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USA: Neue Waffengesetze sollen Amokläufe verhindern

Eine nationale Datenbank mit "gefährlichen Personen" soll durch finanzielle Hilfe aus Washington zukünftig gepflegt und aktuell gehalten werden. Diese Datenbank muss von Waffenhändlern abgefragt werden, bevor sie Kunden Waffen verkaufen.

Die Vereinigung der Waffenbesitzer "National Rifle Association" konnte sich mit den Demokraten im Kongress auf einen Kompromiss einigen: Demnach soll die Eintragung mental instabiler Personen zukünftig schneller und umfassender durchgeführt werden.

Im Gegenzug verlangte die NRA eine Überprüfung von 80.000 Soldaten, die bereits in die Liste der "gefährlichen Personen" eingetragen sind und daher keine Waffen kaufen dürfen. Seit 1994 wurden in den USA keine neuen Waffengesetze beschlossen.


WebReporter: moercology
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Waffe, Waffengesetz
Quelle: www.welt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.06.2007 11:03 Uhr von moercology
 
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Ein kleiner Schritt auf dem Weg in eine kontrollierte Zukunft? Fraglich ist, ob die Bundesstaaten ihre freiwillige Aufgabe als verpflichtend ansehen, sodass die Datenbank aktuell und nützlich gehalten wird. Der Bundesstaat Vermont hat bereits seinen Ausstieg aus dem System verkündet. Und auch sonst ist damit zu rechnen, dass einzelne Händler ihren Profit an erste Stelle setzen und einen Datenbank-Check unter den Tisch fallen lassen. Amokläufer werden mit diesem Gesetz nicht verhindert werden.
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11.06.2007 11:34 Uhr von Prinz_taly
 
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verhindern? verhindern werden sie nur eins.
das die a.läufer von alleine in die waffengeschäfte gehen
sondern mama und papa losschicken um während des wocheneinkaufs auch noch ein paar waffen mitzubringen.
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11.06.2007 11:58 Uhr von bopper
 
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@Autor: "Und auch sonst ist damit zu rechnen, dass einzelne Händler ihren Profit an erste Stelle setzen und einen Datenbank-Check unter den Tisch fallen lassen. "

Wer in den USA eine Lizenz als Waffenhändler hat, wird m. W. von der entsprechenden Behörde (AFT glaub ich) streng kontrolliert. Da wird keiner leichtfertig wegen ein paar Dollar seine Lebensgrundlage aufs Spiel setzen.

Zumal viele der Amokläufer illegal beschaffte Waffen einsetzten, die sich jeder staatlichen Kontrolle entziehen.
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11.06.2007 12:19 Uhr von fallobst
 
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problem: hab noch den spiegel-artikel über den amokläufer von blacksburg im kopf. der typ hatte vorher schon mehrere frauen belästigt, wurde deshalb angezeigt und musste sich einer psychischen untersuchung unterziehen. das ergebnis war das er eine gafahr für sich selbst sei, aber nicht für andere. deshalb wurde er wieder entlassen.

JEDOCH war er im computer und hätte eigentlich keine waffen in nem waffenladen kaufen dürfen. leider gab es dabei eine panne oder etwas dergleichen, so dass er sich ohne probleme die waffen kaufen konnte.
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11.06.2007 12:27 Uhr von tobo81
 
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Müssten da nicht alle Amis drin stehen?? ;-)
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11.06.2007 12:43 Uhr von JCR
 
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Die haben echt eine merkwürdige Art, mit diesen Problemen umzugehen.

Anstatt zu verhindern, dass selbst Minderjährige an Waffen und Munition kommen, wird jetzt wieder alles bespitzelt, was entfernt arabisch oder kommunistisch wirkt, wetten?
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11.06.2007 13:54 Uhr von HEINZMEMBER
 
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Ähm das kann doch nciht richtig sein? "Die Vereinigung der Waffenbesitzer "National Rifle Association" konnte sich mit den Demokraten im Kongress auf einen Kompromiss einigen"

Werden die Republikaner nun mit der Lobby für die sie arbeiten gleichgesetzt, ist die NRA plötzlich eine mächtige Partei oder dürfen derartige Organisationen da im Kongress mitdiskutieren und Forderungen stellen?
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11.06.2007 15:09 Uhr von linkman4
 
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Wahrscheinlich kaum Wirkung: Wie bereits einer meiner Vorredner sagte, ist es oftmals so, dass Amokläufer gestohlene Waffen nutzen. Diese entziehen sich damit jeglicher Kontrolle.
Grundsätzlich ist die Idee aber ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn jemand bereits straffällig geworden ist und man feststellen musste, dass er keine Waffen besitzen dürfe, hat das übrigens nichts mit Bespitzelung zu tun, JCR. jemand, der in D betrunken gafahren ist und seinen Führerschein plötzlich zurückverlangt, muss doch auch erst geprüft werden, und das ist vollkommen richtig so.

Insgesamt halte ich den Umgang in den USA mit Waffen und deren freien Verkauf für äußerst verantwortungslos. Auch denke ich, dass die Pflege des Systems obligatorisch für alle Bundesstaaten werden sollte, andernfalls ist es sinnlos.

mfg link
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11.06.2007 15:34 Uhr von Hier kommt die M...
 
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ahja und wer beurteilt dann vor einem Verkauf die Psyche des Käufers? Wie hieß der Film? Minority Report?
Ich denke nicht, dass das großartige Verbesserungen bringen wird, solange es da zum guten Ton gehört, dass schon Kinder den Umgang mit Schußwaffen beherrschen...
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11.06.2007 15:50 Uhr von derSchmu
 
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Nur ein kleiner Erfolg evtl es gibt einige Amoklaeufer, die sich kurzfristig zu so einer Tat entscheiden.
Sofern diese schon in der Datenbank enthalten sind, bekommen sie demnach auch nich mal eben schnell ne Waffe.
Andersherum sind es gerade diese Spontanen, die vorher nie aufgefallen sind und daher auch nicht in der DB erfasst sind.
Was die anderen angeht, die sowas ueber laengere Zeit geplant haben, die werden auch an ihre Waffen so herankommen, egal, ob sie in der DB erfasst sind oder nicht...
Ergo wird das ganze wohl eher nur wenig Wirkung haben aber dafuer alle und wahrscheinlich unbescholtene Buerger in einer DB erfasst haben.
Das Gesetz ist demzufolge mehr eine Farce...

Tut mir leid fuer die Familien, aber sollen sie sich ruhig abknallen, wer auf das Recht besteht, eine Waffe zu tragen, der darf auch durch eine umkommen...
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11.06.2007 16:28 Uhr von bopper
 
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@der Schmu: "Tut mir leid fuer die Familien, aber sollen sie sich ruhig abknallen, wer auf das Recht besteht, eine Waffe zu tragen, der darf auch durch eine umkommen..."

Andersrum wird ein Schuh draus.

Die meisten Menschen fallen doch nicht Amokläufern oder plötzlich durchgedrehten Familienvätern zum Opfer, sondern Verbrechern, die sich mit dem Gesetzbuch den Hintern abwischen und die man durch verschärfte Waffengesetze am allerwenigsten beeindrucken kann.

So lange Kriminelle morden, rauben und vergewaltigen ist es wohl nur legitim, wenn sich auch der unbescholtene Bürger im Notfall gegen solches Pack mit einer Schusswaffe verteidigen kann. Es gilt die Opfer vor den Tätern zu schützen, nicht umgekehrt.
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11.06.2007 17:00 Uhr von derSchmu
 
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@Bopper: Sorry fuer die umstaendliche Ausdrucksweise.

Eigentlich wollte ich damit sagen, dass auf ein einzelnes Opfer bezogen das Schicksal natuerlich gewaltig ist und die Familien dann um ihre "Kinder" trauern.
Dennoch bruellen sie im gleichen Zug das Recht auf ihre Waffe hinterher, getreu dem Motto, wenn da jeder eine getragen haette, dann haette es nicht so viele Opfer gegeben. Dieser Meinung stimmen aber auch die Mehrheit der Amerikaner zu (soweit scheint es zumindest nach Aussen). Da stellt man sich dann natuerlich die Frage, ob die einem dann immer noch leid tun, schliesslich handelt es sich doch um eine zivilisierte Bevoelkerung mit einem gesunden Menschenverstand. Nun in diesem Sinne tun sie mir dann nicht leid, ein paar vernunftbegabte Menschen sollten doch in der Lage sein, diesen Missstand aufzuklaeren, aber geleitet von einer allgemein akzeptierten NRA treiben sich die Menschen immer tiefer in den Strudel aus Trauer und Hass (getarnt als Sicherheit). Wenn man dieses Bild bzw. Meinung nun umdreht, wird da kein Schuh draus, sondern da ist immernoch die vermeintliche zivilisierte Gesellschaft, die sich zum groesstenteil darauf beruft, in ihrem Land und auch ausserhalb mehr Probleme zu schaffen, als sie aufzuloesen.
Fuer die wahren Opfer, die Unschuldigen, die sowas nicht vertreten, gitl mein Mitgefuehl, aber fuer die anderen, die sagen, dass ein Amerikaner eine Waffe tragen muss, weil sie das Land mit Waffen erobert- und mit Waffen verteidigt haben, die sind mir egal, solange sie den Mist in ihrem Land verzapfen.
Fuer so ein Verhalten habe ich kein Verstaendniss...
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11.06.2007 17:08 Uhr von - anonymous -
 
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nicht waffen bringen menschen um: menschen bringen menschen um


wenn man den bürgern gestattet wählen zu gehen sollte man ihnen auch gestatten waffen zu besitzen

ersteres hat bei mißbrauch meist viel schlimmere folgen


die demokratie lebt von der freiheit - auch der freiheit eine waffe zu tragen!
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11.06.2007 17:34 Uhr von bopper
 
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@derSchmu: Du machst den grundlegenden Fehler, dass du voraus setzt, dass die Amerikaner die gleichen Denkschemata anwenden wie z. B. die Deutschen.
In Amerika hat es, zumindest seit die USA als Staat existieren, noch nie eine Waffenphobie gegeben wie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Für Amerikaner sind Schusswaffen ganz normale Alltagsgegenstände und nichts besonderes, wie bei uns.
Genau so wenig, wie "wir" es nachvollziehen können, dass sich "die" Amis über einen blanken Busen im TV aufregen, können "die" "unsere" Hoplophobie nachempfinden.
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11.06.2007 18:08 Uhr von derSchmu
 
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@Bopper: ich habe keine Angst vor Waffen, war selber bei der BW und hab da rumballern duerfen, nachher sogar eine ganze Woche lang Munition am MG3 verballert...
Natuerlich musst ich da auch ma Wache schieben. Also allein mit scharfer Muni verantwortlich fuer das, was du mit der Wumme anstellst...da erst wurd mir bewusst, dass man damit auch ne Menge Muell anstellen kann.

Und da geht es mir im Grunde einfach drumm, nicht um die Waffe an und fuer sich, sondern die Leute, die solche Waffen besitzen. Es ist doch abstrus zu behaupten, dass man sich an ner Uni sicherer fuehle, wenn man selbst, wie jeder andere Student dort eine Waffe traegt, wer tickt da als naechster aus?
Wie es mir erscheint und wie es mir von anderen berichtet wird, hegen viele Amerikaner keinen Verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe. Vieleicht, wie du sagst, weil es fuer sie ein Alltagsgegenstand ist (Wobei das aus meiner Sicht eine Kranke Ansichtssache ist, mal abgesehen davon, dass Toeten und Getoetet werden zu Dingen gehoert, die wir schon seit Ewigkeit kennen, ist eine Schusswaffe die, um es mal dramatisch auszudruecken, ausschliesslich zum Toeten von Lebewesen entwickelt wurde. Evtl. liegt hier die Phobie der Europaer, wir verbinden mit Lebewesen, die durch Schusswaffen getoetet werden ausschliesslich nur Menschen, die Amerikaner dabei evtl. vermehrt Tiere (dann wuerde der Spruch aber nicht passen, dass sie damit das Land erobert und verteidigt haben). Dennoch finde ich es absurd, solche Gegenstaende als Ottonormalgegenstand zu halten.
Desweiteren gab es in der fruehen Vergangenheit ja schon wieder einige Beispiele, wo die Kleinsten schon an groessere Kaliber - aber normale sind auch schon zu viel, find ich - herangefuehrt wurden. Dabei bekommen sie das Bild, dass es sich bei der Schusswaffe um ein Spielzeug wie jedes andere haelt...dummerweise kann nur das eine Spielzeug hier wirklich toeten, auch ohne durch das Verschlucken von Kleinteilen. Diese Kinder bekommen ueberhaupt keine Distanz zu der Waffe und koennen sich dadurch auch nur annaehernd vorstellen, was es bedeutet, jemanden, und wenn es nur ein Tier ist, umzubringen. Wenn die Amerikaner das als Sport bezeichnen, warum schnappen sie sich dann keine sportlichen Waffen. Ich persoenlich besitze eine Luftpistole und schiess auch ma gern mit dem Luftgewehr auf Zielscheiben, Dosen und aehnliches. Fuer den Besitz bedarf es einen Waffenschein. Zwar nicht die perfekte Kontrolle aber immerhin eine. Und dennoch kann ich damit einem Menschen oder einem Tier nur selten Schaden zufuegen und wenn dann auch meist nur geringen (Natuerlich gibts auch Ausnahmen). Aber ich sehe es als Sport an und finde, dass Leute, die diesen Sport betreiben auch derartige Waffen besitzen duerfen, nach abgeschlossener Ueberpruefung. Diese Waffe gehoert aber zu Hause in einen abgeschlossenen Waffenschrank und net unter den Autositz oder in die Schublade neben dem Bett und schon garnicht in Kinderhaende.

Es geht, wie gesagt um den Umgang mit Waffen, nicht um die Waffen an und fuer sich.

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