08.06.07 19:44 Uhr
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Hat die Göttinger Gruppe über 100.000 Sparer um eine Milliarde Euro geschädigt?

Wie die dpa heute meldet, wurde von einem Anleger beim Amtsgericht Göttingen ein Insolvenzverfahren gegen die Hauptgesellschaft der Göttinger Gruppe - Securenta AG - angestrengt und jetzt eingeleitet.

Ohne die Zustimmung des vorläufigen Verwalters, einem Notar aus Hamburg, können von der Firma Securenta keine rechtmäßigen Verfügungen mehr durchgeführt werden. Viele Sparer haben sich schon seit längerer Zeit über die Gruppe negativ geäußert.

Bereits seit 2004 wird wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen den Finanzkonzern ermittelt. Ob das Verfahren eröffnet wird, muss jetzt der Verwalter nach Durchsicht der Firmenfinanzen entscheiden.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, 100, Milliarde, Gruppe
Quelle: www.sueddeutsche.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.06.2007 19:37 Uhr von jsbach
 
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Auf dem so genannten grauen Kapitalmarkt - im Gegensatz zu
Banken und Versicherungen - wird keine staatliche Kontrolle vorgenommen. Deshalb werden auch weiterhin viele Anleger Opfer von
Betrügern und Abzockern.
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08.06.2007 20:25 Uhr von Troll-Collect
 
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Mal schauen, ob die Politiker und Promis haften: immerhin haben einige einschlägig Bekannte das System jahrelang gefördert und beworben:

>>>
Anlegerschützer Pietsch geht noch einen Schritt weiter: Die Politiker hätten fragwürdige Steuersparmodelle jahrelang gefördert und die Missstände auf dem Grauen Kapitalmarkt über viele Jahre ignoriert. "Die Chefs der Göttinger Gruppe sonnten sich im Rampenlicht höchster politischer Kreise", sagt der Dias-Chef.

Zacharias und Securenta-Vorstand Jürgen Rinnewitz schafften es jedenfalls immer wieder, sich mit politischer Prominenz ins rechte Licht zu rücken.

So schloss der ehemalige baden-württembergische Finanzminister Gerhard Mayer-Vorfelder als Präsident des VfB Stuttgart einen Trikotwerbevertrag mit der Gruppe ab und ließ sich stolz mit Zacharias ablichten.

Das Unternehmen sponserte mehrfach das Kinderfest im Bundeskanzleramt in der Ära Helmut Kohl. In einem Werbeprospekt der Gruppe tauchten Bilder auf, in dem mal Rinnewitz mit Ex-Kanzler Kohl, mal Zacharias mit Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und mal beide mit dem FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff zu sehen sind.
<<<
http://www.sueddeutsche.de/...

oder hier:

>>>
Prominente Politiker warben für Vertrauen in den MSF. Neben Walter Rasch (FDP-Politiker und ehemaliger Berliner Senator) war auch – neben drei weiteren Politikern – bis November 2004 der ehemalige Verteidigungsminister Prof. Dr. Rupert Scholz mit von der Partie.
<<<
http://www.kapitalrechtinfo.de/...


und noch einer:

>>>
Unsere Fragen lässt der Sprecher des Fonds und frühere FDP-Schulsenator Walter Rasch – der sich im Werbefilm noch gerne interviewen lässt - von seinen Top-Anwälten beantworten. Diese teilen uns schriftlich mit, dass unsere Fragen von unzutreffenden Sachverhalten ausgingen. Zwar seien einige Aufträge an Firmen vergeben worden, "die dem Umfeld der Göttinger Gruppe zugeordnet werden können", ansonsten beruft man sich aber auf Gutachten von Roland Berger und Deloitte & Touche. Letztere hätten bestätigt,
"dass die Mittel ordnungsgemäß verwendet wurden."
<<<
http://www.daserste.de/...~uid,rooxz8cy3n8b9n2j~cm.asp

>>>
Experten machen ehemalige Spitzenpolitiker der CDU und FDP mitverantwortlich für den Milliardenschaden, der mehr als 100 000 Anlegern nun droht.
...
„Die Finanzjongleure waren politisch bestens vernetzt und genossen möglicherweise Protektion in höchsten Kreisen“, sagt Pietsch. So sponserte die Göttinger Gruppe über Jahre hinweg unter Regierungschef Helmut Kohl das Kinderfest im Bundeskanzleramt. Dort ließ sich selbst Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth (CDU) unterm Werbeschirm der Finanzgruppe ablichten. Solche Fotos tauchten später in den Imagebroschüren der Göttinger auf. „Auch Genscher, Biedenkopf und Lambsdorff gehörten damals zu den aktiven Fürsprechern und tragen daher zumindest moralische Mitschuld an dem drohenden Milliardenschaden“, kritisiert Pietsch.
<<<
http://www.ksta.de/...

Da sind auch einige Parteien und Namen dabei, die sich regelmäßig gegen die gesetzliche Rente stark machen und gleichzeitig entsprechende Privat-Produkte anpreisen, so wie die hier gefloppte "Securenta".

Aber da das "Ehrenwort" einiger Herren über dem Gesetz steht ist vielleicht ebenfalls verhaften die bessere Lösung.
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09.06.2007 09:39 Uhr von scuba1
 
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Göttinger Gruppe: Solange sich diese Herren unter dem Schutz der Sesselpfurzer ( Politiker ) wähnen wird sich in diesem Bereich nicht viel ändern , stecken sie doch viel zu tief mit drinnen in diesem Kapitalsumpf.
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09.06.2007 10:35 Uhr von Superhecht
 
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dibbelabbes: denk doch mal an die riesige pr-hirnwäsche-aktion in defacto allen medien, als die telekomaktie einngeführt wurde. jeder der kein aktionär sein wollte, war ein hinterwäldler, der die zeichen der neuen zeit nicht erkennt.

die dritte ausgabeserie der aktie dann noch für 65 euro das stück.

der bevölkerung wurde suggeriert, dass aktienkurse immer nur steigen. deshalb haben die meisten auch nicht verkauft, als die aktie kurzzeitig über 100€ war.

bin zwar vom nachfolgenden Platzen der Aktienspekulationsblase nicht betroffen, aber ein guter Freund von mir (63) hat mal kurz sein Vermögen halbiert, mit dem er sich eigentlich seine kärgliche Rente aufbessern wollte.

und mit denselben mechanismen haben anlageberater der banken den Leuten diese "Göttinger Gruppe" herzenswarm empfohlen.

nicht jeder hat soviel ahnung wie du und ist bankberatungsresistent.
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10.06.2007 21:40 Uhr von MWDEU
 
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Bestimmt *g*: Ich geb´mal:

Scheinbar hat sie und Einlagensicherungsfond.....
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08.10.2010 09:53 Uhr von TRUMP
 
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BETRÜGER: wenn politiker absahnen und alles später in die hose geht,
sind sie plötzlich weg.
herr genscher war aussenminister:
im ausland beliebt weil er schon damals fremdes geld
verschenkt hat.

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