19.06.07 14:08 Uhr
 185
 

OECD: Kluft zwischen hohen und niedrigen Löhnen in Deutschland besonders stark

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) behauptet jetzt in einer Studie, dass die Kluft zwischen hohen und niedrigen Einkommen in Deutschland besonders hoch ist.

In anderen Industrieländern sei eine so starke Kluft nicht zu beobachten. Menschen mit sehr hohem Einkommen verdienen 3,1-mal mehr als Niedriglöhner, die zehn Prozent der Arbeitnehmer ausmachen. Vor zwölf Jahren lag dieser Wert noch bei 2,8.

In Irland und Spanien seien Niedriglöhne sogar stärker gestiegen als Top-Einkommen. Auch der Anteil der Löhne und Gehälter an der Gesamtleistung der Wirtschaft ist in keinem anderen Land so stark gesunken wie in Deutschland.


WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Lohn, OECD
Quelle: www.finanzen.net

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Schicht im Schacht - Chat-Dinosaurier AOL Messenger abgeschaltet
Eine der weltgrößten Bitcoin-Börsen vermutlich von Nordkorea gehackt
Air Berlin-Pleite: Politiker kritisieren Millionenkredit für Fluggesellschaft

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
19.06.2007 15:05 Uhr von Götterspötter
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
grusselige Entwicklung :(: das erschreckende daran ist allerdings auch, das unter den Niedriglohn-empfänger auch viele Facharbeiter und Menschen mit sehr guter Ausbildung sind - da unsere Regierung und die Wirtschaft vergessen hat die Menschen weiter-zu-bilden.

Das bedeutet, daß auch das deutsche Ausbildungsystem versagt hat, bzw nicht für eine globale Welt geschaffen ist.

Und man lernt heute noch viel viel unnützen/unpratischen Lehrstoff in deutschen Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten. Auch werden immer noch Ausbildungsberufe angeboten, für die es in Deutschland keine Arbeitsplätze mehr gibt ?? aber für neue Berufe kein Berufsbild bzw. Ausbildungplan errarbeitet um dort für geeigneten Nachwuchs zu sorgen. Dies Stellen werden dann meistens mit Querr-einsteigern besetzt, die sich das Fachwissen mühsam erarbeiten müssen und es wird viel Zeit verschwendet.

Aber die Industrie kann nur meckern und klagen - das es keine geeigneten Berufsbewerber gibt - dann findet man BWL-Studenten in Jobs - für die eine normale Ausbildung vollkommen ausreichend wäre - natürlich auch nur zu einen Angestellten-Lohn wärend sich Facharbeiter um ein paar Putzstellen und Erntehelferjobs (um es mal überspitzt zu sagen) streiten .....

Hier sollte sich Deutschland dringend ein Beispiel an Asien nehmen - dort ist erstmal für viele Berufe nur wichtig - das man nicht auf den Kopf gefallen ist - und wird demensprechend geschult (unterstützt durch Industrie und Wirtschaft) !!

Aber was rede ich ...... wenn es so weitergeht und die Schuld nur an die unflexiblen und faulen HartzIV-Empängern abgeschoben wird - bleibt Deutschland halt internationales Schlusslicht - und in 10 Jahren "kauft" sich China die "brach-liegende" Fläche als Nachtmarkt ..... :)

aber sagt später nicht - man hätte es nicht kommen sehen :)
Kommentar ansehen
19.06.2007 15:13 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Götterspötter: Die Entwicklung ist nicht gruselig, sie ist von den Regierungen seit Kohl gewünscht!

Und die Umverteilung von unten nach oben geht noch immer lustig weiter!
Kommentar ansehen
19.06.2007 15:14 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Götterspötter: "bleibt Deutschland halt internationales Schlusslicht "

Zwar stimmt in Deutschland so einiges nicht und liegt im Argen, allerdings ist Deutschland alles andere als ein internationales Schlusslicht.

Unser Rekordexport beweist die Leistungskraft unserer Wirtschaft, der übrigens auch belegt, dass die Löhne in Deutschland halt eben nicht zu hoch sind, wie immer behauptet wird.

Dieses ganze Runtergequatsche von Deutschland kommt ja immer dann, wenn man Arbeitnehmer bescheiden halten will. Ein Rekorexport mit der besten internationalen Konkurrenzfähigkeit und Riesengewinne passen da natürlich nicht ins Bild und werden dann gerne verschwiegen oder schlechtgeredet.
Kommentar ansehen
19.06.2007 16:10 Uhr von Götterspötter
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@artefaktum ...: Mit ""Schlusslicht" meinte ich auch nicht die wirtschaftliche Stärke - kam vieleicht nicht ganz gut rüber- in meinem "Geschreibsel" ....

sondern das Bildungs (Weiterbildungs-) -niveau" in Deutschland ....

Klar auch dort kann man Deutschland nicht mit jedem Land vergleichen ...

aber wenn ich mir jetzt nur mal China seit den letzten 5 Jahren anschaue ...... ?? Eine chinesische Kollegin von mir hat innerhalb eines Jahres (Sie war zuvor auf einer Provinzschule aus dem Norden / also Haubtschule Deutschland ) sehr gut englisch zu sprechen und schreiben (verhandlungssicher!!) - gelernt mit Computer + Internet zu arbeiten (Officepacket... etc. ),sowie internationaler Handel und Produktion - was halt für Ihren Job wichtig war !! ...... Das ist eine enorme Leistung wenn man bedenkt, das Sie nebenbei auch noch 10-15 Stunden am Tag Ihren "Job" erledigt hat. Natürlich wurde Sie von der Regierung und vom Betrieb unterstützt wo es nur ging - da man im Ausland weiss, das ein gut ausgebildeter Mitarbeiter auch wichtig für das "Geschäft" ist ......

nicht vergleichbar - aber ähnlich sieht es in vielen anderen globalen Produktionstätten aus ..... und in meiner Zeit bei einer Armerikanischen Firma - war meine Mailbox auch voll mit Weiterbildungsmassnahmen die von der Firma angeboten wurde und für die man sich ohne weiteres freistellen lassen konnte , da diese Arbeitsbegleitend waren .....!!

Da hingt Deutschland weit weit zurück - weil man hier immer noch auf viele antiquare Strategien setzt und auch das bei einer Job-suche - erwartet wird - das man die "unmöglichen" Vorstellungen mit in den neuen Job bringt (diese hat man zwar meistens, aber wirklich voll verwerten kann man diese in einer anderen Firma nicht wirklich ?)

Deutschland muss beim Bildungsangebot einfach flexibler werden - dann klappt es auch wieder mit konkurenzfähigen Arbeitern. (Ich rede jetzt auch nicht von Wissenschaftlern und der Forschung, da ist Deutschland durch einige gute Universitäten und auch "neugierigen" Studenten weit vorne - Aber durch fehlende Betätigungsmöglichkeiten wandert diesen "Kapital" schon seit ein paar Jahren in alle Himmelsrichtungen ab !, weil was nützt ein guter Forscher - der kein gutes Team hat (sprich gutes wirtschaftliches Klima ... etc.)

Wir ruhen uns noch viel zu sehr auf dem Erfolg der fetten Wirtschafstjahre aus und merken dabei nicht - wie uns links und rechts andere Staaten überholen .....
Kommentar ansehen
19.06.2007 17:42 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Götterspötter: "Wir ruhen uns noch viel zu sehr auf dem Erfolg der fetten Wirtschafstjahre aus und merken dabei nicht - wie uns links und rechts andere Staaten überholen ..."

Lass mich tippen: Steingard? Aust? Spiegel?

Die Welt ändert sich, dass gilt selbstverständlich auch für Märkte. Nur man sollte nicht immer so tun, als würde der eine alles gewinnen (z.B. China) während der andere alles verliert (z.B. Deutschland). Wirtschaft (auch internationale) ist kein Nullsummenspiel, bei dem es nur Gewinner und Verlierer gibt.

Ich halte ehrlich gesagt von dieser Steingard´schen Panikmache gar nichts, wobei interessanterweise hinter dieser ganzen Argumentation (jetzt nich bei dir) immer folgender Zeigefinger steht: Arbeitnehmer, sei bescheiden, die Globalisierung läßt uns keine andere Chance. Wobei das dann interessanterweise immer von denen erzählt wird, die selbst zu keinen der (ja angeblich notwendigen) Einschnitte bei sich selbst bereits sind.

Globalisierung ist bei mir mittlerweile zum Totschlagargument verkommen: Sie soll für alles und jedes der Grund sein, warum es uns schlechter gehen muss.

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Frau missbrauchte 13-jährigen Nachbarsjungen, muss aber nicht ins Gefängnis
Bericht: "Ich möchte einfach leben", erzählt ein Obdachloser
Nordkorea Konflikt: Trump setzt auf Putins Hilfe


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?