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Direktes Foto von Altair enthüllt, dass Sonnen nicht kugelförmig sein müssen

Mittels eines neuen Gerätes, dem MIRC, sind die vier Teleskope des CHARA-Arrays auf dem Mount Wilson in Kalifornien miteinander verbunden und somit 20-mal größer als jedes Einzelteleskop der Erde. Es gelang eine erstaunliche Aufnahme von Altair.

Altair ist eine 17 Lichtjahre entfernte Sonne, etwa doppelt so groß wie unsere. Wie die Aufnahme zeigt, ist sie aber nicht kugelförmig sondern sieht aus wie ein Kürbis. Der Äquator ist vom Kern etwa 20 Prozent weiter entfernt als die Pole.

Die entspricht nicht der Voraussage gängiger Computermodelle. Man vermutet, dass die hohe Rotationsgeschwindigkeit dafür ursächlich ist. Dies könnte normal für Sonnen sein und wirft die Frage auf, warum unsere Sonne so langsam rotiert.


WebReporter: ropin
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Foto, Sonne, Altair
Quelle: sciencenow.sciencemag.org

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.06.2007 18:47 Uhr von ropin
 
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Die direkte Beobachtung von Sternen in dieser Auflösung wird uns einen Haufen neuer Fragen auf den Tisch bringen und neue Erkenntnisse werden das Bild unseres Universums schnell verändern. Das dort gewonnene Bild entspricht einer Aufnahme von einem Kinderplanschbecken auf dem Mond. Die Quelle hat noch einiges mehr an Informationen zu bieten und auch einen weiterführenden Link zu einem PDF, auf dem das Foto zu sehen ist. Man erwartet damit auch extrasolare Planeten direkt beobachten zu können.
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03.06.2007 20:14 Uhr von bigbosswolf
 
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hmm findich komisch: hab in de schule gelernt dass masse im schwerdelosen raum immer die form mi der kleinsten oberfläche annimmt...(deswegen sind wasserblasen auf der ISS ja auch so rund und schweben durch die gegend)
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03.06.2007 20:50 Uhr von Högi
 
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Ansichtssache Naja das kann wohl stimmen, aber die Sonne selbst bzw ihr Kern müsste ja widerum Schwerkraft erzeugen, die sich (aufgrund dieser besonders schnellen Rotation) auf die Außenhülle anders auswirkt, als wir das vorher kannten...
Aber ich hab davon auch keine Ahnung. Die Forscher wissen da sicher besser Bescheid.
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03.06.2007 20:57 Uhr von StYxXx
 
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@bigbosswolf: Ja, stimmt schon. Aber wenn sich eine Wasserblase dreht werden die Moleküle am Äquator durch die Zentrifugalkraft weiter nach außen gedrückt. Dadurch entsteht dann ein gequetschteres Aussehen. Findet man bei allen rotierenden Himmelskörpern, nur dass es da meist nicht so stark ist, dass man es sofort sieht. Je schneller sich das Objekt dreht, desto platter wird es allerdings werden. Wenn man eine längere Feder oder ein Gummiband nimmt und daran ein kleines Gewicht befestigt und sich dann damit dreht (oder auch nur die Hand, sonst wird einem schlecht) wird man sehr gut erkennen, wie sich die Feder/das Gummi mehr streckt, wenn man schneller wird. Übrigens auch der Grund, warum man Satelliten möglichst nah am Äquator ins All schießt, da man dadurch weniger Energie benötigt.
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03.06.2007 23:17 Uhr von Spaßbürger
 
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Wird Zeit die Enterprise zu bauen: damit wir das direkt anschauen können! :-)
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04.06.2007 13:54 Uhr von linkman4
 
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Normalfall? Mich würde in diesem Zusammenhang die Fragestellung im letzten Absatz: Ist das Modell von Altair der Normalfall und unsere Sonne rotiert langsamer als andere ihresgleichen?
Ist vielleicht die Geschwindigkeit unserer Sonne normal? Oder hängt das von der Größe oder dem Alter eines Sterns ab? Gibt es überhaupt einen Normalfall oder ist dieses Verhalten von so vielen weiteren Faktoren abhängig, dass eine Prognose fast unmöglich ist?
Ich habe m ir Sonnen oder Allgemein Himmelskörper immer als Kugeln vorgestellt. Natürlich ist die Erklärung durch die schnellere Rotation sinnvoll, aber wie kommt es dazu?
Sry, wenn ich mehr frage als kommentiere, aber ich werde mich noch ein wenig durch das Thema klicken und versuchen, einige (vorläufige?) Antworten zu finden ;)

mfg link
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04.06.2007 17:41 Uhr von liselchen
 
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Zusammenschaltung von Teleskopen: Was ich nicht verstehe:
Wenn man die Teleskope zusammenschaltet, dann erreicht man angeblich eine so grosse Leistung wie mit einem 20-mal grösseren.
Was, wenn man im Weltall auf einer Fläche von 10.000 mal 10.000 Kilometer ein paar hundert kleinerer teleskope aufstellen würde, könnte man dann auch Exoplaneten detailliert sehen ?
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05.06.2007 19:12 Uhr von marshaus
 
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werden: wohl noch einige ueberraschungen erleben ....oder besser gesagt unsere enkelkinder..........

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