel, bewölkt und zu wenig Sprit um mit der Bombe wieder heimkehren zu können).
Niemand ist hingegangen und hat gesagt "ey boah, jetzt grillen wir mal n paar Japse und gucken, wie das abgeht"...

@ Müntesfeind2

Ich habe mehrere hundert Seiten starke Arbeiten über den Pazifikkrieg geschrieben, dabei konnte ich auch auf Quellen zugreifen, die vielleicht nicht jeder einsehen kann und die man auch nicht im Internet findet. Du kannst aber gerne davon ausgehen, dass ich, wenn ich so lange Posts verfasse, weiß wovon ich rede. In seltenen Fällen denke ich aber schneller und schreibe nur die Hälfte auf :)

@ borgir

Das kann ich mir auch nicht erklären, denn es stand eben nicht vorher fest, dass Japan kapituliert. Um genau zu sein, wusste man, dass es nicht kapituliert, denn es hat die mehrfachen Kapitulationsaufforderungen nicht sehr freundlich beantwortet.

@ Fabian030

Nein, das wäre einfach was komplett anderes. Das eine war eine gezielte Vernichtung von Volksgruppen und das andere eine militärische Aktion mit dem Ziel, eigenen - und im entfernteren Sinn auch feindlichen - Soldaten/Menschen das Leben zu retten.
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01.07.2007 11:40 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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Die: japanische Regierung hätte, wenn es zu einer Invasion gekommen wäre niemals kapituliert, solange sie den Amerikanern noch schaden können. Die Japaner standen hinter ihrer Regierung, denn für sie ist war ihr Land wie für die Fundamentalisten ihre Religion. Der Krieg wäre noch einige Zeit länger gelaufen und hätte insgesamt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mehr Opfer gekostet, als die beiden Atombomben.

Was die USA falsch machten ist, sie hätten den Japanern sagen können, das sie etwas haben, das ganze Landstriche vernichtet. Wahrscheinlich hätten die Japaner dies nicht geglaubt. Sie hätten nachdem sie Hiroshima vernichtet haben noch einmal mit den Japanern verhandeln können. Die Regierung wusste nichts von der Bombe auf Hiroshima, sie hatten einfach nur keinen Kontakt mehr zur Stadt, wäre ihnen bewusst gewesen, das die Stadt nicht mehr existiert, wäre ihnen klar gewesen, dass es unmöglich ist den Krieg noch zu gewinnen, wenn der Feind eine solch verheerende Bombe hat. Sie hätten auch gewusst, dass sie dem Feind auch kaum noch Schaden könnten, wenn er eine solch Bombe hat. Eine Kapitulation wäre unausweichlich gewesen. Die Amerikaner wollten aber 2 Bomben ausprobieren, angereichertes Uran und angereichertes Plutonium, was hat verheerendere Wirkung?

Schon zu Beginn der Bombardierung Japans wusste man, 2 Städte dürfen nicht bombardiert werden. Man wollte in diesen Städten die Infrastruktur in Ordnung lassen, um die Ergebnisse möglichst unverfälscht zu bekommen.

Fazit: Eine Atombombe war wahrscheinlich nötig um weitere Opfer zu vermeiden. Die zweite Bombe war nur ein Beispiel dafür, dass beide Seiten Menschenverachtend kämpften und den Krieg als Experimentierfeld nutzten.

Das der japanische Verteidigungsminister beide Bomben verteidigt, zeigt nur wie nah die Regierung den USA stehen. Die Japaner lehnen die beiden Abwürfe zu ungefähr 99Prozent ab. Bei den Amerikanern befürworten mindestens 60 Prozent der Menschen den Abwurf. Ein neutrales Bild ergibt sich hier in Europa, da wo der Krieg schon verarbeitet wurde, insbesondere in Deutschland. Hier sind viele Meinungen zu finden. Gutmenschen, die nicht weiter als zur nächsten Ecke denken können und meinen, eine Atombombe kann keine Leben retten (wer sich angesprochen fühlt ist selber Schuld), USA-Arschkriecher, die alles befürworten was die USA machen und die Leute die dies alles neutraler bewerten, zu denen ich mich zähle.

Bis dann
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01.07.2007 15:17 Uhr von Curse
 
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@ Bundespropagandaministerin

Hiroshima und Nagasaki (war btw ein Ausweichziel, womit wir schon bei 3 Städten wären, denn deiner Aussage nach müsste das Hauptziel ja auch nicht angegriffen worden sein), wurden auch vorher angegriffen. Sie waren jedoch besser erhalten als andere Städte und vor allem konzentrierte sich in diesen beiden Städten die Rüstungsindustrie (bzw. bei Nagasaki der Kriegshafen).

Der Regierung in Tokyo wurden nach Hiroshima weitere Kapitulationsaufforderungen überbracht. Es wurden auch Flugblätter abgeworfen, dass Hiroshima vernichtet sei und man sich ja dort mal erkundigen könne. Tatsächlich war es nur einen Tag abgeschnitten.

@ Müntesfeind

Das Bedeutet, dass ich mich nicht informieren muss, sondern dies schon habe. Wahrscheinlich deutlich mehr, als die Meisten Anderen... dafür gibt´s natürlich auch Themen, wo diese sich sehr für interessieren und mehr als ich darüber wissen.

Und den Thread verlassen... nun, schade, ich dachte, du bist jemand, der eine verlorene Diskussion eingestehen kann. Immerhin war das nur eine Randbemerkung und kein Totschlagargument.

@ Urinstein

Clusterbombe ist Clusterbombe. Du musst dich schon präziser ausdrücken. Und "funktionieren" ist dort nur auf eine Art möglich, also, bitte, drück dich präzise aus.

Nichts Anderes habe ich gesagt.

Da du auf die anderen Dinge nicht eingehst, muss ich dir wohl leider mitteilen, dass du nur ein kleiner unbedeutender Krawallmacher ohne Ahnung bist. Nicht, dass ich es anders erwartet hätte.
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01.07.2007 16:16 Uhr von Silenius
 
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@Chorkrin: Ich hab sogar letztens gelesen, dass die Atombombe auf Deutschland schon früher geplant war, man aber Angst hatte, die deutschen Wissenschaftler könnten einen Blindgänger in die Finger bekommen.
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01.07.2007 18:47 Uhr von Curse
 
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@ Müntesfeind: 1) Doch, ab und an hat eben jemand Recht und jemand Unrecht. In diesem Fall ist es einfach so, dass hier viele Halbwahrheiten verbreitet wurden, welche ich korrigiert habe. Ich lasse mich dafür aber auch gerne bei z.B. Autothemen korrigieren, da ich natürlich lange nicht so viel weiß wie ein Mechaniker oder einfach jemand, der sich dafür sehr interessiert.

2) Ich muss mich nicht profilieren. Du hast mir vorgeschlagen, mich zu informieren (worüber bzw. wo ich deiner Meinung nach falsch lag, hast du dich nicht geäußert), ich habe dir gesagt, warum ich denke, dass ich mich ausreichend informiert habe.

Und eine mehrere hundert Seiten umfassende Arbeit ist nun gar nichts ungewöhnliches. Egal ob beruflich oder in Hochschulen.
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01.07.2007 19:31 Uhr von CHR.BEST
 
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Soweit ich weiß wollten die Amerikaner ein schnelles Kriegsende erzwingen damit sie nicht noch mehr ihrer Soldaten im Pazifik opfern mußten.
Darüber hinaus wurde bereits mehr Sprengkraft in Form von konventionellen Bomben über Japan abgeworfen. Über Langzeitfolgen der Radioaktivität hatte man damals im Allgemeinen wohl noch keine rechte Vorstellung.
Die Japaner selber hatten ja erst nach der 2. Atombombe in Nagasaki kapituliert, als klar war, daß die Amerikaner die Industrie hatten mehrere dieser Bomben bauen zu können. Die Russen hatten zu dem Zeitpunkt schon die Kurileninseln, im Norden Japans, erobert.
Wenn der Krieg noch länger gedauert hätte wäre Japan womöglich genauso aufgeteilt worden wie Europa.
So gesehen ist Japan viel besser gefahren als Europa, dafür blieb Europa atombombenfrei.
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01.07.2007 19:40 Uhr von SchlachtVati
 
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aha , die politische umerziehung: trägt früchte !

gratulation zu diesem landesvertreter !
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01.07.2007 19:53 Uhr von LinksGleichRechts
 
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Was labert ihr hier wieder? Ich interessiere mich schon seit meiner Kindheit für Kriegsgeschichte (was nun schon gut 20 Jahre sind), besonders für den Vietnamkrieg und den 2. Weltkrieg) und betreibe es heute als kleines Hobby.
Ich kenne mich sehr gut aus, und deswegen muss ich hier Curse voll und ganz zustimmen.

Ihr anderen lasst mal nur wieder eure Vorurteile sprechen.
Weiter gehe ich da nicht drauf ein, weil man mal wieder gut erkennt, dass hier einige zu stolz sind ihre Fehler einzugestehen bzw. zu ignorant um Fakten anzuerkennen.
Da werden sogar Lehrbücher mal eben als Unwahr betitelt...
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01.07.2007 21:38 Uhr von Bleifuss88
 
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Wo er Recht hat Das Ende des Krieges kam durch die Abwürfe sicherlich schneller. Ob das nun die Vernichtung von Hunderttausenden feindlicher Zivilisten rechtfertigt, darüber lässt sich streiten.
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04.07.2007 14:07 Uhr von Curse
 
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@ urinstein: Klein war wohl eher auf deine gedanklichen Fähigkeiten bezogen. Aber ich fürchte, winzig würde die Sache besser beschreiben.
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04.07.2007 22:59 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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@Curse: Klingt logisch, bis auf eins:
Wenn sich in Hiroshima und Nagasaki Rüstungsindustrie und Kriegshafen konzentrierten, warum hat man dann diese Ziele nicht schon vorher stärker bombardiert? Wenn eine oder beide Städte ausweichziele waren, welche Städte wären wohl sonst bombardiert worden? Die USA benutzten Japan als Experimentierfeld, daran habe ich keinen Zweifel, denn wären andere Städte bombardiert worden, hätte Japan weiterhin über die Kriegsindustrie und/oder den Kriegshafen verfügt. Der Krieg hätte vielleicht noch länger gedauert. Klar, man wusste, dass die USA nun in der Lage waren, dies im Industriemaßstab herzustellen, aber die Japaner stören nicht die Toten, wenn sie den anderen noch Verluste beibringen.

Ein Kommentar hat mich jedoch wider auf die richtige Spur gebracht. Die Frage, was wäre gewesen, wenn Deutschland länger standgehalten hätte? Ob ich es verstehen würde, wenn Frankfurt am Main heute radioaktiv verseucht wäre? Da ich nicht mit zweierlei Maß messen möchte, müsste ich sagen, ich würde es in Ordnung finden, aber das stimmt nicht. Ich kann die Japaner verstehen, die heute noch leben. Klar, damals hätte es mehr tote gegeben, der Krieg hätte länger gedauert, aber dafür wären sie heuze fei von Radioaktivität. Ich glaube, ich wäre auch empört über die Aussage meines Verteidigungsministers.

Bis dann
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04.07.2007 23:43 Uhr von Curse
 
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@ Bundespropaganda: Natürlich wurden Hiroshima und Nagasaki auch vorher bombardiert. Nur waren die dabei entstandenen Schäden geringer als z.B. in Tokyo, Yokohama oder anderen Städten.

Die Städte waren aber nicht "unversehrt" sondern, um es deutlich zu sagen, weniger im Arsch. Auch in Deutschland lief die Kriegsproduktion weiter, obwohl viele Fabriken zerstört worden waren.

Ich mag Deutschland sehr und habe auch viele deutsche Freunde, aber trotzdem hat es den Krieg angefangen und hätte mit allen Konsequenzen leben müssen. Deshalb ist es Krieg... Krieg ist nicht sauber, Krieg ist nicht freundlich und nett. In einem Krieg - zumindest in der früheren Zeit - war es egal, was mit dem Gegner geschieht. Es geht einfach nur noch ums Überleben.
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05.07.2007 17:18 Uhr von Bundespropagandamin.
 
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@Curse: Zitat: "Wahl des Ziels
Flugrouten bis zum Abwurfsort
Flugrouten bis zum Abwurfsort

Hiroshima war bis dahin als eine der wenigen japanischen Großstädte von Bombardierungen verschont geblieben. Das Target Committee in Los Alamos hatte daneben noch Ky?to, Yokohama, Kokura, Niigata und Tokio als mögliche Ziele erwogen.

Doch Hiroshima war Sitz des Hauptquartiers der 2. Armee unter Feldmarschall Hata Shunroku, das für die Verteidigung Südjapans zuständig war. Es war daher Truppensammelpunkt und diente zur Lagerung kriegswichtiger Güter. Doch die meisten der ca. 255.000 Einwohner waren Zivilisten, davon zehn Prozent koreanische sowie chinesische Zwangsarbeiter.

Spaatz hielt Hiroshima für das am besten geeignete Ziel, da es als einzige der Städte, die zur Auswahl standen, keine Kriegsgefangenenlager hatte. Nur einige amerikanische Kriegsgefangene und rund ein Dutzend Deutsche befanden sich dort. Die Annahme, die Japaner würden Kriegsgefangene als menschliche Schutzschilde in die Stadt verlegen, war auch der Grund, dass man jede konkrete Vorwarnung unterließ.[6]

Hiroshima bestand bis auf einige Betonbauten im Zentrum aus Holzbauten. Die US-Militärs rechneten daher mit einem Feuersturm. Industrieanlagen in den Außenbezirken der Stadt sollten dadurch ebenfalls zerstört werden."

Quelle: http://de.wikipedia.org/...

Hmm, ich würde sagen, du musst den Wikipediaeintag unbedingt ändern, wie es scheint liegen die falsch. Die behaupten, dass Hiroshima bis dahin verschont geblieben war von Angriffen. Hinzu kommt, dass sie auch keine Warnung aussprachen, die man hätte ernst nehmen können. Hiroshima war außerdem kein Ausweichziel, sondern nur Nagasaki.

Bis dann
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06.07.2007 08:57 Uhr von Curse
 
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@ Bundespropaganda: Es war Ziel diverser Angriffe, die Zerstörungen waren jedoch nicht so stark wie in anderen Städten - wie geschrieben.

Ja, mit Ausweichziel bezog ich mich auf Nagasaki. Die Klassifikation für Hiroshima bezog sich primär darauf, dass es Kriegswichtige Industrie, Lagerung und Heimat einer Armeegruppe war, dazu kam, dass es - wie deine "Quelle" auch schreibt - keine großen Gefangenenlager gab.

Die Warnungen wurden nach Hiroshima und vor Nagasaki mit Flugblättern abgeworfen, vor Hiroshima wurde nur der japanischen Regierung telegraphiert, dass man eine neue Waffe hat und diese einsetzt, wenn sie nicht kapitulieren.

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