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14 Prozent Lohnkürzung am Städtischen Klinikum Magdeburg geplant

Die Mitarbeiter des Städtischen Klinikums Magdeburg sind verunsichert. Nach einer aktuellen Information der Dienstleistungsgewerkschaft verdi befindet sich das Klinikum in Tarifverhandlungen und es soll zu einer Lohnkürzung von 14 % kommen.

In einer ersten Sanierungsphase sind bisher 136 Stellen abgebaut worden. Neben der aktuell angestrebten Lohnkürzung sollen weitere 116 Stellen gestrichen werden. Konkret soll das Grundgehalt um 7 % sinken.

Weiterhin gäbe es nach den Plänen der Betriebsleitung keine Sonderzahlungen mehr, die nächsten Anpassungsstufen an das Westgehalt würden entfallen. Sollte eine Einigung nicht zu Stande kommen erwägt die Stadt, das Klinikum notfalls zu privatisieren.


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WebReporter: Big Poppa Q
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Prozent, 14, Klinik, Magdeburg
Quelle: www.volksstimme.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.06.2007 14:40 Uhr von Big Poppa Q
 
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Es ist schon schlimm was in der Krankenhauslandschaft passiert. Im Endeffekt ist es wie bei der Telekom: Mehr arbeiten für noch weniger Geld - nur das man im öffentlichen Dienst jetzt schon weit unter dem Gehaltsniveau der Telekom liegt.
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28.06.2007 15:21 Uhr von Winnabow
 
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geldprobleme: krankenhausmitarbeiter (vor allem ärzte) werden doch eh schon übermäßig stark unterbezahlt für dass was sie leisten / für ihre qualifikation...
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28.06.2007 19:10 Uhr von craschboy
 
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Ich habe in dem KH 8 Jahre gearbeitet und bin froh das ich dort weg bin. Seit dem Zusammenschluss zum Klinikum gings bergab.

Gruss crashboy
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28.06.2007 19:36 Uhr von CyG_Warrior
 
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Schweinerei! Arbeitszeiten jenseits von Gut und Böse und nun das ganze für weniger Geld?
"Mitarbeitermotivation" sieht doch wohl anders aus...
Maurer werden besser bezahlt als Ärzte und Krankenschwestern...Schönes, neues Deutschland!
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28.06.2007 21:05 Uhr von sds-donnergott
 
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omg Dass Ärzte in England an nem Wochenende so viel verdienen wie hier im Monat ist doch nur die halbe Wahrheit. Das ist doch ne Verzweiflungstat weils dort sonst zu Aufständen gekommen wäre weil man Monatelang auf Operationen warte musste :)

Außerdem verdienen Ärzte nicht wenig. In allen Bereichen wird gekürzt warum nicht auch bei denen? Sie konnten hald sehr hohe Bezahlung durchsetzen, weil sie in der Bevölkerung hoch geachtet sind... auch dank der Vollkaskoversicherung in Deutschland. Letztendlich sparen wir uns alle Geld wenn die weniger bekommen.

Außerdem zieht der Durchschnittliche Arzt immer noch 100.000 Euro Erlös aus seiner Praxis... gott die armen wie soll man da nur überleben?
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29.06.2007 00:13 Uhr von craschboy
 
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@Donnergott

Glaubst Du auch was Du da schreibst?
Ein normaler Krankenhausarzt in einem öffentl. KH bekommt durchschn. 4000 € brutto.

Dafür tuckert der unter Höchstkonzentration mindestens 8 Stunden pro Tag. 1-2 mal/Woche hat dieser dann auch noch Dienst. D.h. er kommt morgens in die Klinik, arbeitet 8 Stunden normal, bleibt dann bis zum nächsten Morgen in der Klinik zum Dienst und geht dann erst nach Hause. Oder er fährt in seiner "Freizeit" Notarzt.

Ein Kumpel von mir musste letzte Woche zu seiner Regelarbeitszeit noch 3x Notarzt fahren ( 18 Uhr - 8 Uhr) und ist dann wieder normal arbeiten gegangen. ergo war der die ganze Woche in den Klinik. Wenn das normal wird sind 100.000 € noch zu wenig.

Und normale Praxisärzte verdienen netto auch keine 100.000 € / Jahr. Außerdem reden wir hier von normalen Klinikpersonal und nicht von hochqualifizierten Fachleuten oder Promidoktoren und Privatärzte.

Leg mal weiter deine Hufe jeden Abend neidvoll hoch und laß es Dir gut gehen. Paß bloß auf, dass Dir mal nie was passiert.

Gruss
Mario
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29.06.2007 00:27 Uhr von gunny007
 
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@sds-donnergott: ich denke du bekommst schon lange harz 4, deswegen ist dir die lohnkürzung bei anderen egal. ansonsten solltest du wissen daß sich die lohnkürzung, die bei der telekom begonnen hat, sich durch alle ebenen weiterverbreiten wird.
nur ob ich das meinem energieversorger oder vermieter dann auch so klar machen kann bezweifle ich. der bäcker oder tankwart wird auch keine rücksicht darauf nehmen.
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29.06.2007 22:43 Uhr von jsbach
 
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In den Kraneknhäuser: wird es schon seit Jahren schlechter: 1999 Knöchel
gebrochen, ~ 12 Leute auf Station. Heute gleiche Patientanzahl 7 Leute und die gleiche Arbeit.
Unser Gesundheitswesen bortet über und es werden noch schmerzliche Eingriffe (auch in den Geldbeutel des Einzelnen) folgen. Hoffentlich Privat
versichert...
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29.06.2007 22:56 Uhr von Troll-Collect
 
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Wo solche Maßnahmen herkommen: [...]
Und so gingen die Berater vor: Sie takteten Arbeitsprozesse in Minuten, fahndeten überall nach Einsparmöglichkeiten. So, wie sie es sonst in Industrie-Unternehmen tun.


Moritz Naujack, Betriebsrat Vivantes: "Das ist erst mal unerheblich, scheinbar für McKinsey, ob das ein Krankenhaus ist oder ob es jetzt ein Industriebetrieb ist. Und in dem Zusammenhang kommen ... werden dann sämtliche Bereiche geprüft, hinsichtlich ihrer Kosten und hinsichtlich ihrer Einnahmen. Und dann kommt man natürlich auch immer, gerade in einem Krankenhaus, zu Bereichen die sich, wenn man sie für sich alleine betrachtet, nicht rechnen. Und dann kommen eben abstruse Vorschläge, sei es die Schließung von Rettungsstellen oder dass man auf Pförtner verzichten könnte im Krankenhaus. Das sind alles Dinge, wo man dann sehr mühsam in der Auseinandersetzung klar macht und für uns erstaunlicherweise mühsam klar machen muss, dass dieses natürlich zu einem Organismus Krankenhaus dazu gehört."
Bild: Moritz Naujack, Betriebsrat Vivantes; Rechte: WDR-Fernsehen 2006

Einige der McKinsey-Vorschläge:

Die Rettungsstelle. Befund: Unrentabel. McKinsey-Therapie: Abschaffen nicht möglich. Daher: Personal reduzieren. Der Bedarf minutengenau berechnet. Zum Beispiel: 0,8 Schwestern am frühen Morgen. Reinigungskosten: Zu hoch. Vorschlag von McKinsey: Seltener reinigen. Kostentreiber Grünanlagen: Unterhaltskosten pro Baum und Jahr. Laut McKinsey 76 Euro und 86 Cent. Optimal dagegen: kostenpflichtige Parkplätze.

Billige Vorschläge für teures Honorar? Auf dem Video in Griechenland präsentiert sich McKinsey als Elite-Club. Wer rein will, braucht einen Einser-Abschluss. Aber reicht das? Ich zum Beispiel habe Journalistik studiert, weiß kaum, wie ein Unternehmen funktioniert. Kein Problem, beruhigt McKinsey. Die nötigen Methoden würde ich in einem dreiwöchigen Crash-Kurs lernen. Ist das wirklich alles so einfach?

Zurück zu den Berliner Kliniken von Vivantes. Hier gingen die Berater 18 Monate lang ein und aus. In einem ´Schwarzbuch´ hat der Betriebsrat von Vivantes seine Erfahrungen dokumentiert, zeigt sich verwundert, wie wenig die jungen Berater offensichtlich von der Wirklichkeit in einem Krankenhaus wussten.
[...]

http://www.wdr.de/...


@Terrorstorm
Das hat nichts mit wollen zu tun, sondern einfach mit können. Die Einflußmöglichkeiten der Gewerkschaften wurden über 20 Jahre systematisch demontiert, dass immer weniger Leute Mitglied sind tut ein übriges.
Mich würde mal der Organisationsgrad in dem Krankenhaus interessieren.
Uns selbst wenn die sich wehren würden - 3 Tage später jammern alle rum, wenn es zu Beeinträchtigungen komme. Haste doch mein Streik vor einiger Zeit in Süddeutschland gesehen. Statt sich solidarisch zu zeigen, fällt die Bevölkerung den Streikenden in den Rücken.
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03.07.2007 17:20 Uhr von linkman4
 
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Es ist nicht richtig,: dass jemand, der Menschen untersucht und behandelt, so abgespeist wird. Wenn ich mr anschaue, was in Krankenhäusern für Schichten geschoben werden... da möchte ich michkaum behandeln lassen! Denn wer kann es einem Arzt, der seit 20 Stunden oder länger pausenlos im Dienst ist, verübeln, wenn der mal unkonzentriert ist? Das ist nur menschlich.Und auch in Ordnung.
Und genau deshalb ist es nicht haltbar, so mit denjenigen umzugehen, die für unsere Gesundheit verantwortlich sind.

mfg link

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