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Wissenschaftler regt "geleitetes Training zum Rauschtrinken" an

Klaus Hurrelmann ist Gesundheitswissenschaftler und Jugendforscher in Bielefeld. Durch den Professor erfolgte auf einem Fachkongress die Anregung, Jugendlichen in kontrollierter Form den Umgang mit Alkohol und Drogen nahe zu bringen.

"Besser ein Regel geleitetes Training zum Rauschtrinken mit vorhersehbaren Ergebnissen als ein zwar spontanes, aber jenseits der persönlichen Kompetenzen liegendes Koma-Saufen", führte der Experte aus, um "gefährlichen Entgleisungen" entgegenzuwirken

Die Heranführung aus früheren Zeiten, wie der erste Rausch in Anwesenheit Erziehungsberechtigter, würde mittlerweile entfallen, was die Notwendigkeit alternativer Wege erforderlich macht. Schulen könnten z.B. die Aufsicht dabei übernehmen.


WebReporter: Schellhammer
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Wissen, Training, Rausch
Quelle: www.tagesspiegel.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.06.2007 13:39 Uhr von Bergwinkel
 
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@Terrorstorm: Na eben darum macht man doch Training! Egal wer wie wo was wann warum, das Ergebnis ist immer das gleiche: man/frau hat einen zünftigen Rausch.
Hmmmm... ich überlege gerade, ob ich mich nicht als Seminarleiter ausbilden lasse. A la: Besoffen aber nicht doof in 7 Tagen auf´m Bauernhof.
Trinkseminare auf dem Ländle: Erwartungshaltungen und Durchführbarkeiten nach 4 Flaschen Müller-Thurgau.
Oder
Vertiefung der Materie: Trinkerseminar für Fortgeschrittene - Ist der Aperitif noch nötig?

Ach, mir fällt da noch so viel ein....

Prost
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17.06.2007 13:46 Uhr von h4xOr
 
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ich finds: ne echt gute idee, vor allem, wenn die "kinder", sobald sie alt genug sind ihren ersten vollrausch haben, werden sie sich am nächsten tag bestimmt so scheisse fühlen, dass die sich erstma n besseres trinkverhalten zulegen werden
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17.06.2007 14:03 Uhr von Enny
 
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ein Regel geleitetes Training zum Rauschtrinken: "ein Regel geleitetes Training zum Rauschtrinken"

Ja nee, is klar

Und sowas nennt sich auch noch Experte.

Beim Saufen gibt´s keine Regeln.
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17.06.2007 14:23 Uhr von Dr.G0nz0
 
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@enny: vielen dank für diesen völlig sinnlosen beitrag!


ich finde der mann hat recht. besser die kinder unter aufsicht an das thema heranführen, als dass sie mit 12 im koma liegen.
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17.06.2007 15:44 Uhr von Floppy77
 
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@Dr.G0nz0: 12jährige sollten aber weder mit noch ohne Anleitung Alkohol zu sich nehmen. Da hilft nur Aufklärung durch Eltern und Schule und endlich mal ein strikt durchgesetztes Jugendschutzgesetz.
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17.06.2007 15:44 Uhr von Kampfpudel
 
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@Dr.G0nz0: Damit bekämpfst Du aber die Langeweile unter den Jugendlichen nicht. Die besaufen sich doch nur, weil ihnen keine Alternativen geboten werden. Und saufen verblödet, egal, ob Du Dich ins Koma säufst oder Deine Gehirnzellen kontrolliert abtötest.
Wie wär´s mal mit alternativen Freizeitangeboten, nicht ständig schließenden Jugendklubs, kreativitätsfördernden Arbeitsgemeinschaften, Vereinssport, der für alle erschwinglich ist, usw.?
Statt Saufkurs mal einen "Wie ich meine schulischen Leistungen verbessern kann, um meine Berufschancen zu erhöhen"-Kurs.

So werden die Probleme mit Alkohol jedenfalls nicht beseitigt sondern nur kaschiert, als ob die Geisteswelt eines Jugendlichen nur aus einer Sache bestünde/bestehen soll.
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17.06.2007 16:25 Uhr von Johnny Cash
 
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Können: da auch ältere Menschen teilnehmen? Vorzugsweise am Freitag...

Schwachsinn
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17.06.2007 17:25 Uhr von Enny
 
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@Dr.G0nz0: Und du setzt auch noch auf diesen Blödsinn einen drauf.
´Saufen unter elterliche Kontrolle.´

Ja nee, is klar.

Und die erste Nacht mit ner Tussie die überwachen dann später die Eltern. Das der Junge ja nix verkehrt macht.

Die Zigarette danach gibt´s natürlich nur unter Elterlicher Aufsicht und Zuteilung.
Da wird dann streng Buch geführt.
So kommt dann auch keiner auf dumme Gedanken, nicht wahr.
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17.06.2007 18:48 Uhr von amino333
 
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Der Stundenplan: sieht dann in etwa so aus:

-Saufen
-Kiffen
-Koksen
-Weiber kaputtbumsen unter anleitung
-Mathe
-Richtig Nadeln setzen

super!
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18.06.2007 00:54 Uhr von borgir
 
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ich: habe wirklich selten einen dermaßen großen schwachsinn gelesen wie das da eben....
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18.06.2007 11:30 Uhr von bommeler
 
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sechste klasse stundenplan: von der vierten bis zur sechsten stunde kontrolliertes trinken, danach 2 stunden sport zum ausschwitzen
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18.06.2007 12:53 Uhr von shadow#
 
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sehr geil :-): irgendwie hab ich das gefühl dass er das gleich mal ausprobiert hat - anders kann man nicht auf die idee kommen mit sowas an die öffentlichkeit zu gehen.
die grundsätzliche veränderung hat er ja schon gut erkannt - statt dem ersten bier vom papa mit 14 oder 15 gibt´s heute im selben alter die erste pulle fusel aus dem supermarkt.
die grundliegende problematik hat der herr jedoch übersehen - die wenigsten teenager saufen aus spaß - kummer, depressionen und realitätsflucht spielen da mittlerweile genauso eine rolle wie bei ihren älteren alkoholikerkollegen.
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18.06.2007 15:35 Uhr von Homechecker
 
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man sollte das man von einem anderen winkel betrachten
ich schließe jetz mal 0-13 jährige aus weil wenn man sich in dem alter krankenhausreif saufen kann dann mangelt es meines erachtens an elterlicher fürsorge und "überwachung" was die kleinen denn so treiben

die welt heutzutage ist so oberflächlich geworden
wer kann noch von sich behaupten richtige freunde zu haben
wenn ich mir die kinder und werdenden jugendliche anschaue und sehe das dioe freundschaft die 2-3 jahren gehalten hat nach 5 mins vorbei sein kann dann wundere ich mich echt nicht mehr das so viel in den medien berichtet wird
als man damals mal so richtig voll war wurde man nachhause getragen keiner hat was mitbekommen und wie siehts heute aus
alles saufen sich einen ab der der als erstes voll ist bzw schon ne halbe vergiftung hat wird zurückgelassen und von irgendwem gefunden der dann dafür sorgt das er dann ins KH kommt
wenns nicht solche zufälle desöfteren geben würde dann würden weitaus mehr leute dran sterben weil ich immer noch der meinung bin das jugendlichen in dem alter eher geholfen wird als jemand der gegen 20 ist und in der selben situation is
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18.06.2007 20:01 Uhr von cookies
 
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Rausch oder Genuss? Den Umgang mit Alkohol zu lernen, halte ich für keinen schlechten Ansatz. Was mich an dem Original-Artikel stört, ist die Aussage, dass man den Rauschzustand kennenlernen muss. Dies ist eine zweischneidige Sache.
Ich finde es weitaus ansprechender , den Drink zu genießen ohne Ziel, dadurch berauscht zu werden.

Die erste Erfahrung des Rauschzustandes ist sicher wegweisend für das spätere Konsumverhalten.

So sehe ich den Unterschied im Umgang mit Alkohol in verschiedenen Ländern als maßgeblich:
In Frankreich dürfen Kinder im Beisein der Eltern auch schon mal mit 12 ein Glas Wein trinken. Die Alkoholikerquote liegt in Frankreich niedriger als z.B. in Finnland, wo rauschtrinken gang und gäbe ist, der Alkohol wie in den anderen skandinavischen Ländern wesentlich restriktiver gehandelt wird.

Über den Umgang mit Cannabis kann ich da leider weniger länderübergreifende Kenntnisse vorweisen.
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18.06.2007 21:39 Uhr von CHR.BEST
 
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Das Rezept der Toten Hosen: "Eisgekühlter Bommerlunder, Bommerlunder eisgekühlt,
Eisgekühlter Bommerlunder, Bommerlunder eisgekühlt,
und dazu ein belegtes Brot mit Schinken - SCHINKEN -,
ein belegtes Brot mit Ei - EI -,
das sind zwei belegte Brote, eins mit Schinken und eins mit Ei,
und dazu ..."

Die Moral dieser Geschichte lautet also: Zwischen 2 Gläsern Bommerlunder immer 2 belegte Brote essen und schon klappts auch mit dem (kontrollierten) Rausch ;-)
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18.06.2007 22:35 Uhr von kuehlingo69
 
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Hurrelmann ist im: Gegensatz zu vielen anderen "Experten" nicht irgendein dahergelaufener Spinner, sondern einer der renommiertesten noch lebenden Soziologen und Wegbereiter der deutschen Gesundheitswissenschaft und ich finde den Ansaz gar nicht so abwegig. Wenn man nämlich mal den ganzen Text liest wird klar, dass er damit nicht sagen will, dass Etern und Kinder sich gemeinsam krankenhausreif saufen sollen, sondern dass Jugendliche sich heute völlig unkontrolliert besaufen können.
Früher ist man eher auf die gleichen Feste wie die Eltern gegangen, besonders in ländlichen Regionen, heute sieht man kaum 15-jährige in den gleichen Lokalen wie 25-jährige (meine Einschätzung).
Die Jugendlichen sind also auf sich allein/ihre meist ebenso unerfahrene Peergroup angewiesen und wenn keine Autorität da ist um sie darauf hinzuweisen, dass sie langsam den Kanal voll haben, sondern immer weiter angestachelt werden, kann dies schon mal daneben gehen.

Außerdem ist es nie falsch auch mal in eine andere Richtung zu denken!
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19.06.2007 16:37 Uhr von Mondelfe
 
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verkehrte Welt??? Ich hab die Tage noch einen Zeitungsartikel gelesen, da ist eine Mutter in Amerika zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil sie zu dem 16. Geburtstag ihrer Sohnes Wein und Bier ausgegeben hat (sie hatte aber die Autoschlüssel der Fahrer eingesammelt und allen einen Schlafplatz angeboten... ;) )...

...und hier in Deutschland überlegt man wie man Jugendlichen den Alkohol möglichst schonend nahebrigen kann...
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19.06.2007 17:11 Uhr von Schwertträger
 
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Im PRINZIP eine gute Idee: Nur, dass die Eltern das weiterhin wie eh und je machen sollten. In deren Verantwortung liegt das Ganze nämlich.

(Insofern fand ich die Eltern aus der amerikanischen News absolut klasse und deren Bestrafung völlig daneben).

Ich habe irgendwo mit sechs oder sieben Jahren das erste Mal am Bier nippen und lernen dürfen, dass es bitter schmeckt. Seit dem ist das Thema Bier für mich erledigt gewesen. Erst jetzt mit 40 finde ich an sehr heissen Tagen Gefallen an einem einzigen Exemplar zur Zeit.
Etwas später durfte ich auch ein Schlückchen Schlehenfeuer (irgendwas um 14%) probieren und lernte, dass Alkohol etwas für den Genuss ist und dass er Wirkung hat. Da es nie ein Verbot gab, sondern immer die Erziehung zu Genuss und Mass, gab es bei mir mangels Faszination nie den Vollrausch.
Es war nie cool, einen zu haben und die, die einen hatten, waren die Primitivos. Diese Haltung haben meine Eltern mir beigebracht und sie hat funktioniert.
Training bringt also doch etwas.

Wenn man sich dann noch um die Probleme kümmert, entfällt auch das Angstsaufen.

Beides im Verbund löst das Problem nahezu (nicht immer) in Luft auf.
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20.06.2007 09:51 Uhr von Garviel
 
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@Schwertträger: Wie immer ein Vergnügen, Deinen Beitrag zu lesen. Danke!

Zum Thema: Ich hab mal bei einem Experiment unter Anleitung eines Rechtsmediziners mitgemacht. Dabei hat er uns erklärt, welche Alkoholkonzentration nach welchen Faustregeln in welcher Zeit zu welchem Promillewert führt, anschließend konnte jeder von uns eine "Zielvorgabe" abgeben und sich dann "ranpirschen". In Abständen wurde dann geblasen oder Blut abgenommen, um zu sehen, wieviel man hatte und wie sich das dann subjektiv anfühlt. Interessant war für mich zum einen der bei einigen Versuchsteilnehmern eklatante Unterschied zwischen Atem- und Blutalkohol, zum anderen die Erkenntnis, dass ich mich mit 0,5 Promille bereits selbst als nicht mehr fahrtüchtig einschätzen würde.
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21.06.2007 18:09 Uhr von KING07
 
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geil: also ich bin da voll dafür: unter Anleitung sich die Kante geben....was gibts besseres xD

"Schulen könnten z.B. die Aufsicht dabei übernehmen"
----> naja gaub nicht das dass Schulen machen werden.......
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21.06.2007 19:18 Uhr von jsbach
 
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Die Gastwirte oder: Discobetreiber spendieren die "Drogen" und die Kids geben sich die Kante. Totaler Quatsch in meinen Augen: welcher Jugendliche weis nicht um die Gefärhlichkeit des Aloohools?

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