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Erstes Kunstwerk der Documenta zerstört - Täter: Die "Dreck-Street-Boys"

Darüber wird die chilenische Künstlerin Lotty Rosenfeld sicherlich nicht erfreut sein: Kurz vor der Eröffnung der Kunstschau documenta wurde ihr Kunstwerk von einem örtlichen Putztrupp wieder zerstört.

Rosenfeld hatte als Anlehnung an ein Protestwerk in ihrer chilenischen Heimat Kreuze auf Straßen in Kassel gemalt, um auf unterschwellige Macht- und Kontrollformen aufmerksam zu machen.

Die Stadtreiniger, auch als Dreck-Street-Boys bekannt, erkannten das Werk jedoch nicht als Kunst und entfernten es kurzerhand. Schon 1986 hatte ein ähnlicher Fall auf sich aufmerksam gemacht. Damals wurde ein Kunstwerk mit dem klangvollen Namen "Fettecke" entfernt.


WebReporter: moercology
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Kunst, Täter, Kunstwerk
Quelle: www.welt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2007 10:02 Uhr von moercology
 
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Die Zerstörung des Kunstwerks ist tragisch für Lotty Rosenfeld. Doch ist das Ereignis nur ein weiterer Beweis dafür, dass zeitgenössische Kunst einfach nicht als solche anerkannt wird. Das war schon damals so: Klassische Komponisten wurden erst nach ihrem Tod bekannt und heutzutage berühmte Schriftsteller lebten zu ihrer Zeit verarmt. Meiner Meinung nach sollten seltsam anmutende Kunstwerke mit einer deutlichen Markierung "Kunst" gekennzeichnet werden.
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15.06.2007 10:58 Uhr von fire2002de
 
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sein wir doch mal erlich: was is bei den meisten noch Kunst und was sinnlose schmiererein die nur hoch gehalten wird ?? ;)

und 3 farb kleckse auf nem weißen blatt Papier für 100K € zu verkaufen is ja wohl nen witz !!


die einzig ware kunst is ein "67er Ford Mustang Shelby Gt 500" ^^
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15.06.2007 12:00 Uhr von moercology
 
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wok mein Vergleich ist in der Tat unangebracht. Sollte auch eigentlich ironisch klingen, hat aber irgendwie nicht geklappt ;-). Ich bin nämlich ebenfalls der letzte, der solche "Kunst" für etwas Ästhetisches hält.
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15.06.2007 12:11 Uhr von Schwertträger
 
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Wieso muss Kunst ästethisch sein??? Ich wende mich dabei an meine Vorredner, die die Kreuze nicht als Kunst erkennen.

Sicher, das einzelne Kruez ist keine Kunst. Sicher, so ein Kreuz könnte jeder machen.

Wenn man sich aber jetzt diese Kreuze auf einer Stadtkarte anschaut, wird aus der GESAMTHEIT der Kreuze etwas Künstlerisches, weil sie an bestimmten Stellen angebracht wurden und auf etwas hinweisen. Hier sollen sie auf Stellen hinweisen, wo Schaltstellen von Macht und Kontrolle sitzen, oder wirken o.ä. .

Das ist dann schon Kunst, weil sie durchaus den einen oder anderen zum Nachdenken anregen, was ja ein (einer von mehreren) Anspruch von Kunst ist.

Wenn etwas einfach nur schön ist, hat es wahrscheinlich wenig mit Kunst zu tun, das habt Ihr damals in der Schule schon gelernt (hoffe ich) und nur wieder vergessen. Schönheit entspringt auch der Industrie, da wird Kunst nicht unbedingt benötigt.





..... und es sollte Euch zu denken geben, dass ein Techniker Euch sowas erklären muss. :-)
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15.06.2007 12:30 Uhr von carry-
 
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richtig so: es hat schon seinen grund, dass man nicht an strassenmarkierungen und schildern herumbasteln darf.
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15.06.2007 13:10 Uhr von Whitechariot
 
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Dreck-Street-Boys? Nur beim Lesen der Quelle wird klar, dass das einer von verschiedenen Werbeslogans auf den Fahrzeugenb der Stadtreinigung in Kassel ist... ich fragte mich schon erst, was das sein soll - eine putzende Straßengang? Ein private Reinigungsfirma?

Und die "Fettecke" wurde nicht in Kassel entfernt und hatte weder etwas mit den dortigen Stadtreinigung zu tun noch irgendetwas mit einer documenta. Da ist die Zusammenfassung der News - die da einen Zuammenhang assoziiert - etwas mißverständlich.

Was die Kreuze auf den Straßen angeht - das hätte man vielleicht vorher ankündigen sollen entsprechend.
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15.06.2007 15:48 Uhr von g.ott
 
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@Schwertträger: Beim betrachten der meisten zeitgenössischen Kunstwerke muss ich immer an das Märchen des Kaisers neue Kleider denken.
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15.06.2007 16:07 Uhr von nabach
 
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In den HR3 Nachrichten ist es etwas anders dar gestellt. Hier wird auf den Eingriff in den Straßenverkehr gemeldet, da keine Markierungen auf Fahrbahnen angebracht werden dürfen, die einen Eingriff in den Straßenverkehr sind.
Laut HR soll zuerst die Stadtverwaltung mit der Dokumenta Verwaltung über die unangemeldete Aktion gesprochen haben und dann erst die "Installation" entfernt haben. Laut Pressesprecherin ist somit auch das Kunstwerk abgeschlossen, weil nun auch im Gesamtkunstwerk durch die Staatsmacht abgerundet wurde.
Ich finde es gut, da wir mit unserer Gruppe auch Aktionen auf Fahrbahnen geplant haben um auf die Situation von Kindern im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und uns verboten wurde Tempo 30 auf die Fahrbahn zu schreiben (in Tempo 30 Zone) bzw. Zebrastreifen an zu deuten! (Sollte auch nur mit Kreide geschehen!)
Gleiches Recht für alle!
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15.06.2007 18:48 Uhr von NetCrack
 
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LoL also die Männer, wenn sie auch nen schwulen Namen haben, haben nur ihren Job getan. Wenn eine sogenannte Künsterlin auf Straßen rumschmiert ist das ein großes Werk, wenn unsereins sowas täte wäre es Vandalismus!
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16.06.2007 03:11 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
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Kunst? PAH! Warum darf sich jeder Mist, der einfach nur abstrakt wirkt, Kunstwerk schimpfen.

Na gut, wenn die Frau was besonderes in ihren aufgeklebten weißen Kreuzen sieht... ihre Sache.
Aber ist das gleich Kunst weil irgendjemand sich etwas ausgedacht hat, das nicht jeder versteht?
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16.06.2007 14:24 Uhr von inserv
 
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Was soll der Müll? Auch wenn Kassel nicht gerade den Ruf hat, dass man besonders tolerant ist, sollten auch anders denkende "Künstler" akzeptieren können, dass man manchmal Regeln akzeptieren muss.

Ich kann auch nicht vor meinem Haus auf die Strasse kotzen und dann behaupten, dass dies Kunst ist und nur die gesellschaftliche Zusammensetzung in Deutschland symbolisieren soll. Manchmal frage ich mich doch, WIE krank die Kunstszene in Deutschland doch geworden ist...
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16.06.2007 23:16 Uhr von wapwap
 
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Kunst komm von Verkaufen: und nicht von Können. Das ist der Fehler den viele Leute machen und sich dann wundern.

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