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Pakistan: Neue Attacken auf 'Ritter' Salman Rushdie

Die britische Königin muss sich nach dem Ritterschlag des berühmten Autors des Buches "Die satanischen Verse" den geballten Protesten von Muslimen stellen. In Pakistan verbrannten 150 religiöse Anhänger demonstrativ ihr Konterfei.

Der Schriftsteller ist offenbar bei fanatischen, religiösen Anhängern sehr unbeliebt. Völlig aufgebracht schrien sie: "Tötet ihn! Tötet ihn!" Abbilder der verhassten Personen in Form von Puppen wurden angezündet, Fahnen Englands ebenso.

Pakistans Minister für religiöse Angelegenheiten rief die Bevölkerung auf, die Beziehungen zu England abzubrechen. Des Weiteren rief er indirekt dazu auf, gewalttätige Aktionen gegen den "Neu-Ritter ihrer Majestät" in die Tat umzusetzen.


WebReporter: malindi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Pakistan, Attacke, Attac, Ritter
Quelle: www.welt.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.06.2007 19:58 Uhr von malindi
 
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Ist der Islam noch in der Lage, seine geballte Unbeherrschtheit zu zügeln? Ich bin mir nicht so sicher! Werden die Folgen des Islams irgendwann nicht mehr kalkulierbar?
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19.06.2007 20:25 Uhr von Nobunaga
 
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@Autor: Der Islam, ein amorphes Wesen?!? Hmm... etwas holprig formuliert...
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19.06.2007 20:51 Uhr von christi244
 
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Ich sag es ja, dass Musharraf & Co. nicht gerade in der Birne ist und, um ehrlich zu sein, die polnischen Kaz-Brothers würden bestens zu Pakistan passen. Nichts anderes nämlich treiben die auch.

Und, wenn ich richtig informiert bin, so sind die pakistanischen Religiösen gar nicht befähigt eine Fatwa auszurufen. Als Sunniten dürften das lediglich die Obersten in Mekka und als Shiiten wären hier allein die Obersten im Iran befugt. Alles andere ist meines Wissen kalter Kaffee und darf von keinem Gläubigen befolgt werden.

Bin mir aber nicht sicher, bitte also um Kommentare von sich religiös auskennenden Muslimen.
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19.06.2007 20:55 Uhr von Bleifuss88
 
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@christi: Das entschuldigt aber alles nicht das Verhalten dieser Menschen.

Man kann von diesem Typen und seinem Ritterschlag halten was man will; diese Leute dort sind noch viel schlimmer.

Musharraf ist übrigens pro-westlich eingestellt. Allerdings ist es für ihn dort brandgefährlich, denn die islamistische Opposition macht ihm riesig Druck. Und das schlimme ist ja, dass sich so viele Menschen dort dieser rückständigen und menschenverachtenden Ideologie anschließen.
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19.06.2007 21:22 Uhr von christi244
 
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Bleifuss: Gewalt ist niemals zu entschuldigen, und zwar in keinster Weise.

Musharraf pro-westlich ... na ja ... er ist ein Fähnlein im Wind und im Grunde wird er es sich mit niemand wirklich verderben. Dies kann er letztlich auch nicht, da die Situation in Pakistan selbst mehr als angespannt ist. Musharraf wird durch sein Militär gestützt und dies wiederum arbeitet mit jeder Seite. D.h., egal, was sich dort unten in jedweder Richtung auch abspielen mag, Du kannst blind drauf wetten, dass Pakistan in irgendeiner Weise involviert ist.

Was es so gefährlich macht ist die unsägliche Armut und Perspektivlosigkeit ... und dies ist immer und überall ein gesunder Nährboden für Rattenfänger jeglicher Richtung. Z.B. musst Du wissen, dass die Koranschulen für die einen großen Teil der Pakistani ad) 1 die Möglichkeit sind, überhaupt etwas Warmes in den Bauch und ad) 2 auch nur annähernd etwas Bildung zu bekommen.

Du kannst in diesen Ländern nicht so einfach von "pro-westlich" reden, denn deren Verständnis von "pro-westlich" und unseres ist Lichtjahre von einander entfernt. "Pro-westlich" kann bereits sein, wenn ein Mädchen zur Schule gehen und arbeiten "DARF".
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19.06.2007 21:23 Uhr von denksport
 
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Was hat Rushdie denn getan: um sich so unbeliebt bzw. so beliebt zu machen.
Sorry, bin nicht so gut informiert, aber irgendeiner wird´s doch hoffentlich wissen, warum die Moslems sich mal wieder wie Neandertaler aufführen.
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19.06.2007 21:33 Uhr von christi244
 
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Bleifuss: Hatte noch den Bezug zu Rushdie vergessen.

Rushdie selber wäre niemals ohne die damalige iranische Fatwa so groß rausgekommen, wie er rausgekommen ist. Er wurde vom Westen absichtlich derartig hochgespielt, weil auch im Westen genauso gerne gepiekt wird, wie z.B. Ahamadinejad es mit der Holocaust-Arie gemacht hat. Jeder weiß im Grunde, wo jeder verwundbar ist.

Als damals die satanischen Verse mit dieser Fatwa - die zwar ausgesprochen, aber niemals ausgeführt wurde - weiß ich von einigen Iranerinnen, die eben diese Verse nutzten, sich aus dem Iran zu verdrücken und als Fluchtgrund (der auch anerkannt wurde) eben die Konsequenzen aus dem Besitz dieser "Literatur" angaben.

Von daher sind diese Geschichten nicht so sehr ernst zu nehmen, denn die wirklichen religiösen und in der Kompetenz stehenden religiösen Oberhäupter würden diesen den Allerwertesten aufreißen, käme aus mit diesem Hintergrund zu gewalttätigen Aktionen außerhalb Pakistans.

Sieh Dir als Beispiel Ahmadinejad an, wie still es geworden ist um ihn herum. So ab und zu kommt noch was ... aber ich bin mir mehr als sicher, Ayatollah Chamenei hat sich den Herrn recht eindeutig gekauft.
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19.06.2007 21:35 Uhr von jsbach
 
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Und wenn sich die dann: "da unten" was gegen das christliche Abendland erlauben.... Naja lassne wir das sonst rückt gleich Bush wieder ein.
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19.06.2007 21:39 Uhr von christi244
 
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Nein JS: in Pakistan wird kein GI einrücken, denn es zählt zu den "Guten" als Verbündeter der USA.

Lass mich jetzt gaaaaaaaaaaaaanz laut ;-)
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19.06.2007 22:39 Uhr von GLOTIS2006
 
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@christi: Gewalt ist niemals zu entschuldigen?

Wie setzt denn Vater Staat unsere Gesetze durch? Gutes Zureden? Gewalt ist definitiv zu entschuldigen. Es kommt nur darauf an, wer sie wann und wieso anwendet. Ohne physische GEwalt GÄBE es gar keine Menschheit. Meine Meinung...
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20.06.2007 00:07 Uhr von malindi
 
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@Gedeon: Der Ursprung ist im Islam zu finden. Oder hast du schon mal gehört, das andere Religionsgruppen derart randalieren und Todesdrohungen aussprechen? Ich jedenfalls nicht.
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20.06.2007 00:12 Uhr von christi244
 
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Malindi: Jepp ... die Christen ... oder hast Du Irland schon vergessen?

Dort spielt(e) sich doch das selbe in Himmelblau ab.
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20.06.2007 01:50 Uhr von christi244
 
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Gedeon: Sämtliche dieser Konflikte sind vor allem politischer Natur und das Religionszeugs wird nur vorgeschoben.

Gehen nicht in Irland, respektive Nordirland Protestanten auf Katholiken los und umgekehrt? Und die Kirchen spielt mit? Von daher, es ist nichts anderes!
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20.06.2007 07:37 Uhr von christi244
 
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Gedeon: Aha! Nun, ich respektiere Deine Sichtweise.

Allerdings ändert es absolut nichts an den Tatsachen, dass auch hier Glauben bzw. eine Glaubensvariante eine nicht unwesentliche Rolle spielt(e), zumindest um Schlachtvieh zu bekommen und dies zu nutzen.

Wie es nun letztlich zurechtgebastelt wird, um unsere "christliche" Kultur als friedlich hinzustellen ist eher nebensächlich. Fakt ist - jedenfalls für mich -, je mehr Armut und Perspektivlosigkeit herrscht, desto besser sind Massen für aufbereitbar für jegliche Form von Konflikten gegen "Minderheiten", unabhängig davon, was immer auf der Fahne stehen mag.

Du nennst es nationalistisch, ich argumentiere mit der Religion, weiß aber sehr wohl, dass es letztlich auch hier weder um das ene noch um das andere geht, sondern lediglich um Macht und Geld einiger Weniger. Und nicht anders sieht es bei den Muslimen aus.
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20.06.2007 07:51 Uhr von opppa
 
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Nobunaga: " Der Islam, ein amorphes Wesen?!? Hmm... etwas holprig formuliert... "

Ich finde gerade diese Formulierung sehr passend!

Solange jeder wildgewordene Imam eine Fatwa gegen einen - von ihm erkannten - Feind des Glaubens loslassen kann, ist der Islam eine Gefahr für die Menschheit.

Wer weiß, vielleicht bis Du das nächste Ziel einer Fatwa, weil Du irgendwas gesagt oder geschrieben hast, was einem Imam nicht gefällt!
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20.06.2007 07:59 Uhr von christi244
 
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Opppa: Kann er doch gar nicht. Lass Dich bitte nicht bekloppt machen.

Das Recht, eine allgemein gültige Fatwa zu formulieren haben auch im Islam nur Geistliche vom Rang eines Papstes.

Glaubst Du ernsthaft, Rushdie hätte überleben können, wenn die damalige Fatwa ernst gemeint gewesen wäre?

So, wie der über die Sender und Talkshows ging damals ... es war für ihn die beste Promotion, die er überhaupt kriegen konnte.
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20.06.2007 08:02 Uhr von christi244
 
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Oppa1: Im Vergleich ist das nichts anderes, als wenn Bobby Asshole Brown jetzt erklärt, Osama Bin Laden trachte ihm nach dem Leben wg. Whitney.

Bobby braucht Kohle und Rushdie ebenso. Jetzt ist er wieder im Gespräch ... und ich wette fast, demnächst schreibt Ritter Rushdie ein Buch, das auf den Markt kommen muss. ;-)
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20.06.2007 08:16 Uhr von opppa
 
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Nobunaga: " Der Islam, ein amorphes Wesen?!? Hmm... etwas holprig formuliert... "

Ich finde gerade diese Formulierung sehr passend!

Solange jeder wildgewordene Imam eine Fatwa gegen einen - von ihm erkannten - Feind des Glaubens loslassen kann, ist der Islam eine Gefahr für die Menschheit.

Wer weiß, vielleicht bis Du das nächste Ziel einer Fatwa, weil Du irgendwas gesagt oder geschrieben hast, was einem Imam nicht gefällt!
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20.06.2007 15:05 Uhr von Schwertträger
 
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Ist ja nicht "der Islam" der den Rushdie tot sehen will.
Sind, genau wie bei uns Christen, immer nur die ungebildeten oder verblendeten, radikalen Spinner, die sowas fordern.

Oder findet ihr den Beckstein soo viel weniger fanatisch, nur weil er bisher so klug war, nicht den Tod von irgendjemand zu fordern? Der gleiche Mann in anderer Umgebung und schon geht´s ab.

Fanatiker und Idioten gibt´s überall.
Der Islam ist nur gut dazu geeignet, sich dahinter zu verstecken. Deshalb ist er nicht gleich schlecht. Das Christentum war auch lange Zeit gut dafür geeignet. Nur in der Neuzeit hat si die Deutungsumgebung so wei gesammelt, dass es schwer geworden ist. Aber die Gegenbewegung kommt auch wieder und dann wird auch wiede rim Namen des Christentums gemordet. Alles eine Frage der Zeit.
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20.06.2007 18:10 Uhr von opppa
 
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christi244: Wieviele Päpste haben die denn?
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20.06.2007 18:16 Uhr von opppa
 
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Schwertträger: So weit so gut!

Aber wir dürfen es hier nicht dulden, daß da irgendwelche Irren aufgehetzt werden, um uns unter einer grünen Fahne ins Mittelalter zurückzuführen!

Wir haben nach langen Kämpfen die angeblich aus Glaubensgründen geführt wurden, zu der Toleranz gefunden, die in einigen Ländern schon teilweise anzutreffen ist, in anderen Ländern noch ganz fehlt

Daher bin ich auch strikt dagegen, daß hier Moscheen gebaut werden, weil hier niemand ganz sicher sein kann, daß da nur Barmherzigkeit gepredigt wird.
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20.06.2007 18:34 Uhr von Bleifuss88
 
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chri: em Ahmadinedschad scheinen sie im Iran erstmal nen Maulkorb verpasst zu haben. Jedenfalls hat ja nix Radikales in letzter Zeit von sich gegeben. Für sensationsgeile Medien ist er daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht interessant.
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20.06.2007 18:52 Uhr von opppa
 
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Bleifuss88: Paß auf, morgen sagen die wieder: Bello gib Laut!
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20.06.2007 20:35 Uhr von christi244
 
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Oppa: Eine Fatwa wird meines Wissens nicht einseitig von einer Person ausgesprochen, sondern es ist ein Gemeinschaftsbeschluss von den jeweils drei ganz obersten Religionsführern. Sowohl bei den Sunniten als auch bei den Shiiten und deren Position ist in etwa vergleichbar mit der des christlichen Papstes.

Wenn Du Moschee verbietest, musst Du zwangsweise auch Kirchen verbieten, den tatsächlich predigt keine oder eben jede Religion Barmherzigkeit. Was dann allerdings gelebt wird, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Und es entspricht nicht den Tatsachen, dass die christliche Religion "toleranter" geworden ist. Das ist sie keineswegs. Der Casus Cnaxus ist in unseren Breiten nur, dass religiöse Dogmen bedeutungslos geworden sind und wir es deswegen als "offen" empfinden.

Es ist eine klare Geschichte, je größer die Armut und Perspektivlosigkeit, desto größer jeglicher religiöser Einfluss oder ähnliche gehirnwaschende Instrumentarien. Gib den Leuten echte Perspektiven und das ganze religiöse Gekürmel tritt in den Hintergrund, denn jegliche Religion kann sich letztlich nur durch ein Faktum aufrechterhalten, dies gilt für alle Religionen, bis auf den Buddhismus, nämlich durch bestehende Ängste. Das ist ein ähnliches Prinzip zum "Nationalismus", der letztlich absolut nichts anderes ist und ebenso unsägliches Blutvergießen gebracht hat. Die treibende Kraft dabei ist nämlich immer Angst, die in die Verteidigungshaltung driftet, um darüber dann Gewalt zu entladen.
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20.06.2007 20:37 Uhr von christi244
 
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Blei: Das sehe ich auch so und ich könnte mir vorstellen, dass er die nächsten iranischen Wahlen absolut nicht mehr überstehen wird. In diesem Fall kann man einem religiösen Führer sogar dankbar sein.

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