25.06.07 19:13 Uhr
 382
 

Horst Köhlers Vorschlag der Direktwahl des Bundespräsidenten stößt auf Kritik

Der Vorschlag von Bundespräsident Horst Köhler, den Bundespräsidenten in Zukunft durch Direktwahl zu bestimmen, ist bei CDU und SPD auf Ablehnung gestoßen, da dies den Eindruck erwecke, der Bundespräsident hätte eine höhere administrative Stellung.

Eine Direktwahl des Bundespräsidenten führe, so Wolfgang Bosbach, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, zu einer "politischen Machtverschiebung zu Gunsten des Präsidenten".

Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident (SPD), meinte, dass eine Direktwahl den rein repräsentativen Status des Bundespräsidenten verwasche und eine politische Macht suggerieren würde.


WebReporter: JaPPe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Bundespräsident, Vorschlag, Horst Köhler
Quelle: www.tagesschau.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
25.06.2007 19:08 Uhr von JaPPe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ich denke, dass die Leute, die auch nur etwas gebildet sind, wissen, dass der Bundespräsident keine Macht, sondern eine rein repräsentative Aufgabe hat. Insofern kann ich die Argumente nicht ganz nachvollziehen, aber es wäre schon ein kräftiger Wechsel, auch dieses Amt direkt zu wählen.
Kommentar ansehen
25.06.2007 19:17 Uhr von Nehalem
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Also: ich bin nicht sehr bewandert in diesem Thema, aber hat der Bundespräsident denn überhaupt sowas wie eine aktive Macht? Also ausser Gesetze abweisen zu können.
Kommentar ansehen
25.06.2007 19:32 Uhr von supertorsten
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ganz ehrlich! Ich frage mich, wofür wir einen BP überhaupt haben, wenn der doch so wie so keine Macht hat und die Bundesregierung weiter machen kann, was sie will.
Kommentar ansehen
25.06.2007 19:38 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Direktwahl wir wohl unmöglich sein! Man kann dem Volk doch nicht die Verantortung für das höchste Amt im Staat überlassen!

Die Politiker kungeln das viel lieber untereinander aus!
Kommentar ansehen
25.06.2007 19:43 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
wok!: Das mit dem "Gewissen der Politiker" war gut!
Ich kann vor Lachen kaum noch Schreiben!

Bevor die Politiker der Regierung ein Gewissen bekommen, wird Benedikt XVI. Moslem!
Kommentar ansehen
25.06.2007 19:58 Uhr von Thomas66
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Warum eigentlich nicht? Aber dann können die Politiker ja nicht mehr versuchen zu erpressen. Keine Widerwahl bei Begnadigung eines Mörders oder so.
Kommentar ansehen
25.06.2007 21:48 Uhr von holgi26
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Unsere Herrscher wollen halt keine Demokratie...
Kommentar ansehen
26.06.2007 08:12 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Oppa: Jepp, ich würde sogar noch viel weiter gehen und auch den Kanzler per Direktwahl bestimmen wollen. Allerdings, wie Du schon sehr richtig zum Ausdruck bringst, da steht der Parteien-Filz vor.

Ich sag mal so, die USA haben ihre manipulierbaren Wahlkarten, wir haben für sowas die Parteien-Demokratur.

Dass Köhler irgendwann mit Direktwahl kommen würde, war klar, erstens, weil sinnvoll und zweitens konnte er das System direkt vor Ort studieren. Immerhin hat er lange Jahre in den USA verbracht.
Ich würde ihn sogar darin unterstützen.
Kommentar ansehen
26.06.2007 10:40 Uhr von schreysi
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
sehe das differenzierter: Es hat beides seine vor und Nachteile. Eine direkte Wahl hätte für mich den Nachteil, dass es zu einem Wahlkampf kommen würde, in dem meiner Meinung nach die Kandidaten ihre Überparteilichkeit, die sie als Präsident haben müssen gefährden. Wahlkampf ist immer was schmutziges und so wäre es wohl auch in diesem Falle. Zudem kostet ein Wahlkampf, sowie eine Wahl Geld, was ich auch als eher kontraproduktiv ansehe. Der 3te Nachteil wäre, dass die Kandidaten des BP meist unbekannte Gesichter sind. Bei éine Bürgerwahl hätte ich die Befürchtung dass die Parteien dann eher bekannte, verbrauchte Geischter ins Rennen schicken. In so einem Fall hätten wir jetzt nicht Köhler, der meines Erachtens einen sehr sehr guten Job macht.
Die andere Seite ist aber die, dass die Wahl des Präsidenten unabhängig von den Machtverhältnissen im bundestag und Bundesrat wäre, und wie schon angemerkt gewisse Drohung nichts einbringen würden.
Also, das ist sicher ein schwieriges Thema. Ich könnte nicht genau sagfen was ich besser fände
Kommentar ansehen
26.06.2007 13:13 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Tiger ohne Krallen: Der BP hat in Deutschland eigentlich keine politische Macht. Wenn er eine Unterschrift verweigert, hat das maximal aufschiebende Wirkung. Auch die Bestellung von Richtern, etc. ist eher ein Abnick-Geschäft. Es müssen schon schwerwiegende verfassungsrechtliche Gründe für ein Veto vorliegen, daß dies Wirkung zeigt.

Zudem würde eine Direktwahl dem BP aus den genannten Gründen wohl eher schaden, kann er doch eben nicht so, wie der Bürger gerne wollte. Wolfgang Thierse hat dies schon richtig erkannt.

Die Diskussion ist vermutlich mal wieder ein Ablenkungsmanöver oder steht als Test für etwas anderes?

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?