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Banker veruntreut Geld und schenkt es Bedürftigen - Fast drei Jahre Haft

Ein 45-jähriger Bankangestellter aus dem württembergischen Tauberfranken wurde vom Landgericht Mosbach wegen Veruntreuung in 168 Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Er hatte zugegeben, aus Mitleid 2,1 Millionen Euro von den Konten bestimmter Kunden auf die Konten von Leuten überwiesen zu haben, die seiner Meinung nach bedürftig waren. Dabei handelte es sich um Arbeitslose und sozial Schwache.

Ende 2005 verlor er selbst die Nerven und dachte an Selbstmord. Deshalb informierte er seinen Arbeitgeber und ging im Februar 2006 selbst zur Polizei. Bis auf 640.000 Euro konnten die Buchungen rückgängig gemacht werden. Den Schaden trägt die Bank.


WebReporter: Hier kommt die M...
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Geld, Haft, Banker
Quelle: www.manager-magazin.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2007 17:10 Uhr von Hier kommt die M...
 
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Ein wahrer Robin Hood der Neuzeit. Man weiss wirklich nicht, ob man das gut finden oder verurteilen soll. Natürlich ist das eine Straftat, aber trotzdem würde sich vermutlich jeder freuen, wenn man ihm einfach so Geld überweisen würde und schön schweigen:)
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14.06.2007 18:28 Uhr von MasterDogg
 
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Robin Hood: Also verurteilen bestimmt nicht, wenn man davon gehört hat, wie einige Banken die Leute mit Absicht in den Ruin treiben, ihnen denn noch das Häuschen abnehmen und ersteigern und anderen den Kredit geben, den die ehemaligen Eigentümer zum Erhalt gebrauch hätten, hab unlängst so einen Film im Fernsehen gesehen, die kennen da keine Skrupel, aber das ist ja angeblich legal. Aber dank unserer modernen Zeit "moralisch inkorrekt".
Wahrscheinlich sind sie auch noch versichert. Interessant wären die Auswahlkriterien, ich glaube, wenn die Betroffenen das Geld ausgegeben haben, ohne es richtig zu merken, brauchen sie es auch nicht zurückzahlen.
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14.06.2007 18:46 Uhr von doreen.19741
 
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Mal einer: der nicht an sich denkt,sondern anderen hilft.natürlich war es nicht sein geld,denn sonst wär es echt eine super sache gewesen.
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14.06.2007 20:15 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ MasterDogg: ich hab mal irgendwo gelesen, dass man geld, dass einem aus irgendeinem grund versehentlich überwiesen wurde, auch dann zurückzahlen muss, wenn man nicht gemerkt hat, dass es eigentlich zu unrecht auf dem konto war... mit einfach schnell abheben und ausgeben, bevor es jemand merkt, is also leider nix... :o(

trotzdem nett von dem mann, schade, dass er die nerven verloren hat - vielleicht wär er ja sonst damit durchgekommen...
*g*
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15.06.2007 06:52 Uhr von MasterDogg
 
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@kleiner erdbär: Ich meinte nicht schnell abheben, einige Leute gehen ja zur Bank, kucken auch nicht auf ihre Kontoauszüge, sondern holen Geld, solange es einfach geht, ohne sich etwas besonderres zu kaufen, ich glaube bei der Euro Umstellung war das der Fall, wo einige ihre Hilfe in DM-Summe ausbezahlt bekamen und auf diese Art und Weise ihr Geld ausgaben, sie mussten es wohl nicht zurückzahlen.
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15.06.2007 08:51 Uhr von lucky strike
 
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Bewährungsstrafe hätte es getan: ich mein Diebstahl ist und bleibt Diebstahl. Er hat sich allerdings nicht selbst bereichert. Zudem hat er sich ja selbst Angezeigt, was ich nochmals Strafmildernt gewertet hätte.
Vergewaltiger kriegen auch nur ein paar Jahre Bewährung
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15.06.2007 11:55 Uhr von Marodeur2
 
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Robin Hood: findet man so lange toll, bis man selbst sich mal etwas Geld hart erarbeitet hat und ein sogenannter Robin Hood es sich krallt und Asozialen zukommen lässt.

Das mag nur eines von vielen Szenarien sein, doch es ist mind. ebenso wahrschienlich wie das sich dieser Robin Hood das Geld von welchen genommen haben die es "zu Unrecht" (was immer das heißen mag) besitzen und denjenigen gibt, die unverschuldet in Not geraten sind.

Sind wir ehrlich, der Typ hat Geld genommen von irgendwelchen Leuten und hat es einfach anderen LEuten zugewiesen. Ohne das er irgendeine Ahnung über die Hintergründe der Konteninhabe hätte, von einer Kompetenz oder gar einem Anrecht so was entshceiden zu dürfen ganz abgesehen. Jeder der so etwas gut heißt ist meiner Meinung nach ein Opfer seiner eigenen idealisierenden Phantasie und nicht willens oder in der Lage, die Sache mal zu Ende zu denken.
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15.06.2007 12:18 Uhr von ArrowTiger
 
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@Marodeur2: -- "Robin Hood findet man so lange toll, bis man selbst sich mal etwas Geld hart erarbeitet hat und ein sogenannter Robin Hood es sich krallt und Asozialen zukommen lässt."

Er hat es Bedürftigen zukommen lassen. Asoziale sind z.B. Leute, die Bedürftige als Asoziale titulieren...
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15.06.2007 12:24 Uhr von ArrowTiger
 
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@MasterDogg: Du kennst Brecht?

"Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" (m.W. aus der Dreigroschenoper)

Siehe auch SAL Oppenheimer, die gerade einem Buchautor, der etwas zu viel von den Verbrechen dieser Bank und ihres Gründers veröffentlicht hat, über unzählige Klagen fertig machen wollen. Auch Buchhändler wurden mit Schikanen bedroht...
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15.06.2007 12:35 Uhr von Dare_13
 
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was für ein Mist! es gibt tausende Wege, Menschen zu helfen aber Straftaten gehören nicht dazu, das ist doch totaler Unsinn!
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15.06.2007 13:01 Uhr von bellybutton
 
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Gut gemacht ;-): ich find, der hat das gute gemacht...

Ich hoffe nur ,das die nun den Fahrer nicht entlassen müssen ^^

Ich hab zwar n Job aber ich finde es ebenfalls vermessen, Bedürtige als Assis zu bezeichnen !
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15.06.2007 13:11 Uhr von JCR
 
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Das ist doch mal nett. Zweifelsohne ist der Bank dadurch ein Schaden entstanden, welcher sich aber in Grenzen hält.

Wenn man bedenkt, mit welchen "Strafen" manche davonkamen, die bei Mannesmann und ähnlichen Unternehmen, oder auch in der Politik Geld veruntreut haben, ist das schon ein relativ hartes Urteil.
Auch selbstlose Motive können bei einer solchen Aktion vor Strafe nicht schützen.
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15.06.2007 15:17 Uhr von CarmenArcani
 
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Eine gute Tat,die aber in die falsche Richtung zielte!


Auch wenn er den Robin Hood charaktisierte,

so hatte er nicht das Recht beim Arbeitgeber das Geld zu veruntreuen.

Das ist Betrug.

Auch wenn die Banken gegenüber den Bedürftigen
rigorose Erzbetrüger sind.

Es war eine falsche Handlungsweise vom
guten "Robin Hood".

Ich wünsche ihm nur, daß er straffrei rauskommt.
JESUS hätte ihn dafür nicht verurteilt.

Solches gibt es nur bei der Masse Mensch.

Liebe Grüße von Carmen, die allen nur das Beste wünscht.

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15.06.2007 18:02 Uhr von Max Headroom / TEX
 
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@Carmen:

> Ich wünsche ihm nur, daß er straffrei rauskommt.
> JESUS hätte ihn dafür nicht verurteilt.
> Solches gibt es nur bei der Masse Mensch.

Liebe CARMEN,

der Grund, weshalb Du Namen in Capitallettern schreibst, ist mir zwar unbekannt, aber im Grunde hast Du recht. Im Tierreich wäre ein Diebstahl nicht mit Gefängnis bestraft worden. Man hätte den Täter schlicht und ergreifend aufgefressen ;)

Sch(m)erz beiseite...
Auch ich denke, dass seine Absichten zwar gut gemeint waren, aber seine Taten dafür ganz klar falsch gewählt waren. Ein jeder Mensch spart auf einer Bank, um der Bank zu vertrauen... dass ihr Geld dort auch sicher sei. Wo kämen wir denn hinn, wenn ich Geld spare, ein paar Euros draussen einigen hilfsbedürftigen Menschen FREIWILLIG gebe, einige Euros an Steuern UNFREIWILLIG zahle, damit hilfsbedürftige Menschen unterstützt werden... und am ende ABSOLUT UNFREIWILLIG damit Leben müsste, dass mir irgendein Angestellter der "Vertrauensbank" mal aus eigenem Ermessen 10, 100 oder 1000 Euros entwendet hat ? Was würdest Du sagen, wenn dein Kontobetrag sich um einige hundert Euros erleichtern und Du ggf. keine Information bekommst, wer oder was da nun an dein erarbeitetes Geld geknabbert hat ? Schliesslich arbeitest Du, damit du eben NICHT als hilfsbedürftig gilst. Wer gibt _dir_ denn dann das Geld ? Robin Hood #2 ;)

Nein, der Mann hatte zwar ein weiches Herz, aber leider auch keine Ahnung der Welt. Hat er sich mit den hilfsbedürftigen zusammen hingesessen und mal die Situation besprochen ? Möglicherweise gibt es mehrere Wege ihn da aus der Miserie zu retten. Einem anderen dafür sein Geld zu stehlen... nein Danke. Wenn bei meiner Bank jemand einen Überfall (aus finanzieller Not) durchführt und dabei Angestellte mit einer Waffe bedroht, und auch wenn er ein alleinerziehender Vater von 2 süßen kleinen Kindern ist, würde ich auch auf Schuldig plädieren. Zwar unter mildernden Umständen, aber Schuld bleibt Schuld.

Ich hoffe, der Mann bekommt eine gerechte Strafe... eine wirklich milde. Ein bisschen Bewährung, eine Kündigung vom Chef und dann mal sehen. Das Konto muss natürlich ausgeglichen werden. Schaden ist Schaden, und er muss es eben wieder gutmachen.

... naja... es sei denn, er hätte Konten von Politiker geplündert. Dessen Geld stinkt doch generell und niemand von uns vermisst es wirklich :) (SCNR)

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