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Nürnberg: Prozess um Zahngold gegen ehemalige Krematoriumsmitarbeiter eröffnet

Die Nürnberger Staatsanwaltschaft hat nun in der Zahngoldaffäre gegen fünf ehemalige Beschäftigte des städtischen Krematoriums das Verfahren eröffnet. Die Begründung: Störung der Totenruhe und versuchter schwerer Bandendiebstahl.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, nach Einäscherung der Toten das Zahngold der Verblichenen heimlich an sich genommen zu haben, um es dann später weiter zu verkaufen.

Die begangenen Delikte sind jedoch nicht als Diebstähle zu werten, da weder die Erben als auch die Stadt Nürnberg Eigentumsansprüche darauf haben.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Nürnberg, Krematorium
Quelle: www.frankenpost.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2007 11:36 Uhr von jsbach
 
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Ob es in anderen Krematorien auch in solcher betrügerischer Absicht
gemacht wird? Ich kann mir vorstellen, dass normalerweise das gefundene Gold gesammelt wird und der Erlös für notwendige Betriebsausgaben verwendet wird.
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15.06.2007 12:52 Uhr von Schwertträger
 
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Störung der Totenruhe? Man kann auch pingelig sein.

Was ich nicht verstehe ist, dass die Erben keinen Anspruch auf das Gold haben sollen.
In vergangenen Kulturstufen war der Leichnahm von Verwandten immer Eigentum der Familie (geordnet nach Erbschaftsfolge), weshalb ja auch Sohn/Tochter bestimmten, was damit geschehen soll.
Und auch heutzutage werden ja die Kinder gefragt, ob Organe entnommen werden dürfen, also scheint es da ja sowas wie ein Bestimmungsrecht zu geben.

Ich werde das Zahngold meiner Eltern jedenfalls beanspruchen. Davon kann man glatt ein Drittel der Kosten bezahlen und da sie sich zur Verbrennung entschlossen haben, gerade weil sie den Kult um die körperlichen Überreste doof finden, ist das auch in Ordnung.
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15.06.2007 13:16 Uhr von JCR
 
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Schon makaber, aber Zahngoldverwertung ist an sich nicht illegal, und wenn keiner einen Ansprcuh darauf erhebt, ist niemand geschädigt worden. Trotzdem bleibt es verwerflich, ein wenig Achtung vor den Toten sollte man sich in dem Job doch bewahren.
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15.06.2007 16:57 Uhr von Schwertträger
 
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@JCR: Hast Du schon mal Asche von Toten gesehen? Die unterscheidet sich nicht von Asche aus Deinem Kamin. Von daher ist es schwer, Achtung davor zu haben.
Erschwerend kommt hinzu, dass es ein menschlicher Urinstinkt ist, etwas Wertvolles aus dem Dreck zu fisseln. Gold in Asche fällt 100%ig in dieses Schema.


Achtung vor dem Toten ist ausserdem nicht gleichbedeutend mit Achtung vor seinen sterblichen Überresten, würde ich sagen.
EIn Körper ist ein Körper, mehr nicht. So mancher Mediziner und die meisten Menschen behandeln ihn schon zu Lebzeiten so, also warum das ganze Brimborium, nachdem die Seele fort ist?

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