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Nürnberg: Auch Streichelzoo-Tiere werden in deutschen Zoos an Raubtiere verfüttert

Wie der Vize-Direktor Helmut Mägdefrau vom Tierpark Nürnberg sagte, wird die Verfütterung noch blutwarmer ganzer Tiere in seinem Zoo schon seit fast zehn Jahren durchgeführt. In anderen Zoos sei das weiterhin ein Tabuthema.

Neben bewussten Abschüssen von Tieren würden auch überzählige Tierbestände abgebaut. Auch Bewohner des Streichelzoos würden darunterfallen. In Nürnberg würde der Fleischanteil dieser Maßnahmen 20 Prozent des Jahresbedarfs ausmachen.

Wie Sabine Haas vom Gelsenkirchener Zoo bestätigte, wird diese Art der Fütterung auch dort durchgeführt: "Die Tiere brauchen auch Knochen, Innereien und Fell", um ihnen die fehlenden Mineralstoffe und Vitamine zu ersetzen.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Deutsch, Tier, Nürnberg, Streich, Raubtier, Streichelzoo
Quelle: oberpfalznetz.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2007 14:12 Uhr von jsbach
 
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Tierfreunde werden über diese News nicht gerade begeistert sein.
Aber in der freien Natur geschieht dies tagtäglich und ist eben im
Instinkt der Tiere verankert.
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02.06.2007 16:07 Uhr von Melie
 
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Bewusster Abschuss von Tieren-: finde ich sowas von geschmacklos. Lebe auch in der Nähe eines Waldes und da gibt es Förster.
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02.06.2007 16:50 Uhr von TGfreak
 
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schlimm? in der natur ist das doch, wie der autor schon schrieb, alltäglich.

Das der Mensch da ein bisschen eingreift, macht es auch nicht schlechter
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02.06.2007 16:59 Uhr von govegan
 
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natürlich aber der mensch greift ein ? was passt da nicht zusammen...

es ist nicht natürlich dass tiere in gefangenschaft "bewusst abgeschossen" werden.
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02.06.2007 17:34 Uhr von B@uleK
 
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vollkommen normal und richtig :-O: wer hier so argumentiert wie "govegan"^, der muss auch für ein generelles verbot von Zoos sein..
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02.06.2007 17:48 Uhr von Mi-Ka
 
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In China machen die so noch ein: zusätzliches Geschäft.
In einem Wildpark darf man als Besucher ein lebendiges Tier kaufen und es dann an Raubtiere verfüttern.

Was sollen die Zoos denn machen?
Einen Friedhof für Tiere eröffnen?
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02.06.2007 18:38 Uhr von Jimyp
 
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Und??? Wo ist das Problem?
Fressen und gefressen werden, so läuft das nun mal und das schon seit es Leben auf der Erde gibt.
Es ist ja nicht so, dass irgendwelche Schafe abgeschossen und dann weggeworfen werden. Alles wird verwertet!
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02.06.2007 20:04 Uhr von Beatberater
 
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Find ich: nicht weiter schlimm und auch nicht weiter verwunderlich.Wenn man mal so sieht was die Zooos so an Klein oder Streicheltieren hat kann man sich das schon denken
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02.06.2007 21:18 Uhr von Spaßbürger
 
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Jetzt mal locker bleiben! Die gehen ja nicht hin und nehmen einem 3 Jährigen Kind im Streichelzoo den Karnickel aus den Armen und zeigen ihm wie sie das Vieh einem Tiger in den Käfig schmeissen!

Was sollen die denn mit den "überzähligen" Tieren machen?

Bockwürste für die Zooeigene Gastronomie?

Ist ja auch nicht so das die einen Panda an die Löwen verfüttern oder sonst ein Tier von dems nur noch eine Handvoll gibt.

Klar, als Spezies die in der Futterkette nur in Ausnahmefällen nicht ganz oben steht, ist es locker zu sagen "so ist die Natur eben".

Aber wenn man da manche so hört könnte man meinen das es denen lieber wäre man würde den einen oder anderen Besucher verfüttern.
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03.06.2007 01:31 Uhr von stekemest
 
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Bestätigt mich wieder in meiner Meinung dass es Zoos generell nicht geben sollte. Es ist die perverseste Form der Einmischung des Menschen in die Tierwelt. Viel besser wäre das Anlegen von weiträumigen Parks (ähnlich wie in Afrika), die dann zugleich noch unter Naturschutz gestellt werden. Da streichelt man die Viecher nicht erst, um sie danach zu erschießen, sondern lässt die Natur das selbst regeln...
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03.06.2007 11:52 Uhr von Beta-Tester
 
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Fressen und gefressen werden = völlig natürlich: Aber das mit dem Abschießen ist nicht gerade natürlich.
Es gibt auf Miniclip das Spiel Candy & Clyde.
http://www.miniclip.com/...
Wählt man bei Fish Bowls Clyde, dann heißt es Feed it. Da muss man den Goldfisch an den Raubfisch verfüttern, im Spielverlauf steigt der Schwierigkeitsgrad und es werden auch hier mehr Goldfische.
Da wird der Goldfisch auch nicht erschossen, bevor er zu Fischfutter wird; genau wie in der Natur. Die Raubtiere jagen ihre Beutetiere und fressen sie, ohne dass diese zuvor (von Menschen) erschossen werden.
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03.06.2007 16:06 Uhr von Plattererick
 
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Bewuste Abschüsse! Soll wohl heissen,das große Tiere die getötet werden müßen, wie ein Büffel, oder ein Zebra, eher den Gnadenschuß bekommen als die Giftspritze, und dann noch einer sinnvollen verwertung dienen, nämlich als Nahrung für die Raubtiere!
Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen, Zwergziegen und so weiter vermehren sich sehr schnell und können einen Zoo schnell an seine Grenzen bringen! Und wohin mit den Tieren wenn sie keiner haben will?

Ich stelle mir gerade vor, wie der Tierpfleger mit der Flinte im Arm durch den Zoo läuft, um die Ziege oder den Streichelhasen für den Tieger zu schießen!
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03.06.2007 16:17 Uhr von Nobunaga
 
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@stekemest: "Es ist die perverseste Form der Einmischung des Menschen in die Tierwelt."

Oh nein, es gibt noch viel perversere Dinge, die der Mensch mit Tieren macht. Beispielsweise das Einführen von konkurrenzstarken europäischen Tierarten in Neuseeland, als ob es da keine einheimischen Tiere gegeben hätte (Übrigens haben auch die Maoris und andere "Ureinwohner" Tiere ausgerottet). Oder die absichtliche oder billigend in Kauf genommene Ausrottung von Tierarten.
All das ist viel schlimmer als die Tatsache, dass irgendwelche (Haus-) Karnickel, die mitnichten im Bestand bedroht wären, auf natürliche Art und Weise wiederverwertet werden.
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03.06.2007 16:55 Uhr von stekemest
 
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@Oda: Gut, "perverste Form" war vielleicht etwas übertrieben. Aber damit beziehe ich mich auch auf das Wesen eines Zoos an sich - dass eingesperrte Tiere für Geld angesehen werden können. In meinen Augen ist das fast schon ein ethisches Problem an sich.
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03.06.2007 17:37 Uhr von LadyWanda
 
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@stekemest: EIn moderner Zoo ist so etwas wie eine Arche. Es gibt mittlerweile viele Zoos mit Auswilderungsprogrammen, in denen bedrohte Tiere gezüchtet und dann in die Freiheit entlassen werden (Uhus z.B., Schneeeulen oder Luchse...) und was jetzt das Fressen-und-Gefressen-werden angeht: es gibt Zoos in den USA, in denen die Großkatzen aus Angst vor dem Publikum nur noch mit Hackfleisch und chemischen Nahrungsergänzungsstoffen gefüttert werden. Dafür dürfen sie dann mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt... (kein Fake, sondern so nachzulesen im web.de-Magazin...) Im übrigen: die Seelöwen im Zoo bekommen ja AUCH keinen filettierten Fisch....
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03.06.2007 19:01 Uhr von totermusiker
 
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@stekemest: "Es ist die perverseste Form der Einmischung des Menschen in die Tierwelt."

Was würde passieren wenn wir das nicht machen würden??
Es gibt zu wenig natürliche Jäger(Füchse...) mehr.
Ok das wahren wir, also müssen wir nun diese Rolle übernehmen.
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04.06.2007 12:53 Uhr von Eastman
 
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Streicheltiere -> Futte - eigentloch OK: Solange es Menschen gibt, die darin ein "sportliches" vergnügen sehen, z.B. nach Sibirien zu reisen, um dort die letzten freilebenden Tieger abzuknallen, müssen wir auch mit Zoos leben, dienen sie hier doch nicht nur, wie schon erwähnt als "Arche" für sonst ausstebende Tierarten, sondern wecken zusätzlich das Interesse, dass diese Tierarten eben nicht aussterben, da es eben doch etwas anderes ist, eine Tierart richtig lebend und in geriner Distanz vor Augen zu haben, als diese nur im Fernsehen zu erleben.
Da es sich hier aber oft um Tiere handelt, die nun einmal nicht mit Stroh ernährt werden können, sondern auf Fleischnahrung angewiesen sind, müssen nun einmal dafür andere Tiere getötet werden.
Wo aber bitte ist der unterschied, ob ich da jetzt ein Kaninchen aus dem Streichelzoo oder eines aus der Industriellen Fleischproduktion dafür hernehme?
Es ist doch eigentlich viel Perverser, wenn man auf der einen seite "Heile Welt-Streicheltiere" mit Rentenanspruch und feierlicher Beisetzung im Streicheltierfriedhof hat - und auf der anderen Seite die Futtertierzucht in einen Betonstall mit Spaltenboden, ausschließlich Kunstlicht und minimal-Lüftung für wenige Wochen, bis die Turbomast-Fütterung das Tier auf Schlachtgewicht gebracht haben. Da ist es doch allemal - auch für das Tier - besser, wenn alt gewordene Streicheltiere, die ja im vergleich zur Massentierzucht ein deutlich schöneres Leben hinter sich haben dann so schmerzlos wie Möglich zu Töten und als Futter zu verwenden.
Wer fleischfressende Tiere hält - und das sind ja auch Hund und Katze - und keine "niedlichen" Tiere dafür als Futter töten möchte, dem blebe als Ausweg nur noch, dass man die sonst anfallenden Fleischmengen, die zur Zeit in extra dafür angefertigten, oft kunstvoll verzierten und ausgepolsterten Holzkisten in öffentlichen Grünanlagen vergraben, oder unter einsatz von fossilen Brennstoffen, die den Treibhauseffekt erhöhen verbrannt werden dann lieber in Futtermittel für Raubtiere verarbeitet - "Du Pappa, ist das nicht die Oma, wo der Löwe da drüben gerade drauf herumkaut?"

Noch ein Wort zur lebend-Verfütterung
Hier hat auch jemand eingewandt, das es ja ganz normal und natürlich sei, dass Tieger und Löwen Gnus, Zebras aber auch Hauskühe anfallen und ziemlich brutal in mundgerechte Fleischfetzen zerreissen: - ja das stimmt...
Perwers wird es aber immer dann, wenn das Beutetier nicht die geringste Chance hat, diesem Schicksal zu entkommen. In der Natur gehen die meisten Jagten von Groß-Raubtieren gut für das Beutetier aus und es kann.entkommen.Wenn ich aber die Kuh in einen Kipplaster verfrachte und sie dann den Löwen vor die Pranken kippe ist das gleich einer brutalen Hinrichtung. Zusätzlich ist das für die Kuh auch erheblich qualvoller als für ein in natürlicher Jagtsituation gerissenes Großwild, da es die Natur ja so eingerichtet hat, dass ein gejagtes Tier eine so große Adrenalin-Ausschüttung hat, die als natürliches Narkosemittel wirkt.
Bei dieser Perversion ist es nicht mehr weit, die öffentliche Verfütterung von zum Tode verurteilten wieder einzuführen
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04.06.2007 17:38 Uhr von Nobunaga
 
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@Chorkrin: "ich weiss nicht warum sich gerade Naturfreaks und Tierschützer darüber aufregen ...."

Genau aus solchen Gründen grenzen sich ernsthafte Naturschützer von den oftmals fanatischen "Tierschützern" ab. Sogenannte tierliebe Menschen sind auch für die Aussetzung so mancher nicht-einheimischer Art (egal wo) verantwortlich, die anschließend einheimische Arten in ihrem Bestand bedroht.
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05.06.2007 08:35 Uhr von Lactra
 
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Wer schon mal: im besagten Nürnberger Zoo war, der weiß wie überfüllt der Streichelzoo ist, und wenn ein Tier altersbedingt oder so, so hart es klingen mag, "geopfert" wird, dann ist dass eben so... Das ist das Netz des Lebens
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05.06.2007 09:29 Uhr von Garviel
 
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@Nobunaga: Gerade Neuseeland ist ein gutes Beispiel für einen wirklich grenzwertigen Fall. Dort gab es bis zum Eintreffen der weißen Siedler keine Singvögel europäischer Herkunft, dafür ziemlich viele flugunfähige Vögel (mit dem Kiwi als dem bekanntesten) und, wenn ich mich nicht irre, nur eine einzige Säugetierart. Wollte man also das Land besiedeln und sich nicht mit Maori-Futter zufrieden geben (wobei diese ja, wie du richtig schreibst, ebenfalls ganze Tierarten ausgerottet haben, z.B. einen Straußenvogel), so musste man zwangsläufig andere Tierarten einführen. Dass das das ganze Ökosystem durcheinander bringt, konnte man Anfang des 19. Jahrhunderts vielleicht wirklich noch nicht absehen, bzw. es spielte damals auch keine Rolle. Dass sich Katze, Hund und vor allem die Opossums dann als Nemesis der Kiwi und seiner Verwandten herausstellen würden... nun ja, shit happens und immer feste druff, wenn du eines auf der Straße siehst. Der Bussard auf der Leitplanke nebenan ist ohnehin schon so degeneriert, dass er nur noch schnabelfertig überfahrenes Getier zu sich nimmt...

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