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Deutschland: Querschnittsgelähmtes Rassismusopfer verschiebt Selbstmord

Noel Martin, ein britischer Bauunternehmer, war im Sommer vor elf Jahren zusammen mit einem Mitarbeiter von einer Horde junger Neonazis in Mahlow (Brandenburg) angegriffen worden. Ein Stein wurde auf sein Auto geworfen und er verlor die Kontrolle.

Das Fahrzeug fuhr danach vor einen Baum. Seit diesem Vorfall ist der heute 47 Jahre alte dunkelhäutige Mann querschnittsgelähmt. Er kann lediglich seinen Kopf und seine rechte Schulter bewegen. Er wird den ganzen Tag von zwei Pflegerinnen versorgt.

Ursprünglich hatte Martin angekündigt, dass er am 23. Juli, an diesem Tag hat er Geburtstag, Selbstmord begehen will. Jetzt hat er das Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, weil er "noch ein paar Dinge regeln" will.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Selbstmord, Rassismus, Querschnittsgelähmt
Quelle: www.n-tv.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2007 14:43 Uhr von reziprok
 
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Für jede Verschiebung ne neue News? Der will wohl noch häufiger in den Medien erwähnt werden...

Natürlich ist es schlimm und grausam was ihm damals passiert ist, aber das ist jetzt auch schon 11 Jahre her. Zudem haben die beiden Täter ihre Strafe bekommen und abgesessen.

Mir kommt das vielmehr so vor als ob durch solche Medienberichte suggeriert werden soll, dass solche brutalen Überfälle in Deutschland, insbesondere im Osten, an der Tagesordnung wären und es hier nur so von Neonazis wimmeln würde...
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25.05.2007 14:47 Uhr von rheih
 
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@reziprok: "Natürlich ist es schlimm und grausam was ihm damals passiert ist, aber das ist jetzt auch schon 11 Jahre her. Zudem haben die beiden Täter ihre Strafe bekommen und abgesessen."

Die Täter sind also wieder auf freiem Fuß und können ihr normales Leben weiterleben...

Das Opfer aber leidet (und das ist sicherlich noch untertrieben ausgedrückt) auch heute noch an den Folgen der Tat!

Der Mann ist querschnittsgelähmt! Für ihn ist das Leben seit dieser Attacke vorbei!!!
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25.05.2007 15:11 Uhr von MasterDogg
 
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@reziprok: Die Aussage mit "dem Leben vorbei" könnte einen diskriminierenden Eindruck auf Rolli Fahrer machen,
ausser Schwaben-Rolli
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25.05.2007 15:27 Uhr von reziprok
 
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@ rheih @ masterdogg: masterdogg, diese Aussage tätigte rheih.


@ rheih

Ich schätze mal, dass in Deutschland hunderttausende Menschen durch Schicksalsschläge, Unfälle, Krankheiten auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Davon bringt sich allerdings nur ein Bruchteil um.

Was soll denn sonst mit den Tätern passieren, nachdem sie ihre Haftstrafe verbüßt haben? Was schlägst Dur vor?

In Deutschland kommt doch fast jeder wieder auf freien Fuß, selbst wenn er Menschen ermordet hat.
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25.05.2007 15:38 Uhr von MasterDogg
 
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@rheih: Nun ja, zum einen gibt es noch das Gewissen, dann noch die Tatsache, das von 1000 Resozialisierten meist nur die 10 fehlgeschlagenen erwähnt werden. Ein gelungenes Beispiel finde ich die Ex-Terroristin, die jetzt als Lehrerin in Bremen arbeitet und wohl auch recht zufrieden scheint, das mit dem Bombing ist wohl weit weg, ich denke das andere Länder da still neidisch sind, da uns die Reintegration gelungen ist, vorbei die Sprüche wie: Das war deine letzte Chance, ihr Studium war nun doch nicht vergeblich, das öffnet wohl auch völlig neue, ehrliche Ansichten.
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25.05.2007 16:42 Uhr von jesusschmidt
 
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"und es hier nur so von Neonazis wimmeln würde": genauso ist ist doch hier. faschoprolls an jeder ecke. wenn du das ernsthaft bestreiten willst, kannst du dir ja gerne mal die haare bunt färben und mit abgewetzen klamotten allein durch die gegend laufen. bitte weder neubauviertel noch kuhdorf vergessen.

falls du überlebst, kannst du ja gerne einen erfahrungsbericht posten.
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25.05.2007 16:54 Uhr von reziprok
 
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@ jesusschmidt: Warum sollte ich freiwillig wie ein heruntergekommener Punker, der wohl in den 80igern stehen geblieben zu sein scheint, rumlaufen? Das ist doch peinlich hoch drei...
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25.05.2007 17:12 Uhr von nasa01
 
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@MasterDogg: Wer Steine auf Autos wirft, hat kein Gewissen.
Somit fällt der Hinweis auf das schlechte Gewissen bei solchen "Leuten" fehl.
Sollen die ihn pflegen, und für seinen Unterhalt aufkommen, bis an ihr (oder sein) Lebensende.
Dann sind sie jeden Tag mit dem Opfer zusammen, und erleben dessen Leiden hautnah mit. Ob sie nun ihre Tat bereuen oder nicht - spielt keine Rolle.

Als gelungenes Beispiel eine Ex-Terroristin anzuführen, die jetzt als Lehrerin arbeitet ist wohl etwas daneben.
Aber bei uns in Deutschland ist ja wohl alles möglich.
Wenn ein ehemaliger autonomer Steinewerfer zum Aussenminister mutieren kann, warum dann nicht auch eine Terroristin zur Lehrerin machen?
GENAU!!!
VIVA GERMANY
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25.05.2007 17:20 Uhr von MasterDogg
 
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@nasa01: Nun ja, bei deinem Bespiel bleibt noch die Frage, ob die Täter qualifiziert wären, bezahlt werden müssten sie auch dafür. Vielleicht würde das Opfer auch nichts davon halten, oder der/die Täter, wenn das Leben so einfach wäre...

Schade, das das Beispiel mit der Lehrerin nicht angekommen ist, nun ja es ist gelungen, da kann man eben nicht viel dazu sagen, das ist schon klar, wenig Angriffspunkte. Der A-Minister hat immerhin alles zugegeben und nichts beschönigt, das ist auch schon außergewöhnlich, allerdings musst du zugeben, das man bestimmten Personen die Munition für ihre Argumente nimmt, die sogenannte letzte Chance und das Gerede, vielleicht hat das noch Vorteile...
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25.05.2007 18:14 Uhr von Bender-1729
 
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"Reziprok" hat das Problem erkannt: "In Deutschland kommt doch fast jeder wieder auf freien Fuß, selbst wenn er Menschen ermordet hat."

Genau da liegt das Problem in Deutschland.

Solche Evolutionsbremsen wie die Täter, die einem unschuldigen Menschen so etwas antun, würd ich für immer wegsperren. Ich sage bewusst "WEGsperren" und nicht "EINsperren", da es nur darum gehen sollte, solche Subjekte von der Gesellschaft fernzuhalten.

Wer Menschenrechte mit Füßen tritt, kann selber auch keinen Anspruch darauf erhaben!

Die Täter haben einem unschuldigen Menschen das Leben ruiniert. Warum soll es ihnen besser gehen als ihrem Opfer?
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25.05.2007 18:19 Uhr von MasterDogg
 
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@Bender-1729: Ob die Opfer so unschuldig sind? Denk mal an Bandenkriege, Mörder erschießt Mörder, was ist denn damit? Und im Knast in einer Einzelzelle, ohne Ausgang?
Wär aber auch unchristlich, denk ich. Vielleicht mal nach neuen Möglichkeiten suchen, nicht immer die für immer und endgültig Methode, falls sich mal was gravierendes ändert, wäre das unter Umständen eh sehr schnell hinfällig.
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25.05.2007 18:31 Uhr von Bender-1729
 
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@ MasterDogg: Also ich versuch mich hier ja immer gewählt auszudrücken, aber wenn ich deinen Beitrag grade lese, kann ich mich nur noch fragen:

Sag mal, Meister ... noch alle Birnen in der Fassung? Ich glaub es hackt!

Nichts rechtfertigt einen solch feigen Anschlag und anders kann man die Tat schon nicht mehr bezeichnen.

Und mit christlicher Nächstenliebe halt ich es ähnlich wie mit den Menschenrechten: Wer sich selber nicht dran hält, kann auch keinen Anspruch darauf erhaben. Also brauchst du mir damit mal gar nicht kommen.

Wenns nach mir ginge, könnten solche Leute in ihrer Zelle vermodern ...
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25.05.2007 18:56 Uhr von MasterDogg
 
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@Bender2: Ich bezog mich nicht auf den Anschlag/die Tat, da stand auch "die Opfer"(Mz.) Jetzt bist du gar nicht darauf eingegangen, nach welcher Logik Mörder erschießt Mörder zu beurteilen ist. Ist ja keiner unschuldig in dem Falle, wegen des Recht des Lebens.
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25.05.2007 22:31 Uhr von jsbach
 
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Man kennt die: näheren Umstände nicht. Aber er weiss auch, dass sich die letzte Tür von innen nicht mehr aufmachen lässt...
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26.05.2007 20:00 Uhr von ticarcillin
 
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das Mindeste: was die Täter tun können und sollen, ist, die gesamten Kosten zu übernehmen, die entstanden sind und noch in Zukunft entstehen werden.

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