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BenQ-Mobile-Insolvenzverwalter fordert 5,2 Millionen Euro von Mitarbeitern

Nachdem der Handyhersteller BenQ-Mobile Pleite gegangen ist, könnte das Nachspiel für die ehemaligen Mitarbeiter teuer werden.

Martin Prager, Insolvenzverwalter des Unternehmens, fordert von ungefähr 170 Mitarbeitern Prämien und Sonderzahlungen zurück. Insgesamt beläuft sich die geforderte Summe auf 5,2 Millionen Euro. Das Geld wurde kurz vor der Pleite im September bezahlt.

Die ehemaligen Beschäftigten sollen über diese Forderung in den nächsten Tagen schriftlich informiert werden.


WebReporter: borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Million, Mitarbeiter, Mobil, Insolvenz, BenQ
Quelle: www.idowa.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.05.2007 19:04 Uhr von rheih
 
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Das: sind ja im Schnitt 30.000 Euro pro Arbeitnehmer!?

Hat man denen das Geld gezahlt, weil man da schon wusste, dass die Firma nicht mehr zu halten ist???

Die Leute haben jetzt keine Job mehr und sollen dann auch noch Prämien zurückzahlen!? Das finde ich nicht in Ordnung...

Das Geld sollte besser bei Siemens bzw. bei der taiwanischen Muttergesellschaft geholt werden...
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28.05.2007 19:17 Uhr von hell18
 
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Krank: So ne scheiße was da abgelaufen ist! Wie schon gesagt ist das total blöde das jetzt die Leute die am meisten leider noch einen Tritt bekommen...
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28.05.2007 19:17 Uhr von Beergelu
 
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Dickes Ding: was der sich da leistet.
Ich bezweifel irgendwie auch, dass BenQ-Mobile jedem Arbeiter "kurz vor der Pleite" noch 30.000€ als Prämie gezahlt hat.
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28.05.2007 19:41 Uhr von k4ef3r
 
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alles klar auf welcher rechtlichen Grundlage sollte BenQ diese Prämien zurückfordern dürfen? wenn das geld legal im Besitz des Angestellten ist, hat der Konzern doch absolut keine Agriffsfläche mehr.

warum zahlt das Unternehmen überhaupt jeweils 30.500 euro an Mitarbeiter? so ein toller Mitarbeiter möchte ich mal sein um mich um eine derartig horrende Prämie verdient zu machen... vielleicht stimmen da Zahlen eher nicht?
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28.05.2007 22:24 Uhr von venomous writer
 
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Siemens& BenQ Manager: Warum fragt man nicht bei den Siemens Managern nach ob die noch etwas Geld übrig haben, denn die haben das Unternehmen gegen die Wand gefahren. Anschließend bitte an die BenQ-Manager wenden, denn die haben für Siemens die Drecksarbeit gemacht, und die Insolvenz abgewickelt. Beide Unternehmen sind noch am Markt, und könnten zur Zahlung herbeigezogen werden.
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28.05.2007 23:02 Uhr von wolfinger
 
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haha: jaja so kanns gehen. denn so wie ich das verstanden habe (aus anderen quellen), ginge einige mitarbeiter leer aus und andere haben noch die taschen vollgekriegt. denn laut gesetz, darf bei einer insolvenz kein gläubiger (also auch arbeitnehmer) bevorzugt werden...

jaja, aber soviel zu solidarität unter den ehemaligen mitarbeitern...

i´m amused :)
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28.05.2007 23:19 Uhr von Mazzi
 
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die rechtliche grundlage: steht im insolvenzrecht.

so ist das in deutschland eben.

die insolvenzverwalter wollen nicht die unternehmen retten. neenee, die stecken das geld ein.

das ist das deutsche insolvenzrecht.

NACHZULESEN FÜR JEDEN. WERS NET GLAUBT KANN GERNE MAL RECHERCHIERN.
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28.05.2007 23:21 Uhr von wolfinger
 
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@Mazzi: Dann steckt der Insolvenzverwalter das Geld also in seine eigene Tasche?

Wenn das dein ernst is... hahahaha! Ja, genau das macht er!
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29.05.2007 00:46 Uhr von Webmamsel
 
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doku im ersten, das märchen vom gerechten staat :(: da bin ich einfach nur kreidebleich geworden.
vieles hab ich nicht gewußt, alles hat mich schockiert, und es wurde auch über benq gesprochen.
es ging um subventionen im bergbau und subventionen für benq, ganz traurige angelegenheit.

aber das die ehemaligen mitarbeiter nun soein schreiben bekommen, mit einer solchen forderung?

tut mir leid für die menschen.

:(
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29.05.2007 01:56 Uhr von Mazzi
 
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wolfinger: informier dich lieber statt dummzulabern.

der insolvenzverwalter ist der einzige der noch an der sache verdient. und ztwar GEWALTIG! der grossteil der gelder geht in die taschen dieser leute. bis die firma abgewickelt ist.

es gab schon genug berichte im tv über solche leute.

die können sogar gehälter der angestellte 1 jahr rückwirkend zurückfordern obwohl die firma schon platt is.
was glaubst du warum sie das machen?

aber leb weiter in deiner rosa blase.
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29.05.2007 09:32 Uhr von DerEssener
 
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@ k4ef3r & @ wolfinger: > warum zahlt das Unternehmen überhaupt jeweils
> 30.500 euro an Mitarbeiter? so ein toller Mitarbeiter
> möchte ich mal sein um mich um eine derartig
> horrende Prämie verdient zu machen... vielleicht
> stimmen da Zahlen eher nicht?

Also, ich habe keine 30.500 EUR bekommen... Uns (Entwicklung) haben die bis zum Jahresende mit Durchhalteparolen á la "Ja, wir finden einen Investor" bei der Stange gehalten und dann abserviert.

@ wolfinger

Du kannst Dir sicher sein, dass der Insolvenzverwalter ganz gut an der Sache verdient hat... Mazzi hat nicht ganz Unrecht. Außerdem standen kurz vor dem endgültigen Aus Vorwürfe des Betriebsrates im Raum, der Insolvenzverwalter würde nicht wirklich nach einem Investor suchen. Wie weit man natürlich Vorwürfen der IGM glaubt, bleibt jedem selbst überlassen... ;)
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29.05.2007 09:42 Uhr von DerEssener
 
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Laut businessnews.com Laut businessnews.com geht es um Leistungs- und Bleibeprämien, die dem Management ausgezahlt wurden und zwar wenige Tage vor der Insolvenz. Laut Prager geschah dies in Kenntnis der drohenden Zahlungs. Wenn dem so ist, dann ist dies wirklich eine Sauerei, denn es wurde mit vielen scheidenden Arbeitnehmern noch vor der Insolvenz Abfindungen vereinbart und diese gingen leer aus...
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29.05.2007 10:23 Uhr von Matt.E.Zin
 
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rechtliche Grundlage: die Grundlage ergibt sich aus dem Tatbestand der Insolvenzverschleppung.

Angenommen ihr seit ein Lieferant und liefert Benq Waren im Wert von 1 Mil Euro auf Rechnung, da euch immer versichert wird, dass das Geschäft weitergeführt wird.
So, Benq zahlt nun vielen ausscheidenen Mitarbeitern große Summen an Geld aus, obwohl sie wissen, dass sie ihr Geschäft aufgeben werden. Als ihr dann mit eurer Rechnung kommt, sagen sie :"Wir sind doch insolvent", kein Geld mehr da und ihr geht leer aus.
So darf das natürlich auch nicht laufen.

Das ist ungefähr vergleichbar, als wenn ein Vater in seinen letzten Tagen seines Lebens einem seiner Nachkommen eine große Summe Geld schenkt, damit die anderen im Erbverfahren leer ausgehen. Auch da würde die Schenkung rückgängig
gemacht bzw. mit dem Erbteil verrechnet werden.

Ich denke, die Mitarbeiter werden das Geld zurückgeben müssen, das Recht auf die gezahlte Abfindung könnte allerdings bestehen bleiben.
Nur müssen sie sich gemäß Insolvenzrecht mit ihrer Forderung sozusagen "hintenanstellen", da die Forderungen aller Gläubiger, soweit ich weiß, nach einem Verteilungsschlüssel berücksichtigt werden.

Das ist natürlich eine ganz unangenehme Situation für die ehem. Arbeitnehmer von Benq, nur muss man dabei auch die Verhältnissmäßigkeit bedenken.
Von den ehem. Benq-Mitarbeiter wird, auch wenn es unbequem ist und bestimmt auch den ein oder anderen vor finanzielle Probleme stellen wird, "nur" Geld zurückgefordert.
Bei den Lieferanten, die durch die Insolvenz betroffen wurden, besteht evtl. aufgrund der bis jetzt unbezalten Rechnungen selbst die Gefahr der Insolvenz, die wiederum weitere Entlassungen von Arbeitnehmern mitsich bringen könnten.
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29.05.2007 10:46 Uhr von EddyBlitz
 
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Dieser Mann: sollte sich mal überprüfen lassen, das ist doch nicht zu fassen.

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