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Physiker vermutet Existenz einer neuen Teilchen-Klasse

Die neuen Teilchen, die sich aufgrund einer nur schwachen Wechselwirkung mit gewöhnlicher Materie in etwa wie "halbe Neutrinos" verhalten dürften, bezeichnet der an der Harvard-Universität forschende Physiker Howard Georgi als Nicht-Teilchen.

Ihre Energie soll im Gegensatz zu derjenigen gewöhnlicher Materie, die der Einsteinbeziehung "Energie ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat" gehorcht, keine Folgen für die physikalischen Eigenschaften der Nicht-Teilchen haben.

In dieser Hinsicht ähnelt die vermutete Teilchen-Klasse den Photonen, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass sie, im Gegensatz zu den Lichtteilchen, eine bestimmte, von Null verschiedene Masse besitzt. Die Fachwelt hingegen ist noch skeptisch.


WebReporter: The_Nothing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Klasse, Physik, Teilchen
Quelle: www.wissenschaft.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.06.2007 15:18 Uhr von The_Nothing
 
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Na, das wär ja mal was ganz Exotisches. Der Forscher verweist auf die Mathematik seiner Arbeit, dazu fällt mir doch glatt der Spruch eines Mathematik-Profs ein:

"Die Physiker benutzen die Mathematik, ohne sie wirklich zu verstehen!"

Was nicht suggerieren soll, dass ich sie vollständig durchdringe :-)

Auf jeden Fall: Quelle lesen!
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16.06.2007 16:01 Uhr von DobbyDumm
 
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@autor: Welcher Physiker versteht die Mathematik? Das ist doch nix Neues.
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16.06.2007 16:21 Uhr von Silverhair
 
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Teilchen? Nicht immer beschreibt die Mathematik im Quantenbereich das was wir gerne in Schubladen schieben wie Teilchen.
Quarks werden zwar über über ihre Eigenschaften beschrieben, aber sie sind eher Ergebnis eines "künstlichen" Zerlegungsprozesses von Materie. Sie sind eher nur eindrittel von Materie, und deshalb eben als "eigentständige" Teilchen überhaupt nicht beschreibbar.
Formel kann man natürlich alle beobachtbaren Eigentschaften von Materie aufdröseln auf angenommene "Teilchen" die dann eben ein bissle davon - ein wenig hiervon haben - was dann für jeden Laien zu seltsamen "Teilchen" führt, in der Praxis kommt es aber da weniger drauf an ob es diese "Teilchen" gibt, oder ob die Modelle helfen bessere -btw. einfachere Berechnungen ermöglichen.

Deshalb steht im Abstract da auch ..."physics that cannot be described in terms of particles" - Physik die nicht beschrieben werden kann in Form von "Teilchen" eben.
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16.06.2007 19:27 Uhr von Mississippi
 
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Ich dachte "Teilchen" könnte interessant sein, klick doch mal rein, aber verstanden hab ich dann gar nichts:(
Wofür oder wogegen ist das denn gut? Hilft es gar weniger Sprit zu verbrauchen??
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16.06.2007 19:55 Uhr von The_Nothing
 
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@Mississippi, @Silverhair: Vielleicht ist es für diejenigen Interessant, die wissen wollen, wie das Universum, sprich unsere Welt, funktioniert. Es könnte, gemäß der Prämisse, dass es wahr ist, erklären, wo ein Großteil der Masse, die das Universum eigentlch haben müsste, hin ist. Nur so als Beispiel. Großartig erklären, was ein Neutrino usw. ist, kann ich im Rahmen der News aufgrund mangelnden Platzes leider nicht...

Da hilft nur Quelle lesen und Tante Wiki fragen.

Das mit der dunklen Materie ist nämlich auch noch nicht geklärt...

@Silverhair

Naja, dann versuch das mal ohne diese "bildhafte" Vorstellung der breiten Masse mundgerecht zuzubereiten :-)

Bei mir sind Atomorbitale immer noch Kugeln bzw. Hanteln oder was auch immer, in die ein bis zwei Elektronen hineingestopft werden, egal, was Herr Heisenberg oder Herr Schrödinger mir noch so auftischen wollen. Und fürs Verständnis, wenn man nicht gerade Physiker ist, reichts allemal.
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16.06.2007 21:45 Uhr von chrismobster
 
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Meine Theorie ist eine andere. Ausgegangen von einem Nullgewicht der Photonen würde E=mc² angewandt auf gewöhnliche Materie offensichtlich wohl etwas anderes bedeuten. Nehme man einen Betrag x dieser Nicht-Teilchen und vergleiche sämtliche MÖGLICHE Wechselwirkungen mit denen der herkömmlichen Materie dürfte auffallen, das das von einer exponentiellen Relativitäts-Theorie (und davon ist im Grund die Rede) nicht ausgegangen werden kann.

Viele Grüße

Christoph
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16.06.2007 22:49 Uhr von Extr3m3r
 
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aso hier geht es gar nicht um leckere Plätzchen, stimmts? schadee
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16.06.2007 23:01 Uhr von Silverhair
 
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@The Nothing: Nun, ich glaube nicht so sehr das es erklärt wie die Heutige Physik funktioniert, sondern eher hilfreich ist beim Verständnis warum sich in dem kurzen Moment in dem das Universum und seine Physik entstanden sind bestimmte Zustände der Physik nicht durchgesetzt haben, oder bestimmte Energetische Zustände/Dimensionen einfach verschwunden sind.
Oder um ein Bild zu verwenden, das Universum zu Anfang wie Wasser, was dann kristalisierte, und warum eben nicht beliebige Kristalle übrigblieben, sondern nur die doch relativ wenigen die wir beobachten.

Für die Beobachtbare aktuelle Physik dürfte es wenig bringen, wie man schon am gigantischen Aufwand sieht den man treiben muss um überhaupt eine Messung da vornehmen zu können.
Zur dunklen Materie dürfte diese Theorie selber wenig beitragen, weil es da nicht um "kleine" sondern im gegenteil um ein vielmaches der beobachtbaren Materie geht.

Bilder sind immer ein Zeichen des Wissens der "Lehrer" - würde man Atome und Elektronen nicht immer wieder mit Kugeln vergleichen, sondern mit Wahrscheinlichkeitsflächen, dann wäre auch das "innere" Bild der Schüler ein anderes wohl ..
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16.06.2007 23:44 Uhr von The_Nothing
 
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@Silverhair ich dachte die Dimensionen wären gar nicht verschwunden, sondern einfach nur maßlos in sich zusammengeschrumpft?

Das mit der dunklen Materie kam blöd rüber, wollte das nur als vergleichendes Beispiel heranziehen.
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17.06.2007 01:45 Uhr von Silverhair
 
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@The Nothing: Nun, wir sollten vielleicht eher davon ausgehen das es in der Singularität der Entstehung möglicherweise sehr sehr viele Dimensionen gab. Ein kleiner HInweis daraus ergibt sich aus der heutigen Schwierigkeit der Physiker klären zu können ob die 2 Favoriten nämlich 27 Dimensionen oder 11 nun den Aktuellen Stand darstellen. Auch ein paar Lücken im Physikalischen System so die unmittelbare fern Wechselwirkung, die wir ja jetzt durch Quantencomputer btw. Verschlüsselung ausnutzen wollen passen nicht so ganz ins System, es sieht da eher so aus als wenn man bei einem Baum die Äste teilweise abgeschnitten hätte .. und ein paar Blätter irgendwo haltlos übriggeblieben wären.
Na ja.. gibt viele Theorien - nur ist mir keine bekannt die eine Annahme über eine von Anfangan begrenzte Anzahl von Dimensionen macht.


Und, wollte das mit der dunklen Materie da auch nicht schlecht machen, eher erläutern das man durch solche Eichtherorien zwar viel Erfahren kann, das sie aber seltenst einen Anhaltspunkt für konkret beobachtbare Astro-Physikalische Probleme liefern.
Dafür kommen eigentlich nur "grosse" Dimensionen in Frage, und da gehts dann weiter mit Brane-Theorien etc. und vielleicht ein paar korrekturen am Gravitationsgesetz .. aber das füllt dann hier zu schnell die Seiten.
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17.06.2007 02:21 Uhr von black_ice_de
 
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@The_Nothing: Naja, die Sache mit dem "zusammen-schrumpfen" ist halt immer noch sehr theoretisch. Ich persönlich halte zwar sowohl die String- als auch die Brane-Theorien für eine SEHR vielversprechende Sache, aber zur Zeit gibt es halt immer noch gleich viele Pro- und Contra-Stimmen, sowie "Beweise". Leider ist es momentan ja auch noch so, daß es sich dabei eher um Philosophie / Religion handelt, als um Physik. Immerhin: Ich bin ein Glaubender! ;)

Ich freue mich schon sehr auf die Zeit nach der Fertigstellung des Large Hadron Collider. Für die meisten bisher noch theoretischen Felder der Physik wird das eine unglaublich spannende Zeit - selbst wenn nur ein zehntel der bisher erhofften Erkenntnisse gefunden würden.

Zu dem Problem der "dunklen Materie": Es gibt da einige interessante Ideen im Zusammehang mit den Brane-Theorien, die "dunkle Materie" sogar überflüssig machen könnten. Z.B. könnte die überschüssige Gravitation aus einer "benachbarten Brane" in unsere herüber "sickern". Finde leider gerade auf die schnelle keinen Link dazu.
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17.06.2007 02:45 Uhr von Silverhair
 
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@black_ice_de: Na - über die Ergebnisse des LHC bin ich auch mal gespannt, mal sehen ob ich die noch mitbekomme.

Und zu den Brane-Theorien , Gravitation da gibt es eine sehr aussergewöhnliche Meldung der beiden Voyager Sonden- das ihre "Geschwindigkeit" vollkommen unerwartet an den Grenzen des Sonnensystems abgenommen hat, trotz entgegengesetzer Richtung aus dem Sonnensystems, aber mit identischen "Verlangsamungsraten". Allerdings dürften sichere verläßliche Daten wohl erst in 30-50 jahren zur Verfügung stehen. Aber es könnte ein Hinweis darauf sein das die Branetheorien mit ihren modifizierten Gravitationsberechnungen nicht so ganz falsch sein könnten.

Glauben tu ich nur noch an die Neugier *g* .. das andere hat leider zu oft geändert.
Aber ich habe durchaus eine Vermutung, das wir die Welt vielleicht wirklich intellektuell nur so sehen, weil sie uns irgendwie nur "vorgespielt" wird. Zumindest gibt es starke Hinweise darauf das das was wir als "freien Willen" betrachten so nicht stimmt, das wir vielleicht vielmehr aus der Sicht von Avataren in einem Spiel etwas zu ergründen versuchen was aus der Sicht der "wirklichen" - die wir durchaus selber sein können vielleicht ziemlich trivial ist - nur wir stolpern immer über die "Brüche" in unserer Künstlichen Welt, und weil wir (die Avatare) keine Übersicht haben denken wir immer das es unendlich kompliziert und aufwendig ist.
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17.06.2007 03:22 Uhr von black_ice_de
 
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@ Silverhair: Die Meldung über die Voyager-Sonden habe ich auch mitbekommen. Sehr interessant das ganze. Es gab daraufhin ja eine ganze Menge Spekulationen, aber wirkliche Ergebnisse (meines Wissens nach) noch nicht.

An sonsten kann ich nur sagen:
"Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt.

Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist. "

(Douglas Adams)
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17.06.2007 03:39 Uhr von Silverhair
 
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@black_ice_de: *schmunzel* - na ja - bei letzten mal war die Frage nach 42 .. mal sehen welche Zahl beim nächstenmal dran ist.

Aber wie heißt es so schön .. Vergiß nie dein Handtuch*g*

Aber im Ernst, Physik hat viel von einem Verwirrspiel an sich, und oft ist es so Rätzelhaft wie die 42 - man braucht schon einen gewaltigen Spielstrieb um da am ball zu bleiben.
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17.06.2007 06:27 Uhr von Merke
 
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Alles sehr interessant: was die da erzählen, nur kaum jemand versteht das. Dazu reicht nicht das Realschul Wissen was ich habe. **?$//?$**

Aber interessant ist, man redet von so komplizierten Mechanismen wie o.g., aber ich finde es immer wieder interessant, wenn ich dann vom Urknall lese. Ist für mich immer noch sehr unrealistisches Szenario -- Urknall Theorie als Anfang vom Universum. Aber ich sage ja, ich bin nicht sehr gebildet, vielleicht liegts daran, dass ich mir das nicht vorstellen kann!
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17.06.2007 14:22 Uhr von Bergwinkel
 
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@ Silverhair: Zitat: "Aber ich habe durchaus eine Vermutung, das wir die Welt vielleicht wirklich intellektuell nur so sehen, weil sie uns irgendwie nur "vorgespielt" wird. Zumindest gibt es starke Hinweise darauf das das was wir als "freien Willen" betrachten so nicht stimmt, das wir vielleicht vielmehr aus der Sicht von Avataren in einem Spiel etwas zu ergründen versuchen was aus der Sicht der "wirklichen" - die wir durchaus selber sein können vielleicht ziemlich trivial ist - nur wir stolpern immer über die "Brüche" in unserer Künstlichen Welt, und weil wir (die Avatare) keine Übersicht haben denken wir immer das es unendlich kompliziert und aufwendig ist."

Schließt sich das nicht von selbst aus? Ich meine, woher weiss "Es" was "Es" ist, wenn Es´ ganze Welt nur ein Tropfen auf einem Objektträger unter einem Mikroskop ist?
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17.06.2007 22:36 Uhr von CHR.BEST
 
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@black_ice_de: Hauptsache wir haben genug Telefonhörerdesinfizierer ;-)

Hm, je weniger unbekannte Teilchen mit bekannten wechselwirken umso schlechter läßt sich eine Theorie tatsächlich stützen. Ich fürchte die Zahl der Theorien, die richtig sein könnten, aber sich immer schwerer beweisen lassen steigt an je mehr in den allerkleinsten Dimensionen geforscht wird. Auch können wir nur die Teilchen erforschen, die wir vor Ort zur Verfügung haben bzw. im Teilchenbeschleuniger künstlich erzeugen können. Aber wer sagt daß das schon alles sein soll?

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